Was sagt uns hohes Cholesterin?

Was sagt uns hohes Cholesterin?Wer nur die Worte hört „hohes Cholesterin“ ist alarmiert und will etwas dagegen tun.

Auch die meisten Ärzte glauben nach wie vor, daß Cholesterin aus der Ernährung sich in den Arterien sammelt, ablagert und schließlich zum Herzinfarkt führt. Das stimmt aber nicht.

Inzwischen gibt es zahlreiche Veröffentlichungen, die den Mythos entschleiern, hier ein paar von den neueren:

Auch Kardiologen rudern zurück und raten von Cholesterinsenkern ab, nachzulesen in diesem Artikel der Süddeutschen Zeitung, der bereits von 2013 stammt.

Und noch etwas: Endlich ist das alte Märchen vom „guten“ und „bösen“ Cholesterin enttarnt. Es gibt keinen Unterschied zwischen HDL und LDL . Darauf hat zum Beispiel der Heilpraktiker Hans-Heinrich Jörgensen in einem Vortrag hingewiesen.

Verwechselt wird gerne auch, dass Cholesterin aus der Nahrung nichts mit dem Cholesterin im Körper zu tun hat.

Was aber stimmt: Hohe Cholesterinwerte zeigen an, das etwas nicht stimmt im Körper. Zum Beispiel kann die Schilddrüse in Unterfunktion sein. Dann ist das Cholesterin hoch. Es zu senken, hilft der Schilddrüse aber überhaupt nicht, im Gegenteil.

Cholesterin ist notwendig

Bis vor ein paar Jahrzehnten wussten Ärzte noch, dass zu hohes Cholesterin ein Zeichen für eine schwache Schilddrüse oder eine Schilddrüsenunterfunktion sein kann.

Damals (so etwa bis in die 1960er Jahre) hat man Cholesterin sogar gespritzt, wenn es starke Müdigkeit und Depressionen gab. Stell dir das heute mal vor! Das macht kein Arzt mehr.

Heute wird nur noch auf die erhöhten Werte gestarrt. Was nicht bekannt ist: Hohe Werte können eine normale Maßnahme des Körpers anzeigen, weil viel Cholesterin benötigt wird. Und zwar für Reparaturen an Körperzellen.

Lebenswichtige Substanz

„Cholesterin ist eine lebenswichtige Substanz in allen Zellen unseres Körpers und hält uns gesünder als jedes Vitamin“ schreibt Steven Acuff, Ernährungsberater. Es ist entscheidend wichtig,

  1. um das hormonelle Gleichgewicht zu halten, denn es ist ein Grundbaustoff der Hormone
  2. vor allem die Nebennieren benötigen es als Rohstoff für viele Hormone
  3. für das Immunsystem. Insbesondere Kinder brauchen viel davon zum Aufbau ihres Immunsystems.

Wesentliche Funktionen des Cholesterins sind:

  • hält den Körper stabil, indem es die Zellwände fest und flexibel macht
  • spielt eine Schlüsselrolle bei der Herstellung neuer Immunzellen
  • funktioniert als Reparatursubstanz und Antioxidans
  • ist Basis für die Produktion von Serotonin, dem Wohlfühl-Neurotransmitter

Entzündungen als eine mögliche Ursache

Hohe Werte zeigen, dass der Körper einen erhöhten Bedarf hat. Zum Beispiel dann, wenn es für Zell-Reparaturen benötigt wird wie bei Entzündungen. Wie fatal, wenn der Wert durch Medikamente (Statine) gesenkt wird!

Bei Entzündungen reagiert die Leber durch erhöhte Produktion von Cholesterin. Zum einen soll das einen Schutz bilden. Zum anderen braucht der Körper mehr davon, um die Schäden an den Zellen zu heilen.

Als Entzündungen fördernd stehen im Verdacht:

  • Fette in Fertignahrung (Beispiel: fettige Bäckereiprodukte wie Croissants etc.)
  • ranzige Fettsäuren, die entstehen können, wenn Öle im Licht oder offen stehen oder wenn sie zu hoch erhitzt werden
  • Nikotin und andere Umweltgifte
  • und sogar Stress

Die Schulmedizin erkennt nach und nach diese Zusammenhänge – jedenfalls aufgeklärte Mediziner, die sich darum kümmern. Sie verordnen weniger Statine, das sind Arzneimittel zur Senkung des Cholesterins. Studien haben nämlich gezeigt, dass diese Statine das Immunsystem behindern und Entzündungen womöglich noch auslösen könnten.

Tja, und nicht zuletzt ist die Leber eines von den Rädchen im Körper-Getriebe. Deshalb kann es eine gute Idee sein, der Leber (und somit auch der Schilddrüse) mit einer Knoblauch-Zitronen-Kur auf die Sprünge zu helfen. Wie man die macht, steht hier. 

