So kannst du die Hashimoto-Müdigkeit überwinden

So kannst du die Hashimoto-Muedigkeit ueberwindenAls „Hashimoto-Müdigkeit“ bezeichnet man einen Zustand, den man auch „Dauermüdigkeit“ nennen könnte.

Was da abläuft, hat mit Unterzuckerung zu tun, die bereits in die Insulinresistenz abgerutscht ist. Was heißt das?

Erst Unterzuckerung, dann Insulinresistenz

Wenn alles glatt läuft mit der Ernährung, dann wird nach einer Mahlzeit der Zucker im Blut mit Hilfe von Insulin in die Zellen transportiert und wir sind fit und energiegeladen.

Wenn nicht alles glatt läuft, dann kommt es zu hohen Blutzuckerspitzen und es wird zuviel Insulin ausgeschüttet. Dieser Überschuss kreist im Blut und verpufft ergebnislos. Das ist schlecht auf Dauer. Denn chronische Blutzuckerspitzen führen in die Unterzuckerung. Eines der enorm vielen Symptome der Unterzuckerung ist die Müdigkeit.

Zunächst mag sich das harmlos anfühlen, wenn man nach dem Essen schläfrig wird und sich eine Runde auf dem Sofa gönnt – im besten Fall. Meist ist es anders und man greift zum Aufputschmittel Kaffee.

Wenn das ständig, täglich, jahrein, jahraus passiert, kann man sich gut vorstellen, dass irgendwann Schluss ist. Denn auf Dauer ist es für die Zellen des Körpers erschöpfend, wenn sie ständig und ständig mit Insulin bombardiert werden. Das Hormon verliert seine Wirksamkeit, weil es nicht mehr in die Zellen eingeschleust werden kann.

Das Insulin kann nicht mehr verwertet werden, weil die Zellen erschöpft sind. Das ist die Insulinresistenz.

Wie erkennt man eine Insulinresistenz?

Man spürt eine Insulinresistenz an Beschwerden direkt nach dem Essen:

  • Schläfrigkeit
  • Drang nach Süßem
  • Verlangen nach Koffein (meine Oma hat das „Kaffeedurst“ genannt 😉 )
  • Hungergefühl

Äußerlich zeigt sich eine Insulinresistenz meist am Bauchumfang. Das sind die berühmten aber nicht so schönen Rettungsringe. Auch kann es zu Schlafstörungen kommen.

Speziell bei Frauen zeigen sich

  • Bartwuchs
  • kahle Stellen auf dem Kopf

Speziell bei Männern zeigen sich

  • Brüste
  • breite Hüften

Diese Symptome sollen nach Schätzungen 25-30 Prozent der Bevölkerung in Industrieländern wie Deutschland und USA betreffen.

Speziell bei der Hashimoto-Müdigkeit liegt in der Regel eine Insulinresistenz zugrunde. Diese kann von den unterschiedlichsten weiteren Symptomen begleitet sein. Häufig geht es darum, nicht abnehmen zu können.

Abnehmen klappt nicht (mehr)?

Früher ging das viel leichter, mal so ein paar Kilochen wieder abzuspecken. Aber plötzlich geht es nicht mehr. Oder es klappt anfangs, aber dann stagniert das Gewicht. Kennst du das?

Dann weißt du jetzt, dass es dabei vielleicht um eine Insulinresistenz geht. Das bedeutet, das Gewicht geht so lange nicht runter, bis das Insulin wieder wirksam ist.

Die erfreuliche Nachricht dazu: Dieser Zustand ist umkehrbar. Ist das nicht toll? Klar, dass jetzt die Frage kommt: Und wie macht man das?

Mit Ernährung raus aus der Hashimoto-Müdigkeit

Rettung naht mit der Ernährung – aber welche Ernährung ist richtig? Gerade zu Hashimoto sind viele Tipps und Ratschläge unterwegs. Allerdings unterscheiden die sich nicht sonderlich von vielen bereits bekannten Empfehlungen.

