5 Tipps als erste Hilfe bei Hashimoto

Schilddruesenunterfunktion-Hashimoto„Ich habe Hashimoto – was kann ich mit der Ernährung tun?“ Weil diese Frage so oft gestellt wird, gebe ich hier 5 Tipps zum Einstieg.

Natürlich sind das nur ein paar Tipps für den Anfang. Wer wirklich gesünder werden möchte, braucht ein ganzes Programm.

Das sagen andere:

„Die Allergien sind fast weg. Es ist ein ganz anderes Lebensgefühl.“

 

„Mein Gedächtnis ist viel besser geworden, die Gelenkschmerzen und die Heißhungerattacken haben nachgelassen, meine Verdauung ist gut.“

 

„Ich friere weniger.“

Was haben diese Leute gemacht? Das haben sie weggelassen:

Nr. 1: Weizenfreie Ernährung

Speziell bei Hashimoto kann weizenfreie Ernährung der Schlüssel sein zur Erleichterung von vielen Beschwerden.

Das Problem ist, dass heutzutage überall Weizen enthalten ist, in

  • Brot, Brötchen, Knäcke, Croissant, Toast, Nudeln, Kuchen, Keksen, Pizza etc.

Eine Rolle spielt dabei die Glutenunverträglichkeit, die bei Hashimoto so gut wie immer vorliegt. Zum Glück ist das kein Schicksal für immer, aber am Anfang wird auf jeden Fall Gluten weggelassen. Weizen allerdings sollte ganz wegbleiben, auch in Zukunft.

Statt Weizen kann man andere Getreide essen. Hier erhalten Sie kostenlos eine Liste mit bekömmlichen Getreiden.

Sobald die Glutenunverträglichkeit überwunden ist, kann man wieder Getreide mit Gluten essen. Wer wissen möchte, wie das abläuft, findet mehr Infos in diesem Beitrag: Leaky-Gut-Syndrom ist heilbar.

Nr. 2: Laktosefreie Ernährung

Allergien, Unverträglichkeiten und Hautprobleme sind oft schnell zu minimieren, wenn konsequent wegbleiben:

  • Milch und Milchprodukte wie Käse, Quark, Jogurt, Sahne, Kaffeesahne …

Speziell bei Hashimoto: Weil Hashimoto in erster Linie eine Erkrankung des Immunsystems ist, bringt das Weglassen von Milchprodukten oft sofortige Erleichterung.

Wer jetzt denkt „das schaffe ich nicht“, den kann ich beruhigen. Auf dieser Webseite (und in meinen Ebooks) sind alle Rezepte ohne Milchprodukte.

Nr. 3: Heißhunger stoppen

Alle mit Hashimoto kennen Heißhungerattacken auf Kuchen, Schokolade, Süßigkeiten, Kekse … Trockenfrüchte, süßes frisches Obst.

Doch wer dem Heißhunger nachgibt, hat nur kurze  Erleichterung. Denn einige Zeit später rutscht man wieder in die Unterzuckerung und eine neue Heißhungerattacke wird ausgelöst. Und so geht es immer weiter. Ein Teufelskreis.

Die Lösung des Problems hört sich einfach an: Zucker weglassen. Aber das ist nicht so einfach. Ich habe dazu einen „Geheimtipp“, der etwas ungewöhnlich ist: Mehr Fett essen. Das klappt! Denn wer genug Fett im Essen hat, ist länger satt und kann sich freuen:

  1. weniger Heißhunger
  2. leichter abnehmen

Am besten klappt es mit hochwertigem Kokosfett. Kokosfett ist kein Dickmacher, sondern kurbelt die Fettverbrennung an und liefert Energie. Das berichten andere:

„Tatsächlich – kein Appetit auf Süßes. Unglaublich aber wahr.“

 

„Ich finde es sehr angenehm, so eine gute Menge Kokosöl essen zu dürfen. Der Süßhunger reduziert sich dadurch sehr deutlich.“

Wichtig: Man sollte beim Kauf  von Kokosfett auf beste Qualität achten und Produkte nehmen zum Beispiel von Bio-Planete.

Nr. 4: Warmes Frühstück

Den Tag sollte man mit einem warmen Frühstück starten. Damit ist nicht heißer Kaffee gemeint, sondern eine schöne Miso-Gemüsesuppe wie sie in Asien üblich ist.

Die warme Suppe oder ein Teller Eintopf mit Gemüse gleich am Morgen bringt Ruhe ins Immunsystem.

„Ich habe vor einem Monat mit der Morgensuppe angefangen und mir ging es schnell besser damit. Ich konnte besser schlafen und fühlte mich frischer am Morgen.“

Nr. 5: Keine Nachtschattengewächse

Dieser Tipp wird manchen sehr verwundern: Keine Nachtschattengewächse, vor allem keine

  • keine Kartoffeln
  • keine Tomaten
  • aber auch keine Paprika und Auberginen

Neben den Milchprodukten sind aus meiner Erfahrung die Kartoffeln die schlimmsten Krankmacher. Sie treiben den Blutzucker hoch und das ist genau das, was man bei einer Autoimmunkrankheit wie Hashimoto vermeiden will.

