Frühe Schilddrüsenunterfunktion – Testen mit der Aufwach-Temperatur

Schilddüsenunterfunktion

Schilddüsenunterfunktion

Eine Schilddrüsenunterfunktion kann auch dann vorliegen, wenn die Untersuchung des Bluts auf Schilddrüsenhormone normale Werte ergeben hat.

Man spricht in diesem frühen Stadium von einer frühen oder funktionellen Schilddrüsenunterfunktion.

Eine Möglichkeit, ganz diese Unterfunktion festzustellen, ist der Test mit der Aufwach-Temperatur.

Diese Methode geht zurück auf den amerikanischen Arzt Dr. Barnes (1906-1988), der spezialisiert war auf Schilddrüsenunterfunktion. Er hatte erkannt, dass eine Unterfunktion der Schilddrüse an einem enorm breiten Spektrum an Beschwerden und Krankheiten beteiligt ist. Mit diesen Erkenntnissen stand er damals allein und war seiner Zeit weit voraus.

Diese Art von Beschwerden deuten auf eine Störung der Schilddrüse hin:

und noch viele andere.

Es gibt in diesem frühen Stadium noch keine Laborwerte, deshalb kann in der Schulmedizin noch nicht behandelt werden.

Wie frustrierend, wenn man nach einer ärztlichen Untersuchung für gesund erklärt wird. 🙁

In der Naturheilkunde ist das anders, denn es wird auch das Frühstadium gesehen, das man als funktionell bezeichnet. Funktionell bedeutet, dass alles sich wieder regulieren kann, wenn die Ernährung korrigiert wird.

Wie testet man die Aufwach-Temperatur?

Die Körpertemperatur am Morgen kann Aufschluss geben, ob eine funktionelle Unterfunktion der Schilddrüse vorliegt.

Die hier vorgestellte Temperaturmethode gehört zur Früherkennung von Krankheiten. Es gibt noch keine Laborwerte in diesem Stadium.

Gemessen wird die Basaltemperatur. Das ist die Temperatur direkt nach dem Aufwachen, noch bevor Sie aufstehen und die Zähne putzen oder sonstwie in den Tag starten.

Die Temperatur sollte mindestens vier Tage lang gemessen werden.

  • Diese 4 Tage müssen nicht zusammenhängen, es sollte aber zur gleichen Zeit am Morgen gemessen werden.
  • Sie können auch jeden 2. Tag messen.
  • Wichtiger Tipp: Legen Sie das Thermometer direkt am Bett griffbereit hin.

Gemessen wird die Temperatur direkt nach dem Aufwachen. So erhält man die niedrigste Temperatur des Tages, die mit der Funktion der Schilddrüse im Zusammenhang steht.

Wenn Sie gerade erkältet sind, macht der Test wahrscheinlich keinen Sinn, weil die Temperatur erhöht sein kann. Warten Sie, bis Sie wieder gesund sind.

Welches Thermometer?

Diese 4 Thermometer kommen zur Messung in Frage:

  1. am sichersten: Basalthermometer
  2. muss man üben: Ohr-Thermometer
  3. rektal: digitales Fieberthermometer
  4. unter dem Arm: Fieberthermometer mit Quecksilbersäule
  • Ich empfehle, ein Basalthermometer anzuschaffen, das ist nicht teuer. Dieses Thermometer wird üblicherweise von Frauen benutzt, um damit die Zeit des Eisprungs zu bestimmen. Das Besondere an dem Basalthermometer ist, dass die digitale Anzeige Schritten von 0,05 Grad erfolgt. Außerdem ist dieses Thermometer auf ca. 36 bis 38 Grad begrenzt, wodurch die Skala größer und leichter abzulesen ist.
  • Ein Ohr-Thermometer ist sicher die praktikabelste Lösung. Dabei muss man aber die Handhabung gut üben, damit es nicht zu Fehlmessungen kommt. Am besten in beiden Ohren messen.
  • Mit einem digitalen Fieberthermometer klappt die Messung unter dem Arm leider nicht, sie ist zu ungenau. Sie könnten es aber ohne Bedenken für die rektale Messung verwenden.
  • Früher wäre die Messung mit einem Quecksilber-Thermometer unter dem Arm problemlos möglich gewesen. Aber das hat ja wohl kaum noch jemand im Haushalt.

