Sodbrennen wird in der Regel mit zu viel Magensäure erklärt. Doch so ist das gar nicht immer.
Oft steckt hinter dem Sodbrennen nicht etwa zu viel, sondern eher zu wenig Magensäure. So zeigen es viele Beobachtungen und Erfahrungsberichte.
Reflux, Völlegefühl, Druck im Oberbauch oder Brennen hinter dem Brustbein können unterschiedliche Ursachen haben.
In der Naturheilkunde wird dabei auch danach gefragt, ob die träge Verdauung beteiligt sein kann, die mit der Unterfunktion zu tun hat.
Bei Hashimoto oder Unterfunktion lohnt sich also der Blick auf die Verdauung insgesamt.
Worum es hier geht
- Sodbrennen entsteht nicht immer durch zu viel Magensäure.
- Zu wenig Magensäure kann Druck, Völlegefühl, Aufstoßen oder Brennen begünstigen.
- Bitterstoffe können die Verdauung anregen, ersetzen aber keine passende Ernährung.
- Entscheidend ist, den gesamten Verdauungsablauf anzuschauen.
Sodbrennen wegen fehlender Magensäure
Wer sich mit dem Thema Sodbrennen beschäftigt, wird schnell herausfinden, dass es dabei nicht immer um zu viel Säure geht, aus erfahrungsbasierter Sicht im Gegenteil sehr oft um einen Mangel an Magensäure.
Wie kann das sein?
Die Stationen der Aufnahme der Stoffe im Körper verlaufen so:
- vom Zwölffingerdarm
- in den Dünndarm,
- dann in den Dickdarm
Dieser normale Weg ist behindert, wenn es zu wenig Magensäure gibt.
Daraus folgt, dass die komplette Verdauung betroffen ist. Die ordentliche Aufspaltung der Nahrungsstoffe ist nicht möglich.
Dies kann mit unterschiedlichen Symptomen, Befindlichkeitsstörungen oder Nährstoffmängeln einhergehen.
Zu wenig Magensäure bei Schilddrüsenunterfunktion
Und jetzt geht es an die Kernfrage: Wieso fehlt eigentlich die Magensäure?Antwort:
Bei Unterfunktion der Schilddrüse kann es sein, das die Drüsen des Magens genauso in "Unterfunktion" sind. Das könnte erklären, warum sie weniger Magensäure produzieren.
Außerdem wird das Gewebshormon Gastrin möglicherweise zu wenig gebildet. Gastrin ist notwendig, um die Magensäure zu locken, wenn sie gebraucht wird.
In verschiedenen Beobachtungen zeigt sich: Die Schilddrüse beeinflusst den Hormonspiegel des Gastrins, sodass es zu Störungen kommen kann, wenn die Schilddrüse in Unterfunktion ist.
Die Kette sieht so aus:
Schilddrüse - Hormon Gastrin - normale Magensäure
Ganz klar, dass bei einer Unterfunktion der Schilddrüse auch eine geringere Produktion von Gastrin und damit möglicherweise zu wenig Magensäure auftreten kann.
Solange die Unterfunktion besteht, kann sich daran wenig ändern.
Sodbrennen bei Hashimoto-Thyreoiditis
Viele die eine Hashimoto-Thyreoiditis haben, könnte laut verschiedenen Quellen auch von einer Autoimmun-Pangastritis betroffen sein. So bezeichnet man die chronische Entzündung der gesamten Magenschleimhaut.
Diese verläuft häufig über Jahre ohne deutliche Beschwerden. Es bilden sich nach schulmedizinischer Beschreibung Antikörper gegen die eigenen Belegzellen des Magens, was zu einer Zerstörung dieser Zellen führen kann.
In der Folge kann es zu einem Mangel an Magensäure kommen, da sie nicht mehr ausreichend produziert wird.
Dadurch kann sich die Magenöffnung nicht mehr optimal schließen, sodass Magensäure in die Speiseröhre nach oben steigen kann.
Auch wenn es nur wenig Säure ist, kann dies bereits zu spürbarem Brennen führen.