Auf keinen Fall reicht es aus, Gluten zu meiden. Das ist ein guter Anfang und hilft anfangs beim Leaky-Gut-Syndrom, aber nicht bei Insulinresistenz, die der Hashimoto-Müdigkeit zugrunde liegt.

Außerdem geht es wie immer darum, dass man Menschen ganzheitlich betrachten sollte. Das heißt: Die Insulinresistenz hat Auswirkungen auf ganz viele Körpersysteme:

  • die Nebennieren sind erschöpft
  • die Verdauung ist geschwächt
  • die Immunbarrieren des Darms, der Lunge, des Gehirns sind geschwächt
  • der Fettsäurestoffwechsel ist gestört
  • der Stoffwechsel ist verlangsamt

Eine lange Liste.

Willst du raus aus der Insulinresistenz? Das denke ich schon und es sollte auch klappen. 🙂

Allerdings musst du dafür etwas tun: Die Ernährung ändern.

Das wäre schon mal ein guter Anfang. 🙂

Raus aus der Zuckersucht – aber wie?

Du bist ein charakterstarker Mensch. Du hast Disziplin. Aber wenn es darum geht, den Blutzucker stabil zu halten, dann kannst du auch mal durchdrehen.

Das Verlangen nach Süßem oder bestimmten Nahrungsmitteln lässt dich plötzlich an eine Suchtkrankheit denken. „Ja, bin ich denn süchtig nach Zucker?“ fragst du dich.

Das Verhalten eines unterzuckerten Menschen ähnelt tatsächlich einem Suchtverhalten, aber keine Angst, da kommt man wieder raus. Allerdings ist das alleine meist schwierig.

Deshalb biete ich einen Online-Selbstlernkurs an, in dem es darum geht, aus der Insulinresistenz rauszukommen und ein gutes Leben zu haben. Der Kurs ist sinnvoll, um nicht in Anfangserfolgen stecken zu bleiben, sondern genau zu lernen, was man essen sollte und was nicht. Ich freue mich, wenn du da mitmachst!

Als Soforthilfe habe ich zwei Tipps:

Tipp 1: Fett und Eiweiß gegen Hashimoto-Müdigkeit

So viel ist klar: Die Ernährung muss stimmen. Dazu gehört Fett und Eiweiß wie Fisch oder Fleisch in jeder Mahlzeit. Das ist gar nicht so einfach, denn es sollte natürlich auch nicht zuviel davon sein. Man muss die Balance finden.

Allein wenn es ein Frühstücksei gibt und reichlich Kokosfett schon zum Frühstück, hast du einen guten Start in den Tag. Kursteilnehmerinnen berichten immer wieder, dass sie viel munterer sind mit dem richtigen Frühstück:

„Nach vier Wochen kann ich bereits feststellen, dass meine Tagesmüdigkeit so gut wie weg ist.“

Dazu passt dieser Beitrag: Wie du von den Süßigkeiten wegkommst

Tipp 2: Reisfasten gegen Hashimoto-Müdigkeit

Erste Hilfe kann ein Fastentag in der Woche bringen. Günstig ist das Reisfasten. Dabei wird an einem Tag nur Reisbrei gegessen.

Das ist ganz einfach umzusetzen. Probleme bestehen eher in den Reaktionen, die viele Leute erfahren: Der Blutzucker geht schnell runter und das führt zu den unterschiedlichsten Symptomen. In unserem kleinen Onlinekurs mit Facebook-Gruppe gibt es viele Erfahrungsberichte und Antworten dazu.

Wie auch immer dein Weg raus aus der Hashimoto-Müdigkeit aussehen mag, du kannst es schaffen! Wann fängst du an? 🙂

18 Kommentare

  1. Corinna

    Hallo Jutta,
    bei mir wurde vor ein paar Tagen Hashimoto diagnostiziert und ich habe L-Thyroxin Henning 25 verschrieben bekommen. Meine Ärztin hat von Ernährungsumstellung gar nichts erwähnt.
    Bei meiner Online Recherche bin ich darauf gestossen, wie dichtig die Ernährung dabei ist.