Nutzen Sie dieses Meßblatt für die Eintragung der Temperatur 

Meßblatt

Das Ergebnis des Tests

Die normale Körpertemperatur beträgt morgens zwischen 36,6 und 36,8 Grad.

Wenn die gemessene Temperatur unter 36,6 Grad liegt, kann dies auf eine Schilddrüsenunterfunktion hinweisen. Wirklich feststellen kann man das natürlich erst, wenn man die Temperatur im Zusammenhang mit den Symptomen betrachtet.

Hinweis: Die Testmethode ist nicht als Diagnose gemeint und nicht als Ersatz für professionelle Behandlung bei Krankheit zu verstehen. Wenn Sie Beschwerden haben oder krank sind, sollten Sie das medizinisch abklären lassen.

Ungenaue Meßergebnisse

Einige Faktoren können das Ergebnis der Messung stören:

  • heißes Klima
  • Jetlag
  • Stress, vermehrte Ausschüttung von Adrenalin
  • entzündliche Erkrankungen
  • bei Frauen die Eisprungphase
  • Fieber
  • unterschwellige oder akute Erkältung
  • Viruserkrankungen, z.B. Epstein-Barr-Virus

Auch längeres oder kürzeres Schlafen wirkt sich auf die Temperatur aus.

Speziell für Frauen: Ab dem des Eisprungs gibt es einen Temperaturanstieg. So kommt es mit Sicherheit zu falschen Messergebnissen.

Nach einer durchfeierten Nacht mit Alkohol ist eine Messung ebenfalls nicht sinnvoll.

Bei Medikamenteneinnahme ist zu beachten: Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol und auch Aspirin senken die Körpertemperatur.

Was tun bei niedriger Aufwach-Temperatur?

Was tun, wenn die Körpertemperatur an mehreren Tagen unter 36,6 Grad gelegen hat? Gleich zum Arzt gehen? Das wird nichts bringen, denn

  • allein die Temperatur ist nur ein vorläufiger Befund, keine Diagnose
  • die Methode mit der Basaltemperatur ist schulmedizinisch nicht anerkannt

Das Beste was Sie jetzt tun können ist eine Korrektur mit der Ernährung.

Makrobiotische Heilküche Rezepte

 

Ich empfehle Ihnen dazu meine Rezepte aus der Makrobiotischen Heilküche (MBH). Dort finden Sie alles für die Schilddrüsengesundheit.


 

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite gebe ich Tipps und Infos zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen. - Mein kostenloser Service: Ich beantworte unter den Beiträgen Fragen, allerdings nur für Abonnenten meines Newsletters.

33 Kommentare

  1. Heidi

    Mein Sohn 11 J. hat in letzter Zeit sehr niedrige Temperatur (morgens 36.3, abends auch, tagsüber 37.0 – 37.2. Aufgefallen ist mir das nach einer Sportveranstaltung. Es kommt schubweise. Könnte dies eine beginnende Unterfunktion werden. (Morgentemperatur?)
    Ich selbst habe Hashimoto.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Heidi, ja, die Temperatur ist zu niedrig. Das heißt, die Ernährung in der Familie stimmt irgendwo nicht.

      Vererbar ist Hashimoto nicht, sondern es werden die falschen Ernährungsgewohnheiten weitergegeben. Wenn Sie erkrankt sind, kann auch der Sohn erkranken, weil er dieselbe Ernährung erhält wie Sie.

