Wie viel Wasser soll man wirklich trinken?

Viele Menschen sind verunsichert, wie viel Wasser man täglich trinken soll.

Ich gebe in diesem Beitrag Tipps zur Trinkmenge und 3 Rezepte für erfrischende Sommergetränke aus der Makrobiotischen Heilküche (MBH).

Außerdem stelle ich meinen Wriggel vor. 🙂 Was das ist? Das blaue Ding rechts oben im Bild. Der verhilft mir zu sauberem Wasser unterwegs.

Wie viel Wasser trinken?

Die Empfehlungen gehen von 1,5 über 2 bis hin zu 3 Litern. Bei solchen Mengenangaben wird sich hoffentlich sofort natürlicher Widerstand regen.

Bitte versteht mich richtig: Jeder sollte täglich Wasser trinken. Aber ich würde davor warnen, eine bestimmte Menge an Liter pro Tag zu trinken. Ich halte es nicht für richtig, mit dem Messbecher in der Hand zu trinken und dabei zu vergessen:

  • die individuellen Trink-Bedürfnisse sind sehr unterschiedlich
  • die Trinkmenge wechselt von Tag zu Tag

Gleich noch mehr dazu. Erst mal etwas Grundsätzliches:

Nicht verwechseln: Flüssigkeitsbedarf und Trinkmenge

Manchmal werden Begriffe durcheinander gebracht. Oder ist dir auf Anhieb klar, was der Unterschied ist zwischen Flüssigkeitsbedarf und Trinkmenge? Die Ernährungswissenschaftlerin Ulrike Gonder sagt:

„Wir brauchen 2,5 Liter Flüssigkeit, aber nur 1,5 Liter Getränke täglich.“

Das errechnet sich daraus, dass der Verlust von Flüssigkeit über Urin und Schweiß täglich etwa 2,5 Liter beträgt. Das heißt aber nicht, dass man genau diese Menge unbedingt wieder trinken muss.

Auch feste Nahrung wie Gemüse, Obst und Salate enthalten Wasser. Salatgurken und Blattsalate sogar zu 95 %.

Individueller Trinkbedarf

Was passiert, wenn das Essen heute zu salzig war? Man trinkt ein Glas Wasser. Das tut gut.

Trinkt man Wasser nach einem Stück Kuchen? Wohl kaum. Was ich sagen will:

Es kommt darauf an, wie die Ernährung allgemein aussieht:

  • Wie viel Salz ist enthalten?
  • Wie viel andere Getränke als klares Wasser gibt es?
  • Wie viel Gemüse gibt es täglich?

Besonders ärgerlich sind die pauschalen Empfehlungen zum Wasserbedarf. Alle sollen 2-3 Liter Wasser trinken:

–  der schwer arbeitende Bauarbeiter
–  die im Büro sitzende Sekretärin
–  das Schulkind
–  die Oma im Seniorenheim
–  Sportlerinnen und Sportler

Dabei bleiben individuelle Bedürfnisse unberücksichtigt.

Bei vielen Trink-Empfehlungen wird nicht darauf geachtet, dass der tägliche Wasserbedarf von vielen verschiedenen Faktoren abhängt. Und dass sich das jeden Tag ändert.

Im Sommer mehr, im Winter weniger

Auch die Jahreszeit und das Wetter verändert unseren Wasserbedarf:

  • Im Winter sind die Hände steif vor Kälte? Das wird weniger, wenn man den Körper nicht auch noch mit kaltem Wasser abkühlt.
  • Wenn es regnet im Herbst und man es sich zu Hause gemütlich macht, passt ein heißer Pott Tee besser als ein Glas kaltes Wasser.
  • Knallt die Sonne und heizt auf? Dann sollte man natürlich mehr kaltes Wasser trinken.

Morgenmüdikeit durch falsches Trinken?

Das Trinken am späten Abend kann ein Störfaktor sein. Wer abends etwas trinkt, muss meist nachts aufs Töpfchen und schon ist die Nachtruhe unterbrochen und damit auch die nötige Ruhezeit für die Schilddrüse.

