Milch und Milchprodukte sind nicht gesund

Milch und Milchprodukte sind nicht gesund (2)Alle Menschen glauben, Milch und Milchprodukte wie Käse, Quark, Joghurt etc. sind gesund.

Warum geht es dann so vielen Menschen gesundheitlich sofort besser, wenn sie Milch und Milchprodukte weglassen?

Die Naturheilärztin Dr. Renate Collier (1919-2001) hat es so erklärt:

  • Natürliche Milch frisch aus dem Kuhstall ist leicht verdaulich. Sie wird im Dünndarm aufgenommen. Diese besondere Milch wird in gewissen Grenzen gut vertragen. Solche Milch erhalten wir aber nur ganz selten als Vorzugsmilch oder Rohmilch. So weit ich weiß, ist der Verkauf dieser Milch in Deutschland nicht erlaubt. (Vielleicht stimmt das so nicht, informieren Sie mich gerne.)
  • Behandelte Milch (pasteurisiert, homogenisiert) dagegen kann nicht im Dünndarm aufgenommen werden. Deshalb „rutscht“ sie weiter in den Dickdarm. Dort bleibt sie für längere Zeit bei 37 Grad Körpertemperatur liegen wie ein „Paket“ und wird langsam von Fäulnisbakterien zersetzt.

Der Prozess des Zersetzens durch Fäulnisbakterien ist keine normale Verdauung. Sondern eine enorme Belastung für die Leber, weil die Fäulnisgase  durch die Darmwand nach oben steigen. Als Folge ist die Leber belastet und wird träge.

Wenn die Leber träge ist, wirkt sich das auf die Schilddrüse aus. Es kann zur Unterfunktion kommen. Genauer habe ich das in diesem Beitrag erklärt: Symptome einer trägen Leber und die Auswirkungen auf die Schilddrüse.

Milch ist nicht gesund

Überall läßt die Milchindustrie verbreiten: „Milch ist gesund“. In Schweden zum Beispiel ist die Milch heilig wie die Kühe in Indien. Aber an dieser Ikone wird gerade gerüttelt.

„Drei Gläser Milch am Tag können zum frühzeitigen Tod führen“. Unter dieser reißerischen Überschrift einer Zeitung entbrannte vor einiger Zeit eine Diskussion um Milch. Ob das so stimmt, sei mal dahingestellt. Aber dass Milch und Milchprodukte ausgesprochen problematisch sind, das ist eine Tatsache. Lesen Sie am besten selbst. Hier sind ein zwei schwedische Zeitungsberichte (übersetzen lassen von Google):

Viele kritische Stimmen zu Milch und Milchprodukten

Ich bin wahrlich nicht die einzige, die zur Schädlichkeit von Milch schreibt. Hier ist eine kleine Auswahl kritischer Stimmen:

Milch taugt nicht als Calcium-Lieferant

Meist kommt der Aufschrei: Aber wo kommt das Calcium her? Milch und Milchprodukte liefern doch Calcium?

Gegenfrage: Wer sagt, dass das stimmt? Kennen Sie eine einzige Studie, die das nachweist? Nein, die gibt es nicht. Es ist ein Mythos, dass Milch dem Körper Calcium für die Knochen liefert und man so der Osteoprose vorbeugen könnte.

Milch und Käse sind in vielen Kulturen unbekannt. Millionen Menschen in fernöstlichen Ländern kommen bestens klar ohne Milch. Jedenfalls war es traditionell so, China holt in den letzten Jahren gerade auf.

Es soll so sein, dass es genau in diesen Ländern wesentlich weniger Osteoporose-Erkrankungen gibt als in viel Milch konsumierenden Ländern wie Holland oder Deutschland.

Gesünder ohne Milch und Milchprodukte

Sehr wahrscheinlich verbessern Sie Ihre Gesundheit erheblich, wenn Sie Milch und Milchprodukte weglassen. Das kann sich in Kleinigkeiten zeigen wie

  • frischer und munterer sein 
  • sich besser konzentrieren können
  • Schmerzen weniger

„Viele ‚Problemstellen‘ aus meiner Fußball-Laufbahn, die mir bis dahin alle paar Tage Probleme bescherten, schmerzten plötzlich überhaupt nicht mehr.“

Milch, Käse, Quark, Jogurt, Kefir etc. sollten aus meiner Sicht ganz gemieden werden bei:

  1. Schilddrüsenunterfunktion
  2. Autoimmunerkrankungen wie z.B. Hashimoto Thyreoiditis
  3. Asthma
  4. Migräne und Kopfschmerzen
  5. Belastungen der Stirn- und Nasennebenhöhlen
  6. Zysten in der Brust, Myomen
  7. Brustkrebs und anderen Krebsarten
  8. Gewebsverschlackung
  9. gestauter Lymphe = dicke Beine, dicke Oberarme
  10. Allergien
  11. schwachem Immunsystem
  12. Herzproblemen

Ausnahme: Butter

Für Menschen mit Schilddrüsenproblemen (aber auch für alle anderen 😉 ) sollte also der erste Schritt sein, alle Milch und Milchprodukte wegzulassen.