      Im Ebook „Rezepte“ ist die Makrobiotische Heilküche erklärt, die aus Hashimoto raushilft.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  2. Petra

    Sehr geehrte Frau Dr. Brühen,
    Durch Zufall bin ich auf Ihre Seite bzw Forum gekommen, u ich bin sehr froh darüber. Nehme seit gut zwei Jahren L-Thyroxin 50 gegen eine Schilddrüsenunterfunktion , diese wurde damals durch meine Blutwerte festgestellt. Da ich ein Mensch bin, der gut auf sich u seinen Körper schaut bzw schauen willmacht mich diese Einnahme gar nicht glücklich. In den letzten Monatem habe ich auch eine wirkliche Beeinträchtigung gemerkt, bin sehr launisch (was ich nie war) nimm mir alles sehr zu Herzen u habe eine gewisse nervliche Unruhe…könnten das die Medikamente sein?! Gewichtsverlust ist auch ein Grund, der mich wirklich nervt-hätte gerne wieder a bisal mehr auf den Rippen.:) Habe gerade sehr interessiert einige ihrer Anworten gelesen, meine Frage wäre kann ich diese Temperatur Messung auch mit der Einnahme der Medikamente feststellen oder müsste ich zum Arzt u diese absetzen?? Für nächstes Jahr wäre bei uns auch ein Kinderwunsch geplant, meine Ärztin meinte, dann müssen wir die Dosis wieder erhöhen um an das Ziel zu gelangen. Auf das habe ich keine Lust u ich bin wirklich bereit alles andere zu probieren, würde mich freuen wenn Sie mir helfen könnten. Im nächsten halben Jahr, werden wir vielleicht auch mal nach Berlin kommen, haben Sie da Ihre Praxis oder??
    Viele Grüße aus Bayern
    Petra

    • Jutta Bruhn

      Hallo Petra, Sie haben ein sehr gutes Gespür dafür, was Ihnen nicht gut tut. Darin würde ich Sie unterstützen und Ihnen raten, so schnell wie möglich aus den Tabletten auszusteigen. Dies können Sie in medizinischer Begleitung tun. Dazu müßten Sie allerdings eine andere Arztpraxis finden als die, in der Sie jetzt sind.

      Wenn Ihnen jetzt schon angekündigt wird, dass bei Kinderwunsch eine Dosiserhöhung notwendig ist, dann sind Sie bei Schulmedizinern gelandet, die sich an die theoretische Lehrmeinung halten und keinerlei Erfahrung mit der Realität haben. Was ich damit meine, habe ich hier näher erläutert.

      Sie sollten sich selbst informieren, damit Sie unabhängig werden und eine eigene Entscheidung treffen können. Vor allem aber empfehle ich Ihnen, die Ernährung zu ändern, damit sich die Schilddrüse regulieren kann. Tabletten schaffen das nicht.

      Die Symptome die Sie schildern (launisch, Unruhe) deuten aus meiner Erfahrung eine zu hohe Dosierung des L-Thyroxins hin. Dies ist aber nur eine Vermutung.

      Nein, persönliche Beratungen gebe ich nicht mehr. Ich habe mein Wissen digitalisiert und stelle es in meinem Onlinekurs und den Ebooks zur Verfügung.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  3. Jutta Bruhn

    Hallo Elli, ob ich eine Idee habe? Na klar, ganz viele sogar. 😉 Meine Empfehlung ist die Regulation des Hormonhaushalts über die Ernährung. Dazu biete ich Ebooks und Onlinekurse an.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  4. AndiBecler

    Ich habe die Seite beim Google nach meinen Symptomen gefunden und werde die Zeit bis zu meinem Gesundheitscheck beim Arzt (leider erst in zwei Wochen) mal versuchen mit Miso etc. zu überbrücken.
    Meine Temperatur beträgt eher zwischen 35 und 36 Grad – wenn ich das Gefühl habe, leicht fiebrig zu sein, zeigt das Termometer kaum mal 37, habe mir erstmal mehrere Termometer gekauft, weil ich dachte, die wären kaputt… Früher hatte ich immer normale Temperaturen, ich weiß gar nicht, wann das anfing mir dieser Untertemperatur…
    In den letzten Tagen habe ich furchtbar viel Durst und ausgetrocknete Schleimhäute und obwohl ich mehr als drei Liter Wasser trinke, wird es nicht besser. Außerdem muckt mein rechter Bauch (zwischen oben und mitte), so dass ich schon dachte, ich könnte was mit Leber, Galle oder Darm haben… Alkohol bekommt mir gar nicht (den lasse ich natürlich auch weg! Aber er ist immer ein Indikator dafür, dass mit meinem Körper was nicht stimmt…)
    LG
    AB

