Arsen in Reiswaffeln?

Reiswaffeln

Reiswaffeln

Alle reden vom Arsen, das in Reiswaffeln in geringster Menge vorkommen soll.

Niemand interessiert sich für den Stoff Phytin, der ebenfalls im Reis enthalten ist und wahrscheinlich viel mehr Schaden anrichten kann.

Und noch ein dritter Punkt: Man sollte Reiswaffeln nicht ohne Butter essen. 

Mineralstoffmangel vermeiden

Für mich ist der eigentliche Bösewicht bei den Reiswaffeln das PhytinDas ist einer von den Stoffen, die in allen Getreidepflanzen enthalten sind. Das Getreide braucht nämlich Phytin, um keimen zu können.

Phytin ist nicht spektakulär giftig wie Arsen. Dafür soll er Schuld sein an Mineralstoffmängeln sein, wenn er längere Zeit aufgenommen wird.

Mit dem simplen Einweichen von Getreide (mehr dazu hier) kann man dieses Phytin mindern. Nur machen das die Hersteller von Reiswaffeln vermutlich nicht. Lesen Sie deshalb heute, was man selber tun kann.

Zinkmangel vermeiden

Phytin ist gut für die Pflanze, schlecht für uns Menschen. Denn wenn es in unseren Körper kommt, kann es Verwertung von Mineralstoffen behindern, dazu gehört zum Beispiel Zink. Einen Zinkmangel will man vermeiden, denn

  • Zink ist an enorm vielen Immunprozessen beteiligt
  • Zink ist wichtig für das gute Funktionieren der Leber, die die Schilddrüsenhormone in die verfügbare Form umwandelt. Mehr dazu steht in diesem Beitrag: Schilddrüse und Leber arbeiten zusammen

Werden die Hormone in der Leber nicht ordentlich umgewandelt, stehen sie der Schilddrüse nicht ausreichend zur Verfügung und es kann zur Unterfunktion kommen.

Daran sehen Sie, wie wichtig der Mineralstoff Zink auch für die Schilddrüse ist.

Doch es gibt noch etwas anderes, was man bei Reiswaffeln falsch machen kann: Knabbern ohne Butter drauf.

Reiswaffeln mit Butter

Reiswaffeln

Reiswaffeln mit Butter

Die Empfehlung der naturwissenschaftlichen Ernährungsberatung ging lange Zeit dahin, den Müttern zu Reiswaffeln für ihre Kinder zu empfehlen.

Auch in der Diabetes-Beratung werden Reis- oder Maiswaffeln als Zwischenmahlzeit empfohlen.

Der Verdacht liegt nahe, dass die leicht aufnehmbaren Kohlenhydrate der Reiswaffeln eine Unterzuckerung auffangen.

Wenn es zur Unterzuckerung kommt (ob leicht oder ausgeprägt) deutet dies aus meiner Sicht auf etwas ganz anderes hin:

  • In den Unterzucker gerät meistens, wer nicht genug Fett in der Mahlzeit hat. Denn Fett stabilisiert den Blutzucker.
  • Wer eine Zwischenmahlzeit braucht, ist nicht richtig satt, jedenfalls nicht lange genug nach der letzten Mahlzeit.

Hauptsächlich liegt so etwas daran, dass zu wenig Fett gegessen wird. Wir meinen immer noch, dass man sich fettarm ernähren sollte, weil uns das jahrzehntelang eingehämmert worden ist. Das stimmt aber nicht, das Gegenteil ist richtig. Im Beitrag 9 gute Gründe warum man sich nicht fettarm ernähren sollte habe ich das ausgeführt. Den sollten Sie unbedingt lesen.

Ich rate deshalb: Esst die Reiswaffeln mit reichlich Fett, am besten mit Butter.

Tipps zum Umgang mit Arsen im Reis

Fast jeden Sommer können wir in der Presse lesen, dass Reis Arsen enthalten soll. Liest man weiter im Artikel, kann man rausfinden, dass das für asiatische Länder und einige Gegenden in den USA gilt. Aber nicht bei uns.

Maiswaffeln

Maiswaffeln

Es mag stimmen, dass Reiswaffeln aus Naturreis mit Arsen belastet sind. Wer viele Reiswaffeln isst, kann deshalb einfach ausweichen auf Waffeln aus

  • Mais
  • Buchweizen oder anderen Getreiden

Bei weißem Reis soll es am wenigsten Belastung mit Arsen geben, bei Naturreis mehr und am allermeisten bei Reiswaffeln und das ist auch logisch. Denn Arsen sammelt sich in der Schale in der Außenschicht und wenn die wegpoliert ist, gibt es auch weniger Arsen.

Wer verunsichert ist, kann mit der richtigen Zubereitung von Reis die Arsenbelastung deutlich verringern:

  1. Erst mal den Reis in Wasser spülen.
  2. Nach dem Spülen mit viel Wasser einweichen, nicht nur bedeckt, sondern viel, damit die gelösten Stoffe gut ins Überschusswasser gelangen.
  3. Das Einweichwasser schüttet man weg und spült den Reis nochmal.
  4. Dann wird der Reis in mehr Wasser gekocht, als man eigentlich für den Kochvorgang braucht. Wenn das Wasser anfängt zu kochen, kann man diesen Überschuss entfernen. In dem heißen Wasser beim Aufkochen löst sich noch etwas von dem Arsen. Durch das Abschöpfen kann man das Arsen sehr stark reduzieren.

Also ich halte das bei uns nicht für nötig. Asiaten essen 10-12 mal mehr Reis als Deutsche. Arsenvergiftungen sind dort nicht bekannt. Und das zeigt: Man darf die Schreckensmeldungen zum Arsen nicht überbewerten.

Geschätzt wird, dass weißer Reis nur etwa halb so belastet ist wie der Naturreis.

Es geht darum, wo der Reis herkommt. Sorgen müssen sich Menschen machen zum Beispiel in Texas, USA. Dort wurde früher auf den Feldern Baumwolle angebaut und dafür hat man arsenhaltige Schädlingsbekämpfungsmittel benutzt. Diese heftigen Sachen durften auf die Felder gegeben werden, weil Baumwolle nicht gegessen wird.

Das Arsen ist bis heute im Boden drin und nun pflanzt man Reis auf diesen Äckern an. In diesen Reispflanzen reichert sich Arsen an. Wobei sich der größte Teil in den Wurzeln findet, nicht im Korn.

Deshalb: Essen Sie weiterhin Naturreis und machen Sie sich keine Sorgen!


 

Rezepte bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische-Heilkueche-RezepteDie Rezepte sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite geht es um Ernährung & Naturheilkunde bei Schilddrüsenproblemen.

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