Typisch: Husten am Morgen
Typische Symptome sind
- ständiger Husten und/oder
- heftige Hustenattacken am Morgen
Ein möglicher Grund dafür: Im Liegen kann sich über Nacht Magensäure in Richtung Speiseröhre bewegen und wird dann abgehustet.
In solchen Fällen wird schulmedizinisch manchmal eine stille Refluxösophagitis diagnostiziert, so nennt man das Zurückfließen von Mageninhalt in die Speiseröhre.
Häufig folgt darauf die Verschreibung von Magensäureblockern.
Doch das Reduzieren der ohnehin oft geringen Magensäuremenge wird von vielen kritisch gesehen, da es aus dieser Sicht nichts an tieferliegenden Ursachen verändert.
Sodbrennen wird in diesem Zusammenhang oft als „roter Blinker“ verstanden: ein Alarmzeichen für eine tieferliegende Störung im System.
Deshalb erscheint es aus ganzheitlicher Sicht sinnvoll, nur kurzfristig zu drastischen Mitteln wie Säureblockern zu greifen.
Typisch: Vitamin-B-12-Mangel
Bei Einnahme von Säureblockern auf Dauer könnte es zu einem Mangel an Vitamin B12 kommen.
Das kann problematisch sein, denn wer eine Hashimoto-Thyreoiditis hat, berichtet häufig von einem bereits bestehenden Vitamin-B12-Mangel.
Deswegen wird vermutet, dass es dann überhaupt erst zu Sodbrennen aufgrund fehlender Magensäure kommen kann.
Was tun bei Sodbrennen wegen zu wenig Magensäure?
Zunächst zwei Tipps, die man nicht dauerhaft, sondern nur gelegentlich und bewusst als kurzfristige Maßnahme anwenden sollte:
Säureblocker helfen oft nur kurzfristig
Täglich werden Säureblocker (Protonenpumpenhemmer) zur Reduzierung der Magensäure verschrieben. Gleichzeitig wird seit Jahren diskutiert, dass sie nicht ohne klare Indikation und nicht unnötig dauerhaft eingesetzt werden sollten.
Die gängige Theorie dahinter ist, dass überschüssige Magensäure die Schmerzen verursacht. Diese Erklärung greift jedoch häufig zu kurz.
Viele Betroffene berichten, dass der Schmerz dadurch nur für eine Weile verschwindet, während die zugrundeliegenden Zusammenhänge oft bestehen bleiben.
Wer die Beschwerden ganzheitlich mit der Ernährung angehen will, findet auf meiner Webseite Infos und Kurse dazu:
7 Schnelle Tipps bei Sodbrennen
Auf die Schnelle gebe ich ein paar Tipps vorab, die sich in der Praxis oft als hilfreich erwiesen haben:
- das Essen ausgiebig kauen, jeden Bissen 30 x (so oft ist das gar nicht, es dauert nur seine Zeit 😉 )
- das richtige Fett essen
- abends nicht so spät essen
- keine scharfen Gewürze wie Pfeffer, Paprika, Chili ... verwenden
- Kaffee und Zucker konsequent weglassen
- sich genug bewegen (die berühmten 1000 Schritte nach dem Essen)
- Reisfasten! Ein Tag mit Reisfasten kann spürbare Entlastung bringen. Hier gibt es ein Ebook dazu
- die Speisen nach Geschmack ausreichend salzen, weil es ein wichtiger Baustein für die Magensäure ist
Trinken zu den Mahlzeiten?
Wenn wir essen, dann sollten wir auch nur essen. Gut gekaute Nahrung muss nicht mit zusätzlichen Flüssigkeiten herunter gespült werden.
Ein paar Schlucke Wasser zum Essen sind wohl unproblematisch. Wer jedoch zu Sodbrennen, Aufstoßen, Völlegefühl oder Druck im Magen neigt, kann beobachten, ob größere Trinkmengen während der Mahlzeit die Beschwerden verstärken.
Nach meiner Erfahrung ist es oft günstiger, über den Tag verteilt ausreichend zu trinken und zu den Mahlzeiten nur kleine Mengen oder gar nichts zu nehmen.