    • Jutta Bruhn

      Hallo, ich wünsche dir viel Erfolg, aber erlaube mir den Hinweis, dass Miso kein Wundermittel ist. Ich wage zu bezweifeln, dass du innerhalb von 14 Tagen positive Veränderungen allein mit Miso erleben wirst. Oft ist es sogar das Gegenteil, denn wenn es eine Pilzbelastung im Darm gibt, wird es dir erst mal schlechter gehen.

      Die Heilung ist ein Programm und geht über viele Monate.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

      • Andi Becker

        oh, okay, Mist. Und wie wäre es, in diesem Zustand (fühle mich angeschlagen, schlapp) zu fasten? Das habe ich schon oft gemacht, eigentlich immer einmal im Jahr. TUt dem Körper sehr gut und entlastet ja auch das ganze Gedärms. Ich weiß nur nicht, ob das in meinem derzeitigen, zumindest gefühlten Zustand das Wahre ist…?

        • Jutta Bruhn

          Hallo Andi, ich würde auf gar keinen Fall fasten. Das ist meistens ein Schub tiefer rein in das körperliche Problem, auch wenn es anfangs eine wohltuende Reinigung gibt. Vor allem die Schilddrüse dankt es nicht. Das merkt man erst viel später. 🙁

          Versuch doch erst mal das sanftere Reisfasten.

          Viele Grüße aus Berlin
          Jutta Bruhn

  5. Jutta Bruhn

    Hallo Frau Dessel, durch die Einnahme von Hormonen (ob synthetisch oder natürlich) wird die richtige Funktion der Schilddrüse nur vorgetäuscht. Im Hintergrund laufen die krankmachenden Prozesse weiter. Das erkennt man daran, dass die Körpertemperatur weiterhin zu niedrig ist.

    – Wenn es zu typischen Symptomen der Überfunktion kommt wie z.B. Angst, dann sollte die Medikation überprüft werden.

    – Ohrgeräusche nennt man Tinnitus und die haben eher mit der Leber zu tun. Ich empfehle die Knoblauch-Zitronen-Kur als erste Hilfe.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  6. Jutta Bruhn

    Hallo, danke für die pdf. Wie gesagt, es geht um den Bereich von 36,4 bis 36,8 Grad direkt nach dem Aufwachen. Mehr muss man dazu nicht wissen.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

    • SteF!

      stimmt 😉 aber es nimmt einem doch etwas die Unsicherheit, wann und vor Allem wie lange man/Frau im Zyklus messen soll.

      Wenn ich den ganzen Zyklus über meine BasalTemperatur heranziehe, dann habe ich nach der Methode keine Unterfunktion, sondern „nur“ eine Nenbennierenschwäche. *SteinvomHerzfall* Fände es für andere Leidene schon interessant zu wissen, warum eine reine t4-Subtitution keine Verbesserung mit sich bringt 🙂 aber es ist ihre Website und sie entscheiden . Grüße, SteF!

      • Jutta Bruhn

        Hallo, es geht nicht darum, zu messen, zu messen und zu messen. Davon wird man nicht gesünder. 🙂

        Nein, das ist sehr unwahrscheinlich, dass es „nur“ eine Erschöpfung oder Funktionsstörung der Nebennieren oder der Nebennierenrinde geben sollte. Da ist stets einen Zusammenhang mit der Schilddrüse.

        Weil wir Menschen sind und jede/r ein wenig anders, kommt es immer zu unterschiedlichen Mess-Ergebnissen. Auch wenn das Thermometer etwas anderes sagt, würde ich von einer Störung ausgehen, wenn es Symptome gibt. Weil es hier nicht um „Behandlung“ geht, sondern um Gesundheit, ist es einfach nicht so wichtig, genaue Meßergebnisse zu haben.

