Milch und Milchprodukte gehören für viele Menschen ganz selbstverständlich zum normalen Leben. Trotzdem berichten manche, dass sie sich ohne Käse, Quark, Joghurt oder Milch leichter, klarer oder insgesamt wohler fühlen.

In diesem Beitrag zeige ich, warum Milch und Milchprodukte in der naturheilkundlichen Praxis oft kritisch betrachtet werden.

Milchprodukte kritisch bewertet

Der Ernährungsberater Steven Acuff schreibt:

„Milchprodukte sind für viele Menschen eine häufige Ursache von Allergien – sie sollen sogar das Allergiepotenzial von Weizen übertreffen.“

Trotzdem liest man häufig: „Milch ist gesund.“

Doch an diesem verbreiteten Glaubenssatz wird regelmäßig gerüttelt – wie zahlreiche Presseartikel zeigen:

Calcium aus Milch? Ein umstrittener Gesundheitsmythos

Viele Menschen glauben, dass Milch ein verlässlicher Calcium-Lieferant sei – vor allem zur Vorbeugung von Osteoporose.

Doch nicht alle Fachleute teilen diese Sichtweise. Kritiker weisen darauf hin, dass es keine eindeutige wissenschaftliche Übereinstimmung darüber gibt, wie effektiv Milchprodukte tatsächlich zur Knochengesundheit beitragen.

Auffällig: In Kulturen, in denen traditionell kaum Milch konsumiert wird – etwa in vielen Teilen Asiens – sind Osteoporose-Erkrankungen nicht zwangsläufig häufiger, sondern teils seltener als in Ländern mit hohem Milchkonsum wie Deutschland oder den Niederlanden.

Dr. Renate Colliers Beobachtungen 

Die Naturheilärztin Dr. med. Renate Collier (1919-2001) hat vor Milchkonsum gewarnt.


Sie war Mayr- und Kneippärztin und hat in Vorträgen und Seminaren vielen Menschen 'Hilfe zur Selbsthilfe' gebracht.


Dr. Collier hat in ihrer jahrzehntelangen Praxistätigkeit beobachtet, dass viele Menschen über eine Besserung ihrer Beschwerden berichteten, sobald sie Milch und Milchprodukte weggelassen hatten.

Zu den Symptomen, bei denen sie wiederholt positive Veränderungen wahrnahm, gehörten unter anderem:

  1. Neurodermitis
  2. Asthma
  3. Migräne und Kopfschmerzen
  4. Beschwewrden der Stirn- und Nasennebenhöhlen
  5. Zysten in der Brust, Myomen
  6. Brustkrebs und andere Krebsarten
  7. Gewebeverschlackung
  8. gestaute Lymphe = dicke Beine, dicke Oberarme
  9. allergische Reaktionen
  10. geschwächtes Immunsystem
  11. Herz-Kreislauf-Probleme

und andere Krankheiten.

Warum kann Milch den Darm belasten?

Dr. Collier erklärt das so:

  • Behandelte Milch (pasteurisiert, homogenisiert) kann nicht normal im Dünndarm aufgenommen werden.
  • Deshalb 'rutscht' sie weiter in den Dickdarm. Dort bleibt sie für längere Zeit bei 37 Grad Körpertemperatur liegen wie ein 'Paket' und wird langsam von Fäulnisbakterien zersetzt.
  • Dieser Prozess des Zersetzens durch Fäulnisbakterien ist keine normale Verdauung, sondern eine enorme Belastung für die Leber, weil Fäulnisgase durch die Darmwand nach oben steigen.
  • Als Folge ist die Leber belastet von 'Fuselalkohol' und wird träge.


Und wenn die Leber nicht optimal arbeitet, könnte sich das nach manchen Fachmeinungen auch auf die Schilddrüse auswirken. Ob daraus tatsächlich eine Unterfunktion entsteht, hängt jedoch von vielen Faktoren ab. 

Etwas leichter verdaulich gilt laut Dr. Collier frische Milch direkt vom Hof. Sie soll im Dünndarm besser aufgenommen werden können als pasteurisierte Produkte. Diese besondere Milch wird – in gewissen Grenzen – als verträglicher beschrieben.

Ausnahme: Butter

Eine Ausnahme bei den Milchprodukten ist Butter. Sie gilt als bekömmlich und wird in der traditionellen Ernährung als besonders gut verträglich geschätzt.

Der Grund ist, dass Butter hauptsächlich aus Milchfett besteht und nur wenig Milcheiweiß enthält. Das macht den Unterschied zu anderen Milchprodukten.