Eine Ausnahme ist die Butter, weil sie hauptsächlich aus Milchfett besteht und nicht aus Milcheiweiß. Butter ist sehr gesund!

Die Ausnahme von der Ausnahme sind Entzündungen bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto oder Basedow. Weil das Immunsystem von tierischem Eiweiß gereizt wird, kann auch das wenige Eiweiß von Butter provozierend sein.

Und noch was: Milch und Kopfschmerzen

Heute erreichte mich diese Frage: „Wenn Milch unseren Körper schwächt, dann könnte Milch auch ein Auslöser für Kopfschmerzen sein, oder?“

Antwort: Ja, liebe Leserin, das ist genau so. Nicht alle Kopfschmerzen haben immer mit Milch zu tun, aber wenn ja, dann verschwinden die Kopfschmerzen einfach nur durch Weglassen der Milch und der Milchprodukte wie Quark, Käse, Joghurt etc. Hier ein Beispiel:

„Zum Thema Milch kann ich berichten, daß ich vor vielen Jahren durch den absoluten Verzicht auf Milchprodukte meine Migräne innerhalb von 2 Wochen los geworden bin.“

Keine Milch für Kinder!

Vor allem Kinder sollten keine Milch und Milchprodukte bekommen, schon gar nicht wenn sie Kopfschmerzen haben – und erst recht nicht, wenn sie Neurodermitis haben.

Ja, Sie haben richtig gelesen, ich meine das wirklich so. Ihr Kind wird keinen Schaden davon tragen, wenn es keine Milch bekommt.

Rezepte

Hier klicken für Rezepte bei Schilddrüsenproblemen für das Kochen ohne Milchprodukte.

Online-Selbstlernkurs

schilddruese managengeeignet bei:

  • Hashimoto und M. Basedow
  • Unter- und Überfunktion
  • Kinderwunsch
  • nach Operation der Schilddrüse
  • bei Schilddrüsen-Knoten

„Ich nehme seit heute in Absprache mit meinem Arzt, kein Euthyrox mehr ein und es ist für mich ein befreiendes Gefühl.“

 

„Ich schlafe wieder gut, meine Haut ist nicht so trocken, ich bin nicht mehr so ängstlich und ich kann mich wieder konzentrieren.“

22 Kommentare

  1. Ellen

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir Milch nicht bekommt, mit einer Ausnahme: Buttermilch (die entsteht m.W. ja bei der Butterherstellung als Nebenprodukt). Wie stehen Sie dazu?

    BTW: klasse Seite! Bin zufällig drauf gestoßen und fand einige meiner Erfahrungen (Müsli, Kartoffeln, Milch(produkte), Brot) bestätigt und vor allem: gute Hinweise, wie man dem nicht nur ausweichen kann, sondern auch verbessern kann (z.B. Hinweise für warmes Frühstück).

  2. Helga Maria

    Ich möchte nur klarstellen, dass der Verkauf von Rohmilch nicht verboten ist. Rohmilch sollte lediglich vor dem Verzehr auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzt werden, um Keime abzutöten.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Helga, vielen Dank für diesen Tipp.

      Genau das ist das Problem: Die Erhitzung auf 70 Grad. 🙁 Das ist keine rohe Milch mehr, sondern erhitzte. Man kann es drehen wie man will, das Problem bleibt. 🙁

      Herzliche Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  3. Monika

    Hallo Frau Bruhn,
    wie sieht es aus mit laktosefreien Milchprodukten? Und alternative Milch wie Mandel-, Reis- oder Kokosmilch?
    Ich habe seit einigen Tagen normale Kuhmiclh weggelassen und verwende nur noch Laktosefreiemlich spüre aber gar keinen Unterschied.
    Ich nehme an ich sollte auch diese weglassen?!
    Vielen Dank!
    Monika

  4. Sibylle

    Sehr geehrte Frau Bruhn,

    Herzlichen Dank für Ihre kontinuierliche Aufklärungsarbeit, die ich mit Neugierde und grossem Intresse seit ca. 1 Jahr verfolge.

    Speziell zu diesem Artikel möchte ich Sie und Ihre Leser auf eine Dokumention hinweisen, die Ihre These unterstützt…allerdings in englischer Sprache @ Netflix:“ Forks over Knives“, hier der link:
    https://www.netflix.com/mc/title/70185045

    Zwei amerikanische Ernährungswissenschaftler gehen dem Konsum von „processed foods“ in Folge der Nachkriegszeit auf den Grund, darunter auch der wohl verheerende Effekt von Milchkonsum. Sie gehen sogar soweit, dass Milch & Milchprodukte dem Körper bzw. den Knochen Kalzium ENTZIEHEN, um dem Körper deren Verarbeitung zu ermöglichen! Die Untersuchungen der beiden Wissenschaftler sind zu Beginn völlig unabhängig voneinander und laufen jeweils über mehrere Jahrzehnte! Einer der beiden Wissenschaftler ist auf einer Milchfarm aufgewachsen!!! Der Grund seines Studiums war, herauszufinden, wie man Milch bester Qualität herstellen kann, um dem Family-Business zu helfen.Über seine lebenslange wissenschaftliche Arbeit hinweg musste er also sein ganzes Denken völlig umkempeln; die Milchfarm existiert heute nicht mehr.