        Wie gesagt, ich würde aufhören zu messen und die Ernährung korrigieren, dann änderst sich meist alles. 🙂

        Viele Grüße aus Berlin
        Jutta Bruhn

  7. Jutta Bruhn

    Hallo Marion, dann wünsche ich dir viel Spaß beim Lernen und lass dich nicht fangen von dem vielen Stress in der Prüfung! 🙂

    Ich kann dir sagen, dass alles was du jetzt lernen musst, dir nicht weiter helfen wird, sorry, ist aber so. Wenn du dann wieder Zeit hast, solltest du hierher zurückkommen und dich über Ernährung informieren.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  8. Jutta Bruhn

    Hallo Frau Baum, ich arbeite gerade an einem Vortrag zum Thema Kochherde. Dabei geht es um elektromagnetische Strahlung und was die mit der Schilddrüse anrichtet.

    Deshalb bedanke ich mich für Ihre Information zum Herd, die meinen Horizont um eine weitere die Schilddrüse belastende Methode erweitert hat: Den Funk (bluetooth).

    Bitte nicht böse sein, wenn ich das hier aller Kürze abhandle: Wenn jemand schon so etwas verwendet wie einen durch Funk gesteuerten Herd, dann mag ich mir gar nicht vorstellen, was es sonst noch alles an technischem Gerät im Haushalt gibt. Jedes einzelne ist eine Katastrophe für die Schilddrüse, jedenfalls auf Dauer. Ist Ihnen das nicht bekannt?

    Allen anderen die das hier lesen, rate ich ganz dringend von solchem technischen Schnickschack ab.

    Wenn man sich Kinder wünscht und das nicht klappt, kann man die Schuld nicht allein auf eine Erkrankung schieben. Es kommt auf die Lebensweise an, dazu gehört:

    – gesunde Ernährung mit einem warmen Frühstück etc.
    – Bewegung, aber nicht Sport
    – regelmäßige Entgiftungsmaßnahmen
    – klares gereinigtes Trinkwasser

    und eben auch eine gesunde Umgebung. Die absolute Minimierung von Strahlenbelastung ist zu Hause leicht durchzuführen.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  9. Nevio

    Hallo Jutta,

    im vorangehenden Kommentar habe ich von meinem Testergebnis berichtet und mich hierauf nach Deinem Tipp, einen Monat lang mehr Algen zu essen, gerichtet.
    Meine Aufwachtemperaturen bewegen sich unverändert tief zwischen 35,9° und 36,2° C.
    Was meinst Du…? kannst Du etwas aus Deiner Praxiserfahrung dazu sagen? Ist es möglich, dass der Sollwert individuell tiefer sein kann?

    Liebe Grüsse.
    Nevio

    • Jutta Bruhn

      Hallo Nevio, nein, der Wert liegt nicht tiefer. Dr. Barnes hat damit lange geforscht und man kann sich aus meiner Erfahrung drauf verlassen.

      Wenn eine Sache nicht das Zünglein an der Waage ist und zum Erfolg führt, dann muss man weiter forschen:

      Was gibt es sonst in der Ernährung, das eine Unterfunktion begünstigt?

      Denkbar wäre, dass es ein Auf und Ab gibt: Was die Algen bringen, braucht etwas anderes auf. Aber was?

      Die Unterfunktion fördernd könnten sein:

      – vegetarische oder vegane Ernährung
      – ein erhebliches Mineralstoffdefizit
      – belastete Leber, z.B. durch Kaffee, Tee etc.

      und natürlich noch eine Menge anderer Möglichkeiten. Hier sind die Grenzen der allgemeinen Beratung, da muss man individuell schauen.

