Getreide einweichen – macht das Sinn?

Getreide einweichen

Immer wieder taucht die Frage auf, ob es Sinn macht, Getreide vor dem Kochen einzuweichen.

Meine Antwort ist immer wieder ja, macht es.

Manche fragen auch nach dem "Frischkornbrei" aus der Vollwertkost. Ist der nun gesund?

Meine Antwort ist immer wieder nein, ist er nicht.

Es gibt einen Hauptgrund, warum man Getreide einweichen sollte: Es ist viel leichter bekömmlich und macht nicht müde.

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Eine Teilnehmerin vom Mitglieder-Programm sagt:

"Nachdem ich jahrzehntelang Vollwertkost gegessen hatte, war das eingeweichte Getreide von der Bekömmlichkeit her ein Unterschied wie Tag und Nacht."


Dabei geht es meist um die bekannte bleierne Müdigkeit nach einer Mahlzeit mit Getreide, wie zum Beispiel nach Müsli oder Frischkornbrei.

Bessere Bekömmlichkeit nach dem Einweichen

Man kann Getreide mehrere Tage lang einweichen (Anleitung siehe unten), wenn es allgemein nicht so gut vertragen wird. Damit sind diese körperlichen Beschwerden gemeint:

  • Völlegefühl und/oder
  • Aufstoßen und/oder
  • Blähungen

Das mag zum einen daran liegen, dass das Getreide nicht gut genug gekaut worden ist, möglich ist aber auch, dass es nicht lange genug eingeweicht wurde.

Ich bin beeindruckt von den vielen Fragen zu diesem Beitrag, siehe unten im Kommentarfeld. Seit 2015 antworte ich und es scheint, als ob es doch noch eine Frage gibt. Gerne antworte ich weiterhin!  

Warum Getreide einweichen?

Beim Einweichen vom Getreide geht es darum, dass der Inhaltsstoff Phytin im Wasser gelöst wird und weitgehend entfernt werden kann. Das ist die biochemische Erklärung. Worum geht es dabei?

Phytin hat in der Pflanze die Aufgabe sie zum Keimen zu bringen. Es schlummert in jedem Körnchen. Bei günstigen Umständen wird daraus ein Keimling, der wächst und die ganze Pflanze entstehen lässt. So weit so gut.

Phytin ist also kein Zusatzstoff oder ähnliches, sondern ganz natürlich und normal für Pflanzen.

Für uns Menschen besteht ein Problem darin, dass wertvolle Mineralstoffe "geräubert" werden. Genauer: Phytin bindet im Körper zweiwertige Ionen wie Zink, Eisen, Calcium oder Magnesium. Es macht diese Komplexe unlöslich, so dass sie nicht verwerten werden können.

Zink- und Eisenmangel?

Zum Beispiel enthält Weizen besonders viel Zink. Wenn aber Weizen nicht eingeweicht wird, könnte es wegen des Phytins Zinkmangel fördern. Ich habe gelesen, dass Forscher bei Menschen aus dem Iran und Ägypten häufiger Zinkmangel festgestellt haben. Der Grund soll sein, dass die Haupt-Ernährung aus nicht eingeweichtem Getreidebrei und ungesäuertem Fladenbrot besteht.

Auch Eisenmangel soll möglich sein. Das ist besonders ärgerlich für Leute mit Schilddrüsenunterfunktion, die oft mit Eisenmangel zu tun haben.

Mangel an Verdauungsenzymen

Ein weiteres großes Problem macht das natürliche aber für uns schädliche Phytin, weil es mit den wichtigen Verdauungsenzymen im Darm reagiert. Das mindert die Wertigkeit der Nahrung.

Für viele ist das Einweichen von Getreide genau deswegen mit Erleichterung verbunden, wenn nicht ausreichend Verdauungsenzyme im Körper produziert werden. Dieses Problem haben sehr viele Menschen. Hilfe kann das Einnehmen von Verdauungsenzymen bringen und täglich eine kleine Menge von gepresstem Gemüse. Wie man das macht, steht in diesem Beitrag: Kochen bei Schilddrüsenproblemen: Gepresstes Gemüse als gesunde Rohkost

Am schlimmsten: Vollkorn

Die Vertreter der Vollwertkost halten das volle Korn für das beste und gesündeste Lebensmittel. Ist es aber nicht - jedenfalls nicht als Frischkornbrei oder Vollkornbrot, weil es dieses Phytin enthält.