Die Ausnahme von der Ausnahme besteht bei akuten Entzündungen, zum Beispiel bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto-Thyreoiditis oder M. Basedow. In dem Fall kann es sinnvoll sein, auch die Butter wegzulassen, denn bei manchen Menschen reagiert das Immunsystem bereits auf geringe Mengen tierischen Eiweißes.

Gesünder ohne Milch und Milchprodukte?

Viele Menschen berichten davon, dass sich ihr Wohlbefinden verbessert, wenn sie Milch und Milchprodukte weglassen. Das kann sich in Kleinigkeiten zeigen wie:

  • frischer und munterer sein
  • sich besser konzentrieren können
  • Verspannungen oder Unruhe lassen nach

Ein Leser berichtet:

Viele 'Problemstellen' aus meiner Fußball-Laufbahn, die mir bis dahin alle paar Tage Probleme bescherten, fühlten sich plötzlich deutlich entspannter an.

Milch und Kopfschmerzen 

Mich erreichte diese Frage: „Wenn Milch unseren Körper schwächt, dann könnte Milch auch ein Auslöser für Kopfschmerzen sein, oder?“

Antwort: Das ist mir tatsächlich berichtet worden, vor allem, wenn die Beschwerden regelmäßig nach dem Verzehr auftraten.

Natürlich haben nicht alle Kopfschmerzen mit Milch zu tun. Aber bei manchen Menschen bessern sich die Beschwerden, wenn sie Milch, Quark, Käse, Joghurt & Co. weglassen.

Hier ein Beispiel:

„Zum Thema Milch kann ich sagen: Ich habe vor vielen Jahren alle Milchprodukte weggelassen – und meine Migräne war innerhalb von zwei Wochen verschwunden.“

 

Milch für Kinder

Vor allem bei gesundheitlichen Beschwerden wie häufigen Ohr- oder Kopfschmerzen oder bei Neurodermitis stellen sich viele Eltern die Frage: Tut Milch meinem Kind überhaupt gut?

In der naturheilkundlichen Praxis berichten Eltern immer wieder von positiven Veränderungen, wenn Milchprodukte weggelassen werden.

Ja, Sie haben richtig gelesen: Ich persönlich bin der Meinung, dass Kinder auch ohne Milchprodukte gesund aufwachsen können.

Ein Verzicht – gut begleitet und ausgewogen umgesetzt – wird von vielen Familien als unproblematisch erlebt.

Milchersatz aus Reis, Hafer, Mandel ...

Was früher eine Rarität aus Fernost war, ist heute in jedem Supermarkt zu haben:

  • Getreidemilch aus Reis oder Hafer ...
  • Pflanzenmilch aus Mandeln, Kokos, Soja ...

Allerdings wurde in Asien traditionell darauf geachtet, dass diese Art von Milch nicht als Getränk verwendet wird, sondern in kleinen Mengen zur Zubereitung von Süßspeisen.

Dieses Wissen ist bei uns heute weniger verbreitet. Stattdessen wird Getreide- und Pflanzenmilch als Ersatz für Kuhmilch angeboten.

Viele steigen von Kuhmilch auf Ersatzmilch aus Getreide oder Pflanzen um – vermutlich auch, weil immer mehr Menschen Milch nicht gut vertragen oder eine Laktoseintoleranz haben.

Einfach nur von Kuh- auf Pflanzenmilch umzusteigen, kann sich langfristig nachteilig auswirken, je nach individueller Verträglichkeit und Menge.

Dafür werden verschiedene Gründe diskutiert:

  • Pflanzenmilch besteht u.a. aus faserarmen Kohlenhydraten, die den Blutzucker stark ansteigen lassen können.
  • Getreide wie Reis oder Hafer können gut gekaut werden, das ist bei Getreidemilch nicht möglichGetreidemilch enthält Phytin, dieser Stoff kann die Aufnahme von Mineralstoffen wie Zink hemmen.

Deshalb wird in traditionellen Ernährungslehren empfohlen, Getreide-Milchsorten nicht als tägliches Getränk zu verwenden, sondern sparsam und gezielt – etwa für Desserts oder besondere Gerichte.


Sojamilch kann schwer bekömmlich sein

Ich möchte ausdrücklich darauf hinweisen, dass der Umstieg von Kuhmilch auf Sojamilch nicht für alle gut funktioniert. Manche berichten, dass sie nach dem Genuss von Sojadrink Beschwerden wie Völlegefühl oder Blähungen erleben.