      Im ersten Zugriff könntest du

      – die Menge der Algen erhöhen
      – speziell Kombualgen essen

      Aber weil ich nichts Näheres weiß, sind das nur allgemeine Tipps.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  10. Nevio Martella

    Hallo Frau Bruhn,

    Auf Ihren Tipp hin habe ich meine Aufwach-Temperatur getestet. Vier aufeinanderfolgende Tage, jeweils um dieselbe Zeit nach ca. 6 Std. Schlaf, mit dem alten Quecksilber-Fiebermeter unterm Arm. Die Messungen lagen zwischen 35,9 und 36,3 Grad Celsius.
    Ich habe alsdann eine Woche lang konsequent die Wakame-Algen meiner gewohnten Misosuppe zum Frühstück beigefügt und auch immer warm gefrühstückt. Meine Aufwach-Temperaturen blieben jedoch unverändert tief.
    Meine Beschwerden die ich zu erkennen glaube sind: Müdigkeit nach dem Mittagessen (hielt ich bis anhin für normal), eher niedriger Blutdruck, Untergewicht, Schwindel bei raschem Aufrichten aus der Hocke.
    Kann man annehmen, dass da eine funktionelle Schilddrüsenunterfunktion vorliegt?
    Ich danke Ihnen für die inspirierenden Beiträge und für Ihr Engagement.

    Es Grüsst
    Nevio Martella

    • Jutta Bruhn

      Hallo Nevio, annehmen kann man das schon, weil der Wert eindeutig niedrig ist.

      Eine einzige Woche ist etwas kurz. Ich würde genauso weitermachen und noch mehr Algen essen, auch im Mittag- und Abendessen und dann nach einem Monat noch mal testen. Wenn sich dann immer noch nichts ändern, muss man weiter schauen.

      Ob die Kreislaufbeschwerden direkt mit der Schilddrüse zusammenhängen kann ich nicht sagen.

      Die Müdigkeit nach dem Essen kann darauf hindeuten, dass es schlicht zu viele Kohlenhydrate im Essen gab.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  11. Kathrin

    Hallo Frau Bruhn,

    Ihre Ernährungsvorschläge habe ich weitestgehend umgesetzt, wodurch die Blähungen verschwunden sind. Vielen Dank für Ihre zahlreichen Vorschläge.

    Viele Grüße
    Kathrin

  12. Doro

    Hallo Frau Bruhn,

    ich bin schon in der Menopause und habe jetzt aus Neugierde mal morgens die Temperatur gemessen, weil ich auch andere Symptome von Schilddrüsenunterfunktion habe (Müdigkeit, Frieren, träge Verdauung, etc).

    Meine Aufwachtemperatur liegt bei 36,1 – 36,2 °C.

    Falls ich durch eine optimierte Ernährung meine Schilddrüse wieder in Schwung bringe, sollte dann auch der Wert der Aufwachtemperatur wieder in den normalen Bereich sein? Wie lange kann das dauern? Reden wir von Wochen oder eher von Monaten?

    Vielen Dank schon mal für einen Kommentar Ihrerseits und viele Grüße,
    Doro

    • Jutta Bruhn

      Hallo Doro, was hier wirkliche Hilfe bringt, sind die Meeresalgen. Ich selbst hatte vor rund 10 Jahren niedrige Temperaturen, allerdings noch keine Symptome. Es hat eine Woche gedauert, bis die Temperatur normal war. Das habe ich mit Meeresalgen geschafft. Damit es so bleibt, koche ich auch heute noch jeden Tag mit Algen.

      Man muss nicht viel Algen essen. Schon die Menge von wenigen Gramm (gekocht) täglich reicht.

      Wenn es schon Symptome gibt, könnte es sein, dass der Prozeß länger dauert. Es könnte auch sein, dass die Algen nicht gut vertragen werden, z.B. dass es Herzklopfen oder Einschlafstörungen gibt. Dann muss ein anderes Programm laufen.

      Ich wünsche viel Erfolg!
      Jutta Bruhn

      • Jutta Bruhn

        Hallo Doro,

        na das ist doch mal ein Erfolg! Gratulation! Ich würde weiterhin Algen nehmen, eine ganz kleine Menge reicht. Es dauert eine Weile, bis sich der Normalzustand einpendelt.

        Viele Grüße aus Berlin
        Jutta Bruhn

  13. Nina

    Danke, für diesen interessanten Artikel. Eine Frage habe ich jedoch:

    Kann man im Gegenzug davon ausgehen, dass die Schilddrüse gesund ist, wenn die Aufwachtemperatur über 36,4 Grad liegt?