Es scheint ein Paradox zu sein, dass ausgerechnet das "volle Korn" die Versorgung mit Zink gefährden kann.

Vor allem aber: nicht eingeweichtes und nicht gekochtes Getreide macht müde!

Alte Weisheiten zum Getreide

Getreide wird schon seit Urzeiten

  • eingeweicht oder
  • gekeimt oder
  • gesäuert

Interessant ist, dass jede von diesen 3 Methoden den Gehalt an Phytin mindert.

Außer Buchweizen werden alle Getreidesorten eingeweicht.

Essener Brot

Zum Beispiel wurden vor 5000 Jahren die Körner für Brot erst gekeimt und dann gebacken. Es war das biblische Volk der Essener, die diese Technik anwandten. Deshalb der Name "Essener Brot" für das super-bekömmliche Brot das wir heute haben. Versuche es mal! Achte aber drauf, dass keine Sonnenblumenkerne, Rosinen oder ähnliches enthalten sind. Das vermindert die leichte Bekömmlichkeit dieses fantastischen Brots, das nur noch selten zu bekommen ist.

Sauerteigbrot bevorzugen

  • Roggen-Sauerteigbrot sollte bevorzugt werden, soweit verträglich.
  • Nicht eingeweichte oder nicht gesäuerte Getreide sollten Ausnahmen sein. 

Nicht so oft gibt es deswegen:

  • Knäckebrot
  • Reiswaffeln
  • Nudeln (bringt das mal den Kindern bei! 😉 )
  • Zwieback
  • Hefebrot
  • Brot mit Backferment

und was es sonst noch für Backerzeugnisse gibt.

So weicht man Getreide ein

Durch das stundenlange Einweichen in kaltem Wasser wird der größte Teil der Phytinsäure gelöst.

Vor allem aber wird das Getreide durch Einweichen wesentlich leichter bekömmlich und macht nicht müde.

Das kurze Einweichen von 8 Stunden reduziert den Phytingehalt um 90 Prozent.

  • Reis, Hirse, Dinkel, Grünkern, Amaranth, Quinoa und andere Getreide mindestens 8 Stunden in kaltem Wasser einweichen

Übrigens: Keine Sorge, die guten Inhaltsstoffe des Getreides bleiben erhalten beim Einweichen.

Wer noch mehr Phytin weghaben möchte, weicht das Getreide noch länger ein:

  • bis zu 2-3 Tage, vielleicht so gar vier Tage lang 

Bei längerem Stehen des Einweichwassers muss dieses natürlich öfter mal gewechselt werden. 

Nach dem Einweichen spült man das Getreide gründlich in einem Sieb unter fließendem Wasser ab und schüttet das Einweichwasser weg.

Dann wird mit frischem Wasser gekocht.


Ich wünsche gute Bekömmlichkeit und Schluß mit der Müdigkeit nach Getreidemahlzeiten! 


Bist Du auf der Suche nach Wegen zur Heilung bei Schilddrüsenproblemen? 


Ich kann helfen, weil ich als Heilpraktikerin damit viel Erfahrung habe. 

"Ich habe mir schon manches abgeschaut (Frühstück) und mir bekommt das sehr gut. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich wieder was Neues dazu lernen kann." 

Gesunde Schilddrüse - gesunder Mensch

Gesunde Schilddruese

Koche Dich raus aus den Schilddrüsenproblemen!

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

 

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin seit langen Jahren Heilpraktikerin und informiere zur Ernährung und Naturheilkunde bei Schilddrüsenproblemen und Hashimoto.

73 Kommentare

  1. Angelika

    Vielen Dank für Ihre interessanten Tipps.
    Grobe Haferflocken kann man gut einweichen finde ich ich. Beim Kochen des Porridge wird das ganze dann so oder so ein Brei und damit matschig.
    LG, Angelika

  2. Bujumbura

    Ich wollte nur anmerken, dass Reis sehr wohl ein Getreide ist und darüber hinaus, neben hunderten von Getreidesorten, eines der sieben Hauptgetreidearten ist.

    • Jutta Bruhn

      Hallo, danke für den Hinweis!

