Getreidebrei zum Frühstück

Getreidebrei zum FrühstückBeim Getreidebrei zum Frühstück denken manche Leute an „Milchreis“ oder gar „Haferschleim“. Mütter denken an Babybrei.

Hier geht es aber um ganz normalen Brei für alle großen und kleinen Leute.

Mit einem Getreidebrei zum Frühstück liegt man in der guten alten Tradition. Denn bis zu der Zeit, als die Menschen vom Land in die Stadt umsiedelten und sich die Ernährungsgewohnheiten änderten, war es üblich, den Tag mit einer Schüssel warmem Getreidebrei zu beginnen.

c Was es sonst noch zum Frühstück gibt, dazu habe ich in diesem Beitrag mehr geschrieben.

Warum ist es so gesund, morgens einen warmen Brei zu essen?

In der fernöstlichen Medizin wird gelehrt, dass die Milz das Organ der Verdauung ist. Die Milz braucht Wärme, um gesund zu sein. Dabei geht es um das Verdauungsfeuer, das erhalten bleiben soll.

Das Feuer der Verdauung braucht Wärme.

Wenn wir morgens kalt essen, dann wird dieses Verdauungsfeuer geschwächt oder beschädigt. Alles was wir kalt in den Magen bringen, muss vom Körper auf 37 Grad hochgeheizt werden. Das heißt, bei einem kalten Frühstück opfern wir unsere Körperwärme, die mit viel Aufwand erzeugt wurde.

Besonders Kinder brauchen diese Wärme am Morgen. Ein warmer Frühstücksbrei sorgt dafür, dass der Blutzucker stabiler ist. Ruhige Kinder mit guten Noten in der Schule sind die Belohnung. 🙂

Brei aus ganzem Getreide

Für den Frühstücksbrei nimmt man am besten Getreide als ganzes Korn. Bitte komme nicht auf die Idee, Müsli zu essen. Warum das fatal für die Schilddrüsengesundheit sein und zu Müdigkeit führen kann, steht in diesem Beitrag.

Geeignete Getreide für den Brei sind:

  • Naturreis
  • Hirse
  • Hafer
  • Dinkel
  • Amaranth
  • Quinoa

und andere nach Geschmack. Man verwendet all diese Sorten wie Getreide.

Gar nicht gut ist Weizen, weil er unnatürlich hohe Mengen von Gluten enthält. Weizen ist stets eine Herausforderung für das menschliche Verdauungssystem. Nicht nur bei Schilddüsenproblemen und Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto oder Basedow sollte man Weizen strikt meiden, sondern auch wenn man gesund ist und bleiben will. 🙂

Getreideflocken sollte es nur selten geben

Morgens soll es meist schnell gehen. Deswegen wird am liebsten mit Getreideflocken gekocht, weil die nur eine kurze Kochzeit haben. Aber: Geschrotetes, gemahlenes oder als Flocken zerquetschtes Getreide oxidiert schnell, wenn es mit Sauerstoff in Verbindung kommt. Dadurch verliert es viel von seiner stärkenden Kraft.

Haferflocken sind lecker und ich verwende sie gerne im Brei. Allerdings tue ich das nur selten, denn bei sehr häufigem Konsum von Hafer- und anderen Getreideflocken kann es zu gesundheitlichen Problemen kommen.

Ein Grund dafür ist, dass man Flocken nicht oder nicht lange genug einweichen kann, um die Phytinsäure daraus zu entfernen:

Getreide enthält Phytinsäure (Phytin). Diese kann Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Eisen oder Zink in Magen und Darm binden, so dass sie nicht mehr als Nährstoffe verwertet werden können.

Die Sache mit dem Phytin habe ich in diesem Beitrag näher beleuchtet: Getreide einweichen – macht das Sinn?

Wie soll der Brei schmecken?

Der Brei soll rund im Geschmack sein, Biss haben und warm sein.

  • für den guten Geschmack kommt obendrauf eine Flocke Butter
  • für den kräftigen Biß gibt man gehackte Nüsse, Kerne oder Mandeln drauf

So ein weicher Brei ist jeden Morgen ein besonderes Erlebnis zum Frühstück.

Am wichtigsten ist dabei, dass der Brei warm ist. Morgens brauchen die Organe Wärme, insbesondere die Milz ist dankbar dafür.

Als zweites sollte der Brei schön sahnig und cremig sein. Diese Konsistenz bekommt man, wenn der Brei am Ende der Kochzeit fleißig gerührt wird . Das geht am besten mit einer Kelle mit Loch.

