Shoju und Tamari – milde Würzen aus der Makrobiotischen Heilküche

Shoju

Das tiefbraune Shoju ist die beste Qualität der bekannten Sojasoße und stammt aus der Makrobiotischen Heilküche. Es ist eine universale Würze für alle Speisen.

Am besten nimmt man Shoju zum Abschmecken am Schluß. Wer mag, kann auch das kräftigere Tamari nehmen.

Der Geschmack von beiden ist salzig und gleichzeitig mild und würzig. Besonders Linsen, Bohnen und Erbsen profitieren davon.

Shoju oder Tamari?

Heutzutage leiden viele Menschen an einem kranken Darm. Man spricht von Candida und Leaky-Gut-Syndrom. Diese Darmerkrankung ist Grundlage bei Autoimmunleiden. Deshalb kann es besser sein, in der Anfangszeit der Darmheilung mit Shoju vorsichtig zu sein.

  • wenn es Blähungen nach Shoju gibt, kann man so gut wie sicher sein, dass es eine Pilzbelastung im Darm (Candida) gibt
  • wer eine Histaminintoleranz hat, hat auch Pilze im Darm und verträgt Shoju nicht unbedingt
  • wenn es heftige Symptome gibt, kann es auch sein, dass es sich bereits um die Autoimmunerkrankung Zöliakie handelt. Weil Shoju mit einem geringen Anteil Weizen hergestellt wird, kann es unverträglich sein wegen des Glutens. Deshalb nimmt man bei bekannter Erkrankung an Zöliakie lieber Tamari.

Sowohl für Shoju als auch für Tamari gilt: Es spielt keine Rolle, dass sie aus Sojabohnen hergestellt werden. Denn die Bohnen sind vergoren (fermentiert) und somit bekömmlich.  Mehr dazu steht in diesem Beitrag zu Miso, das ein ähnliches Produkt wie Shoju ist.

Zeit bringt Reife

Shoju und Tamari sind seit Jahrtausenden aus der Küche des Fernen Ostens nicht wegzudenken. Ursprünglich bestehen sie aus Sojabohnen (Shoju auch mit Weizenkörnern), Meersalz und Wasser. In riesigen Holzfässern reifen die Sojabohnen mehrere Jahre bis die Soße fertig ist.

Diese gesundheitlich hochwertige Sojasoße gibt es bei uns heute überall im Biohandel zu kaufen. Für die gesunde Küche sollte man unbedingt auf Qualität Wert legen.

Schnelle Industriesoße

Die industriell hergestellte Sojasoße ist dagegen ein völlig anderes Produkt. Es wird auf der Basis von chemisch behandeltem Getreide hergestellt und es wird Glutamat und Zucker zugesetzt. Statt in einem natürlichen Reifungsprozess wird die Temperatur in Fässern geregelt, um die Reifezeit wesentlich zu verkürzen.

Von diesem künstlichen Produkt ist in meinen Rezepten nicht die Rede. Davon rate ich dringend ab.

Tamari als glutenfreie Alternative

Tamari ist eine andere Sojasoße, die ohne Weizen hergestellt wird. Zwar ist darin geröstetes Gerstenmehl enthalten, das Eiweiß daraus wird aber während des langen Reifungsprozesses abgebaut. Deshalb ist Tamari bekömmlich für Menschen, die sich glutenfrei ernähren wollen, zum Beispiel bei der Erkrankung mit Zöliakie (einer Darmkrankheit).

Tamari ist teurer als Shoju. Es ist intensiver und man braucht weniger davon. Ich empfehle, sehr sparsam damit zu würzen.

Shoju zum Abschmecken

In der feinen japanischen Küche wird mit der Sojasoße besonders kunstvoll umgegangen. Es gibt bestimmte Gerichte, denen sie schon am Anfang zugegeben wird, bei anderen kocht sie zum Schluss mit.

Für Soßen und Dressings wird sie auf jeden Fall erst nach dem Kochen zugegeben.

Zum Abschmecken und Verfeinern nimmt man Shoju zu fast allen Speisen:

  • als abschließende Würze für Linsen- und Bohnengerichte
  • in Suppen und Eintöpfen
  • in Soßen
  • in Gemüsegerichten
  • für Gebratenes

Es gibt Shoju auch in einer Flasche mit Gießer, die man zum Nachwürzen auf den Tisch stellen kann. Nun, das ist natürlich jedem selbst überlassen, aber meine Empfehlung wäre, das Essen beim Kochen gleich so abzuschmecken, dass ein Nachwürzen nicht nötig ist.



Rezepte bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische-Heilkueche-RezepteDie Rezepte sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite geht es um Ernährung & Naturheilkunde bei Schilddrüsenproblemen.

2 Kommentare

  1. Heidi

    Liebe Frau Bruhn, ich reagiere allergisch auf Soja. Kann ich trotzdem Shoju zu mir nehmen?
    Liebe Grüsse.
    Heidi

    • Jutta Bruhn

      Hallo Heidi, Shoju ist fermentiertes Soja und deshalb leicht bekömmlich. Wer es trotzdem nicht verträgt, hat vielleicht Zöliakie oder einen Reizdarm.

      Die Frage kann man nicht pauschal beantworten. Schließlich sind Allergien ja kein Schicksal, sondern eine Frage des gesunden/kranken Darms. Mehr dazu hier.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

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