      Ich bin so oft und so lange beschimpft worden, dass ich Reis als Getreide bezeichnet habe, dass ich tatsächlich übersehen habe, dass Reis zu den Süßgräsern gehört und deshalb zum Getreide rechnet.

      Wieder eine botanische Spitzfindigkeit geklärt! Vielen Dank!

      Herzliche Grüße

  3. Nia

    Hallo Frau Bruhn,
    danke für den informativen Beitrag. Ich würde gerne mit Buchweizen backen und habe keine Ahnung von der Zubereitung bzw. Vorbereitung. So bin ich bei der Recherche auf Ihren Artikel gestoßen. Sie sagen, dass Sie Buchweizen nicht einweichen. Aber gekocht bzw. irgendwie anderweitig vorbereitet werden sollte er doch trotzdem vor dem Backen, oder? (Sonst würde er hart bleiben, nehme ich an. Ich vermute das ganze Korn könnte lediglich eingeweicht und dann direkt mitgebacken werden)
    Ich würde mich über eine Antwort bzw. Tipp freuen. Vielen Dank!

    • Jutta Bruhn

      Hallo Nia,

      das ist eine gute Frage, danke! Leider muss ich die Antwort schuldig bleiben, weil ich noch nie mit Buchweizen gebacken habe, tut mir leid.

      Herzliche Grüße

  4. Sabina Marti

    Liebe Jutta Bruhn

    Ich habe Deinen Artikel gelesen und fand diesen sehr interessant. Nun habe ich mich aber gefragt, wie es denn mit dem Phytingehalt im Weissmehl aussieht. Wenn Brot aus Weissmehl gekauft wird, ist da der Phytingehalt dann niedriger?

    Ganz liebe Grüsse und vielen Dank dass Du Dir die Zeit nimmst Fragen zu beantworten.

    Sabina Marti aus der Schweiz

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sabina,

      was mit Weißmehl passiert finde ich nicht relevant, weil wir es in der Makrobiotischen Heilküche (MBH) um die es auf meiner Webseite geht, nicht verwenden.

      Liebe Grüße

  5. Ellena

    Liebe Frau Bruhn

    ich schätze ihre Website hier sehr.
    ich habe beim Einweichen von Dinkelkörnern heute bemerkt, dass paar Dinkelkörner oben im Wasser schwimmen. Ich hatte sie über Nacht in einer Porzellanschüssel eingeweicht.
    Warum schwimmen einzelne Dinkelkörner oben? Sind die dann eher ungenießbar?

    Viele Grüße aus Heidelberg
    Ellena

  6. Melanie Lux

    Hallo Frau Bruhn, ich bin auf Ihre Seite gestoßen und durchlese sie seitdem. Ich habe erst vor kurzem angefangen mich über Hashimoto und unterfunktion der Schilddrüse zu informieren. Mir qualmt der Kopf langsam. Ich mag Hirse und vor ihren Beitrag habe ich oft gelesen das Hirse absolut gemieden werden sollte, wie auch dinkel etc. Lese ich richtig , wenn ich einweiche ist es für mich bekömmlich und ebenso Hülsenfrüchte wenn diese auch lange gekocht wurden? Kohl hab ich gelesen das es fermentiert werden sollte. Was mir zum Glück schmeckt. Ich danke Ihnen für Ihre Antwort und tolle Seiten.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Melanie, ich weiß nicht, was die Frage ist.

      So geht man am besten vor:

      1. lesen auf meiner Webseite
      2. Kochen nach den Ebooks
      3. Teilnehmen im Mitglieder-Programm

      Liebe Grüße

  7. Beata

    Hallo Frau Bruhn,
    vielen Dank für Ihre Information. Ich koche meistens Vollkornreis und weiche ihn über Nacht ein. Wenn ich mal doch Milchreis koche, weicht man (ist es von Vorteil? (z.B. wg. der Bekömmlichkeit)) auch Milchreis im Wasser über Nacht ein? Bisher habe ich immer nur Vollkornreis und anderes Getreide eingeweicht…

    • Jutta Bruhn

      Hallo Beata, es ist nicht nötig, das Produkt „Milchreis“ zu kaufen. Rundkornreis ist der bessere Reis. Den gibt es allerdings nicht im Supermarkt, sondern im Bioladen.

