Süssen ohne Zucker

Zucker Ein Leben ohne Zucker bedeutet keinesfalls, dass man nichts Süßes mehr essen darf, im Gegenteil.

Wir brauchen Süßes. Wer sich alles Süße verkneift, hat eine Lücke im Leben. Denn es gibt 5 Geschmäcker:

Salzig, sauer, scharf, bitter und süß.

Lässt man einen dieser Geschmäcker weg, fehlt etwas im Leben und das Essen ist unbefriedigend.

Nur darf der süße Geschmack nicht vom weißen Zucker kommen. Wieso eigentlich nicht?

Zucker bringt nur Nachteile

Klare Sache, weißer Zucker kann an vielen gesundheitlichen Beeinträchtigungen beteiligt sein. Hier eine Liste, die ich von der Webseite von Dr. Mercola habe:

Zucker

  1. stört den Mineralstoffhaushalt
  2. verursacht Chrommangel
  3. stört die Aufnahme von Kalzium, Magnesium und Eiweiß
  4. erhöht das Gesamtcholesterin, die Triglyceride und den schlechten Cholesterinspiegel
  5. verringert guten Cholesterinspiegel
  6. macht süchtig und berauschend, ähnlich wie Alkohol
  7. lässt Adrenalin schneller ansteigen
  8. führt zur Hyperaktivität und Angst
  9. macht Konzentrationsstörungen und müde
  10. macht aggressiv
  11. fördert allgemein Krankheiten
  12. füttert Krebszellen
  13. kann den systolischen Blutdruck erhöhen
  14. trägt zur Bildung von Nieren- und Gallensteinen bei
  15. macht dick
  16. verringert die Insulinsensitivität, was zu hohen Insulinspiegel und schließlich Diabetes führen kann
  17. trägt zu Kopfschmerzen bei
  18. verursacht Probleme im Magen-Darm-Trakt (Gärung)
  19. fördert Allergien
  20. fördert chronische degenerative Erkrankungen

Puhh, bei Punkt 20 ist mir die Luft ausgegangen. 🙁  Dr. Mercola zählt sogar 76 Punkte auf, wie der Zucker schädigen kann.

Besonders bei entzündlichen Krankheiten wie Hashimoto und Basedow ist es bekanntlich extrem wichtig, so schnell wie möglich vom weißen Zucker wegzukommen.

Keine Alternativen zum Zucker

  • Honig besteht zu rund 80 % aus Einfachzuckern, die den Blutzucker stark ansteigen lassen. Das ist ein wesentlicher Nachteil von Honig.Der andere Nachteil ist der zwar süße aber intensive Geschmack. Als Brotaufstrich sicher lecker, aber in Süßspeisen eben doch zu stark hervorschmeckend.
  • Brauner Zucker ist im Grunde das Gleiche wie weißer, nur haften ihm noch Melassereste an, von denen die braune Farbe herrührt.
  • Auch Kandis ist nichts anderes als Zucker. Er besteht aus hochreinem Zucker. Der braune Kandis ebenfalls, er wird lediglich zusätzlich in einem speziellen Verfahren mit karamellisierter Zuckerlösung hergestellt.
  • Xylit kann man zwar als pflanzlich betrachten, aber es ist und bleibt ein hoch verarbeitetes künstliches Produkt, das genauso verwendet wird wie Zucker. Achtung, für Hunde soll Xylit sogar tödlich sein.

Gute Alternativen zum Süßen ohne Zucker

Damit niemand Trübsal blasen muss und es gar nichts Süßes mehr gibt, kann man auf Alternativen ausweichen. Am besten finde ich diese:

  1. Reissirup
  2. Reismalz
  3. Gerstenmalz
  4. Dicksäfte aus dem Bioladen
  5. Stevia
  6. Kokosblütenzucker

Tipp 1: Süßen mit Reissirup

Anders als Honig ist Reissiup fast geschmacksneutral. Er ist als universelles Süßmittel überall einsetzbar, außer zum Backen.

Wie der Name schon sagt, wird dieser Sirup aus Reis gewonnen. Dazu wird Reismehl gekocht und zu Sirup eingedickt.

Am wichtigsten ist der positive gesundheitliche Aspekt:

Der Vorteil liegt darin, dass Reissirup einen hohen Anteil an langkettigen Mehrfachzuckern hat, die erst in Einfachzucker umgewandelt werden müssen. Das ist günstig, weil so die Zuckeraufnahme ins Blut verzögert ist und es nicht zu einem schnellen Blutzuckeranstieg kommt.

Wer an Zucker gewöhnt ist, könnte am Anfang die milde Süße von Reissirup als zu wenig süß empfinden. Erfahrungsgemäß ändert sich das nach kurzer Zeit, wenn sich die Zunge und der Geschmack auf die milde Süße umgestellt haben.