Bitterstoffe gegen Verstopfung bei Unterfunktion
Bei Schilddrüsenunterfunktion bleibt es oft nicht bei Problemen mit dem Magen. Viele kennen daneben auch die Verstopfung. Das passt zu dem Bild einer insgesamt trägeren Verdauung.
Bitterstoffe können hier eine Hilfe sein, weil sie den Verdauungsprozess früher anstoßen nicht erst im Darm.

Was sind Bitterstoffe?
Bitterstoffe sind ein Anstubser für die Verdauung. Sie locken die Verdauungssäfte, damit alles leichter läuft.
In erster Linie denkt man dabei an Heilpflanzen wie . Wermut, Löwenzahn oder Enzian
Am stärksten ist der Enzian. Andere reine Bitterstoffe sind die Wegwartenwurzel und das Benediktinenkraut.
Üblich ist die Kombination mit anderen Pflanzen, die zusätzlich ätherische Öle enthalten.
Wer braucht Bitterstoffe?
In der Naturheilkunde werden Bitterstoffe üblicherweise bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt:
- Blähungen
- Magendruck
- Magenverstimmung
- Völlegefühl
- Verstopfung
- Sodbrennen
und anderen Leiden wie Gallensteinen bis hin zu Herzbeschwerden.
Die Verdauung wird angeregt
Bitterstoffe bringen die Verdauung in Schwung, aber nicht etwa wie ein Abführmittel, das erst im Dickdarm wirkt. Sondern sie locken die Verdauungssäfte aus Bauchspeicheldrüse und Gallenblase.
So wird der natürliche Gang der Verdauung gleich am Anfang des Verdauungsweges angestoßen.
Früher war das Wissen um Bitterstoffe viel mehr verbreitet. Damals wusste man, dass die Verdauungssäfte fließen müssen. Eine ganze Medizinrichtung war darauf ausgerichtet und man sprach von der „Säftelehre“.
Heute teilen wir die Säfte nach ihrem Entstehungsort ein in
- Magensäfte
- Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse
- Gallenflüssigkeit
Was bewirken Bitterstoffe?
Das Ergebnis der Einnahme von Bitterstoffen kann beachtlich sein:
- die Verdauung kann schneller und leichter ablaufen
- Hungergefühle können abnehmen
- Bitterstoffe wirken dem Jieper auf Süßes entgegen
Das kommt von der anregenden Wirkung auf das Leber-Galle-System und somit dem Darm anregen. Positive weitere mögliche Effekte:
- die Hormonbildung in der Leber kann angeregt werden, so dass sich
- Schilddrüsenfunktion und Stoffwechsel regulieren können
Gleichzeitig sollte man sich um eine ausgeglichene Ernährung kümmern. Ich empfehle dazu die Makrobiotische Heilküche, um die es auf meiner Webseite geht.
Bitterstoffe im Gemüse
Den Schatz an gesunden Bitterstoffen hatten wir früher einfach so in der Ernährung drin: Im Wurzelgemüse, in Salaten und Wildpflanzen.
Heutzutage ist der bittere Geschmack verpönt. Aus Gemüse und Salat ist er weitgehend weggezüchtet worden. Der Grund: Niemand mag mehr etwas Bitteres essen.
Bitter ist unbeliebt geworden. Stattdessen herrscht der süße Geschmack vor. Salzig und herzhaft darf es sein und auch mal so richtig scharf. Bloß eben nicht bitter.
Aus meiner Kindheit erinnere ich mich noch an Salatgurken, die ein dünnes Ende hatten, das total bitter war. Die Salatgurken heutzutage haben zwei gleich dicke Enden und sind gar nicht mehr bitter.