      LG Jutta

  8. Frank

    Guten Tag Frau Bruhn
    ich habe Dinkelkorn nun 2 Tage eingeweicht.
    Kann ich das Korn jetzt auch roh verzehren oder sollte ich es besser kochen und wenn ja, wie lange ?
    Beste Grüße von und nach Berlin
    Frank Brockhoff

  9. Robert

    Hallo,

    wie weicht man am besten ein? Ich habe bislang das entsprechende Lebensmittel in einen Topf gegebenen, mit Wasser bedeckt und in der Küche mit offenem Deckel stehen gelassen.
    Macht man den Topf besser zu? Ist das Aufbewahren im Kühlschrank sinnvoller?

    Seit einiger Zeit habe ich hin und wieder Kornkäfer in der Wohnung. Ich glaube sie kommen vom Quinoa, denn Getreide lagere ich nicht. Andere Samen sind sehr gut verschlossen.
    Im Wassertopf sind einige Körner nur knapp unter der Oberfläche. Ist das ein Zeichen, dass diese Körner kontaminiert sind?

    • Jutta Bruhn

      Hallo Robert, einweichen würde ich in einer Porzellanschüssel.

      In einem Topf aus Metall beläßt man keine Nahrungsmittel länger als notwendig, weil immer ganz wenig von dem Metall in das Essen übergeht.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

      • Nina

        Guten Tag Frau Bruhn,

        vielen Dank für Ihren Blog 🙂

        Sie raten das Einweichen in einer Porzellanschüssel – daraus schließe ich, dass es keinen Deckel benötigt und die Schüssel auch nicht in den Kühlschrank gehört – richtig?

        Bisher habe ich den Rundkornreis und Hirse eingeweicht – 2 Tage – hier habe ich beobachtet, dass sich an der Wasseroberfläche Bläschen bilden – wie eine Art gärungsprozess. Ist das das Phytin was ausgeleitet wird?

        Herzliche Grüße & ich freue mich auf Ihre Antwort

        • Jutta Bruhn

          Hallo Nina,

          richtig, ein Deckel ist nicht nötig. In den Kühlschrank gehört das Getreide nur bei zu warmer Temperatur in der Küche. Denn dann schreitet der Gärungsprozeß noch schneller voran. Man kann ihn mit Kühlung stoppen.

          Ob die Bläschen mit dem Phytin zu tun haben, muss man Fachleute fragen, ich weiß es nicht.

          Herzliche Grüße!

  10. Thomas

    Hallo Frau Bruhn,

    ich backe zweimal wöchentlich Roggenvollkornbrot mit selbst geführtem Sauerteig. Dazu mahle ich Roggen und füge eine entsprechende Menge Wasser hinzu, um das Mehl darin einzuweichen und quellen zu lassen.

    Zwei Stunden später gebe ich den Sauerteig und eventuell ein paar Körner und Nüsse hinzu, und fange an, das Ganze gehen zu lassen.

    Wiederum 2 Stunden später wird es dann gebacken.

    Denken Sie, dass es bei dieser Prozedur noch nötig ist, den Roggen vorher einzuweichen?

    Vielen Dank.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Thomas, ob man Roggen auch einweichen sollte, weiß ich nicht. Ich würde es tun, obwohl beim Sauerteigbacken das Phytin abgebaut wird.

      Ich würde die Nüsse etc. auch einweichen. Sie enthalten andere Stoffe, die andere Probleme machen.

      Viele Grüße aus Berlin

  11. Reiner

    Hallo,

    ich darf zu den obigen Informationen über Phytin noch eine Gegendarstellung anfügen:

    http://schrotundkorn.de/ernaehrung/lesen/sk0204e3.html

    Tja, — ja, ja, der Laie hats wirklich nicht leicht, —- wie soll er sich nur in diesem Informations-Dschungel zurecht finden, wenn jede Woche eine andere Sau durchs Dorf getrieben wird? Die Materie ist viel komplexer und es ist eben nicht damit getan, dass man einzelne Aspekte heraus greift und in den Fokus stellt. Zum Trost: Auch unsere Wissenschaftler sind noch lange nicht am Ende der Erkenntnis angelangt.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Reiner, danke für den Hinweis!