Nachts aufstehen zu müssen ist schlecht, aber ganz leicht zu ändern: Wer nur am Tage trinkt, braucht das abends nicht zu tun. 😉

Ohne Flüssigkeit leidet die Bauchspeicheldrüse

Wir sollten nicht nur dann Wasser trinken, wenn es heiß ist. Der Körper braucht ständig Flüssigkeit, um die Organe damit zu versorgen. Zum Beispiel  die Bauchspeicheldrüse. Sie gerät in Stress, wenn der Mensch zu wenig trinkt.

Die Bauchspeicheldrüse produziert Verdauungsenzyme. Damit diese ihre Aufgabe erfüllen können, muss Flüssigkeit im Zwölffingerdarm vorhanden sein.

Kommt es zur Austrocknung, können die Nährstoffe im Darm nicht ordentlich zerlegt werden und gelangen nicht ins Blut, so wie es sein soll.

Statt dessen liegt dann unverdaute Nahrung im Darm, fault langsam vor sich hin und bildet dabei Gase. Das macht nicht nur Blähungen und Bauchschmerzen, sondern auch Durchfälle.

Trinken, trinken, trinken?

Richtig ist: Wird zu wenig Wasser getrunken, kann es zu Mangelzuständen kommen. Diese können sich zeigen in

  • Konzentrationsmangel
  • schlaffem Gewebe
  • chronischer Verstopfung
  • Blutdruckschwankungen
  • Ablagerungen im Körper von Rückständen aus Nahrung und Medikamenten

und anderen Übeln.

Deshalb hört man überall die Aufforderung: Trinken, trinken, trinken.

Wasser trinken, aber nicht zu viel

Wasser trinken ist wichtig und wir sollten es nicht vergessen, aber auch nicht übertreiben.

Denn zu viel trinken kann sogar gefährlich werden, insbesondere wenn gleichzeitig das Essen nicht genug gesalzen wird. Es kann zu Salzmangel oder zur „Wasservergiftung“ kommen.

„Wenn man sich Wasser zuführt ohne die Möglichkeit zu haben, das wieder auszuscheiden, kommt es zu einer Wasservergiftung. Das kann über ein Hirnödem zum Tod führen.“ sagt der Lebensmitteltechniker Udo Pollmer in diesem Video.

Zu einer Wasservergiftung könnte man auch „Überwässerung“ sagen. Es geht darum, dem Körper nicht mit einem Übermaß an Wasser in kurzer Zeit zu überfluten, ohne dass eine entsprechende Ausscheidung möglich ist.

Wenn jemand auf die Idee kommen sollte, 5 Liter Wasser innerhalb weniger Stunden zu trinken, würde das Gleichgewicht der Körperzellen empfindlich gestört. Denn durch das schnelle Einströmen von Wasser gerät der Mineralstoff- und Salzhaushalt des Körpers völlig durcheinander.

Einfaches Wasser trinken

Wenn es ums Trinken zum Ausgleich von Flüssigkeitsverlusten geht, ist die Aufnahme von einfachem Wasser gemeint. Ich empfehle Leitungswasser zu trinken.

Denn das Leitungswasser wird besser und strenger kontrolliert als Flaschenwasser. Oft hat Leitungswasser eine bessere Qualität als Wasser in Flaschen.

Ich persönlich vermeide allerdings das Wasser aus der Leitung. Denn es schmeckt nicht und ist nachweislich mit vielen Giften und Medikamentenrückständen belastet.

Außerdem kann aus den Bleirohren im Altbau Blei enthalten sein, im Neubau kann es Rückstände von Kupfer aus den Leitungen geben. Das will ich nicht. Deshalb filtere ich mein Trinkwasser mit einem Filter von Pinnow-Gesundheitswelt. 

WriggelWeil ich auch unterwegs gutes Wasser haben will, nehme ich meinen Wriggel mit. 🙂  Das ist eine Trinkwasserflasche mit einem Kohleblockfilter im Deckel und eine super Sache für ganz sicher sauberes Wasser auf Reisen.

Den Wriggel gibt es auch bei Pinnow-Gesundheitswelt.

Drei gesunde Getränke

Wer mit Schilddrüsenproblemen zu tun hat, sollte weder zu viele Obstsäfte noch mit Zucker gesüßte Getränke zu sich nehmen. Also nur noch Wasser trinken? Das ist langweilig und auch nicht nötig.