Aktuell findet man Bitteres höchstens noch in Salaten wie
- Radicchio
- Endivien
- Löwenzahn
- Rucola
- Chicoreé
Gemüse mit bitteren Anteilen sind besonders rar geworden, auch als Bio-Ware. Eigentlich sollten wir Bitteres finden in
- Wurzelgemüsen
- Blumenkohl
- Broccoli
- Rosenkohl
- Artischocke
Also ich kann in diesen Gemüse nichts Bitteres schmecken. 🙁
Wie auch immer, niemand sollte denken, dass die wenigen Bitterstoffe aus den Gemüsen ausreichende Wirkung erzielen. Nein, das tun sie leider nicht mehr.
Diese Bitterstoffe lieber nicht
Mindestens 3 nicht so gesunde Quellen für Bitteres sind sehr beliebt, aber problematisch:
- Die Röststoffe im Kaffee. Jedoch hat Coffein so viele negative Wirkungen, vor allem auf die Nebennieren.
- Bier, denn Hopfen ist bitter. Offensichtlich vermissen die Menschen doch die guten alten Bitterstoffe, denn beim Bier werden herbe Sorten durchaus bevorzugt. Allerdings kann/sollte man wohl kaum jeden Tag Bier trinken, um die Verdauung anzuregen. 🙁
- Eine dritte sehr beliebte Möglichkeit sind Schnäpse, die als Kräuter- oder Bitterliköre verkauft werden. Na dann prost Campari! 😉
Eine bessere Wahl könnten dagegen Elixiere und Verdauungsschnäpse sein, die es überall zu kaufen gibt. Dazu muss man aber wissen, dass ein Kräuterbitter aus dem Supermarkt in der Regel Zucker enthält (auch im Bioladen) und das kann nicht der Sinn der Sache sein.
Besser sind Apotheken, die auf Naturheilkunde eingestellt sind. Dort hat man lediglich die Qual der Wahl, denn es gibt eine Menge Angebote an Präparaten.
Wie nimmt man Bitterstoffe ein?
Bei Bitterstoffen gilt nicht das Motto „3 x täglich“. Vielmehr nimmt man sie nach persönlichem Bedarf ein. Das könnte sein:
- vor der Mahlzeit oder
- nach der Mahlzeit oder
- abends vor dem Schlafengehen
Zuerst richtet man sich nach den Herstellerangaben. Der allgemeine Tipp kann aber auch lauten: Mit wenigen Tropfen beginnen, die direkt auf die Zunge gegeben werden.
Ja, das kann ein möglicher Zusammenhang sein. Sodbrennen wird meistens mit zu viel Magensäure erklärt. Bei Schilddrüsenunterfunktion kann jedoch auch die Verdauung insgesamt träger arbeiten. Dann kann es sein, dass die Magensäure nicht ausreichend oder nicht zur passenden Zeit zur Verfügung steht.
Das bedeutet nicht, dass jedes Sodbrennen bei Unterfunktion von zu wenig Magensäure kommt. Aber wenn zusätzlich Völlegefühl, Druck im Oberbauch, Aufstoßen oder eine träge Verdauung bestehen, lohnt sich dieser Blick.
Die Schilddrüse beeinflusst den Stoffwechsel. Wenn die Schilddrüsenfunktion zu niedrig ist, kann sich das nicht nur durch Müdigkeit, Frieren oder Gewichtszunahme zeigen, sondern auch im Verdauungstrakt.
Viele Betroffene kennen dann eine langsame Verdauung, Verstopfung, Blähungen oder ein langes Völlegefühl nach dem Essen. Aus naturheilkundlicher Sicht wird deshalb nicht nur auf den Magen geschaut, sondern auf den gesamten Verdauungsablauf.
Bitterstoffe können die Verdauung vorbereiten. Entscheidend ist der bittere Geschmack auf der Zunge. Dieser Reiz kann Speichel, Magensaft, Verdauungsenzyme und Galle anregen.
Bei Sodbrennen, das mit träger Verdauung, Druck oder Völlegefühl zusammenhängt, können Bitterstoffe deshalb ein sinnvoller Baustein sein. Sie sind aber kein Mittel, das einfach jedes Sodbrennen beseitigt. Bei gereiztem Magen, Gastritis, Gallenproblemen oder starken Beschwerden ist Vorsicht nötig.