      Es ist in Fachkreisen lange bekannt, dass Vertreter der Vollwertkost die gegenteilige Meinung zum Phytin vertreten. Sie können ja auch nichts anderes sagen, weil sonst ihre Theorie mit dem Gertreidebrei kippen würde. 😉

      Nein, mit Wissenschaft kommt man da auch nicht weiter, stimmt. So oft schon haben sich Theorien in das Gegenteil verkehrt. Der „Halbzeitwert“ von medizinischen Erkenntnissen beträgt etwa drei Jahre. 🙁

      Ich sehe das mit dem „Laien“ ein wenig anders. Zwar steht man vor der Qual der Wahl, das ist richtig. Aber wenn man sich klar ernährt, hat man auch eine klare innere Stimme (Bauchgefühl) als Richtschnur.

      Da bleibe ich lieber bei der Traditon, die viele Jahrhunderte lang geklappt hat. Und damals wurde Getreide eingeweicht, auch wenn niemand wußte, was Phytinsäure ist. 🙂

      Entscheidend ist: eingeweichtes Getreide ist um Welten bekömmlicher als nicht-eingeweichtes!

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  12. Kinga

    Ich möchte fragen, ob Sonnenblumenkerne, Rosinen o.ä. auch giftige Stoffe enthalten die vorerst eingeweicht oder sonstwie behandelt werden müssen?

    Danke

    • Jutta Bruhn

      Hallo Kinga, die Stoffe sind zwar nicht giftig, aber wenn man häufig Kerne und Nüsse isst, sollte man die mit etwas Salz einweichen. Rosinen würde ich auf jeden Fall einweichen, damit der Zucker entweichen kann. siehe hier

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  13. Lina

    Guten Tag Frau Bruhn
    sollte man Amaranth (schwarzer Perl Amaranth) auch einweichen. Habe gelesen dass es ein Pseudogetreide ist, was auch immer das bedeutet.
    Vielen Dank!

  14. Ingrid

    Liebe Frau Bruhn,

    bzgl. des Einweichens von Dinkelreis hätte ich einige Fragen an Sie. Die im Vollkorn enthaltenen b – Vitamine, die wir ja alle notwendig brauchen, allen voran das Viitamin b 12, sind ja allesamt wasserlöslich, werden also im Einweichwasser gelöst. Wechsle ich dieses Wasser innerhalb der 24 Stunden Einweichzeit einige Male, so schütte ich doch diese wertvollen Vitamine weg. Dann hat doch auch dieser Vollwertreis nicht mehr Wert als jeder einfache polierte Reis.
    Für Ihre Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ingrid

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ingrid, keine Sorge, die wertvollen Inhaltsstoffe gehen nicht wirklich verloren. Bei den B-Vitaminen geht es auch viel eher darum, Zucker und Weißmehlprodukte zu meiden.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  15. Tom

    Hallo Frau Bruhn,

    eine Frage hätte ich wegen dem Phytin.
    Ist es notwendig Amarant vorher einzuweichen und zu spülen,
    wenn ich das Amaranth puffen möchte?

    VG
    Tom

  16. Paula

    Jetzt bin ich paff…deshalb habe ich immer Nährstoffmängel…aber einweichen gut…verstehe ich jetzt aber warum rät Frau Bruhn von Sprossen ab wenn die so nährstoffreich sind…komisch…
    Und wo finde ich von all den getreiden, samen und nüssen die einweichzeit? lg

    • Jutta Bruhn

      Hallo Paula, nein, tut mir leid, das haben Sie falsch verstanden. Sprossen entwickeln „Anti-Nährstoffe“, die uns schaden können.

      Nährstoffmängel entstehen aus verschiedenen Ursachen. Das mit dem Einweichen von Getreide ist nur ein winziger weiterer Schritt dazu.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  17. Michaela

    Hallo,
    ich bin auf den Eintrag „Getreide einweichen“ gestossen, den ich sehr interessant finde.
    Frage: ich habe zu Hause einen Geteideflocker, mit dem ich mein Getreide für mein Müsli quetscche.
    Soll das ganze Korn (also vor dem quetschen) eingeweicht werden oder das bereits geflockte?

    Ich freue mich auf Ihre Antwort und bin gespannt.
    Vielen Dank!