Gefahren niedrigen Cholesterins

Zu wenig Cholesterin ist gar nicht wünschenswert. Tatsächlich kann es sogar gefährlich werden, wenn es zu weit absinkt.

Dann können Schäden an Zellwänden schlechter behoben werden. Das kann zum Problem werden, denn beschädigte Zellen sind anfällig für Entartung, das heißt, das Krebsrisiko könnte steigen.

  • Emotionen wie Aggression können heftiger auftreten
  • Depressionen werden gefördert und Selbstmordgedanken sollen häufiger sein.

Cholesterin und Ernährung

Die neuere Forschung hat längst gezeigt, dass Cholesterin in der Ernährung wenig oder nichts mit Cholesterin im Blut zu tun hat.

Da Cholesterin hauptsächlich in der Nahrung tierischen Ursprungs enthalten ist, wechseln manche Leute zu einer vegetarischen oder veganen Diät, um zu versuchen es zu senken. Das kann nicht gelingen und es kann zu schwindelerregenden Höhen ansteigen. Solche Fälle sind mir bekannt.

Auf keinen Fall hat hohes Cholesterin etwas damit zu tun, wie viel Eier jemand isst. Dieses Gerücht hält sich hartnäckig. Viele Menschen haben in den letzten 40-50 Jahren auf Butter und Eier verzichtet, weil sie von Ernährungsfachleuten und Presse davor gewarnt wurden.

Das mit den Eiern hat man aus Tierversuchen geschlossen. Bei Kaninchen wirken sich Eier tatsächlich negativ aus. Auf so einen Blödsinn muss man erst mal kommen und die armen Kaninchen mit Eier füttern!

Bio-Butter und Eier sind sehr gesunde Nahrungsmittel. Sie enthalten zahlreiche wichtige Nährstoffe, insbesondere

  • Vitamin A
  • Vitamin E
  • Vitamin B12

Worauf es für Menschen ankommt ist, dass man wirklich gute Bio-Eier kauft. Von Hühnern, die wirklich frei rumlaufen dürfen. Hühner müssen Insekten picken können, sonst kommt ihr Stoffwechsel durcheinander. Und das wirkt sich dann auch auf unseren Stoffwechsel aus. Deshalb kaufe bitte nur gute Eier, wie es sie im Biohandel gibt.


(Quelle für diesen Beitrag: „Eating the Wu Way“ von Steven Acuff)

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

14 Kommentare

  1. Ana

    Hallo liebe Jutta,
    begeistert lese ich seit gestern alle Beiträge auf deiner Seite.
    Ich habe vor ca 7 Jahren aufgehört, Milchprodukte als alltägliches Nahrungsmittel zu verwenden, aber habe nie auf Butter verzichtet. Ich liebe sie einfach und jetzt lese ich hier, daß das so ganz in Ordnung ist! Danke!
    Ich habe, nie konsequent allerdings, auch immer Getreide eingeweicht, und ich weiß gar nicht, warum ich das gemacht habe, jetzt weiß ich es. Danke!
    Viele gute Tipps sind hier zu lesen, die ich aus dem Gefühl heraus auch als richtig empfinde oder bereits praktiziere, ich versuche jetzt, aufgefordert durch deine Einsichten, mich konsequenter daran zu halten. Danke!

  2. Marie-Therese

    Liebe Jutta Bruhns,
    ich ernähre mich seit 3 Monaten nach dem E-Book für makrobiotische Heilnahrung. Esse viel Reis (mit Gemüse) und (morgens) Hirse sowie Gemüsesuppen mit jeweils viel Kokosöl.
    Nun habe ich zu meinem Erschrecken am Rücken unter dem Schulterblatt ein Lipid-Ödem entdeckt und habe nun Sorge, dass sich weitere entwickeln könnten. Könnte es etwas mit dem höheren Fettkonsum zu tun haben (Ghee, Kokosfett und auch gerne mal Butter aufs Brot)

    Anmerken muss ich, dass ich nierentransplantiert bin und dafür Immunsuppressiva und Kortison nehme. Außerdem Xarelto wegen Thrombosen (Faktor V Leiden homozygot).

