Schilddrüse und Leber arbeiten zusammen

Schilddruese und LeberDie häufigste Störung der Schilddrüse ist die Unterfunktion.

Das wirkt sich auf viele Organe aus und so versteht man, warum es so viele Symptome und Beschwerden gibt bei Unterfunktion wie Frieren, Verstopfung, Haarausfall, Müdigkeit und andere mehr.

Die Standardbehandlung ist die Verordnung von Hormontabletten, um die Schilddrüse anzukurbeln. Das hilft manchmal, manchmal nicht, manchmal nur eine Weile.

Was dabei erstaunt: Niemand stellt die Frage, warum die Schilddrüse in Unterfunktion ist.

Die Frage nach dem Warum ist aber wichtig, denn man möchte doch die Ursache für die Unterfunktion beheben, nicht wahr? 😉

Eine der Ursachen für Schilddrüsenunterfunktion ist eine träge oder kranke Leber.

Schilddrüse und Leber arbeiten zusammen

Ein häufiger Grund für die Unterfunktion der Schilddrüse kann die träge Leber oder eine Fettleber sein. Ist die Leber geschwächt, kann sie nicht effektiv arbeiten und ist ebenfalls in Unterfunktion.

Das wirkt sich auf die Schilddrüse aus, denn in der Leber werden 60 % der Hormone T4 in die aktive Form T3 umgewandelt.

In deutschen Arztpraxen scheint es nicht üblich zu sein, einen Zusammenhang zwischen Leistung der Leber und Leistung der Schilddrüse herzustellen. Oder hat dich die Ärztin/Arzt schon mal nach den Leberwerten statt nach den Schilddrüsenwerten gefragt?

Mir ist aufgefallen, dass es in den USA wohl anders ist. Jedenfalls sind bei Google zu den Suchwörtern „liver thyroid connection“ leicht amerikanische Quellen zu finden, die das Zusammenwirken von Leber und Schilddrüse beschreiben, hier zwei davon als Beispiele:

Leber-Galle-System

Zu den vielen Aufgaben der Leber gehören:

  • Hormone auf- und abbauen
  • Gifte aus Verdauung und Umwelt entgiften
  • Reinigung des Bluts

Die Nebenprodukte dieser Arbeit landen in der Gallenblase und werden dann normal ausgeschieden. Bei der Unterfunktion der Schilddrüse kommt es hier zu einem Stau und es bilden sich Gallensteine.

Von diesem Stau ist der gesamte Verdauungsvorgang im Darm betroffen mit schlimmen Auswirkungen auf das Wohlbefinden.

Dies erklärt, weshalb so viele Menschen mit Unterfunktion gleichzeitig ein Problem mit der Gallenblase und Gallensteinen haben.

Gestörte Verdauung

In der Leber werden die Schilddrüsenhormone in eine aktive Form umgewandelt. Wenn es eine Unterfunktion gibt, wird die Leber in dieser Funktion behindert. Die Auswirkungen sind schlimm.

Denn ohne Hormone dauert es viel länger, bis die Nahrung durch den Magen und Darm transportiert wird. Das hat Folgen:

  1. es kommt zur Verstopfung, eines der Leitsymptome bei Schilddrüsenunterfunktion
  2. es kommt häufiger zu Infektionen mit Bakterien (Candida)
  3. die gestörte Aufnahme der Nahrung führt zu Entzündungen im Darm
  4. durch die Entzündungen ist die Aufnahme von Nährstoffen gestört, es kommt zu Mineralstoffmangel
  5. das Risiko für Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln ist hoch

Tabletten für die Schilddrüse

Die Schilddrüse steht am Anfang der Kette, deshalb wird sie in der Schulmedizin mit Tabletten behandelt, damit mehr Hormone zur Verfügung stehen. Manchmal funktioniert das, aber nicht immer.

Das Problem besteht darin,dass in der Medizin nicht danach gefragt wird, warum es zu wenig Hormone gibt. Was ist passiert, dass die Schilddrüse nicht mehr richtig arbeitet? 