    • Jutta Bruhn

      Hallo Michaela, da Getreide in Flocken nicht unbedingt zu meinen Empfehlungen gehören (jedenfalls nicht so oft), kann ich das nicht sagen. Am besten wäre das Einweichen des ganzen Korns. Aber ich weiß nicht, ob man es dann auch noch flocken kann?

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  18. Anita

    Hallo Frau Bruhn,
    Sie schreiben Buchweizen wäre kein Getreide und müsse nicht eingeweicht werden.
    Wiederum lese ich in manchen Websites , dass man Buchweizen einweichen sollte.
    Ich esse gern abends einen Pfannkuchen aus selbst gemahlenen Buchweizen und belege ihn z.B. mit Avocado. Wozu raten Sie mir? Einweichen oder nicht? Muss selbst gemahlener Sesam auch eingeweicht werden?
    Vielen Dank für die vielen Tipps !
    Liebe Grüße
    Anita Braun

    • Jutta Bruhn

      Hallo Anita, weil Buchweizen kein Getreide ist, muss man ihn wirklich nicht einweichen. Man kann alles übertreiben! 🙂

      Aber wenn man ihn vor dem Kochen in der Pfanne leicht röstet, schmeckt er noch besser.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

      • Janika

        Hallo Jutta,

        meines Wissens nach enthält auch Buchweizen eine nicht zu verachtende Menge an Phytinsäure, sollte daher einige Stunden eingeweicht werden.

        LG Janika

        • Jutta Bruhn

          Hallo Janika, soweit mir bekannt, sind „ein paar Stunden“ nicht ausreichend. Buchweizen soll aber nach der notwendigen Einweichzeit von 8 Stunden matschig sein. (ehrlich gesagt habe ich das noch nicht ausprobiert 🙂 ).

          Der Punkt ist aber der: Buchweizen isst man eher selten, vor allem jetzt im Sommer. Deshalb spielt es wirklich keine Rolle, wie viel Phytin enthalten ist. Darauf achten sollte man eher bei Getreiden, die man täglich und in größeren Mengen zu sich nimmt.

          Viele Grüße aus Berlin
          Jutta Bruhn

  19. Julia

    Liebe Frau Bruhn,

    vielen Dank für die hilfreichen Artikel. Wie sieht es mit Couscous beim Thema Einweichen aus? Und was halten Sie allgemein von Couscous, würden Sie empfehlen eher auf Couscous aus dem vollen Korn umzusteigen oder es ganz zu meiden?

    Liebe Grüße aus Trier! Julia

    • Jutta Bruhn

      Hallo Julia, Couscous ist aus Hartweizen. Entweder isst man den sowieso nur sehr selten, oder man lässt ihn lieber ganz weg wegen des Glutens.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  20. Anja

    Guten Abend,
    ich hätte da noch eine wesentliche Frage… Sie raten vom Frischkornmüsli ab. Dieses wird ja eingeweicht. Wenn das Wasser nun abgegossen wird am nächsten Morgen, dann wäre doch soweit alles ok, oder? Warum empfehlen Sie an anderer Stelle, Getreide nicht roh zu verzehren?
    Besten Dank
    A. Bolanz

    • Jutta Bruhn

      Hallo Anja, Getreide roh zu essen ist eine Theorie, die Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden ist, nachdem man festgestellt hat, dass Ratten damit gut klar kommen. Wir Menschen nicht. 😉

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta

  21. Lisa

    Hallo Frau Bruhn,
    muss man denn denn Vollkornreis vor dem Kochen einweichen? oder verschwindet
    das Phytin durch das Kochen sowiso?
    VG Lisa

    • Jutta Bruhn

      Hallo Lisa, ich dachte, das steht in dem Beitrag oben?

      Ja, ca. 8 Stunden einweichen. Nein, Phytin verschwindet nicht durch Kochen.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  22. sanna

    Hallo Frau Bruhn,

    ist es nicht so, dass durch die Phytase die in`s Einweichwasser übergegangene Phytinsäure ABGEBAUT, wird, also VERSCHWINDET? Dann könnte man doch das Einweichwasser mitverwenden, oder?

