Hashimoto ist eine Störung des Immunsystems

Hashimoto-ImmunsystemHaben Sie die Diagnose „Hashimoto-Thyreoiditis“? Dann liegt eine Störung des Immunsystems vor.

Vermutlich bekommen Sie regelmäßig Medikamente für die Schilddrüse und alles sollte eigentlich in Butter sein. Von wegen! Betroffene erleben das anders.Denn sie merken tagtäglich, dass die Schilddrüsen-Medikamente allein gegen ihre Symptome nicht helfen.

Man muss wissen: Es ist das Immunsystem, das verrückt spielt und bei seinen Attacken die Schilddrüse angreift.

Deshalb können die Tabletten für die Schilddrüse nicht helfen.

Dr. Kharrazian: „Hashimoto ist keine Erkrankung der Schilddrüse, sondern eine Störung des Immunsystems …“

Es ist sinnvoller, das Immunsystem zur Ruhe kommen zu lassen. Das geht mit der Ernährung.

Warum sieht die Schulmedizin das nicht?

Tja, warum sieht die Schulmedizin nicht, dass Hashimoto eine Erkrankung des Immunsystems ist? Dr. Kharrazian spricht von einem „weißen Fleck auf der medizinischen Landkarte“, so dass Ärzte das nicht erkennen können. (Quelle: Dr. Kharrazian ‚Hashimoto anders behandeln‘)

Es kann schon leicht überfordernd sein, wenn ein Mensch (meist ist es eine Frau) mit den unterschiedlichsten Beschwerden ins Sprechzimmer kommt.

Weil nicht erkannt wird, dass das Immunsystem der Auslöser ist, wird jedes Symptom einzeln behandelt.  Für jedes gibt es ein Medikament. Gegen

  • Verstopfung
  • Depressionen, Ängste
  • Entzündung der Harnblase
  • trockene Haut

und viele mehr.

Nur das Immunsystem wird nicht behandelt, denn da gibt es nichts. Keine Tabletten, keine Operationen.

Hashimoto ist eine Störung des Immunsystems

Das ist die Krux: Wenn das Immunsystem gestört ist, attackiert es „wahllos“ die verschiedensten Körpersysteme:

  • die Bauchspeicheldrüse
  • die Gelenke
  • das Gehirn

und bei der Hashimoto ist es die Schilddrüse.

Diese Krankheiten nennt man Autoimmun-Erkrankungen und zwar deshalb, weil das Immunsystem eigene Körpersysteme angreift.

Das Immunsystem irrt sich

Eigentlich ist das Immunsystem dazu da, krankmachende Eindringlinge anzugreifen und abzuwehren wie

  • Bakterien, Viren
  • Parasiten, Schimmelpilze
  • unverdaute winzige Teile von Nahrungsmitteln

und was sonst noch in den Körper eindringen mag und dort nicht hingehört.

Ist das Immunsystem gesund und stark, wird es mit den Eindringlichen locker fertig.

Was schwächt das Immunsystem?

Geschwächt wird das Immunsystem durch vieles, zum Beispiel durch Antibiotika, die gegen jedes Wehwehchen gegeben und genommen werden.

Denn dummerweise werden mit Antibiotika nicht nur Eindringlinge bekämpft. Gleichzeitig werden auch die normalen gesunden Darmbakterien weggeputzt. Geschieht das häufig genug, kann es sogar zu Schäden in der Darmwand kommen. Dann entstehen im wahrsten Sinne des Wortes „Löcher im Darm„.

Damit ist die Grundlage dafür geschaffen, dass unverdaute Nahrungsmittel in das umliegende Gewebe dringen, wo sie nicht hingehören. Sie lösen die heftigsten Attacken aus, die als „Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten“ bekannt sind.

Ursache kranker Darm – was macht ihn kaputt?

Was genau den Darm (richtig: die Darmwand) zerstört, kann man nicht so genau sagen. Es könnten Antibiotika sein, aber viel mehr und viel öfter dürfte es die falsche Ernährung über Jahre hinweg sein. Und da stehen mehrere Lebensmittel ganz oben auf der Liste:

  1. Weizen
  2. Zucker

und anderes. Dazu kommen:

und andere krankmachende Faktoren.

Zuerst merkt man nichts. Aber bei den vielen jahrelangen Attacken erschöpft das Immunsystem irgendwann. Dann kann es zu Fehlreaktionen kommen und das bedeutet, dass eben auch mal die Schilddrüse angegriffen wird, die eigentlich völlig unschuldig ist.

War das eine Hilfe dabei zu verstehen, dass das Immunsystem krank ist und nicht die Schilddrüse? Hier können Sie fragen, wenn das noch nicht klar ist.

So können Sie endlich auch wissen, weshalb es wenig Sinn macht, bei Hashimoto Medikamente für die Schilddrüse zu nehmen. Aber auf keinen Fall dürfen Sie jetzt womöglich einfach die Medikamente weglassen! Das entscheidet Ihre Ärztin/Arzt und das dürfen Sie nicht selber machen.

