Getreidebrei zum Frühstück

Getreidebrei

Die Morgen-Energie lässt uns fit und frisch aus dem Bett hüpfen. Das ist bei dir nicht so? 😉

Du bist eher müde, brauchst einige Zeit, um die Augen zu öffnen und musst dich zum Aufstehen zwingen? Das kann am Müsli liegen.

Besser ist ein Getreidebrei zum Frühstück. Dabei denken manche Leute an „Milchreis“ oder gar „Haferschleim“. Mütter denken an Babybrei.

Hier geht es aber um ganz normalen Brei für alle großen und kleinen Leute. 🙂

Warmer Getreidebrei zum Frühstück

Mit einem Getreidebrei zum Frühstück liegt man in der guten alten Tradition. Denn bis zu der Zeit, als die Menschen vom Land in die Stadt umsiedelten und sich die Ernährungsgewohnheiten änderten, war es üblich, den Tag mit einer Schüssel warmem Getreidebrei zu beginnen.

Denn ein warmes Frühstück liefert Kraft und Energie für den ganzen Tag. Getreidebrei ist nicht alles, was es zum Frühstück gibt dazu kommt noch eine Gemüsesuppe. Wie ein komplettes Frühstück aussieht, dazu habe ich in diesem Beitrag mehr geschrieben.

Bekannter als Getreidebrei ist bei uns das Müsli.

Müsli – erst fit dann schlapp

Um es gleich vorweg zu sagen: Müsli ist das denkbar ungünstigste Frühstück, das ich mir vorstellen kann. Damit ist sowohl das trockene Müsli als auch der Frischkornbrei gemeint.

Müsli steht bei uns seit Jahren ganz hoch im Kurs als Frühstück. Der Hauptgrund für diese Erfolgsstory dürfte sein, dass Müsli so wenig Arbeit macht.

Der Vorteil der Bequemlichkeit wird jedoch teuer bezahlt. Wenn man über längere Zeit Müsli als Frühstück bevorzugt, sind die negativen Auswirkungen vielfältig, so jedenfalls meine Erfahrung.

Die häufigsten Reaktionen scheinen zu sein

  • Müdigkeit
  • Trägheit
  • schnell nachlassende Konzentration
  • Blähungen
  • Beschwerden im Oberbauch

Falls du schon längere Zeit Müsli isst, könnte es sein, dass du morgens und zwar fast direkt nach dem Frühstück schon müde bist und dich energielos fühlst. Ist es so?

Dann empfehle ich, das Müsli zu meiden. Wenn das der Grund für die Müdigkeit war, dann sollte diese nach kurzer Zeit verschwunden sein.

Natürlich hängt Morgenmüdigkeit nicht immer mit Müsli zusammen. Auch Nicht-Müsli-Esser kennen Müdigkeit und Energiemangel am Morgen. Besonders die sogenannte „Hashimoto-Müdigkeit“ ist anders und hat nichts mit Müsli zu tun. Tipps zum Überwinden dieser „Hashimoto-Müdigkeit“ habe ich in diesem Beitrag gegeben.

Obst im Müsli

Die Beschwerden kommen nicht vom Müsli allein. Der zweite Energieräuber kann Obst sein. Denn ich kenne niemanden, der nicht noch zusätzlich Obst unter das Müsli mischt. Das kann frisches Obst sein oder Trockenfrüchte wie Rosinen oder Aprikosen.

In dem Beitrag Obst macht Gärung habe ich erklärt, wieso Obst und Getreide in einer Mahlzeit eine fatale Mischung sein kann: Beides zusammen kann Gärung im Verdauungstrakt auslösen. Natürlich gilt das auch und sogar ganz besonders fürs Müsli.

Außer dem Obst im Müsli kann auch Probleme machen: Die Mischung mit Joghurt, Milch, Honig oder Sojamilch.

Sojamilch im Müsli

Am heftigsten können die negativen Reaktionen sein, wenn das Müsli mit Sojamilch gemischt wird.

Oft wird Sojamilch als Ersatz für Kuhmilch genommen, aber das klappt nicht. Sojamilch ist sehr schwer verdaulich. Manche merken das sofort in Form von Blähungen.

Sojaprodukte sollten stets fermentiert sein. So werden die Bohnen enzymatisch aufgeschlossen und reifen zu einem gesundheitlich sehr hochwertigen Nahrungsmittel wie zum Beispiel Shoju oder Miso-Würzpaste.

In dieser fermentierten Form ist die Sojabohne ein echtes Gesundheitsprodukt und für alle leicht bekömmlich.

Hol dir meine 5 nützlichen Tipps zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen:

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Warum ist es so gesund, morgens einen warmen Brei zu essen?

Eine bessere Mahlzeit als Müsli ist ein warmer Getreidebrei.

In der fernöstlichen Medizin wird gelehrt, dass die Milz das Organ der Verdauung ist. Die Milz braucht Wärme, um gesund zu sein. Dabei geht es um das Verdauungsfeuer, das erhalten bleiben soll. Wenn wir morgens kalt essen, wird dieses Verdauungsfeuer geschwächt.