Sojamilch gilt als relativ schwer verdaulich, vor allem für Menschen mit empfindlicher Verdauung.

Ein weiterer Aspekt, der in der Ernährungsdiskussion oft genannt wird, sind die im Soja enthaltenen Phytoöstrogene. Sie stehen im Verdacht, hormonähnlich zu wirken und werden kontrovers diskutiert. Dies auch im Zusammenhang mit hormonbedingten Erkrankungen.

Kokosmilch ist kein Getränk

Kokosmilch aus dem Bioladen gilt als hochwertiges pflanzliches Produkt, ist aber kein Ersatz für Kuhmilch.

Man benutzt sie zum Kochen und setzt sie wie Sahne (Rahm) in kleinen Mengen zum Abrunden eines Gerichts ein.

Kokosmilch verfeinert

  • süße Nachtische
  • Suppen und Soßen
  • Dressings und Dips

Weniger sinnvoll ist dagegen die Verwendung als Getränk. Dafür ist sie weder gedacht noch bekömmlich in größeren Mengen.

Weg mit Milch und Milchprodukten?

Milch zu trinken ist eine Besonderheit unserer Kultur.

Für viele Menschen ist es eine echte Umstellung, ohne Milch zu leben, schließlich begleitet sie oft seit der Kindheit.

In vielen fernöstlichen Kulturen ist Milch dagegen weitgehend unbekannt. Dort basiert die Ernährung auf anderen Grundnahrungsmitteln.

Das kann ein Hinweis darauf sein, dass Milchprodukte nicht zwingend notwendig für eine ausgewogene Ernährung sind.

Übrigens: Auch Bio-Milch oder Bio-Käse ändern an der grundsätzlichen Zusammensetzung nichts Wesentliches. Es bleibt ein tierisches Produkt, mit allen Eigenschaften, die das mit sich bringt.

Bei bestimmten Beschwerden wie Schilddrüsenproblemen, Autoimmunreaktionen, Allergien oder Verdauungsempfindlichkeiten wird in der naturheilkundlichen Praxis häufig empfohlen, Milchprodukte zumindest testweise wegzulassen. So kann man beobachten, ob sich das Wohlbefinden verändert.

Mehr zu den Grundgedanken der Makrobiotischen Heilküche steht hier: Makrobiotische Heilküche

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Hallo, ich bin

Jutta Bruhn

Autorin, Heilpraktikerin und Gründerin der Makrobiotischen Heilküche.
Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, wie Ernährung Körper und Seele ins Gleichgewicht bringt.

In meinen Programmen und Ebooks zeige ich, wie einfache, warme und natürliche Küche Beschwerden wie Müdigkeit, Verdauungsprobleme oder hormonelles Ungleichgewicht spürbar lindern kann.

Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information rund um Ernährung. Er ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Verdacht auf eine Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine ärztliche oder medizinische Fachperson.

aktualisiert am 29.08.2025


  1. Sehr geehrte Fr. Bruhn,

    kann ich die MBH auch bei einer schwachen Bauchspeicheldrüse nutzen?

    Vielen Dank für ihre Antwort, ihre Kochbücher habe ich auch schon da ich Hashimoto habe.
    LG

    1. Hallo Andreas,

      ja selbstverständlich. Ich weiß zwar nicht, was Sie meinen mit einer „schwachen Bauchspeicheldrüse“, aber dass die Organe des Oberbauchs stets betroffen sind, wenn die Diagnose Hashimoto gestellt wird, ist bekannt.

      Die MBH ist eine Basis-Ernährung bei jeder Krankheit.

      Liebe Grüße

      1. Sehr geehrte Fr Vruhn,

        ich weiß nicht ob meine Beiträge bei ihnen ankommen? Deshalb bitte wenn ddoppelt löschen.

        Ich würde gerne Wissen, ob die MBH auch bei einer exokrinen Bauchspeicheldrüsenschwäche geeignet ist, weil ja doch viel mit Hülsenfrüchte, Bohnen gekocht wird.

        Bei mir traten beide Erkrankungen im letzten Jahr gemeinsam auf, kann Hashimoto dafür verantwortlich sein?

        LG

        1. Hallo Andreas,

          „Hashimoto“ ist eine „Sammeldiagnose“ für mehrere Erkrankungen. Ja, die MBH ist geeignet, wenn zu wenig Verdauungsenzyme gebildet werden. Meist müssen gleichzeitig Enzyme eingenommen werden.