Die Antwort ist einfach: Die Ernährung ist durcheinander gekommen. Jedenfalls ist das eine der Hauptursachen, es gibt natürlich noch andere.

Weil die Tabletten für die Schilddrüse auf lange Sicht vermutlich eher schaden als nutzen, ist es die bessere Idee, sich um die Ernährung zu kümmern.

3 Tipps zur Hilfe mit der Ernährung

So einfach wie eine Tablette jeden Morgen nehmen ist es mit der Ernährung natürlich nicht. Das sei mal vorangestellt. Hört sich nach viel Arbeit an, stimmt’s? 🙁 Muss es aber nicht sein, ist alles Gewohnheit. 😉

Ein guter Anfang ist das Frühstück. Das ist überhaupt der Kern der Sache, denn die Morgenmahlzeit bestimmt den ganzen Tagesablauf. Wie ein gutes Frühstück aussehen kann, steht hier.

Besonders schnell kommt die Schilddrüse wieder ins Gleichgewicht mit einer warmen Mahlzeit zum Frühstück. Mach es doch wie Millionen Menschen in Asien jeden Morgen und starte mit einer Misosuppe. Hier ist ein Rezept dazu.

Tipp 1: Nur das beste Fett

Falsches Fett ist eine Herausforderung nicht nur für die Leber. Mein Rat ist, künstlich gehärtetes Fett strikt zu meiden. Das gibt es in Margarine, fetten Backwaren vom Bäcker, in Pommes und Pizza und einfach überall in Fertigprodukten.

  • Aufs Brot gehört gute Butter (außer während der Anti-Entzündungs-Diät bei Hashimoto).
  • Zum Kochen und Braten eignet sich Kokosfett bestens. Kokosfett ist wirklich hitzebeständig.
  • Für die Salatsoße nimmt man bestes Olivenöl aus erster Pressung.

Tipp 2: Saures und Scharfes

Das kann man lernen aus der Makrobiotischen Heilküche: Der Leber tut alles gut, was sauer ist.

Zum Beispiel könnte man gleich morgens ein Glas frisch gepressten Zitronensaft trinken. Dazu presst man 1-2 Zitronen aus und gibt den Saft in frisches klares Wasser, das auch warm sein kann.

Die zweite große Liebe der Leber ist die Schärfe, allerdings nicht die von Chili, Pfeffer oder Paprika. 🙁

Verträglicher ist die Schärfe von Knoblauch, Meerrrettich oder Ingwer. Diese Gewürze können beliebig und nach Geschmack im Essen verwendet werden. (Ingwer nicht im heißen Sommer)

Tipp Nr. 3: Grünes Blattgemüse

Grünes Blattgemüse enthält Chlorophyll, das die Leber bei ihrer Entgiftungsfunktion unterstützt. Der Tipp lautet also, viel grünes Blattgemüse zu essen.

  • als erstes denkt man dabei an Blattsalate
  • im Frühjahr gibt es Bärlauch und Brennnesseln
  • grüne Blätter hat auch Porree (Lauch)
  • man kann auch mal die Blätter von Gemüsen verwenden, zum Beispiel von Kohlrabi

Grüne Blätter liefern Kohlsorten. Keine Bedenken wegen der Goitrogene im Kohl braucht man zu haben, wenn der Kohl nicht roh, sondern gekocht verzehrt wird und wenn man davon natürlich nicht Riesenmengen nimmt.

Kohl ist vielseitig und kann je nach Jahreszeit eingesetzt werden:

  • im Frühjahr Spitzkohl
  • im Sommer Pak Choi (chinesischer Kohl, super Geschmack!)
  • im Herbst Weißkohl, Wirsingkohl
  • im Winter Grünkohl, Rosenkohl

Fazit: Jetzt weißt du, dass es eine Zusammenarbeit von Schilddrüse und Leber gibt. Den beiden kann man sehr gut helfen mit guter Ernährung. Die besten Erfahrungen habe ich gemacht mit der Makrobiotischen Heilküche (MBH). Dazu gibt es viele Beiträge auf meiner Webseite. Bleib dran!


Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

8 Kommentare

  1. Anja

    Hallo,
    Und was macht man, wenn man keine Schilddrüse mehr hat.? Man ist ja dann auf die Tabletten angewiesen. Wenn ich die absetzen würde, dann hätte das ja fatale Folgen. Aber die Tabletten gehen auf die Leber, das ist wieder der negative Effekt. Man kommt ja aus diesem Kreislauf gar nicht raus

    Lg Anja

    • Jutta Bruhn

      Hallo Anja, dir fehlen Informationen. 🙁 Man darf nicht alles glauben, was die Schulmedizin meint.

      – Sehr oft wächst das Gewebe der Schilddrüse nach.

      – Das Absetzen von Tabletten hat nicht „fatale Folgen“, sondern trägt zur Gesundung bei. Es gibt schließlich Alternativen zu L-Thyroxin.

      All das sind Themen im Online-Selbstlernkurs. Hier kannst du dich anmelden und aus dem Kreislauf aussteigen.

      Liebe Grüße
      Jutta

  2. Eleftherios

    Guten Morgen Frau Bruhn,
    Zuerst ein dickes Lob für Ihre Artikel
    Ich bin die letzten Monaten immer wieder beim Arzt weil meine Leber Werte zu hoch sind laut meinen Arzt.
    Der Gastroenterologe wieder meinte das es von meine Schilddrüse Tabletten kommt (L-thyroxin 125 ml) wenn das stimmt was kann ich machen? Ist es nicht riskant wenn die Werte immer so hoch sind ;
    Vielen Dank im voraus
    Liebe Grüße
    Eleftherios

  3. Ulrike

    Guten Tag Frau Bruhn,
    in einer Antwort habe ich gelesen, dass Tees zur Deckung des Flüssigkeitsbedarfs ungeeignet sind und Sie einen Wasserfilter empfehlen. Was nimmt man den da am Besten?

    Vielen Dank für Ihre vielen wertvollen Informationen die sie mit uns teilen!!

    Herzliche Grüße
    Ulrike

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ulrike, ich empfehle gern den Trinkwasserfilter von Pinnow-Gesundheitswelt, den ich selbst seit 20 Jahren benutze. Am besten ruft man bei der Firma an und läßt sich telefonisch beraten: 030 – 700 11 88 0 🙂

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

  4. Marion

    Hallo Jutta,

    nach 8 Jahren mit Euthyrox habe ich mich getraut meine Tbl abzusetzen und anderweitig zu agieren. Ich frühstücke seit 30 Jahren so, wie Sie empfehlen und habe Misosuppe mit Algen hinzugefügt.

    Seit Jahren ist mein Cholesterin (beide) ziemlich hoch und während meines HP-Studiums gingen mir die Augen auf. Nach der Prüfung letztes Jahr fing ich an zu recherchieren und habe vor 2 Monaten die Tbl abgesetzt. Derzeit unterstütze ich die Nebenniere, Schilddrüse und die Hypophyse phytotherapeutisch. Darm und Leber behandle ich seit gut 1 Jahr.
    Nach langer Zeit fühle ich mich wieder gut.
    Ich bin übrigens 52 und danke Ihnen für die hervorragende Arbeit, die Sie leisten.
    Herzliche Grüße vom Laacher See, Marion

    • Jutta Bruhn

      Hallo Marion, vielen Dank für den Bericht! Danke auch für die Hinweise auf pflanzliche Mittel. Hoffentlich lesen viele Leute, dass man die Tabletten durch pflanzliche Medizin ersetzen kann. 🙂

      Warme Gemüsesuppe morgens und Meeresalgen sind der entscheidende Punkt in der Ernährung. Viel Erfolg weiterhin!

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

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