Alles was wir kalt in den Magen bringen, muss vom Körper auf 37 Grad hochgeheizt werden. Das heißt, bei einem kalten Frühstück opfern wir unsere Körperwärme, die mit viel Aufwand erzeugt wurde.

Besonders Kinder brauchen diese Wärme am Morgen. Ein warmer Frühstücksbrei sorgt dafür, dass der Blutzucker stabiler ist. Ruhige Kinder mit guten Schulnoten sind die Belohnung. 🙂

Brei aus ganzem Getreide

Für den Frühstücksbrei nimmt man am besten Naturreis.

Zur Abwechslung gibt es mal andere Getreide. Auch wenn es sich um glutenfreies Pseudogetreide handelt, werden diese Sorten genauso wie Reis gekocht. Man kann die Sorten mischen, damit es nicht langweilig wird:

  • Haupt-Getreide: Naturreis  
  • Hirse
  • Hafer
  • Dinkel
  • Amaranth
  • Quinoa

und andere nach Geschmack.

Was wir gar nicht nehmen ist Weizen, weil er unnatürlich hohe Mengen von Gluten enthält. Weizen ist stets eine Herausforderung für das menschliche Verdauungssystem.

Nicht nur bei Schilddrüsenproblemen und Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto oder Basedow sollte man Weizen strikt meiden, sondern auch wenn man gesund ist und bleiben will. 🙂

Getreideflocken nur selten

Morgens soll es meist schnell gehen. Deswegen wird am liebsten mit Getreideflocken gekocht wegen der kurzen Kochzeit. Aber: Geschrotetes, gemahlenes oder als Flocken zerquetschtes Getreide oxidiert schnell, wenn es mit Sauerstoff in Verbindung kommt. Dadurch verliert es viel von seiner stärkenden Kraft.

  • Haferflocken sind lecker und ich verwende sie gerne im Brei. Allerdings tue ich das nur selten, denn wenn man zu lange Zeit immer nur Haferflocken isst, kann das nach meiner Erfahrung recht schnell zum Nährstoffmangel führen.
  • Insbesondere kann es zu Zinkmangel kommen. Weil ein Zinkmangel wesentlich dazu beiträgt, dass das Immunsystem schwach ist, sollte man vor allem bei Autoimmunkrankheiten wie Hashimoto oder M. Basedow lieber keine Haferflocken essen.

Getreide einweichen

Jedes Getreide sollte vor dem Kochen mindestens 8 Stunden in kaltem Wasser einweichen. Das Einweichwasser wird weggeschüttet. Keine Sorge, die guten Nährstoffe gehen dabei nicht verloren. Zum Kochen nimmt man frisches Wasser.

Der Grund für das Einweichen: Getreide enthält Phytinsäure (Phytin). Dieses Phytin kann Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium, Eisen oder Zink in Magen und Darm binden, so dass sie nicht mehr als Nährstoffe verwertet werden können.

Die Sache mit dem Phytin habe ich in diesem Beitrag näher beleuchtet: Getreide einweichen – macht das Sinn?

Somit wird klar, warum Getreideflocken nicht so oft gegessen werden sollten: Man kann sie nicht wie Getreide lange genug einweichen, um die Phytinsäure daraus zu entfernen.

Wie soll der Brei schmecken?

Der Brei soll rund im Geschmack sein, Biss haben und warm sein.

  • für den guten Geschmack kommt obendrauf eine Flocke Butter
  • für den kräftigen Biß gibt man gehackte Nüsse, Kerne oder Mandeln drauf

Auch sollte der Brei schön sahnig und cremig sein. Diese Konsistenz bekommt man, wenn der Brei am Ende der Kochzeit fleißig gerührt wird . Das geht am besten mit einer Kelle mit Loch.

Grundrezept: Brei aus Getreiderest

schnell – für jeden Tag geeignet

Brei bereitet man am besten aus bereits gekochtem Getreide zu:

  • gekochten Reis (vom Vortag) in einen Topf geben, mit Wasser bedeckt aufkochen, dann
  • kräftige Prise Salz dazugeben und
  • bei aller kleinster Hitze ca. 30 Minuten ganz sanft köcheln lassen

Zum Schluß mit einem Kochlöffel mit Loch gut umrühren, bis der Brei cremig ist.

Haferbrei aus ganzen Körnern

innerlich wärmend

Haferbrei aus ganzen Haferkörnern ist viel gesünder als Brei aus Haferflocken.

Zutaten für 2-3 Portionen

  • 1 Tasse Haferkörner (am besten: Nackthafer)
  • kräftige Prise Salz
  1. Hafer in kaltem Wasser 8 Stunden lang oder über Nacht einweichen.
  2. Danach das Einweichwasser wegschütten.
  3. Den Hafer in einem Sieb unter kaltem Wasser gründlich abspülen.
  4. Mit 2 Tassen Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen.
  5. Nach dem Aufkochen eine kräftige Prise Salz dazugeben.
  6. 40 Minuten auf kleinster Stufe kochen lassen.
  7. Zum Schluß mit einem Kochlöffel mit Loch gut umrühren, bis der Brei cremig ist.