          Wer keine Hülsenfrüchte verträgt, sollte sie weglassen. Bitte lesen im Ebook. dort steht, wie man die MBH umsetzt.

          Liebe Grüße

        2. Sehr geehrte Frau Bruhn,
          Ich danke Ihnen für die inspirierenden Informationen! Meine Frage: Was kann man denn mit Hashimoto/ Pankreasinsuffizienz bloß in den Kaffee tun, wenn man denselben Schwarz einfach nicht mag? ? Im Kaffee ist ja das ,,Milchartige,, nur in geringer Menge drin. Man gießt ja ,,Milch,,kaffee nicht runter wie Wasser… Schlecht ist Milch und auch ,,Milch,, aus Hülsenfrüchten, Soja oder Getreide, auch im Kaffee, verstanden.
          Was halten Sie als Kaffee- Aufhellung von entweder Bio Hanfdrink oder Buchweizendrink oder Mandeldrink und dazu gemischt ETWAS
          Kokosmilch aus der Büchse ( 17%Fett) ? Ist doch alles kein Getreide, richtig ? Kaffee (Bio!) wird ja übrigens bekömmlicher durch frisches(!) , gröberes Mahlen in Omas Hand-Kaffeemühle sowie frisch(!) zerstoßene Gewürze wie Zimt, Kardamom, Nelke, Sternanis. Sie sehen, ich tue einfach alles um meinen geliebten Kaffee zu retten!

  2. Ich leide unter nächtlicher Nüchternübelkeit so gegen 3 Uhr.
    Nach dem Aufstehen lässt diese meist schnell nach. Blutwerte okay außer Blutzucker, der meistens zu niedrig ist.
    Habe vor kurzem ihre 2 Bücher gekauft und mit der Ernährungsumstellung begonnen.
    Habe zum Frühstück meistens Äpfel, Banane mit Milch auch Hafermilch u dgl sowie Yoghurt und Getreideflocken gegessen.
    Dazu häufig Kräutertees getrunken.
    Abends häufig Brot i.d. Regel kein Weizen sondern Roggen oder Dinkel. Dazu wenig Wurst aber häufig Käse.

    Mit Salz war ich sehr sparsam, was auch im Blutwert ersichtlich war, am unteren Limit.
    Gekocht meist mit Rapsöl, Olivenöl oder Butterfett.
    Schilddrüsenfunktion derzeit unauffällig.

    Gibt es ernährungstechnisch bestimmte
    Empfehlungen.
    Heilpraktikerin hat hohe Schwermetallbelastung festgestellt.
    Habe wegen der Übelkeit lange Panzoprazol genommen. Seit ca 4 Wochen nicht mehr.

    Liebe Grüße
    Karl

    1. Hallo Karl,

      das war natürlich eine sehr belastende Ernährung, die jetzt geändert werden kann mit den Infos aus den Ebooks. 🙂 Wichtig ist das warme Frühstück.

      Wegen der Medikamenteneinnahme wäre eine Knoblauch-Zitronen-Kur empfehlenswert, damit die Leber in ihrer Entgiftungsleistung unterstützt wird. Hoffentlich läßt dann auch die Übelkeit nach.

      Wenn die Tipps und Rezepte aus den Ebooks umgesetzt werden und vor allem der Fettkonsum geändert wird, sollte sich bald gute Gesundheit einstellen. Man muss natürlich dranbleiben und die eigene passende Ernährung Schritt für Schritt entwickeln.

      Liebe Grüße

  3. Hallo Lin,

    die Kritik an solchen Theorien ist, dass sie alle Menschen über einen Kamm scheren. Das funktioniert aber nicht. Man darf nicht den Fehler machen und denken, dass alle Menschen Leinöl vertragen.

    Öle wie Leinöl enthalten Alpha-Linolensäure. Das ist eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure, die nur eine Vorstufe zu DHA und EPA ist. Diese sind die Formen von Omega-3, die der Körper verwenden kann. Dazu braucht er aber eine weitere Quelle von Omega-3, um diese Umwandlung komplett zu machen.

    Speziell bei Schilddrüsenunterfunktion ist oft diese Fähigkeit zur Umwandlung eingeschränkt. So kann ein körperliches Ungleichgewicht erzeugt werden, wenn pflanzliche Öle längere Zeit genommen werden.

