Schilddrüse und Leber arbeiten zusammen

Schilddruese und Leber Die Leber ist ein wichtiges Organ für die Schilddrüse, denn sie ist zuständig dafür, dass ein Großteil der Hormone der Schilddrüse überhaupt erst aktiv werden.

Ist die Leber träge, so wirkt sich das auf die Tätigkeit der Schilddrüse aus. Und umgekehrt: Ist die Schilddrüse in Unterfunktion, ist auch die Leber träge. Fragt sich nur, was war zuerst da?

Schilddrüse und Leber

Ein häufiger Grund für die Unterfunktion der Schilddrüse kann die Trägheit der Leber sein. Ist die Leber geschwächt, kann sie nicht effektiv arbeiten und ist ebenfalls in „Unterfunktion“. Wobei allerdings die berühmte Frage nach der Henne und dem Ei auftaucht: Wer war zuerst in Unterfunktion, die Schilddrüse oder die Leber? Ist die Schilddrüse in Unterfunktion, weil die Leber träge ist oder umgekehrt?

Die Trägheit der Leber hat jedenfalls Auswirkungen auf die Schilddrüse, denn in der Leber werden 60 % der Hormone T4 in die aktive Form T3 umgewandelt.

In deutschen Arztpraxen scheint es nicht üblich zu sein, einen Zusammenhang zwischen Leistung der Leber und Leistung der Schilddrüse herzustellen. Oder hat dich die Ärztin/Arzt schon mal nach den Leberwerten statt nach den Schilddrüsenwerten gefragt?

Gallensteine bilden sich

Eine sehr häufige Störung bei Unterfunktion der Schilddrüse ist die Bildung von Gallensteinen.

Viele Menschen mit Unterfunktion der Schilddrüse haben  gleichzeitig ein Problem mit der Leber. Daraus leitet sich ab, dass sich früher oder später Steine in der Gallenblase bilden können. Das ist eine unmittelbare Folge der eingeschränkten Arbeit der Leber.

Zu den vielfältigen Aufgaben der Leber gehören:

  • Hormone auf- und abbauen
  • Gifte aus Verdauung und Umwelt entgiften
  • Reinigung des Bluts

Die Nebenprodukte dieser Umbau-Arbeiten in der Leber landen zuerst in der Gallenblase und gelangen dann weiter zur Ausscheidung. Soweit der normale Ablauf.

Probleme treten auf, wenn die Schilddrüse/Leber in Unterfunktion ist, denn das bedeutet, dass die Abläufe sich verlangsamen. Die Ausscheidungsprodukte verbleiben länger in der Gallenblase und es kommt zum Stau. Mit der Zeit bilden sich aus den Ablagerungen die gefürchteten Gallensteine, die üble Schmerzen verursachen können.

Eine Kursteilnehmerin mit Schilddrüsenunterfunkton berichtete: „Es wurden Gallensteine festgestellt, die von Untersuchung zu Untersuchung immer größer wurden. Erst hieß es Gries, dann Sludge, dann Geröll und dann Steine unterschiedlicher Größe.

Von diesem Stau in der Galle ist der gesamte Verdauungsvorgang im Darm betroffen mit schlimmen Auswirkungen auf das Wohlbefinden.

Gestörte Verdauung und die Folgen

In der Leber werden die Schilddrüsenhormone in eine aktive Form umgewandelt. Wenn diese Funktion behindert ist, dauert es viel längere Zeit, bis die Nahrung durch den Magen und Darm transportiert wird. Das kann vielfältige Störungen zur Folge haben:

  • Am häufigsten kommt es zur Verstopfung, eines der Leitsymptome bei Schilddrüsenunterfunktion.
  • Im Darm kommt es häufiger zu Infektionen mit Bakterien wie z.B. mit Salmonellen.
  • Die gestörte Aufnahme der Nahrung kann Entzündungen im Darm begünstigen, die im Laufe der Zeit die Darmwand beschädigen und regelrechte winzige „Löcher“ entstehen lassen. Als Folge leidet man unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Histamin-, Lactose- oder Fructoseintoleranzen.
  • Durch die Entzündungen im Darm ist auch die Aufnahme von Nährstoffen gestört, es kommt zu Mineralstoffmängeln, die kaum durch die Einnahme von Ergänzungsmitteln auszugleichen sind. Oft wird deshalb versucht, mit Hochdosierungen eine Aufnahme zu bewirken (wie bei Vitamin D).

