Shoju und Tamari – milde Würze aus der makrobiotischen Heilküche

Shoju

Das tiefbraune Shoju und Tamari sind die bestes Qualität der bekannten Sojasoße und stammen aus der Makrobiotischen Heilküche. Es sind universale Würzen für alle Speisen.

Am besten nimmt man sie zum Abschmecken am Schluß.

Der Geschmack ist salzig und gleichzeitig mild und würzig. Besonders Linsen, Bohnen und Erbsen profitieren davon.

Shoju oder Tamari?

Weil heutzutage so viele Menschen an einer chronischen Entzündung der Schilddrüse leiden (Hashimoto), ist Vorsicht geboten bei Shoju. Denn die Würze wird mit einem geringen Anteil Weizen hergestellt und der kann unverträglich sein wegen des Glutens.

Deshalb nimmt man bei bekannter Hashimoto-Erkrankung lieber Tamari, die glutenfreie Alternative. Dass Tamari aus Sojabohnen hergestellt wird, spielt keine Rolle, denn die Bohnen sind vergoren und somit bekömmlich.

In der feinen japanischen Küche wird mit der Sojasoße besonders kunstvoll umgegangen. Es gibt bestimmte Gerichte, denen sie schon am Anfang zugegeben wird, bei anderen kocht sie zum Schluss mit.

Für Soßen und Dressings wird sie auf jeden Fall erst nach dem Kochen zugegeben.

Zeit bringt Reife

Shoju und Tamari sind seit Jahrtausenden aus der Küche des Fernen Ostens nicht wegzudenken. Ursprünglich bestehen sie aus Sojabohnen (Shoju auch mit Weizenkörnern), Meersalz und Wasser. In riesigen Holzfässern reifen die Sojabohnen mehrere Jahre bis die Soße fertig ist.

Diese gesundheitlich hochwertige Sojasoße gibt es bei uns heute überall im Biohandel zu kaufen. Für die gesunde Küche sollte man unbedingt auf Qualität Wert legen.

Schnelle Industriesoße

Die industriell hergestellte Sojasoße ist dagegen ein völlig anderes Produkt. Es wird auf der Basis von chemisch behandeltem Getreide hergestellt und es wird Glutamat und Zucker zugesetzt. Statt in einem natürlichen Reifungsprozess wird die Temperatur in Fässern geregelt, um die Reifezeit wesentlich zu verkürzen.

Von diesem künstlichen Produkt ist in meinen Rezepten nicht die Rede. Davon rate ich dringend ab.

Tamari als glutenfreie Alternative

Tamari ist eine andere Sojasoße, die ohne Weizen hergestellt wird. Zwar ist darin geröstetes Gerstenmehl enthalten, das Eiweiß daraus wird aber während des langen Reifungsprozesses abgebaut. Deshalb ist Tamari bekömmlich für Menschen, die sich glutenfrei ernähren wollen, zum Beispiel bei der Erkrankung mit Zöliakie (einer Darmkrankheit).

Tamari ist teurer als Shoju. Es ist intensiver und man braucht weniger davon. Ich empfehle, sehr sparsam damit zu würzen.

Shoju zum Abschmecken

Zum Abschmecken und Verfeinern nimmt man Shoju zu fast allen Speisen:

  • als abschließende Würze für Linsen- und Bohnengerichte
  • in Suppen und Eintöpfen
  • in Soßen
  • in Gemüsegerichten
  • für Gebratenes

Es gibt die Sojasoße auch in einer Flasche mit Gießer, die man zum Nachwürzen auf den Tisch stellen kann. Nun, das ist natürlich jedem selbst überlassen, aber meine Empfehlung wäre, das Essen beim Kochen gleich so abzuschmecken, dass ein Nachwürzen nicht nötig ist.



Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite gebe ich Tipps und Infos zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen.

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