    Auch hier zeigt sich wieder, dass Ernährung individuell ist. Man kann nicht alle über einen Kamm scheren. Wer eine starke Schilddrüse hat, verträgt Leinöl vielleicht längere Zeit besser als andere, die eine schwache Schilddrüse haben. Meine Leserinnen und Leser gehören meist zu der zweiten Gruppe. 🙂

    Liebe Grüße
    Jutta

    1. Hallo Frau Bruhn,

      herzlichen Dank für Ihre Antwort. Ich finde es echt kompliziert, wie kann ich denn rausfinden, was für mich und meinen Körper passt? Es gibt so viele genau entgegengesetzte Ratschläge, wie soll man sich da zurechtfinden?

      Liebe Grüße
      Lin

      1. Hallo Lin, ich habe das so gemacht:

        Seit über 25 Jahren bin ich bei der Makrobiotischen Heilküche (MBH) geblieben. Ich war seit dem nie wieder krank (hier ist mein Erfolgsbericht). Das ist für mich der Nachweis, dass diese Ernährung funktioniert- 🙂

        Von Theorien wie vegan, vegetarisch, LowCarb, Rohkost etc. halte ich mich fern.

        Liebe Grüße
        Jutta

    2. Ich habe jahrelang viel Fisch gegessen (TK-Lachs aus Norwegen) und nun wurde bei mir eine extrem hohe Hg-Belastung gefunden. Seitdem habe ich keinen Fisch mehr gegessen und bin rückfällig geworden mit Milchprodukten (Joghurt, Quark, Proteinpulver), da ich eine Abneigung gegen Fleisch habe. Ich merke, dass mir die Milchprodukte sehr schlecht bekommen, aber es ist wie eine Sucht // fühlt sich tückischerweise so an, als ob ich das bräuchte, um meinen Proteinbedarf zu decken.
      Stimmt es, dass man in einer solchen Situation komplett auf jeden Fisch und alle Meeresfrüchte verzichten soll?

      1. Hallo Julia, nein man sollte nicht verzichten. Fisch und Eier sind die besten Eiweißquellen.

        Es gibt Lachs und anderen Fisch aus dem Bioladen.

        Auch ist es ja nicht sicher, dass die Quecksilberbelastung vom Fisch kommt. Viel häufiger sind die Ursache Amalgam-Zahnfüllungen oder Tatoos. Man muss suchen, woher die eigene Belastung kommt und diese abstellen.

        Nein, über Milchprodukte deckt man seinen Eiweißbedarf nicht. Wenn der Rest der Ernährung stimmt, gehen die „Süchte“ weg.

        Liebe Grüße
        Jutta

  4. Hallo Camela,

    die Frage ob Sie ohne L-Thyroxin leben können, kann und darf ich hier im Kommentarbereich nicht beantworten. Im Mitglieder-Programm biete ich Begleitung beim Umstieg auf natürliche Hormone an.

    Von Intervallfasten rate ich dringend ab.

    LG Jutta

    1. Das würde mich sehr interessieren – warum raten Sie dringend von Intervallfasten ab?
      Vielen Dank für die tollen Informationen hier, ich suche und lese voller Begeisterung…

  5. Liebe Frau Bruhn,
    vielen Dank für den guten Artikel.
    Mich treibt schon länger um, warum die Öl-Eiweiß-Kost von Budwig ein Irrtum sein soll. Gibt es dafür Belege? Könnte es nicht sein, dass Quark, da fermentiert, besser verträglich ist und vielleicht auch durch die Verbindung mit Omega 3 anders verstoffwechselt wird?
    Viele Grüße Andrea

    1. Hallo Andrea, Gegenfrage: Gibt es Belege dafür, dass die Budwig-Kost in Ordnung ist? 😉 Nein, gibt es natürlich nicht. Aber viele Erfahrungsberichte über Probleme damit.

      Quark ist und bleibt ein Milchprodukt. Für die Probleme mit dem Darm ist es egal, ob vergoren oder nicht.

      LG Jutta

  6. Hallo liebe Frau Bruhn,

    vielen Dank, endlich mal jemand, der darüber was schreibt, was viele wissen, aber niemals veröffentlichen!

    Warum wird keine klare Aufklärung betrieben, das die vermeintliche gute Milch nicht für den Dauerverzehr geeignet ist? Quasi als Warnung! Das Gegenteil wird gemacht, warum?

    Haben Sie vielen Dank für die aufklärenden Worte auf dieser Seite!

    Viele Grüße
    Marén

    1. Hallo Marén,

      danke für den Kommentar.

      Gerade bei Lebensmitteln, die als besonders wertvoll gelten, wird oft zu wenig danach unterschieden, ob sie im Einzelfall überhaupt gut bekommen. Genaues Beobachten ist deshalb oft hilfreicher als pauschale Empfehlungen.