Man kann es so sehen: Die Schilddrüse steht am Anfang einer Kette von Abläufen. Stimmt der Anfang nicht, zieht das Folgen im ganzen Körper nach sich.

Werden die Schilddrüsenwerte untersucht und eine Unterfunktion festgestellt, verordnet man Schilddrüsentabletten (L-Thyroxin) und die helfen manchmal tatsächlich bei den Symptomen, die von der Leber ausgehen. Allerdings ist die Freude oft nicht von langer Dauer und die alten Symptome kehren zurück.

Symptome traege LeberIst deine Leber gesund?

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Unterfunktion trotz Schilddrüsentabletten

Alle die unzufrieden mit ihrer Verordnung sind und auch die, die glücklich damit sind, sollten wissen, daß im Hintergrund die Unterfunktion bestehen bleibt. Die Tabletten regulieren lediglich die Hormonzufuhr und somit den Laborwert, nicht aber die Unterfunktion. Hast du das gewußt?

Wenn du nicht glaubst, dass die Unterfunktion trotz Tabletten bestehen bleibt, dann solltest du das testen mit der Aufwachtemperatur. Mit dieser Methode hat man sichere Auskunft darüber, wie die Schilddrüse arbeitet.

Weil Schilddrüsentabletten die Unterfunktion nicht beheben, laufen die eingeleiteten Prozesse im Körper immer weiter. Dazu gehört auch die Bildung von Gallensteinen.

Was kann man tun?

Auf meiner Webseite wirst du auf die Frage „Was kann man tun?“ immer dieselbe Antwort erhalten: Ändere die Ernährung. 😉 Das ist auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

Und womit fängt man an? Ganz einfach, du machst genau das, was du jetzt am einfachsten tun kannst. Vielleicht ist es das Weglassen von belastenden Nahrungsmitteln wie Zucker oder Alkohol? Vielleicht brauchst du die gar nicht?

Als nächstes kannst du dein Frühstück überdenken.

  • Gibt es womöglich Müsli?
  • Oder besteht dein Frühstück aus kühlenden Sachen wie Joghurt?

Fang mit Kleinigkeiten an und setze dann Schritt für Schritt fort mit der Umstellung. Auf keinen Fall solltest du alles auf einmal wollen, das wird ganz sicher nicht gelingen.

Merke: Wer aus der Unterfunktion rauskommen will, braucht dafür die richtigen Informationen zur Ernährung. Dafür empfehle ich dir die Makrobiotischen Heilküche (MBH). Denn dazu gehört das Kochen mit Meeresalgen, was unerläßlich ist, wenn man aus der Unterfunktion rauskommen will.

Die Leber anregen

Um der trägen Leber auf die Sprünge zu helfen, könntest du eine Knoblauch-Zitronen-Kur machen. Das ist eine Maßnahme zur Anregung aller Funktionen der Leber und man nennt sie auch Entgiftungskur. Der Erfolg zeigt sich oft darin, dass man munterer ist, denn bei träger Leber steht die Müdigkeit als Symptom im Vordergrund.

Anleitung zur Kur bekommst du hier in dem Ebook „Knoblauch-Zitronen-Kur für Leber- und Schilddrüsengesundheit“. Darin erhältst du das genaue Rezept, Einnahmeanleitungen und viele Hinweise auf die Reaktionen, die möglich sind und die du kennen solltest.

3 Tipps zur Ernährung für Schilddrüse und Leber

Ein guter Anfang ist das Frühstück. Das ist überhaupt der Kern der Sache, denn die Morgenmahlzeit bestimmt den ganzen Tagesablauf. Wie ein gutes Frühstück aussehen kann, steht hier.

Tipp 1: Nur das beste Fett

Falsches Fett ist eine Herausforderung nicht nur für die Leber. Mein Rat ist, künstlich gehärtetes Fett strikt zu meiden. Das gibt es in Margarine, fetten Backwaren vom Bäcker, in Pommes und Pizza und einfach überall in Fertigprodukten.

  • Aufs Brot gehört gute Butter.
  • Zum Kochen und Braten eignet sich Kokosfett bestens. Kokosfett ist wirklich hitzebeständig.
  • Für die Salatsoße nimmt man bestes Olivenöl aus erster Pressung.

Tipp 2: Saures und Scharfes

Das kann man lernen aus der Makrobiotischen Heilküche: Der Leber tut alles gut, was sauer ist.