    • Jutta Bruhn

      Hallo Nina,

      nein, kann man nicht. Das Messen der Temperatur ist nur ein Hilfsbefund. Bevor man irgendwelchen endgültigen Schlüsse zieht, muss man weitere Untersuchungen machen.

      Und: Die Temperatur sollte zwischen 36,6 bis 36,8 Grad liegen.

        Unter 36,6 könnte eine frühe und vorübergehende Unterfunktion der Schilddrüse vorliegen.

        Über 36,8 könnte eine zeitweise Überfunktion vorliegen.

      Beides kann schwanken und sich jederzeit ändern. (Beides kann übrigens auch andere Ursachen haben.)

      Fazit: Diagnose zur Schilddrüse ist etwas ganz anderes. Hier geht es darum, mit der Ernährung den Tendenzen entgegen zu steuern.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  14. Jutta Bruhn

    Hallo Frau Krömer,

    herzlich willkommen! Sie haben wie so viele Leute richtig beobachtet, dass allein die Einnahme von Hormonen für die Schilddrüse noch nicht die körperlichen Beschwerden beseitigt.

    Ich freue mich, wenn ich Ihnen mit meinen Tipps und Rezepten ein wenig helfen kann. Wenn Sie Fragen haben, schreiben Sie mir gerne per e-Mail.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  15. Jutta Bruhn

    Hallo,

    da gibt es auch eine deutsche Seite: https://www.urgeschmack.de/

    Wie üblich, werden bei Autoimmunerkrankungen unterschiedliche Erfahrungen mit der Ernährung gemacht. Das hat damit zu tun, dass jedes Immunsystem unterschiedliche Anforderungen stellt.

    Auch kommt es auf den Stand der Information an. Beispiel: Grundsätzlich keine Eier zu essen kann sich problematisch auswirken. Eier aus dem „Hühner-KZ“ sind komplett anders in ihrer Wirkung auf den Körper als Eier von gesunden, wirklich freilaufenden Hühnern. Eier können zur Krankheit beitragen oder sie können genauso gesund sein wie gutes Olivenöl. Deshalb halte ich es nicht für richtig, pauschal die Eier abzulehnen.

    Die von mir empfohlene Ernährung hat viele Parallelen zu Paleo. Dazu kommen aber meine über 20jährigen Erfahrungen mit der Makrobiotik. Dort werden die Energien der Nahrung berücksichtigt. Das führt zu einer ganzheitlichen Sicht.

    Viele Grüße
    Jutta Bruhn

  16. Jutta Bruhn

    Hallo Teresea,

    auch Wikipedia weist darauf hin, dass die Aufwachtemperatur als Basaltemperatur bezeichnet wird.

    In der Naturheilkunde geht es nicht um das „Bestimmen“. Eine Störung der Funktion der Schilddrüse kann man nicht „bestimmen“. Mit der Messung der Aufwachtemperatur bekommt man nur einen frühzeitigen Hinweis auf eine eventuelle Schilddrüsenunterfunktion.

    Es geht hier nicht um Krankheit, sondern um das Auffangen einer Unregelmäßigkeit und zwar durch die Ernährung. Mit schulmedizinischen Begriffen kann man dem nicht gerecht werden.

    Viele Grüße
    Jutta Bruhn

    • Jutta Bruhn

      Hallo, welche Aussage meinen Sie?

      Als Heilpraktikerin geht es mir gerade eben nicht ums „Argumentieren“ und schon gar nicht um „Richtigkeit“. Wenn Sie das suchen, begeben Sie sich bitte zur Schulmedizin.

      Bei mir geht es ums Informieren und um die Erfahrungsmedizin. Das ist ein anderes paar Schuhe, die nicht immer passen – wie Sie merken.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  17. Shivani Allgaier

    Danke, das ist ein sehr interessanter Beitrag.

    Ich möchte noch anmerken, dass die Temperatur bei der Frau nicht nur „um den Eisprung herum“ ansteigt, sondern ab dem Zeitpunkt des Eisprungs bis zur nächsten Menses erhöht bleibt. An dem Tag, an dem die Temperatur morgens merklich fällt beginnt die Menses.

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