      Herzliche Grüße

  7. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir Milch nicht bekommt, mit einer Ausnahme: Buttermilch (die entsteht m.W. ja bei der Butterherstellung als Nebenprodukt). Wie stehen Sie dazu?

    BTW: klasse Seite! Bin zufällig drauf gestoßen und fand einige meiner Erfahrungen (Müsli, Kartoffeln, Milch(produkte), Brot) bestätigt und vor allem: gute Hinweise, wie man dem nicht nur ausweichen kann, sondern auch verbessern kann (z.B. Hinweise für warmes Frühstück).

    1. Hallo Ellen,

      danke für Ihren Kommentar.

      Entscheidend ist aus meiner Sicht immer, wie ein Lebensmittel individuell bekommen wird. Es kommt durchaus vor, dass einzelne Milchprodukte unterschiedlich vertragen werden.

      Wenn Sie Buttermilch besser vertragen als andere Milchprodukte, ist das zunächst einmal eine wichtige Beobachtung.

      Und danke für die freundliche Rückmeldung zu meiner Seite. Es freut mich, wenn Sie darin hilfreiche Anregungen für Ihren Alltag gefunden haben. 😊

      Herzliche Grüße

  8. Sehr geehrte Frau Bruhn,

    Herzlichen Dank für Ihre kontinuierliche Aufklärungsarbeit, die ich mit Neugierde und grossem Intresse seit ca. 1 Jahr verfolge.

    Speziell zu diesem Artikel möchte ich Sie und Ihre Leser auf eine Dokumention hinweisen, die Ihre These unterstützt…allerdings in englischer Sprache (leider ist der Link beschädigt).

    Zwei amerikanische Ernährungswissenschaftler gehen dem Konsum von „processed foods“ in Folge der Nachkriegszeit auf den Grund, darunter auch der wohl verheerende Effekt von Milchkonsum. Sie gehen sogar soweit, dass Milch & Milchprodukte dem Körper bzw. den Knochen Kalzium ENTZIEHEN, um dem Körper deren Verarbeitung zu ermöglichen! Die Untersuchungen der beiden Wissenschaftler sind zu Beginn völlig unabhängig voneinander und laufen jeweils über mehrere Jahrzehnte! Einer der beiden Wissenschaftler ist auf einer Milchfarm aufgewachsen!!! Der Grund seines Studiums war, herauszufinden, wie man Milch bester Qualität herstellen kann, um dem Family-Business zu helfen.Über seine lebenslange wissenschaftliche Arbeit hinweg musste er also sein ganzes Denken völlig umkempeln; die Milchfarm existiert heute nicht mehr.

    Seit ich Milch & Milchprodukte aus meiner Ernährung weglasse, bin ich fitter, weniger müde, nie verschleimt, weniger Erkältung, keine Kopfschmerzen…die Liste ist lang…ich kann nur jedem raten, es mal auszuprobieren!

    Mit besten Grüssen und in Vorfreude auf den nächsten Jutta-Bruhn-Bericht,

    Sibylle

    1. Hallo Sibylle,

      vielen Dank für Ihren wertvollen Hinweis – das klingt nach einer spannenden Dokumentation. Schade, dass der Link nicht mehr funktioniert!

      Auch ich schaue regelmäßig über den Tellerrand und beziehe viele Impulse aus amerikanischen Quellen. Dort werden Themen rund um Ernährung und Gesundheit manchmal früher und freier diskutiert – mit spannenden Perspektiven, die auch bei uns nach und nach bekannter werden.

      Herzliche Grüße

  9. Hallo Jutta,

    wie sieht es denn aus deiner Erfahrung mit Ziegen- und/oder Schafmilch aus? Ist die besser bekömmlich? Grundsätzlich aber auch bei Autoimmunprpozessen, Schilddrüsenunterfunktion etc.

    Danke, liebe Grüße!

    1. Hallo Roswitha,

      aus meiner Sicht lässt sich das nicht pauschal beantworten. Manche Menschen erleben Ziegen- oder Schafmilch als besser verträglich, andere nicht.

      Entscheidend ist deshalb weniger eine allgemeine Regel als die individuelle Reaktion im Alltag.

      Gerade bei empfindlicher Verdauung oder wenn bereits Beschwerden bestehen, halte ich es für sinnvoll, genau zu beobachten, was gut bekommt und was eher nicht.

      Herzliche Grüße

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