Wichtiger ist die passende Ernährung. Bitterstoffe können anregen, aber sie können eine ungünstige Ernährung nicht dauerhaft ausgleichen.
Wenn die Mahlzeiten schwer im Magen liegen, zu spät gegessen wird, Kaffee, Zucker, Alkohol, Rohkost oder scharfe Gewürze die Verdauung belasten, lösen Bitterstoffe das Grundproblem meist nicht. In der Makrobiotischen Heilküche geht es deshalb zuerst darum, Mahlzeiten so aufzubauen, dass sie bekömmlich sind und die Verdauung nicht zusätzlich überfordern.
Sodbrennen sollte ärztlich abgeklärt werden, wenn es häufig auftritt, stärker wird, nachts Beschwerden macht oder mit Schmerzen, Schluckbeschwerden, Blut, Gewichtsverlust, anhaltendem Husten oder starker Erschöpfung verbunden ist.
Auch wer regelmäßig Säureblocker nimmt oder zusätzlich Hashimoto, Vitamin-B12-Mangel, Gastritis oder andere Magen-Darm-Beschwerden hat, sollte die Ursache nicht einfach selbst behandeln. Ernährung kann unterstützen, ersetzt aber keine medizinische Abklärung.
Quellen für den Beitrag:
Hallo, ich bin
Jutta Bruhn
Autorin, Heilpraktikerin und Gründerin der Makrobiotischen Heilküche.
Seit über 30 Jahren beschäftige ich mich mit der Frage, wie Ernährung Körper und Seele ins Gleichgewicht bringt.
In meinen Programmen und Ebooks zeige ich, wie einfache, warme und natürliche Küche Beschwerden wie Müdigkeit, Verdauungsprobleme oder hormonelles Ungleichgewicht spürbar lindern kann.
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information rund um Ernährung. Er ersetzt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder Verdacht auf eine Erkrankung wenden Sie sich bitte an eine ärztliche oder medizinische Fachperson.
Der Beitrag wurde überarbeitet am 07.06.2026



Hallo Frau Bruhn!
Ich hatte jahrelanges Sodbrennen (chronisch). Es wurde bereits eine Entzündung der Speiseröhre festgestellt. Durch das Buch Ein Lob der Magensäure von Wright bin ich zu der Überzeugung gekommen, dass Sodbrennen fast immer mit einem Mangel an Magensäure zusammenhängen könnte – nicht mit zu viel! Die Schulmedizin setzt aus meiner Sicht hier mit Magensäureblockern an der falschen Stelle an.
Sie haben hier vollkommen Recht!
Durch Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln (Betain-HCL = Salzsäure, + Pepsin + Bitterstoffe), wie in dem Buch beschrieben, haben sich meine Beschwerden vollständig gebessert. Ich brauche die Mittel inzwischen kaum noch. Für mich fühlt es sich an, als sei das Thema abgeschlossen.
Ich finde: Wer unter Sodbrennen leidet, kann aus diesem Buch wichtige Anregungen ziehen. Vielleicht können Sie diese Informationen auf Ihrer Seite veröffentlichen und der Allgemeinheit mitteilen!
LG Roland
Hallo Roland,
vielen Dank für diesen Tipp! Bitte bedenken: Sodbrennen ist nur ein Symptom. Ich würde mich stets um die dahinter liegende Ursache kümmern – zum Beispiel eine mögliche Schilddrüsen-Unterfunktion, wie sie häufig im Zusammenhang beobachtet wird.
LG Jutta Bruhn
Sehr geehrte Frau Bruhn,
ich hatte vor 10 Jahren einen heißen Knoten an der Schilddrüse. Ich bin 1,53 m, 46 kg schwer und leide seit Jahren unter Sodbrennen. Ich war schon in Spezialzentren, doch man hat laut Befund keine erhöhte Säureaktivität festgestellt. Ich habe Schluckprobleme, da die Schleimhaut lt. HNO geschwollen sei, oberhalb der Schilddrüse. Die Schilddrüse sei in Ordnung. Ich trinke keinen Alkohol, esse gesund, keinen Kaffee, rauche nicht und meide Süßes. Pantoprazol, Ranitidin, Omeprazol, Kartoffelstärke, Heilerde, Enzynorm … haben bisher keine Besserung gebracht.
