Arsen in Reiswaffeln? Phytin ist das schlimmere Problem!

Arsen in Reiswaffeln

Arsen in Reiswaffeln

Fast jeden Sommer können wir in der Presse lesen, dass Reis Arsen enthalten soll.

Liest man weiter, kann man erfahren, dass das für asiatische Länder und einige Gegenden in den USA gilt. Aber nicht bei uns.

In Reiswaffeln soll besonders viel Arsen enthalten sein. Für mich ist allerdings der eigentliche Bösewicht in den Reiswaffeln das Phytin.

Arsen in Reiswaffeln

Bei weißem Reis soll es am wenigsten Belastung mit Arsen geben, das ist logisch. Denn Arsen sammelt sich in der Schale in der Außenschicht und wenn die wegpoliert ist, gibt es auch weniger Arsen.

Der Naturreis soll mehr enthalten und am allermeisten die Reiswaffeln. Wer ängstlich ist, kann das Problem sehr leicht lösen, indem man einfach auf Waffeln aus Mais, Buchweizen oder andere Getreide ausweicht. 🙂

Wo kommt der Reis her?

Zunächst mal sollte man wissen, dass in Asien 10-12 mal mehr Reis gegessen wird als in Deutschland. Und das zeigt: Man darf die Schreckensmeldungen zum Arsen nicht überbewerten.

Es geht darum, wo der Reis herkommt. Sorgen muss man sich machen, wenn der Reis zum Beispiel aus Texas, USA stammt. Dort wurde früher auf den Feldern Baumwolle angebaut und dafür hat man arsenhaltige Pestizide benutzt. Diese heftigen Mittel waren erlaubt, weil Baumwolle nicht gegessen wird.

Das Arsen ist bis heute im Boden und nun pflanzt man Reis auf diesen Äckern an. In den Reispflanzen reichert sich Arsen an. Wobei sich der größte Teil in den Wurzeln findet, nicht im Korn.

So mindert man das Arsen

Wer verunsichert ist, kann mit der richtigen Zubereitung von Reis die Arsenbelastung deutlich verringern:

  1. Erst mal den Reis in Wasser spülen.
  2. Nach dem Spülen mit viel Wasser einweichen, nicht nur bedeckt, sondern viel, damit die gelösten Stoffe gut ins Überschusswasser gelangen.
  3. Das Einweichwasser schüttet man weg und spült den Reis nochmal.
  4. Dann wird der Reis in mehr Wasser gekocht, als man eigentlich für den Kochvorgang braucht. Wenn das Wasser anfängt zu kochen, kann man diesen Überschuss entfernen. In dem heißen Wasser beim Aufkochen löst sich noch etwas von dem Arsen. Durch das Abschöpfen kann man das Arsen sehr stark reduzieren.

Ich halte diesen Aufwand nicht für nötig und kann nicht wirklich dazu raten. Denn das Problem liegt ganz woanders. 🙁

Phytin entfernen durch Einweichen

Niemand interessiert sich für den Stoff Phytin, der ganz natürlich im Reis enthalten ist und viel wahrscheinlicher Schaden anrichten kann.

Phytin ist einer von den Stoffen, die in allen Getreidepflanzen ganz natürlich enthalten sind, damit sie keimen können.

Phytin ist nicht spektakulär giftig wie Arsen. Dafür soll der Stoff Schuld sein, dass es bei Menschen zu Mineralstoffmängeln kommt. Das kann wahrscheinlich passieren, wenn man zu lange und zu viel davon über längere Zeit aufnimmt.

Die gute Nachricht dazu: Mit dem simplen Einweichen von Getreide (mehr zum Einweichen hier) kann man das Phytin mindern.

Zinkmangel vermeiden

Phytin ist gut für die Pflanze, schlecht für uns Menschen. Denn wenn es in unseren Körper kommt, kann es die Verwertung von Mineralstoffen behindern, dazu gehört zum Beispiel Zink. Einen Zinkmangel will man vermeiden, denn

  • Zink ist an enorm vielen Immunprozessen beteiligt
  • Zink ist wichtig für das gute Funktionieren der Leber, die die Schilddrüsenhormone in die verfügbare Form umwandelt. Mehr dazu steht in diesem Beitrag: Schilddrüse und Leber arbeiten zusammen

Werden die Hormone in der Leber nicht ordentlich umgewandelt, stehen sie der Schilddrüse nicht ausreichend zur Verfügung und es kann zur Unterfunktion kommen.

Daran kann man sehen, wie wichtig der Mineralstoff Zink auch für die Schilddrüse ist.

Reiswaffeln mit Butter

Es gibt einen Riesenfehler, den man mit Reiswaffeln machen kann: Knabbern ohne Butter drauf.

Genau das war aber die Empfehlung der naturwissenschaftlichen Ernährungsberatung, die lange Zeit den Müttern trockene Reiswaffeln für ihre Kinder empfahl.

Auch in der Diabetes-Beratung werden Reis- oder Maiswaffeln als Zwischenmahlzeit empfohlen. Grund dafür sind die leicht aufnehmbaren Kohlenhydrate der Reiswaffeln, die schnell eine Unterzuckerung auffangen.

Ich sehe das anders: Schnelle Kohlenhydrataufnahme wie mit Reiswaffeln stresst die Bauchspeicheldrüse enorm. Viel besser ist Fett, um den Blutzucker zu stabilisieren.

Wenn es zur Unterzuckerung kommt (leicht oder ausgeprägt) deutet dies darauf hin:

  1. In den Unterzucker gerät meistens, wer nicht genug Fett in der Mahlzeit hat.
  2. Wer eine Zwischenmahlzeit braucht, ist nicht richtig satt, jedenfalls nicht lange genug nach der letzten Mahlzeit.

Sehr viele Leute meinen immer noch, dass man sich fettarm ernähren sollte, weil uns das jahrzehntelang eingehämmert worden ist. Das stimmt aber nicht, das Gegenteil ist richtig. In diesem Beitrag habe ich das näher ausgeführt, den solltest du unbedingt lesen.

Ich rate deshalb: Esst nicht so viel Reiswaffeln und wenn dann mit reichlich Fett, am besten mit Butter. 🙂 

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

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