Schnell zubereitet: Brei aus Getreiderest

Brei kocht man am besten aus bereits gekochtem Getreide:

  • gekochter Reis wird in einen Topf gegeben, mit Wasser bedeckt und aufgekocht
  • Prise Salz dazugeben
  • bei allerkleinster Hitze ca. 30 Minuten ziehen lassen

Um Reste vom Brei wieder aufzuwärmen gibt es mehrere Möglichkeiten:

  • im Dämpfeinsatz dämpfen
  • wenig Wasser im Topf aufkochen, den Brei dazugeben, sofort die Hitze ausstellen und den Brei 5 Minuten in diesem Wasserbad warm werden lassen
  • 3 Tassen Getreide mit 3 Tassen Wasser mischen, 30 Minuten auf kleinster Hitze köcheln lassen, ausstellen.

Ich wünsche einen guten Start in den Tag!

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

20 Kommentare

  1. Christine

    Hallo Frau Bruhn,
    ICH habe leaky gut michochondrien nebennierenerschöpfung
    Chrom Müdigkeit MCS
    Von Gluten bis salicylate Unverträglichkeiten

    Welchen Kurs würden sie mir empfehlen
    Hat überhaupt einer einen Sinn.
    Unterstützen Sie mich dann dabei?
    Wie bestelle ich die e Books
    Muss man e Books am Laptop Anhören?

  2. Sieglinde

    Liebe Frau Bruhn, durch das geduldige Kauen, was ich sehr gerne mache und meditative Wirkung zeigt, wird der Brei leider zu schnell kalt. Hat er dann noch seine Wirkung?
    Herzliche Grüße aus Bayern

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sieglinde, aber ja, auf jeden Fall. Für die Wärme sorgt die Misosuppe, die man zuvor gegessen hat. Allein Getreidebrei ist keine vollständige Mahlzeit.

      Herzliche Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  3. Lily

    Liebe Frau Bruhn,
    vielen Dank für Ihre Rezepte!
    Wie ist es mit etwas Kakaopulver (ungesüsst natürlich) auf dem Getreidebrei?
    Herzliche Grüße!

  4. Martin

    Hallo Frau Bruhn,

    Sie schreiben: „Ein Grund dafür ist, dass man Flocken nicht oder nicht lange genug einweichen kann, um die Phytinsäure daraus zu entfernen“. Warum kann man Flocken nicht lange einweichen? Beim Bircher-Müsli weichen die Flocken bei uns über Nacht. Wir schütten aber bisher das Einweichwasser nicht weg. Geht es darum? Das oxidieren sollte ja kein Problem sein, wenn die Flocken aus dem Flocker in das Einweichwasser fallen.

    Gruß,
    Martin

  5. emmi stille

    Was kann ich tun möchte mein Gewicht verlieren. Wasser läuft mir über das Gesicht. Ein Gang in die Stadt.

  6. Lorelei

    Miso-Suppe hat er probiert, schmeckt ihm leider noch nicht, aber das wird bestimmt. Ei gibt es auch öfters, z.B. Rührei mit Kokosfett und Champignons und Kräutern und einem Butterbrot aus Natursauerteig.
    Wir haben bisher viel nach TCM gekocht, daher kennt er den Getreidebrei.
    Ist Mandelmus als Brotaufstrich oder Fett zu empfehlen?

  7. lisa

    Hallo,

    ich esse auch oft Quinoa,Bulgur und Gerstengrütze zum Frühstück ist das auch ok? Dazu mache ich mir immer Kürbis/Sonnenblumenkerne,Dattel, und Öl rein.

    LG

  8. Kathrin

    Hallo liebe Frau Bruhn,

    da ich seit ich denken kann starke Blähungen habe, bin ich über ihre Tipps weitgehend von dem riesigen Blähbauch beim Essen verschont. Dafür herzlichen Dank.

    Im Moment habe ich sehr Lust auf etwas Süßes und habe gekeimten Quinoa in Kokosmilch gekocht und mit Reissirup gesüßt. Dazu großzügig gehackte Mandeln. Ist das so OK oder sollte noch ein Ei hinterher gegessen werden?

    Herzlichen Dank und viele Grüße
    Kathrin

    • Jutta Bruhn

      Hallo Kathrin,

      na das freut mich, wenn es Ihnen besser geht. Wenn noch immer der Drang nach Süßem besteht, essen Sie wahrscheinlich zu wenig Kokosfett.

      Sie haben einen Schritt in die richtige Richtung getan, aber es gibt noch Mißverständnisse. Ich empfehle Ihnen deshalb mein Ebook mit Rezepten. 🙂

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  9. uschi

    ich habe heute das erstemal seit jahren gefrühstückt (normalerweise nur schwarzen kaffee, sonst nix), und zwar warmen buchweizenbrei (ohne haferflocken) und dazu misosuppe. was ich erlebt habe, das ist sehr erstaunlich. ich habe mich soooo gut gefühlt, auf eine art durchgepowert, ich kanns gar nicht richtig beschreiben. hatte gute laune, und energie, die ich so oft bei mir vermisse.
    sehr schöne erklärungen und rezepte, vielen dank…

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