    Ich möchte unbedingt vermeiden, dass die Dosierung erhöht wird bzw. wünsche mir eine weitestgehende Ausheilung der Krankheit.

    Ich verzichte weitestgehend auf Salz und esse keine Milchprodukte u. glutenhaltige Lebensmittel. Ich esse Nüsse wie Hasel, Mandeln u. Paranüsse,
    Eier, Lachs, Vollkornreis, Gemüse (auch Auberginen, Tomaten u. Kartoffeln).

    Da ich so viele unterschiedliche Beiträge lese, bin ich etwas verunsichert, welche Lebensmittel nun die richtigen sind.

    Kannst du mir da weiterhelfen?

    Liebe Grüsse

    • Jutta Bruhn

      Hallo Corinna, nein, ich kann dir leider nicht helfen, das kannst du nur selbst tun. 🙂

      Dir wird vieles Lesen nicht helfen, sondern eher verwirren. Deshalb solltest du mit der MBH gleich mal anfangen und selbst erleben, wie schnell man die Geringdosierung von LT 25 weglassen kann. Oft erfolgt diese Verordnung aus Nicht-Kenntnis der Ärzte, denn Hashimoto kann man nicht mit LT behandeln. Hier steht mehr dazu.

      Du solltest sofort wieder salzen!! Die gröbsten Irrtümer der Ernährungswissenschaft sind Empfehlungen, salzarm zu essen und viel zu trinken.

      Liebe Grüße
      Jutta

  2. Astrid

    Hallo Jutta,
    ich habe eine Darmschleimhautentzündung, die Bauchspeicheldrüse arbeitet auch nicht richtig, deshalb nehme ich Enzyme. Trotz der Behandlung mit natürlichen Mitteln wie Darmbakterien, Glutamin usw bin ich immer schwächer, sodass ich fast nicht mehr raus gehen kann. Bin auch depressiv. Was rätst du mir? LG Astrid

  3. Nici

    Liebe Frau Bruhn, ich finde Ihren Ansatz toll und habe schon in Erwägung gezogen mal eines Ihrer Programme auszuprobieren! Aber……Ich lebe auf Kreta und erstens bekomme ich manches hier kaum (wenn, dann per Internet) und zweitens weiß ich nicht ob ich um 2× kochen herumkomme, wenn ich die Zutaten verwende, wie Miso und Kuzu etc. Kann mam die MBH denn auch auf „Mediterrane“ Art machen? Ohne „komische“ Zutaten? Habe das Glück daß 90% unserer Lebensmittel aus eigenem Anbau sind, incl Olivenö und Eier, Schafe und Hühner, aber auch Schweine.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Nici, die Ernährung nach der MBH wird seit vielen Hunderten von Jahren angewandt, in jedem Land der Welt. 🙂

      Natürlich muss man nicht alles 100% nachmachen wie ich es vorschlage.

      LG Jutta

  4. Natalie

    Hallo Jutta,

    ich möchte gerne Deine Ernährungsbücher bestellen, aber ich möchte keine E-Bücher, sonder richtige Bücher, in denen ich blättern kann. Gibt es da nicht eine Alternative zu den E-Books?
    Danke für die Antwort.

    • Karin

      Hallo Natalie,
      du kannst das eBook doch ausdrucken. Wenn gewünscht, Format auf A5 umstellen, das ist dann handlicher. Allerdings ist das beim Zusammenlegen ein bissel Gefummel. Probiers doch mal aus. Ich mache das mit meinen eBooks seit vielen Jahren so.
      Viele Grüße
      Karin

      • Jutta Bruhn

        Stimmt, danke für den Tipp. Den Ausdruck empfehle ich auch stets. Allerdings sind in A5 die Bilder doch recht klein. Es gibt zu so gut wie jedem Rezept ein Foto.