Zum Beispiel könnte man gleich morgens ein Glas frisch gepressten Zitronensaft trinken. Dazu presst man 1-2 Zitronen aus und gibt den Saft in frisches klares Wasser, das auch warm sein kann.

Die zweite große Liebe der Leber ist die Schärfe, allerdings nicht die von Chili, Pfeffer oder Paprika. 🙁

Verträglicher ist die Schärfe von Knoblauch, Meerrrettich oder Ingwer. Diese Gewürze können beliebig und nach Geschmack im Essen verwendet werden. (Ingwer nicht im heißen Sommer)

Tipp Nr. 3: Grünes Blattgemüse

Grünes Blattgemüse enthält Chlorophyll, das die Leber bei ihrer Entgiftungsfunktion unterstützt. Der Tipp lautet also, viel grünes Blattgemüse zu essen.

  • als erstes denkt man dabei an Blattsalate
  • im Frühjahr gibt es Bärlauch und Brennnesseln
  • grüne Blätter hat auch Porree (Lauch)
  • man kann auch mal die Blätter von Gemüsen verwenden, zum Beispiel von Kohlrabi

Grüne Blätter liefern Kohlsorten. Keine Bedenken wegen der Goitrogene im Kohl braucht man zu haben, wenn der Kohl nicht roh, sondern gekocht verzehrt wird und wenn man davon natürlich nicht Riesenmengen nimmt.

Kohl ist vielseitig und kann je nach Jahreszeit eingesetzt werden:

  • im Frühjahr Spitzkohl
  • im Sommer Pak Choi (chinesischer Kohl, super Geschmack!)
  • im Herbst Weißkohl, Wirsingkohl
  • im Winter Grünkohl, Rosenkohl

Fazit: Jetzt weißt du, dass es eine Zusammenarbeit von Schilddrüse und Leber gibt. Den beiden kann man sehr gut helfen mit guter Ernährung. Die besten Erfahrungen habe ich gemacht mit der Makrobiotischen Heilküche (MBH). Dazu gibt es viele Beiträge auf meiner Webseite. Bleib dran!

Kochen bei Hashimoto und Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

16 Kommentare

  1. Miriam

    Guten Tag,

    ich nehme seit 4 Wochen Schilddrüsenmedikamente für meine Überfunktion. Carbimazol abends und morgens. Heute war ich beim Internisten. Er sagte mir das meine Leber vergrößert wäre. Ich mache mir jetzt total die gedanke .

  2. Frank

    Guten Abend Frau Bruhn,

    Bei mir wurde im Jahr 2006 ein Kropf Struma nadosa diagnostiziert, die Schilddrüse wurde komplett entfernt bis auf ein bisschen Rest Gewebe beidseitig,dieses ist über die Jahre wieder gewachsen mit Knotenbildung, bin alle sechs Monate zur Kontrolle beim nucklearmediziner, nehme LT 💯, seit dem hat sich mein Leben dermaßen verändert, die folge sind Depressionen mit Antriebslosigkeit Schlafstörungen, schwitzen, Frieren und Unruhe im ganzen Körper.

    Haben sie Tipps für mich wie sich für mich was ändern könnte?

    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Frank, mit ein paar Tipps ist da nichts zu machen. Du merkst selbst, dass es viele Bereiche sind, die reguliert werden sollten.

      Wenn man aus einer chronischen Krankheit rauskommen will, braucht man ein Programm. Ich biete so etwas an als Onlinekurs mit Mitgliederbetreuung: „Schilddrüse managen“.

      Liebe Grüße
      Jutta

  3. Nadine

    Hallo Jutta,
    Ich nehme seit November letztes Jahr l thyroxin 50. Seit dem haben sich alle Symptome der Unterfunktion verbessert. Seit Januar nun leide ich an stark erhöhten Leberwerten, habe auch Gelbsucht mit starkem Juckreiz. Die Leber sah auf dem Ultraschall gut aus. Blutwerte waren auch soweit okay. Viren und Bakterien wurden ausgeschlossen. Nun soll untersucht werden ob die Tabletten daran Schuld sind. Leider verstehe ich die Ärzte nicht vollständig weil ich erst seit kurzem im Ausland lebe. Nun leine Frage, ob Sie damit schonmal Erfahrungen gemacht haben?

