Histamin-Intoleranz ist kein Schicksal

Histaminintoleranz ist kein SchicksalIn der Schulmedizin wird davon ausgegangen, dass Histaminintoleranz nur mit einer Auslaßdiät behandelt werden kann. Das ist nicht richtig.

Denn eine Histaminintoleranz ist eine entzündliche Reaktion. Das ist ein Akutzustand der sich bessert, wenn der Darm wieder gesünder wird.

Beim kranken Darm geht es darum, dass sich die „Löcher“ im Darm (Fachwort: Leaky-Gut-Syndrom) wieder schließen. Dies geschieht nach individuell langer oder kurzer Zeit. In diesem Beitrag steht genauer, wie das vor sich geht.

Woher kommt die Histaminintoleranz?

Es kommt erst dann zur Histaminintoleranz, wenn der Darm bereits längere Zeit geschädigt ist. Das kann Jahrzehnte dauern, kann auch schneller gehen.

Als Übeltäter steht der Weizen an erster Stelle, der in so vielen Nahrungsmitteln enthalten ist, dass man gar keine Tabelle dazu aufstellen kann. Achten Sie mal drauf, unterwegs bekommt man nichts ohne Weizen. Sogar in Pommes ist oft Weizen drin.

So wird der Darm im Laufe der Jahre geschädigt. In dieser langen Zeit kommt es nach und nach zu mannigfaltigen Auswirkungen und körperlichen Beschwerden. Die harmlosesten sind wohl Blähungen.

Erst später kommt es zu allergischen Reaktionen (Pseudoallergien), die von der Medizin getestet und auf verschiedene Ursachen zurückgeführt werden. Eine davon ist die  Histaminintoleranz.

Wohlbemerkt – das ist nur eine der Ursachen für die Probleme. Denn so eine Histaminintoleranz kommt nicht alleine daher. Es geht immer auch um

Histaminintoleranz überwinden

Weil es nicht allein um Histamin geht, sondern darum, dass der Darm krank ist, zielt der Ansatz aus der Makrobiotischen Heilküche (MBH) darauf, so schnell wie möglich den Darm in Ordnung zu bringen. Danach verschwindet die Histaminintoleranz, wie mir Teilnehmerinnen aus dem Selbstlernkurs immer wieder berichten:

„Mir geht es besser und besser, täglich mehr Energie, fast kein Problem mehr mit Histamin.“

Was kann man tun? Konsequent den Weizen weglassen? Hm, nee, so einfach ist es nun leider nicht. 🙁

Denn so wie man die Histaminintoleranz nicht allein sehen darf, so sollte man auch die Ernährung nicht auf Weglassen von Weizen reduzieren. Das reicht nämlich nicht.

Es reicht auch keinesfalls, sich eine von den vielen Listen auszusuchen, die es für Betroffene von Histaminintoleranz gibt.

Ich empfehle einen ganzheitlichen Ansatz mit dem Programm der Makrobiotischen Heilküche (MBH):

  • Die Grundlagen der MBH mit vielen Rezepten gibt es als Ebook.
  • Wer es gründlicher will oder eine Autoimmunerkrankung hat, sollte im Selbstlernkurs mitmachen.

Lediglich in der Anfangszeit der Ernährung nach der MBH kann es wichtig sein, gezielt Lebensmittel auszulassen, die zu überschüssigem Histamin führen. Nach einer gewissen Zeit werden alle empfohlenen Lebensmittel vertragen.

Was ist mit Miso?

Zur MBH gehört die Würzpaste Miso. Ein Leser schrieb: „Die Miso Suppe ist ein Produkt, was ich mit einer Histaminintoleranz scheue, wie der Teufel das Weihwasser. ;-)“

Wer oben gelesen hat, weiß jetzt, dass es dabei gar nicht so sehr um Histaminintoleranz geht, sondern wahrscheinlich eher um Löcher und Pilze (Candida) im Darm.

Wer mit Candida zu tun hat, bekommt nach Miso in der Regel heftige Blähungen oder Bauchschmerzen. In diesem Fall muss das Miso kurz aufgekocht werden, damit die Enzyme nicht mehr aktiv sind. Sobald sich der Darm erholt hat, wird das Miso vertragen.

Was ist mit Sojabohnen?

Zwar steht Soja nicht im Vordergrund bei Histaminintoleranz. Aber sehr wohl bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto oder M. Basedow. Und noch mehr:

Niemand sollte rohe Sojabohnen essen als Sojamilch, -käse, -wurst etc. egal ob krank oder gesund. Sojaprodukte sind für alle Menschen nichts Gutes. 🙁

Denn traditionell wurde Soja niemals so gegessen wie bei uns als Ersatz für Wurst oder Käse. Sojabohnen wurden immer fermentiert. Durch diesen jahrelangen Reifeprozess sind keine Stoffe mehr enthalten, die das Immunsystem reizen könnten. Deshalb ist Miso und Shoju auch bei Autoimmunerkrankungen bekömmlich.

Allerdings wird Miso und auch Shoju oft nicht vertragen. Ich wiederhole vorsichtshalber, weil es so oft falsch verstanden wird: Wer Miso oder Shoju nicht verträgt, hat ein Problem mit Candida, also Pilzen im Darm.

Fazit: Histaminintoleranz zu haben ist kein Schicksal. Man kann diesen Zustand überwinden und mit der richtigen Ernährung in den Griff bekommen. Also, legen Sie los! 🙂


Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

4 Kommentare

  1. Claudia

    Hallo Frau Bruhn,
    Welche Auswirkungen kann das Leaky Gut Syndrom auf die Haut haben?
    Vielen lieben Dank für Ihre Antwort.
    Liebe Grüße
    Claudia

    • Jutta Bruhn

      Hallo Claudia, diese Frage kann man nicht beantworten. Bitte schau noch mal in den Beitrag: Es geht um den kranken Darm. Die Haut ändert sich, wenn sich der Darm erholt.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

  2. Margarete

    Ich habe seid Vielen Jahren an enormer Müdigkeit und Hashimoto gelitten!! Musste aber für meine 5 Kinder trotzdem immer da sein. Das war richtig hart!!
    Dann bin ich auf diese Rezepte gestoßen und habe mich 2 Monate genau an die Regeln gehalten! Es ist einfach ein Wunder.., ich weiß nicht wohin mit so viel Energie und Lebensfreude! Ich bin mehr als nur begeistert von dieser Umstellung. Und ganz nebenbei ist bei den Kindern sogar das Neueodermitis verschwunden weil die ja alles mitgegessen hatten was ich zubereitet hatte! Jetzt ist die Ernährung MBH ein Standard bei uns!!
    Ich Danke dir Frau Bruhn

    • Jutta Bruhn

      Hallo Margarete,

      vielen Dank für diesen erstaunlichen Bericht. Das muss man sich mal vorstellen, Müdigkeit und Neurodermitis besiegt in nur 2 Monaten! 🙂 🙂 🙂 Ich bin beeindruckt und hoffe, dass viele Leute gleiche Erfolge haben.

      Für die Kinder freut es mich besonders, denn es muss sehr angenehm sein, dass die quälende Juckerei vorbei ist. Wenn sie bei der Ernährung bleiben, werden sie wahrscheinlich nie wieder darunter leiden müssen. Tipp: Wenn sie trotzdem mal außer Haus Süßigkeiten essen, ist das nicht so schlimm. Es kann sein, dass die alten Symptome sich sofort wieder melden. Sie sollten dann sofort eine gute Misosuppe essen. 😉

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

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