        Am besten ausdrucken ganz normal als A4 und in einen Ornder heften. Geht schnell und man kann später noch eigene Notizen dazu heften. 🙂

  5. Tina

    Hallo,
    ich habe Fragen zum Reisfasten.
    Ich bin ständig müde und habe eine Schilddrüsenunterfunktion.
    Ist da das Reisfasten auch geeignet?
    Mit was sollte man den Rundkornreis kochen (Wasser, Hafermilch, Bio-Milch)?
    Wieviel sollte man pro Mahlzeit in etwa davon essen?

    Viele Grüße
    Tina

    • Jutta Bruhn

      Hallo Tina, dass Reisfasten bei Müdigkeit und Unterfunktion geeignet ist, steht ja bereits im Beitrag. Ob es persönlich richtig ist, kann man nicht vorher sagen.

      Die genaue Zubereitung des Reisbreis wird genau beschrieben im Kurs. Man muss es halt ausprobieren! LG Jutta

  6. Elli

    Hallo
    Ich war schon bei 1000 Ärzten und keiner konnte mir helfen. Viele der oben stehenden symptome treffen auf mich zu und noch einige mehr. Ich habe selbst immer das Gefühl der unterzuckerung und es ist mir nicht möglich auch nur 1 Gramm abzunehmen was mich sehr belastet. Ich nehme L thyroxin 75 soll aber nur zur Unterstützung der schilddrüse sein da sie mit 13 ml zu klein sei und ein knoten da ist.
    In der 1. Schwangerschaft hatte ich Diabetes. Bei der 2. Bin ich Zig mal zum Arzt und gesagt ich habe Diabetes test waren alle gut. Am Ende kam mein Baby auf die frühchenstation…. klassischer Fall falsch eingestellter zucker. Wie kann es sein das man es nicht erkennt und kann es sein das meine Probleme von der insulinresistenz kommen?

  7. Heike

    Ich möchte mich mal bedanken, für die tollen Rezepte, weiß seit 4 Wochen das ich Hashimoto habe, ich hatte 10 kg zugenommen und mir ging es wirklich schlecht.
    Ich habe vor knapp 3 Wochen mit Ihrer Ernährung angefangen und bin wirklich
    begeistert. Ich bin nie eine große Köchin gewesen, aber Ihre Rezepte sind so
    einfach umzusetzen und es schmeckt auch gut. Ich fühle mich schon besser, nicht
    mehr wie aufgebläht und ich habe tatsächlich 4.5 kg abgenommen. Ich werde auf
    jeden Fall weiter machen. Nächste Woche werden meine Werte nochmal überprüft
    und ich habe das Gefühl da hat sich was getan, zusätzlich das mein geschändeter
    Darm sich über das gute Essen freut. Vielen Dank für Ihren ganzen Input und herzliche Grüße
    Heike

  8. Susan

    Hallo Jutta,
    ich habe Hashimoto mit sehr hohen Antikörpern, jetzt wurde auch eine Insulinresistenz diagnostiziert. Ich ernähre mich nun schon lange glutenfrei, esse keine Milchprodukte, kein Soya, keine Eier. Leider gehen auch Hülsenfrüchte schlecht. Ich bin 174 cm bei 55 kg.
    Es ist schon schwer genug mein Gewicht zu halten.
    Können Sie mir raten, wie ich das in den Griff bekommen kann.
    Herzlichen Dank, Susan

    • Jutta Bruhn

      Hallo Susan, ja gerne kann ich das verraten: Mit Geduld, der richtigen Ernährung und einem speziellen Programm bei Entzündungen.

      Gluten- und milchfrei ist keine Lösung, sondern nur ein Anfang. Keine guten Bio-Eier zu essen ist kein guter Rat gewesen. 🙁 Iss Eier!

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

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