    Viele Grüße
    Sanna

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sanna, abgebaut heißt doch gerade, dass es aus der Pflanze raus ins Wasser gegangen ist. Es gibt nicht einen einzigen Grund, abgestandenes Wasser zu verwenden. 🙂

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  23. Elena

    Hallo Frau Bruhn

    Habe Ihren Artikel gelesen und finde ihn sehr interessant. Ich esse morgens oft Joghurt / Topfen mit Leinsamen, die ich am Vorabend selber schrote und dann einweiche. Die Samen quellen und entsteht sowas wie ein „Schleim“. Ist in diesem Schleim Phytin enthalten, und wenn ja, wie kann ich das losweden? Wegschütten ist ja kaum möglich…
    Danke im Voraus und lg Elena

    • Jutta Bruhn

      Hallo Elena, Sie merken selbst, dass diese Art der Ernährung problematisch ist. Diese Art von Frühstück kann ich gar nicht empfehlen und rate dringend davon ab.

      Vor allem Joghurt schon am Morgen hat kühlende Wirkung auf den Körper. Das Gegenteil wird gebraucht: Warmes Frühstück. Mehr dazu hier.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  24. Christin

    Liebe Frau Bruhn,

    vielen Dank für Ihre Tipps, die ich gerade entdeckt habe. Ich habe zum Einweichen ein paar Fragen:

    1. Habe mal gelesen, dass man zum Einweichwasser immer etwas Probiotisches (Kefir, Yoghurt, Brottrunk oder ähnliches) hinzugeben sollte. Ich erinnere mich nicht genau an den Grund, aber es hatte auch mit dem Abbau der Phytinsäure und der besseren Verdaulichkeit zu tun. Würden Sie das auch empfehlen?

    2. Was empfehlen Sie als nicht aufwändiges Frühstück für die ganze Familie? Hatte bisher gelesen, dass das gute alte „Oatmeal“ eine gute Lösung sei, auch vor dem Kochen über Nacht eingeweicht. Aber wie Sie schon schreiben, kann man das Einweichwasser dann schwerlich wegschütten.

    3. Wenn ich Reis bisher eingeweicht habe, dann wurde er danach sehr breiig und brannte mir beim Kochen schon fast an. Habe ich da etwas falsch gemacht oder ist das normal? Ich habe Naturreis aus dem Bioladen benutzt.

    Vielen Dank im Voraus und freundliche Grüße!
    Christin

  25. Johanna

    Hallo Frau Bruhn,

    sollte man bei längeren Einweichzeiten das Einweichwasser wechseln?

    Grüße
    Johanna

  26. Ines

    Hallo liebe Frau Bruhn. Ich habe Ihren Artikel über das Einweichen wegen Phytinsäure mit Interesse gelesen und möchte mich daran halten. Wir essen jeden Morgen ein Müsli mit selbstgepreßtem Hafer, den ich am Vorabend presse und einweiche. Den Flockenbrei verwende ich morgens. Macht es Sinn vor dem Verwenden abzusieben und durchzuspülen? Wären fertige Flocken aus dem Reformhaus besser?
    Für die Antwort vielen Dank im Voraus. Ines

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ines,

      ich rate davon ab, oft oder sogar täglich Getreideflocken zu essen. Eben weil man Flocken nicht einweichen kann und das Phytin enthalten bleibt. (das Einweichwasser muss weggeschüttet werden, das geht nicht bei Flocken)

      Vor allem Haferflocken können schnell zu Zinkmangel führen, das habe ich schon oft erlebt.

      Wieso kommen Sie nicht weg von dieser Art der Ernährung, die sehr unnatürlich ist? Getreide sollte gekocht gegessen werden.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

    • Claudia

      Ich esse seit Jahren ungekochte Haferflocken, nur gelockt, und habe keinen Zinkmangel oder sonstigen Mineralstoffmangel. Habe letztens einen Vollbluttest gemacht.

  27. Isa

    Wie ist es bei Quinoa, sollte dieses auch eingeweicht werden oder reicht dort das übliche gründliche waschen?

  28. Robert

    Wenn ich Mandeln oder Kürbiskerne einweiche, dann sind diese nach dem Abschütten des Einweichwassers und anschließendem Abspülen natürlich feucht. Kann sie dennoch eine gewisse Zeit lagern? Durch den Luftsauerstoff gehen ja leider wichtige Inhaltsstoffe verloren, insbesondere Fette.