Tomaten tragen ganz offensichtlich zu Entzündungen bei. Das ist eine Erfahrung aus der Behandlung bei Gelenkschmerzen und Rheuma.

Soviel zum Anfang – wie geht es weiter?

Wenn man Weizen, Milchprodukte und Zucker weglässt – was kann man denn noch essen?

Diese Frage stellt sich wohl jeder, der solche Tipps bekommt. Ich kann versichern, dass es eine Ernährung gibt, die so umfangreich ist, dass man wirklich nichts vermisst. Es geht um die Makrobiotische Heilküche (MBH), die ich selbst seit vielen Jahren praktiziere. Hier ist mein Programm dazu.

„Bei mir hat die Ernährungsumstellung sehr viel geholfen. Ich war im letzten Jahr immer wieder bei der Ärztin, wegen starker Müdigkeit, Dauerschlafen und Erschöpfung, aber es gab keine Hilfe, da die Blutwerte sehr gut waren.

„Seit 4 Wochen hab ich die Ernährung umgestellt. Die Symptome waren schon nach ein paar Tagen viel weniger und jetzt geht es mir echt gut!! Ich schlafe auch wieder gerne und gut UND am Morgen bin ich fit!“

So einen schönen Erfolg wünsche allen!

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

18 Kommentare

  1. Francescs

    Liebe Jutta, ich habe Hashimoto und nun später auch noch Diabetes Typ 2, bekommen. Kann ich trotzdem nach diesem Buch der Ernährung gehen? Oder was empfielst Du mir ? Herzlichen Dank, lg Francesca

    • Jutta Bruhn

      Hallo Francescs, ja, natürlich auf jeden Fall wirst du viel Nutzen aus den Rezepten ziehen. Denn natürlich gilt alles auch für Diabetes. Du kannst auch die süßen Sachen essen – natürlich nicht im Übermaß. 😉

      Liebe Grüße
      Jutta

  2. Kathrin

    Hallo,

    ich habe seit Jahren Hashimoto und ich nehme seit Jahren brav mein LT 100.

    Anfang des Jahres habe ich Gluten in meiner Nahrung weitest gehend weggelassen. Irgendwann war ich dann nicht mehr ganz so streng, blieb aber bei einer Reduzierung.

    Mein Befinden wurde rasch besser. Irgendwann bekam ich aber meine Tage nicht mehr und das Haar ging büschelweise aus. Ich nehm jetzt 88 LT und hab das Gefühl, der Haarausfall normalisiert sich langsam. Kann das tatsächlich mit der Ernährungszmstellung zu tun haben? Hab jetzt richtig Panik, da der Haarausfall schon so heftig war, das ich am Scheitel schon ziemlich auf die Kopfhaut sehen kann. Ansonsten geht es mir sehr gut.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Kathrin

  3. Ines

    Hallo,

    warum makrobiotische Ernährung die zu 80 % aus Getreide besteht, wenn man doch bei Hashimoto eher Getreide speziell den Weizen weglassen soll?

    LG Ines

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ines, hier geht es nicht um Makrobiotik, sondern um Makrobiotische Heilküche (MBH). Das ist etwas anderes.

      Die hohe Getreidemenge wurde damals in den 1980er Jahren propagiert. Inzwischen sind viele Jahre vergangen. Heute besteht eine ganz andere Situation und niemand der seriös arbeitet, wird diese Menge von 80% ernsthaft empfehlen. Es wäre besser, nicht in Bücher zu schauen, die völlig veraltete Methoden darstellen. 🙁

      HG Jutta

  4. Renate

    Hallo,
    wie wichtig ist es mit einer Schilddrüsenunterfunktion zu frühstücken? Ich würde gerne Intervallfasten ausprobieren (16/8 Methode)und dabei wird auf das Frühstück verzichtet und erst gegen 13 Uhr gegessen. Ist das bedenklich für meinen Stoffwechsel?

  5. Ulla

    Halli Hallo,

    meine Frage ist, ob ich die Schilddrüse Tabletten umgehen kann, durch eine Nahrungsumstellung nach Ihrer Empfehlung.
    Meine SD wurde entfernt, nach Basedow.
    Jetzt Haschimoto trotz der Entfernung.
    Ich freue mich über eine Antwort

  6. Alexandra

    Hallo
    Mit wurde vor 3 Jahren die komplette Schilddrüse und drei der Nebenschilddrüsen entfernt wegen Verdacht auf Krebs.
    Ich habe immer Gelenk und Muskelprobleme muss immer wegen meinem Gewicht das sich jetzt auf 115 kg erhöhte kämpfen und das mit den Heishungerattacken kenne ich auch. Noch dazu bin ich immer müde und fühle mich ohne Energie, mein hausarzt meint das wäre durch mein schichtdienst.Meine Frage wäre jetzt ob es ein buch über ihr Programm gibt und was ich alles tun kann das sich an meinen Problemen was ändert

    • Jutta Bruhn

      Hallo Alexandra, der Hausarzt hat Recht, nachts arbeiten hält kein Mensch durch, jedenfalls nicht gesund.

      Im Selbstlernkurs zeige ich, wie man aus den körperlichen Beschwerden rauskommen kann, auch ohne Schilddrüse. Denn es geht um mehr als Schichtarbeit beenden: Um die Ernährung. Mach mit! 🙂

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

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