Ich stelle drei erfrischende Getränke aus der Makrobiotischen Heilküche (MBH) vor, die einen hohem gesundheitlichen Wert haben:

Getränk Nr. 1: Ume-Wasser im Sommer

Damit der der Salz- und Mineralhaushalt nicht durcheinander kommt, kann man in ein Glas Wasser ein wenig Ume-Würzessig geben. Dieser Essig ist eigentlich kein Essig, sondern eine Würze. Der Geschmack ist zugleich sauer und salzig.

Der Original-Name ist „Ume-Su“ und man bekommt ihn im

  • im Bioladen
  • Reformhaus
  • Internet-Versandhandel (zum Beispiel hier)

Manchmal steht auch nur „Ume“ auf der Flasche.

Hergestellt wird Ume-Würzessig aus unreifen Aprikosen. Die werden zusammen mit Salz in große Holzfässer gegeben und für den langen Zeitraum von 1-2 Jahren vergoren. Durch diese lange Gärung entsteht gesunde Milchsäure, wie bei unserem Sauerkraut. Das ist das Besondere am Ume-Würzessig.

Der Salzgehalt von Ume eignet sich super zur Herstellung eines milden Sommergetränks mit erfrischender Wirkung:

  • 1 Liter frisches Wasser
  • 2-3 Esslöffel Ume-Würzessig

Für ein einzelnes Glas nimmt man entsprechend weniger vom Ume.

Getränk Nr. 2: Zitronenwasser löst Verschleimung

ZitronenwasserDamit Wasser gut schmeckt, kann man eine Zitronenlimonade daraus machen.

Quetsche dafür so viel Zitronen aus, wie du magst.

Ein kleiner Zusatztipp: Warmes Wasser mit Zitrone kann dabei helfen, Schleim aus Lunge und Bronchien zu lösen. Wer damit Probleme hat, sollte das Zitronenwasser gleich morgens trinken und zwar lauwarm.

Getränk Nr. 3: Pfefferminztee kühlt den Körper

PfefferminzteePfefferminztee wirkt energetisch kühlend auf den Körper. Deshalb ist er das bevorzugte Getränk in den heißen arabischen Ländern – allerdings dort mit einer gehörigen Portion Zucker. Den lassen wir natürlich weg und süßen lieber mit dem milden Reissirup.

Wirklich klasse schmeckt der Tee mit überbrühten frischen Pfefferminzblättern.

Pfefferminztee kann man morgens vorbereiten und im Laufe des Tages trinken – und zwar lauwarm, nicht gekühlt.

Das waren meine drei Tipps für erfrischende Sommergetränke!

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

4 Kommentare

  1. Sabine

    guten Abend, habe Hashimoto schon seit Jahren bin bei der Ernährungsberatung! Mir geht es aber immer noch nicht gut, verzichte auf Gluten und habe immer noch Verdauungsprobleme und bin sehr sehr müde und abgeschlagen! Bin fast 60 Jahre alt auf Laktose und Fructose verzichte ich schon seit Jahren! Ohne glutenesse ich seit vier Monaten! da ich so gut wie blind bin, weiß ich nicht ob ich ihre Seite bedienen kann!

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sabine, es kommt sehr darauf an, was für eine Art Ernährungsberatung man aufsucht.

      Hier auf der Webseite geht es um Makrobiotische Heilküche (MBH). Dabei geht es nicht allein um das Weglassen von Gluten. Denn das reicht nicht aus, um dauerhaft gesünder zu werden. Gluten wegzulassen ist nur eine Hilfe am Anfang.

      Wenn du mehr tun willst, empfehle ich dir, meine kostenlosen „Schilddrüsen-Tipps“ hier zu bestellen. Damit kannst du dich über die Ernährung informieren.

      Liebe Grüße
      Jutta

  2. Vera

    Hallo Jutta,

    ich koche manchmal Ingwerstückchen im Wasser auf ( auch 2 bis 3 Mal, je nach dem ob es noch nach Ingwer schmeckt)
    Dieses Ingwerwasser oder auch Tee trinke ich dann kalt.
    Was hältst du davon ?

    Liebe Grüße
    Vera

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