    Macht es auch Sinn, Linsen einzuweichen? Ich musste feststellen, dass sich Linsen mit Wasser vollsaugen und kaum Einweichwasser übrig bleibt, das abgeschüttet werden könnte.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Robert, die Nüsse kann man im Backofen leicht rösten (darren). Siehe hier.

      Natürlich macht es Sinn, Linsen und Bohnen einzuweichen, es ist sogar wichtig, damit die Abwehrstoffe ausgeschwemmt werden. Die Schüssel muss voll mit Wasser sein. Das wird weggeschüttet.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  29. margit

    liebe Frau Bruhn,
    bin auf ihrer seite „ganz neu“. möchte aber doch gleich meinen dank aussprechen ! SOFORT habe ich mich dahintergesetzt um in WIEN ein Essenerbrot zu bekommen. Firma Mauracher erzeugt es. also bekomme ich es schon diese Woche. Natürlich muß ich schauen, WIE mein Verdauungstrakt das alles verkraftet.(habe noch eine restschilddrüse, 53kg, 1.60klein) nehme nach wie vor 1/2 tbl euthyrox von 100). Aber mein PROBLEM IST chron.gastritis und sehr empfindlichen darm/Blähungen……….. bin sehr froh, daß ich SIE kennengelernt habe und freue mich weiterhin auf ihre beiträge -bin zwar schon 73jahre, aber es ist nie zu spät sich positiv „umzukrempeln“ !!!
    liebe grüße aus dem zurzeit regnerischen Wien
    Margit

  30. Sigrid-Anne

    Liebe Jutta,

    endlich lese ich mal etwas in Richtung ‚Anti-Nährstoffe‘, über die ich zuerst von einer brasilianischen Bekannten gehört habe – darüber gibt es nicht mal einen deutschen Wikipedia-Eintrag: Lektine, Phytinsäure und Gluten.

    Ich lese deine Beiträge immer mit Spannung und mache schon einiges anders, da ich in Sachen Schilddrüse betroffen bin.

    Freundliche Grüße

  31. Kathrin

    Liebe Frau Bruhn

    Küribiskerne, Baumnüsse u.a. haben auch Phytin, müssten doch auch eingeweicht werden. Die Kürbiskerne danach mit Kräutersalz trockengeröstet schmecken auch viel besser.

    Liebe Grüsse – K.

    • Jutta Bruhn

      Hallo,

      ja das stimmt, Nüsse, Mandeln und Kerne müssen genauso eingeweicht werden. Deshalb mein Beitrag: Warum man Nüsse und Mandeln einweichen sollte

      Zitat:

      „Das Enzym Phytase neutralisiert Phytinsäure. Phytase steckt in unterschiedlichen Mengen auch in Pflanzen, in denen Phytinsäure enthalten ist. Um davon zu profitieren ist es nötig, Getreide, Nüsse und Hülsenfrüchte vor dem Verzehr einzuweichen. Auf diese Weise kann in einigen dieser Produkte ein Teil der Phytinsäure neutralisiert werden. Auch Wiederkäuer wie Rinder, Schafe und Ziegen verfügen in ihren Mägen über Phytase, um Phytinsäure unschädlich zu machen. Menschen verfügen von Natur aus nur über begrenzte Mengen Phytase.“ Weiterlesen bei Urgeschmack: Was ist Phytinsäure?

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  32. Sigrun

    Liebe Jutta Bruhn,

    herzlichen Dank für die hilfreichen Artikel; ich lese sie schon seit einer ganzen Weile.
    Heute meine Frage betreffend Phytin: wie sieht es dann bei Reis- oder anderen Keimen aus, von denen oft angeraten wird, sie z.B. über Salat zu streuen? Das Phytin dürfte darin konzentriert enthalten sein, ja?

    Einen herzlichen Gruss aus dem Süden Frankreichs mit viel Sonne,
    Sigrun

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sigrun,

      Phytin ist im Samen, als Keimling dürfte es nicht mehr enthalten sein. Trotzdem gehören Sprossen nicht zu meinen Empfehlungen. Das Thema ist EHEC, Salmonellen und andere Belastungen durch Fraßfeinde der Pflanze. Besonders immungeschwächten Personen wird vom Verzehr abgeraten.

      Viele Grüße aus dem ebenfalls sonnigen aber zur Zeit sehr kalten Berlin! 🙂

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