    Seit ich Milch & Milchprodukte aus meiner Ernährung weglasse, bin ich fitter, weniger müde, nie verschleimt, weniger Erkältung, keine Kopfschmerzen…die Liste ist lang…ich kann nur jedem raten, es mal auszuprobieren!

    Mit besten Grüssen und in Vorfreude auf den nächsten Jutta-Bruhn-Bericht,

    Sibylle

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sibylle, vielen Dank für diesen wertvollen Hinweis. Ich beziehe die allermeisten meiner Infos aus amerikanischen Quellen. 10 Jahre später kommen sie dann langsam bei uns an. Das habe ich öfter erlebt. LG Jutta

  5. Sylvia

    Hallo Frau Bruhn,

    wie verhält es sich eigentlich mit Sahne? Ist von der auch abzuraten oder ist das auch ermessens Sache, wie es einem ab und zu bekommt?
    (Vielen Dank für Ihre großartige Arbeit, ich habe schon viel von Ihnen gelernt, umgesetzt und ich merke die positiven Veränderungen!)

    Liebe Grüße,
    Sylvia

  6. Roswitha

    Hallo Jutta,

    wie sieht es denn aus deiner Erfahrung mit Ziegen- und/oder Schafmilch aus? Ist die besser bekömmlich? Grundsätzlich aber auch bei Autoimmunprpozessen, Schilddrüsenunterfunktion etc.

    Danke, liebe Grüße!

    • Jutta Bruhn

      Hallo Roswitha, bei manchen Leuten geht es mit Ziegen- oder Schafsmilch, bei manchen nicht. Man kann diese Frage nicht pauschal beantworten. Es kommt immer darauf an, in welchem Zustand der Darm ist. Auch hat die Bekömmlichkeit etwas mit der Blutgruppe zu tun.

      Wer sich länger nach der Makrobiotischen Heilküche (MBH) ernährt, kann meistens geringe Mengen Käse vertragen, sogar aus Kuhmilch.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  7. Sabine

    Hallo Frau Bruhn,

    wie verhält sich das mit der Milch wenn man daraus Joghurt selber herstellt
    und Probiotics (Younggo Yoghurt) zuführt. Ich habe eine schlechte Darmflora.

    Besten Dank im Voraus

    Herzliche Grüße
    Sabine

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sabine, aus meiner Erfahrung sind die gesundheitlichen Folgen von solchen Nahrungsmitteln unter Umständen noch bedenklicher. Ich empfehle, die Ernährung anders auszurichten. 🙂

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  8. Gerrit

    Hallo Frau Bruhn,

    vielen Dank für die interessanten Artikel auf Ihrer Seite. Insbesonders auch der aktuelle zum Thema Milch. Meines Wissens benötigt der Körper zur Aufnahme von Calcium das Elektrolyt Magnesium. In Milch ist aber fast kein Magnesium enthalten, so dass die Resorption des Calcium nicht so gut gelingt. (siehe u.a. Veröffentlichungen von Paul Pitchfort dazu)
    Wie stehen Sie zur Quark-Leinöl-Kost nach Johanna Budwig? In dieser Ernährungsweise wird ja ganz schön viel Quark gegessen, in Teilen sogar täglich.

    Viele Grüße, freue mich auf weitere spannende Veröffentlichungen

    Gerrit T

  9. Ava

    Hallo Frau Bruhn,

    vielen lieben Dank für diesen hilfreichen Artikel und für Ihre superinformative Seite!??
    Nun zu meiner Frage:
    Meine kleine hat seit über zwei Jahren Neurodermitis.
    Anfangs war es wirklich heftig.
    Zum Glück hat sich das wieder gelegt!
    Wir haben auf Anraten der KiÄrtin Milch&Milchprodukte auch bewusst weggelassen und konnten eine erhebliche Verbesserung feststellen!
    Jetzt ist es aber leider so, dass unsere Tochter mit zunehmendem Alter auch bestimmte Dinge essen möchte in denen Milch enthalten ist….haben Sie evtl. einen Tipp was man alternativ nehmen könnte…
    Vielen Dank im Voraus&
    Liebe Grüße!

    Ava C.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ava, was sind denn das für Dinge mit Milch? Es ist ja ein Unterschied, ob Milch getrunken wird oder ob man ein wenig Käse isst. Bio-Käse ist unter Umständen bekömmlich in kleinen Mengen.

      Das Problem liegt aber ganz woanders: Das Immunsystem sollte widerstandsfähiger sein. Daran würde ich arbeiten. Dann werden qualitativ gute Bio-Milchprodukte besser toleriert.

      Wenn man einfach nur Alternativen einsetzt, ändert sich am Grundproblem nichts und der Krankheitsprozeß geht im Hintergrund weiter. 🙁

      Wir wissen, dass oft auf Neurodermitis das Asthma folgt. Es lohnt sich also, sich um die Ernährung zu kümmern, um diese Entwicklung aufzuhalten. 🙂 Das klappt mit der Makrobiotischen Heilküche (MBH).

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

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