    Nun habe ich mich nochmal zum Reisfasten angemeldet. (bin zwar nicht übergewichtig, habe inzwischen auch eine tolle Verdauung durch die neuen Ernährung, möchte aber noch 2-3 kg abbauen und außerdem bin ich HP und berate gerne auch weiter.)
    Würde mich freuen, wenn Sie mir zu dem Lipid-Ödem einen guten Hinweis geben können.
    Vielen Dank und herzliche Grüße
    Marie-Therese

    • Jutta Bruhn

      Hallo Marie-Therese, tut mir leid, ich kann und darf keine persönlichen Beratungen geben. Die Ernährung nach der MBH setzt vieles in Bewegung. Es kommt zu Ausleitungserscheinungen, wie es in der Naturheilkunde heißt. Du solltest deine Heilpraktikerin darüber informieren.

      Man kann dem Vorgang der Entgiftung auf die Sprünge helfen mit einer Knoblauch-Zitronen-Kur. 🙂 LG Jutta

      P.S. Die Ernährung ohne tierisches Eiweiß ist nicht in Ordnung. So ist es nicht im Ebook empfohlen.

  3. Katja

    Liebe Frau Bruhn, ich bin eine Kollegin und verfolge gerne Ihre Beiträge und doch muss ich ihnen heute vehement widersprechen.
    Die Aussagen zum Cholesterin treffen vollkommen zu und unterstütze ich gerne.
    Sie geben an wie irre es ist Kaninchen mit Eiern zu füttern. Ich finde es genauso irre Menschen mit Milchprodukten zu füttern. Milch von der Kuh ist fürs Kalb und wer dies lesen kann ist definitiv kein Kalb und sollte dringend auf Milchprodukte verzichten weil diese ERWIESENERMASSEN Entzündungen besonders fördern. Eier sollten sie auch nicht empfehlen – das liegt am Futter der Tiere. Auch ist es sicher Richtig das Hühner Insekten fressen sollen. Nur gibt es keine Insekten mehr dank DDT, Pestizid und Co. mal abgesehen das die meisten BIO- Eier nicht aus Freilandhaltung kommen.
    Glauben Sie das ich weiß wovon ich spreche. Ich bin in der Tierlebensmittelindustrie geboren, groß geworden und heute einer der grössten Gegner – gerade weil ich weiß wie es läuft!
    Auch litt ich selbst unter Hashi – heute nicht mehr allerdings verzichte ich absolut auf Milchprodukte und Eier und sollte ich „ausversehen“ doch dazu greifen zeigt mein Bioscan direkt die Erhöhung der EBV-Viren Belastung – damit die toxischen Ausscheidungen – die dann wieder Entzündungen hervorrufen.
    Ich bitte Sie von Herzen sich intensiver mit dem Thema zu beschäftigen und sich zu korrigieren und ansonsten weiterhin viel Erfolg für ihre tolle Seite.
    Katja

    • Jutta Bruhn

      Hallo Katja, danke für den Kommentar!

      Milchprodukte werden in der MBH strikt gemieden, dazu habe ich hier geschrieben.

      Eier wegzulassen ist nur bei Allergien angebracht. Essen sollte man Eier mit der Kennzeichnung 0 vor dem DE (oder von selbst gehaltenen Hühnern). Kinder brauchen Eier und Fisch, um Vitamin B12 aufzubauen. Es wäre fatal, ihnen dieses natürliche „Superfood“ vorzuenthalten. 😉

      Liebe Grüße
      Jutta

  4. Angelika

    Hallo Jutta,
    ich bin von L-Thyroxin 75 auf 50 und seit 5 Monaten auf 25.
    Seit dem steigt der Cholesterinwert immer höher .Jetzt 340!
    Gleichzeitig steigt auch der Blutdruck.Sporalisch bis auf 100/203
    Der TSH liegt bei 1,59.

  5. Julia F.

    Hallo Frau Bruhn,endlich ein Lichtblick ich hab seit 7Jahren eine Schilddrüsenunter-funktion meine Tabletten werden kontinuirlich gesteigert jetzt bin ich bei 100+Jod.Scholddrüse würde per Ultraschall kontrolliert. Aber ich hab hohe Cholesterinwerte HDL,LDL Nahrung kaum verändert eher gesünder gegessen. Ich bin langsam Rat los jeder hält mich für gaga wenn ich Frage wie das alles zusammen hängt.
    Herzlichen Dank für ihre Artikel sonnigen Sonntag

    • Jutta Bruhn

      Hallo Julia, danke für die guten Wünsche. Kochst du schon nach der MBH? Dann würde sich einiges ändern, da bin ich sicher. 🙂 Liebe Grüße Jutta

  6. Claudia

    Liebe Frau Bruhn,
    ich möchte Ihnen danken für diesen Artikel und fühle mich bestätigt, die Verordnung von Statinen abgelehnt zu haben. Ich esse regelmäßig Butter, keine Margarine! und Eier aus Biohaltung. Ich freue mich auf weitere Artikel von Ihnen und wünsche schon einmal ein schönes Osterfest!

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