Was kann ich tun?
Hallo Claudia,
was man tun kann? Nun, meiner Erfahrung nach führen Medikamente bei funktionellen Stoffwechselstörungen selten zur gewünschten Veränderung – im Gegenteil, sie können sogar belasten. Bei einer energetischen Stoffwechselstörung stehen keine Medikamente zur Verfügung, aber viele berichten, dass sie mit der Ernährung nach der Makrobiotischen Heilküche (MBH) positive Veränderungen erleben.
Melden Sie sich am besten sofort zum Newsletter an und erhalten jede Woche kostenlose Tipps.
Liebe Grüße
Jutta
Ich habe oft Sodbrennen nach dem Essen von fettigen Gerichten. Ich dachte ebenso, dass dies an zu viel Magensäure liegt und habe auch Mittel gegen Sodbrennen genommen. Die Beschwerden wurden dadurch zwar gelindert. Dass in Wahrheit aber möglicherweise Magensäure fehlt, überrascht mich doch sehr. Vielen Dank für die Informationen!
Ist Basenwasser (Mineralkomplex) mit einem Ionisator aus Ihrer Sicht sinnvoll, um Säuren auszuleiten und Mineralien durch die negative Ladung in die Zellen zu bekommen (Orthomolekular)? Siehe auch Magnesiummangel.
Daher basische Ernährung mit 2× die Woche Fleisch.
Viel Nüsse (Mandeln und Walnuss).
In Japan und anderen Ländern wird der Ionisator teilweise auch in Kliniken eingesetzt – zur unterstützenden Anwendung. Viele Menschen trinken dieses Wasser täglich.
Selbstverständlich muss die Ernährung stimmen, und Ihre Tipps sind in diesem Zusammenhang für mich besonders wertvoll – ich empfehle sie gerne weiter.
Ich leide selbst an Diabetes und Hashimoto.
Ihre Ernährungsweise erlebe ich als hilfreich, um wieder in ein besseres Gleichgewicht zu kommen.
Ich unterstütze Ihre Ansichten und teile sie.
Viel Erfolg noch und weiter so!
Mit besten Grüßen
Targan
Hallo Targan, danke!
Da weder das Basenwasser noch diese Ernährung zur MB-Heilküche gehören, kann ich dazu nichts sagen. Als Basenmittel empfehle ich Miso in der morgendlichen Gemüsesuppe. 🙁 Viel Erfolg weiterhin!
Liebe Grüße
Guten Tag Frau Bruhn, vielen Dank für den informativen Beitrag! Nach der Diagnose eines Reflux und jahrelanger Einnahme von Säureblockern habe ich begonnen, mich über die Symptome und mögliche Mangelerscheinungen bei verminderter Magensäureproduktion zu informieren. Neben Verdauungsbeschwerden, Füllegefühl, leichten Kreislaufproblemen, gelegentlicher Übelkeit und Sodbrennen leide ich außerdem unter dem dauerhaften Gefühl eines Fremdkörpers bzw. eines Kloßes im Hals. Das führt zu Schluckbeschwerden und unangenehmem, sehr häufigem Räuspern. Ich leide nun seit Jahren sehr darunter. Könnte dies ebenfalls mit einer verminderten Magensäureproduktion zusammenhängen?
Viele Grüße
Nils Astrath
Hallo Nils,
nach meiner Erfahrung können Schluckbeschwerden manchmal auf bislang nicht entdeckte Knoten hindeuten.
Das häufige Räuspern steht nach meiner Beobachtung häufig im Zusammenhang mit dem Zustand des Dickdarms.
Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn
Sehr geehrte Frau Bruhn,
ich bin so froh, dass ich immer eigenverantwortlich war. Seit 20! Jahren habe ich Magenprobleme wie Sodbrennen, und ich habe auch den Protonenpumpenhemmer verschrieben bekommen. Jetzt kommt das starke Stück: Ich gehöre der Blutgruppe AB an, bei der laut manchen Quellen eine geringere Magensäureproduktion vermutet wird – und bekomme einen Protonenpumpenhemmer verschrieben gegen zu viel Magensäure? In meinem Fall haben die Protonenpumpenhemmer das Problem eher verstärkt. Ich habe sie – zu meinem Glück – immer nur selten eingenommen, weil ich gemerkt habe, dass sie mir nicht gut taten.
Übrigens habe ich auch bei der Blutgruppendiät festgestellt, dass dort Sachen empfohlen wurden für meine Blutgruppe wie Zink und Soja, die ich persönlich gar nicht vertrage. Belegen konnte ich diese Beobachtung sogar über eine Mineralstoffanalyse nach der Einnahme. Wie soll ein Arzt mit einer anderen Blutgruppe einschätzen können, was individuell passt? Das Leben besteht nicht nur aus theoretischen Büchern.
das finde ich absolut richtig, dass man nicht kritiklos Medikamente schlucken sollte.
Ja, auch in der Makrobiotischen Heilküche wird die Blutgruppenernährung als ein möglicher Einflussfaktor betrachtet.
Liebe Grüße
Hallo Frau Bruhn,
ich nehme seit 13 Jahren Säureblocker, weil angeblich die Magenklappe nicht richtig schließt. Jetzt habe ich mich sehr mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt (auch weil ich unter Arthrose leide und diese durch Ernährung positiv beeinflussen möchte) und lasse Zucker, Alkohol, Kaffee, alles vom Tier weg und ernähre mich weitestgehend basisch.
Im Rahmen dieser Umstellung habe ich beschlossen, den Säureblocker einmal wegzulassen – und daraufhin kam es zu sehr starken Beschwerden: Säuregefühl, Magenschmerzen, Blähungen. Ich habe inzwischen gelesen, dass diese Medikamente nach längerer Einnahme zu einer Gegenreaktion des Körpers führen können. Nach dem Absetzen wird in manchen Fällen eine verstärkte Säureproduktion beobachtet (Rebound-Effekt) – angeblich selbst bei Menschen ohne vorherige Magenprobleme.
Gleichzeitig heißt es, dass diese Mittel auch die Aufnahme von Vitalstoffen beeinträchtigen können – was vielleicht mit meinem langjährigen Eisenmangel zusammenhängt.
Ich möchte dringend von der Chemie runterkommen, habe aber keinen Plan wie. Können Sie mir helfen? Vielleicht habe ich ja auch zu wenig Säure?
Herzliche Grüße
Claudia
Hallo Claudia, Sie sind sehr gut informiert! Ihren Wunsch, die Säureblocker nicht mehr nehmen zu wollen, kann ich gut nachvollziehen und unterstütze Ihren Wunsch nach einer anderen Lösung.
Eine Antwort in Bezug auf die Ernährung ist allerdings nicht in aller Kürze zu geben. Auch wäre zu überlegen, inwiefern Stress eine Rolle spielt – denn oft kommt es zum Verkrampfen des Muskels am Mageneingang. Dann hat das Ganze möglicherweise sowieso nichts mit Säure zu tun.
Wenn so lange ein Medikament genommen worden ist, ist auch der Ausstieg längerfristig.
Bitte bedenken Sie: Aus Sicht der Makrobiotischen Heilküche gelten Basenernährung und vegetarische Kost als mögliche Ursache einer neuen, energetischen Schieflage. Ich kann beides aus dieser Sichtweise nicht empfehlen. 🙁
Viele Grüße aus Berlin
Jutta Bruhn
Der Tipp kein rohes Gemüse zu verzehren hat mich ein Stück weiter gebracht. Möhre u. Kohlrabi ect. abgewellt schmecken auch gut u. enthalten dennoch Vitamine. Geschnippelt mit etwas Bulgur + Miso, ein ideales Frühstück für mich.
Viele liebe Grüße aus Sachsen-Anhalt
Marianne
Danke herzlichst Frau Bruhn,
das waren wieder viele hilfreiche Tipps.
Lieben Gruß Marianne