Den fertigen Haferbrei vom Herd nehmen und noch 10 Minuten stehen lassen. Mit 1 EL Butter auf dem heißen Brei servieren.

TIPP: Man kann eine größere Portion von dem Haferbrei zubereiten und am nächsten Morgen aufwärmen.

Ich wünsche einen guten Start in den Tag!

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin seit langen Jahren Heilpraktikerin und informiere zur Ernährung und Naturheilkunde bei Schilddrüsenproblemen. Hol dir meine Schilddrüsen-Tipps hier, dann bleiben wir in Verbindung!

21 Kommentare

  1. Birgitt

    Hallo Jutta,

    du sagst, das der Brei als Frühstück nicht reicht. Also da ich morgens die Misosuppe nicht runterbekomme was kann ich sonst so als Ausgleich essen.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Birgitt,

      wenn man morgens kein Gemüse essen mag, stimmt etwas allgemein in der Ernährung nicht. 🙁

      Ernährung ist ein ganzheitliches Thema. Es ist nicht richtig, sich nur nach Einzeltipps zu richten.

      LG Jutta

  2. Christine

    Hallo Frau Bruhn,
    ICH habe leaky gut michochondrien nebennierenerschöpfung
    Chrom Müdigkeit MCS
    Von Gluten bis salicylate Unverträglichkeiten

    Welchen Kurs würden sie mir empfehlen
    Hat überhaupt einer einen Sinn.
    Unterstützen Sie mich dann dabei?
    Wie bestelle ich die e Books
    Muss man e Books am Laptop Anhören?

  3. Sieglinde

    Liebe Frau Bruhn, durch das geduldige Kauen, was ich sehr gerne mache und meditative Wirkung zeigt, wird der Brei leider zu schnell kalt. Hat er dann noch seine Wirkung?
    Herzliche Grüße aus Bayern

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sieglinde, aber ja, auf jeden Fall. Für die Wärme sorgt die Misosuppe, die man zuvor gegessen hat. Allein Getreidebrei ist keine vollständige Mahlzeit.

      Herzliche Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  4. Lily

    Liebe Frau Bruhn,
    vielen Dank für Ihre Rezepte!
    Wie ist es mit etwas Kakaopulver (ungesüsst natürlich) auf dem Getreidebrei?
    Herzliche Grüße!

  5. Martin

    Hallo Frau Bruhn,

    Sie schreiben: „Ein Grund dafür ist, dass man Flocken nicht oder nicht lange genug einweichen kann, um die Phytinsäure daraus zu entfernen“. Warum kann man Flocken nicht lange einweichen? Beim Bircher-Müsli weichen die Flocken bei uns über Nacht. Wir schütten aber bisher das Einweichwasser nicht weg. Geht es darum? Das oxidieren sollte ja kein Problem sein, wenn die Flocken aus dem Flocker in das Einweichwasser fallen.

    Gruß,
    Martin

  6. Lorelei

    Miso-Suppe hat er probiert, schmeckt ihm leider noch nicht, aber das wird bestimmt. Ei gibt es auch öfters, z.B. Rührei mit Kokosfett und Champignons und Kräutern und einem Butterbrot aus Natursauerteig.
    Wir haben bisher viel nach TCM gekocht, daher kennt er den Getreidebrei.
    Ist Mandelmus als Brotaufstrich oder Fett zu empfehlen?

  7. lisa

    Hallo,

    ich esse auch oft Quinoa,Bulgur und Gerstengrütze zum Frühstück ist das auch ok? Dazu mache ich mir immer Kürbis/Sonnenblumenkerne,Dattel, und Öl rein.

    LG

  8. Kathrin

    Hallo liebe Frau Bruhn,

    da ich seit ich denken kann starke Blähungen habe, bin ich über ihre Tipps weitgehend von dem riesigen Blähbauch beim Essen verschont. Dafür herzlichen Dank.

    Im Moment habe ich sehr Lust auf etwas Süßes und habe gekeimten Quinoa in Kokosmilch gekocht und mit Reissirup gesüßt. Dazu großzügig gehackte Mandeln. Ist das so OK oder sollte noch ein Ei hinterher gegessen werden?

    Herzlichen Dank und viele Grüße
    Kathrin

    • Jutta Bruhn

      Hallo Kathrin,

      na das freut mich, wenn es Ihnen besser geht. Wenn noch immer der Drang nach Süßem besteht, essen Sie wahrscheinlich zu wenig Kokosfett.

      Sie haben einen Schritt in die richtige Richtung getan, aber es gibt noch Mißverständnisse. Ich empfehle Ihnen deshalb mein Ebook mit Rezepten. 🙂

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  9. uschi

    ich habe heute das erstemal seit jahren gefrühstückt (normalerweise nur schwarzen kaffee, sonst nix), und zwar warmen buchweizenbrei (ohne haferflocken) und dazu misosuppe. was ich erlebt habe, das ist sehr erstaunlich. ich habe mich soooo gut gefühlt, auf eine art durchgepowert, ich kanns gar nicht richtig beschreiben. hatte gute laune, und energie, die ich so oft bei mir vermisse.
    sehr schöne erklärungen und rezepte, vielen dank…

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