Reissirup gibt es im Biohandel von der Fa. Arche. (ebenso Reismalz und Gerstenmalz)

Tipp 2: Reismalz

Reismalz unterscheidet sich von Reissirup hauptsächlich darin, dass es intensiver im Geschmack ist und man deshalb weniger davon braucht.

Tipp 3: Gerstenmalz mit viel Geschmack

In alten Rezepten und zum Bierbrauen findet man die Zutat Gerstenmalz. Das war unser früheres Süßungsmittel.

Gerstenmalz  hat einen starken Eigengeschmack. Manche Menschen lieben den malzigen Geschmack, manche können damit gar nichts anfangen.

Sehr gut passt Gerstenmalz zu Äpfeln, deshalb kann man ihn gut im Apfelkompott verwenden. Aber das ist wieder Geschmackssache.

Bei Kindern hat man mit Gerstenmalz nicht unbedingt Erfolge. 🙁

Tipp 4: Dicksäfte aus dem Bioladen

Beim Erhitzen und Eindicken von Apfel-, Birnen oder Agavensaft entstehen sehr süße dickflüssige Säfte, die man eher als Sirup bezeichnen kann. Sie enthalten rund 85 Prozent fruchteigenen Zucker. Die Vitamine gehen zwar auf dem Weg des Erhitzens verloren, aber das sollte nicht im Vordergrund stehen, wenn man auf der Suche nach einem Süßmittel ist. Vitamine erhält man viel einfacher und reichlicher über frisches Gemüse und Obst.

Der Nachteil von Obstdicksäften besteht darin, dass sie naturgemäß recht teuer sind und man ziemlich viel davon braucht, um die gewünschte Süße zu bekommen. Dicksäfte gibt es sehr gute im Biohandel.

Tipp: Die Süße von Dicksäften lässt sich ganz toll verstärken durch die Zugabe von einigen Tropfen Stevia.

Tipp 5: Stevia

Das Süßmittel Stevia hat die E-Nummer 960. Und das ist was Gesundes fragt man sich skeptisch? Ja, ist es auf jeden Fall, denn Stevia gewinnt man aus der Pflanze, im Gegensatz zu künstlichen Süßstoffen.

  • fantastisch: kalorienfrei, zahnschonend und trotzdem intensiv süß
  • schrecklich: schmeckt nicht

Man muss wissen, dass Stevia kein Alleinsüßungsmittel ist. Man verwendet es als Verstärker von anderen Süßmitteln wie Reissirup oder Dicksäften.

Achte unbedingt darauf, auf jeden Fall nur ganz wenige Tropfen nehmen. Auf einen Teelöffel Reissirup reicht 1 Tropfen Stevia.

Gut finde ich Stevia von der Fa. GSE

Tipp 6: Kokosblütenzucker

Noch ziemlich neu auf dem Markt ist der Kokosblütenzucker, der eine sehr gute Alternative ist, wenn es richtig zuckrig sein soll. Zum Beispiel als Zucker mit Zimt. Etwas teuer, aber so soll das sein, damit man davon nicht zuviel nimmt. 🙂

Pro und Contra vom Kokosblütenzucker habe ich in diesem Beitrag besprochen.

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

5 Kommentare

  1. Jutta Bruhn

    Hallo Susanne,

    genau das ist das Problem heutzutage. 🙁

    Die Misere besteht darin, dass wir heutzutage nichts mehr aus der Überlieferung wissen. Wir haben uns von wissenschaftlichen Entdeckungen verunsichern lassen. Ernährungswissenschaft hilft uns nicht weiter, weil sich die Erkenntnisse ständig ändern.

    Deshalb halte ich mich an folgendes:

    1. Ernährungswissen aus Tradition
    2. eigene Erfahrung in langen Jahren
    3. Orientierung an Makrobiotischer Heilküche (MBH)

    Ich bin heilfroh, dass ich die MBH seit über 20 Jahren praktiziere und keine Fragen zur Ernährung habe.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  2. Lina

    Hallo, können Sie einen Hinweis geben, wie viel Reissirup etwa wie viel g Zucker entspricht? D.h. wenn in einem Rezept die Angabe 50 g Zucker steht, entspricht dies 50g Reissirup? (bzw. 55 g, da laut Packung mit 10% mehr gerechnet werden soll?
    Kann man mit Reissirup problemlos backen, oder sollte man auf etwas achten?
    Vielen Dank vorab!

    • Jutta Bruhn

      Hallo,

      mit Reissirup kann man nicht problemlos backen, im Gegenteil. Deshalb funktioniert auch nicht der Austausch der Gramm-Mengen.

      Viele Grüße
      Jutta Bruhn

      • Joachim

        Keine Frage, aber eine Feststellung: Mit Reissirup backt meine Frau seit einigen Jahren – und das völlig problemlos! Wenn man es etwas süßer haben möchte, kann die Menge (entspr. dem in einem Rezept angegebenen Menge Zucker) leicht erhöht werden. Echte Probleme beim Backen in Zusammenhang mit der Verwendung von Reissirup gibt es aber nicht!

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