    Mit freundlichen Grüßen

    Nadine

  4. heike

    Liebe Frau Bruhn,
    ich habe eine HashimotoThyreoiditis , eine ausgepägte Histaminintoleranz sowie Probleme mit
    dem Leber-Gallesystem. Gern würde ich mit ihren Ernährungstipps mehr für mich tun, stosse aber
    bei den Rezepten und den Zutaten (Kokosöl, Miso, Algen, Ingwer usw.) schnell auf meine Unverträglichkeiten.
    Bin daher sehr ratlos bei der Umsetzung. Gibt es eine Lösung?

  5. Anja

    Hallo,
    Und was macht man, wenn man keine Schilddrüse mehr hat.? Man ist ja dann auf die Tabletten angewiesen. Wenn ich die absetzen würde, dann hätte das ja fatale Folgen. Aber die Tabletten gehen auf die Leber, das ist wieder der negative Effekt. Man kommt ja aus diesem Kreislauf gar nicht raus

    Lg Anja

    • Jutta Bruhn

      Hallo Anja, dir fehlen Informationen. 🙁 Man darf nicht alles glauben, was die Schulmedizin meint.

      – Sehr oft wächst das Gewebe der Schilddrüse nach.

      – Das Absetzen von Tabletten hat nicht „fatale Folgen“, sondern trägt zur Gesundung bei. Es gibt schließlich Alternativen zu L-Thyroxin als natürliche Hormone.

      All das sind Themen im Online-Selbstlernkurs. Hier kannst du dich anmelden und aus dem Kreislauf aussteigen.

      Liebe Grüße
      Jutta

  6. Eleftherios

    Guten Morgen Frau Bruhn,
    Zuerst ein dickes Lob für Ihre Artikel
    Ich bin die letzten Monaten immer wieder beim Arzt weil meine Leber Werte zu hoch sind laut meinen Arzt.
    Der Gastroenterologe wieder meinte das es von meine Schilddrüse Tabletten kommt (L-thyroxin 125 ml) wenn das stimmt was kann ich machen? Ist es nicht riskant wenn die Werte immer so hoch sind ;
    Vielen Dank im voraus
    Liebe Grüße
    Eleftherios

    • Jutta Bruhn

      Hallo,

      der Arzt hat leider Recht! Mit hoch- oder überdosiertem LT wird man immer kranker. Jede Tablette belastet die Leber in ihrer Entgiftungsfunktion. du findest viele Infos dazu auf meiner Webseite.

      Herzliche Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  7. Ulrike

    Guten Tag Frau Bruhn,
    in einer Antwort habe ich gelesen, dass Tees zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs ungeeignet sind und Sie einen Wasserfilter empfehlen. Was nimmt man den da am Besten?

    Vielen Dank für Ihre vielen wertvollen Informationen die sie mit uns teilen!!

    Herzliche Grüße
    Ulrike

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ulrike, ich empfehle gern den Trinkwasserfilter von Pinnow-Gesundheitswelt, den ich selbst seit 20 Jahren benutze. Am besten ruft man bei der Firma an und läßt sich telefonisch beraten: 030 – 700 11 88 0 🙂

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

  8. Marion

    Hallo Jutta,

    nach 8 Jahren mit Euthyrox habe ich mich getraut meine Tbl abzusetzen und anderweitig zu agieren. Ich frühstücke seit 30 Jahren so, wie Sie empfehlen und habe Misosuppe mit Algen hinzugefügt.

    Seit Jahren ist mein Cholesterin (beide) ziemlich hoch und während meines HP-Studiums gingen mir die Augen auf. Nach der Prüfung letztes Jahr fing ich an zu recherchieren und habe vor 2 Monaten die Tbl abgesetzt. Derzeit unterstütze ich die Nebenniere, Schilddrüse und die Hypophyse phytotherapeutisch. Darm und Leber behandle ich seit gut 1 Jahr.
    Nach langer Zeit fühle ich mich wieder gut.
    Ich bin übrigens 52 und danke Ihnen für die hervorragende Arbeit, die Sie leisten.
    Herzliche Grüße vom Laacher See, Marion

    • Jutta Bruhn

      Hallo Marion, vielen Dank für den Bericht! Danke auch für die Hinweise auf pflanzliche Mittel. Hoffentlich lesen viele Leute, dass man die Tabletten durch pflanzliche Medizin ersetzen kann. 🙂

      Warme Gemüsesuppe morgens und Meeresalgen sind der entscheidende Punkt in der Ernährung. Viel Erfolg weiterhin!

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

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