Richtige Ernährung bringt Ruhe ins Immunsystem

Medikamente für das Immunsystem gibt es nicht, aber man kann jede Menge mit der Ernährung tun. Dann kann das Immunsystem

  • zur Ruhe kommen und
  • braucht keine Attacken mehr zu fahren.

Klar, dass dann auch die Schilddrüse nicht weiter angegriffen wird.

Die Ernährung hilft dabei, den Darm zu beruhigen und ihm eine Chance zu geben, die „Löcher“ auszuheilen.

Deshalb müssen

  1. die stärksten Stressoren wegbleiben
  2. der Blutzucker stabil gehalten werden

Kommt jetzt die Frage: „Okay, und wie macht man das?“ 🙂 Dazu habe ich ein Angebot hier: So bekommt man Hashimoto in den Griff. 

Haben Sie eine Frage zum Thema? Ich antworte gerne hier unten im Kommentarbereich:


Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite gebe ich Tipps und Infos zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen.

24 Kommentare

  1. Wiebke

    Liebe Frau Bruhn,

    Mir ist absolut klar, dass meine Schilddrüsenunterfunktion mit meinem geschwächten Immunsystem zu tun hat. Meine Schilddrüse produziert zu wenig Hormone, da ich einem Jodmangel habe, so das Ergebnis einer kürzlichen Untersuchung. Ich kann aber Jod nicht vertragen. Ich bekomme sogar von jodiertem Salz Haarausfall.
    Was kann ich in diesem Fall tun?

    Mit freundlichen Grüßen Wiebke Bandelow

  2. Edith

    Liebe Frau Bruhn,“
    ich habe nach sehr sehr langer „Irrfahrt“ die Diagnose -„Hashimoto erhalten“, was endlich meine jahrelangen seltsamen „Befindlichkeiten“ erklären könnte. Ständige „Recherchen“ meinerseits haben mich nun auf Ihre Homepage geführt. Das betrachte ich als „Geschenk“. Durch eine auf Immunologie spezialisierte Ärztin wurden bei mir inzwischen Nahrungsmittelunverträglichkeiten aufgedeckt und eine Amalgamausleitung vorgenommen. Jetzt bleibe ich mit der „richtigen“ Ernährung an meiner „Hashimoto-Geschichte“ dran. Was mir jedoch vorrangig immer wieder die Lebensqualität nimmt, sind Krämpfe im Oberschenkel bzw. in der rechten äußeren Gesäßhälfte. Mit Magnesium (Heiße 7) versuche ich, das in Griff zu bekommen. Bin ich auf dem richtigen Weg?

    • Jutta Bruhn

      Hallo Edith, Krämpfe habe unterschiedliche Ursachen. Oft ist es Calcium-Mangel, der durch Medikamenteneinnahme entstehen kann. Schüssler Salze sind dabei nur eine Notmaßnahme, aber keine schlechte. 🙂

      Das Thema ist viel umfassender. Mit Einzelmaßnahmen kommt man dabei nicht weiter, auch nicht mit Entgiftungsmaßnahmen. Das ist alles okay, aber nur zusätzliche Hilfen. Man kann (und muss) noch viel mehr tun.

      Die Basis bildet die Ernährung. Dann kann sich auch eine bessere Lebensqualität entwickeln, auf der man aufbauen kann. Weitere Maßnahmen greifen oft erst richtig, wenn die Ernährung stimmt.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

      • Edith

        Sehr geehrte Frau Bruhn,

        vielen Dank für Ihre Rückantwort. Für die Schilddrüse wurde mir Glandulae thyreoideae verschrieben. Davon nehme ich 10 Tropfen täglich. Weitere Medikamente habe ich nicht. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, soll ich mich weiter an eine richtige Ernährung (bzw. Ernährungsumstellung) halten, um diese sehr unangenehme Begleiterscheinung in Griff zu bekommen?

  3. Katrin

    Hallo Jutta,

    seit drei Jahren habe ich die Diagnose Hashimoto. 2009 bekam ich einen Tinnitus, der mich bis heute begleitet. Kann der Tinnitus ebenfalls ein Symptom des Hashimotos sein?

    Seit fast einem Jahr lese ich interessiert Ihren Newsletter. Nun will ich auch endlich meine Ernährung umstellen und bestelle jetzt ihr E-book.
    Lange hat es gedauert. 😉

    Liebe Grüße von Katrin.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Katrin, ja das ist oft so, dass man lange braucht für die richtige Entscheidung. 😉 Dabei kommt es darauf an, welches Ebook Sie bestellt haben. Wenn es „nur“ die Rezepte sind, wird das nicht reichen.

      Zur Frage nach Tinnitus: Der hat mit der belasteten Leber zu tun.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  4. Miriam

    Hallo Frau Bruhn,
    ich finde Ihre Tipps sehr wertvoll und möchte in Zukunft gerne einiges davon umsetzen und meine Ernährung umstellen. Ich leide schon seit langem an einer Hashimoto und bin trotz guten Werten nicht glücklich mit meinem Wohlbefinden.
    Ich habe u.a. immer wieder mit einem roten „überhitzten“ Gesicht Probleme, obwohl ich nicht schwitze oder mich besonders warm fühle und reagiere extrem auf Umwelteinflüsse z.B. Rötungen nach warmen Speisen, kaltem Wetter, warmer Umgebung, geringer Menge an Alkohol usw.

    Kann man das ebenfalls mit der Ernährung positiv beeinflussen?
    Besten Dank!
    Viele Grüße
    Miriam

  5. Hans

    Liebe Frau Bruhn, ich schätze ganz besonders Ihre Newsletter. Heute möchte ich allerdings eine wichtig Ergänzung machen. Das Immunsystem reagiert nicht nur auf die stoffliche Nahrung, auch auf die geistige oder emotionale. Wer jeden Abend Tatort und Terror-Nachrichten schaut schadet dadurch intensiv seinem Immunsystem, denn letzteres ist unmittelbar mit der Lebensfreude gekoppelt. Hier kann jeder durch eine gewisse Disziplin in der Auswahl seines Fokus viel bewirken und wenn er es noch schafft, täglich 1x frei nach seiner Lieblingsmusik (alleine) zu tanzen, dann freut sich sein Immunsystem gewaltig.

  6. Gordon

    Hallo Jutta,
    vor 3 Jahren habe ich die Diagnose Hashimoto erhalten. Ich nehme täglich mein L-Tyroxin und mir geht es relativ gut. Seit ca. 6 Monaten habe ich verstärktes Sodbrennen und vor 1 Monat hatte ich eine Magenschleimhautentzündung. Meistens bekomme ich die Symptome morgens nach der L-Tyroxin-Einnahme. Vor ein paar Tagen habe ich Ihr E-Book „Starthilfe“ durchgelesen und war begeistert. Prompt liess ich den Kaffee weg, verzichtete auf Weizen-Produkte und habe morgens warmen Reis mit Rührei gefrühstückt. Mir ging es ein paar Tage sehr gut. Leider habe ich heute morgen wieder Sodbrennen und das ziemlich stark :-(. Kann das von der L-Tyroxin-Einnahme kommen? Vielleicht sogar die Folge einer Überdosierung?

    Würde mich über eine Antwort freuen.

    Viele Grüße

    Gordon

    • Jutta Bruhn

      Hallo Gordon, bitte sei nicht ungeduldig. Der Umstieg auf gesunde Ernährung ist ein Weg und dauert seine Zeit. Erfolge sind in der Regel Anfangserfolge und müssen sich erst einspielen.

      Ich habe Jahre gebraucht, um meine Ernährung zu finden. Wenn du nur Monate brauchst, bist du gut dran. 🙂

      Außerdem ist das nur die Starthilfe für die ersten 4 Wochen. Es geht noch weiter. Man muss dran bleiben.

      Noch etwas: Wer synthetische Hormone einnimmt, hat es immer etwas schwerer. Es ist schwierig, gegen die Tabletten zu arbeiten. Ein natürlicher Ausgleich kann eigentlich gar nicht erfolgen. Die Dosierung muss ständig und kurzfristig angepaßt werden.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  7. Katrin Grießer

    Hallo Jutta, ich werde seit 10 Jahren medikamentös hinsichtlich Hashimoto behandelt. Seit einiger Zeit mit Novothyral. Es geht mir immer mal wieder etwas besser, aber grundsätzlich einfach zu schlecht. Ich habe Verstopfung, Kopfschmerzen, Nachtschweiß, einschlafende Finger, Schlafstörungen, Sehstörungen, Muskelschmerzen, und so weiter, ich könnte noch mehr auflisten. Man kommt sich schon fast vor wie kaputt. Nun stöber ich seit ein paar Tagen auf Ihrer Seite, sehe einige Parallelen und auch Hoffnung. Ich weiß nun gar nicht so recht wie ich anfangen soll. Vielleicht können Sie mir da einen Tip geben?

  8. Birkner Marianne

    Hallo, ich habe Hashimoto und merke das meine Augen öfters Schmerzen. Habe im Moment eine Lidrandentzündung. Kann sowas auch von der Schilddrüse kommen?
    Ich werde auch so langsam versuchen meine Ernährung umzustellen.

    MfG

    Marianne

    • Jutta Bruhn

      Hallo Marianne, ich würde nicht „so langsam versuchen“, sondern schleunigst und gleich heute anfangen, die Ernährung umzustellen. 🙂 Entzündungen – egal wo im Körper – sollte man in den Griff bekommen. Das geht mit der Ernährung.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  9. Birgit Bertz

    Kann man trotz Hachimoto abnehmen?
    Der Stoffwechsel ist ja nun einfach langsamer als ohne diese Stoffwechselerkrankung.

    Freue mich über Ihre Nachricht.

    Mit besten Grüßen, Birgit Bertz

    • Frau Jutta Bruhn

      Hallo Birgit, ja natürlich kann man trotz Hashimoto abnehmen! Das ist keine Stoffwechselkrankheit, sondern eine Störung des Immunsystems.

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