Ernährung ohne tierisches Eiweiß führt zu Müdigkeit

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Oft wird Ernährung ohne tierisches Eiweiß als Schlüssel zur Gesundheit empfohlen.

Das ist nicht richtig, denn mir berichten Leute, dass sie mit veganer Ernährung überhaupt erst krank geworden sind und eine Autoimmunerkrankung entwickelt haben.

Speziell die extreme Müdigkeit kann sich entwickeln, wenn tierisches Eiweiß (und Fett) in der Ernährung fehlt. 

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Ernährung ohne tierisches Eiweiß nur als kurzfristige Diät

Menschen, die aus einer fleischlastigen Ernährung kommen, erfahren oft schnelle Erleichterung, wenn sie sich eine Zeit lang tierisch eiweißfrei ernähren - kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier - also vegan. 

Vegetarisch/veganes Essen als kurzfristige Diät zum Einstieg kann richtig sein für Menschen mit geschwächter Verdauung, die diese Probleme haben:

und anderes mehr.

Nebenbei aber wichtig an dieser Stelle ist zu erwähnen, dass es in den obigen Fällen richtig ist, sich vorübergehend auch glutenfrei zu ernähren.

Vegan als Anti-Entzündungs-Diät

Angebracht kann eine Diät ohne tierisches Eiweiß als befristete Maßnahme sein bei akuten Entzündungen wie bei der Hashimoto-Thyreoiditis. Das ist Heilkost. Wie man sie zubereitet, steht ausführlicher in meinem Ebook "Anti-Entzündungs-Programm bei Hashimoto-Thyreoiditis".

Bleibt das Tierische weg, kann das gestresste Immunsystem zur Ruhe kommen. Deshalb lässt man bei autoimmunen Entzündungen sogar die Butter weg, weil schon diese kleine Menge tierisches Eiweiß reizauslösend sein kann.


Das Immunsystem wird geschwächt

Die Verträglichkeit einer reinen Pflanzenkost ist individuell und hat viel mit der Blutgruppe zu tun, das hat die Erfahrung gezeigt. Besonders Menschen mit der Blutgruppe 0 leiden früher oder später unter dem Entzug. Menschen mit der Blutgruppe A sind eher an fleischlose Kost angepaßt. 

Weil jeder individuell ist, kann man eben keine pauschalen Ernährungsratschläge geben.

Nicht alle Leute vertragen Essen ohne Tierisches und manche geraten schnell in Schwächezustände. In so einem Fall gebe ich den Tipp, sich mit ein paar wenigen Happen Fleisch oder Fisch aus der Schwäche rauszuhelfen. Auch ein Ei kann helfen.

Fehlt das tierische Eiweiß, kann es zu verschiedensten gesundheitlichen Problemen kommen.

Für gesunde Menschen kann diese Art von Diät in das Gegenteil von Gesundheit umschlagen, jedenfalls wenn es auf Dauer nicht wenigstens ein wenig tierische Nahrung gibt. Es könnten mindestens zwei Probleme entstehen:

Problem Nr. 1: Das Immunsystem wird geschwächt. 

Das führt zu vielen körperlichen Problemen. Eines davon ist extreme Müdigkeit

Problem Nr. 2: Der Blutzucker sinkt zu weit ab

Das führt zur Unterzuckerung mit den vielfältigen Symptomen. Eines davon ist extreme Müdigkeit. Ein anderes ist der ständige Heißhunger auf Süßes.

Allein pflanzliches Eiweiß reicht nicht

Die Kombination aus tierischem und pflanzlichem Eiweiß ist einer der Bausteine für ein starkes Immunsystem.

Die Zellen des Körpers und die Enzyme brauchen tierisches Eiweiß, um zu funktionieren.


Allein pflanzliches Eiweiß aus Hülsenfrüchten kann diese Leistung nicht vollständig übernehmen.

  • man muss nicht viel Tierisches essen, wenige Happen reichen schon
  • pflanzliches Eiweiß als Linsen, Bohnen und Erbsen kann es täglich geben

Am einfachsten serviert man pflanzliches und tierisches Eiweiß zusammen, hier drei Beispiele:

  • Erbsensuppe mit Geflügelwürstchen
  • Gemüse-Linsensuppe mit Fisch als Einlage
  • Weiße-Bohnen-Salat mit Ölsardinen

und viele andere Variationen.

Erfahrungsbericht: Wie Daniela die extreme Müdigkeit überwunden hat

Daniela (44) ist Sportlehrerin und hat am Selbstlernprogramm "Schilddrüse managen" teilgenommen. Im Kurs hat sie gelernt, Fisch und Eier oder auch mal Fleisch zu essen. Sie hat gemerkt, dass sich mit einer ausgewogenen Ernährung besser fühlt als mit rein vegetarischer oder veganer Kost. Hier das Interview:


Daniela, du hast dich früher vegetarisch/vegan ohne Tierisches ernährt. Wie lange denn?


Knapp 30 Jahre lang, mit ca. 17 habe ich angefangen.


Und dann? Wie ging es dir damit?


Mit Anfang 20 ging es los, dass ich immer so müde war abends. Ich konnte kaum ins Kino gehen. Ich hab mir weiter keine Gedanken darum gemacht, na gut, dachte ich, ich bin eben müde.

Anfang bis Mitte 30 war es dann extrem. Ich habe mich so durch die Woche gequält und am Wochenende konnte ich fast nur liegen, weil ich so erschöpft war. Irgendwie hab ich darüber nicht so viel nachgedacht, warum ich so müde war.


Ich hab damals auch schon etwas an der Ernährung geändert 1. auf Bio umgestiegen und 2. weniger Kohlenhydrate gegessen und versucht, mehr Gemüse zu essen.


Im letzten Herbst ging es mir dann so schlecht, dass ich dachte "oh, mein Gott, wenn das so weitergeht ..." Meine Beine waren ganz schwer und ich wollte mich kaum noch bewegen. Meine Vitalitätskurve war ganz unten. Ich habe mich dann so durchgequält und dachte, das ist doch kein Leben, ich muss was machen.


Dann habe ich deine Webseite gefunden und mich für den Onlinekurs angemeldet. Das war dann mein "Lebenswandel" sozusagen. 🙂


Was hast du denn konkret anders gemacht seit dem Kurs?


Direkt davor hatte ich wieder eine rein vegetarische Phase und habe nur Gemüse gegessen. Ich war ja auch träge und etwas dick und dachte, Gemüse ist leichtes Essen.


Dann im Kurs habe ich gelernt, endlich Fett zu essen. Das war mein größtes Geschenk! Denn vorher habe ich gerade am Fett sehr viel gespart.


Für mich war das großartig, wenn auf meiner Suppe die Fettaugen schwammen! Darüber war ich am glücklichsten.


Du meinst das gute Kokosfett. Mit wie viel davon hast du gekocht?


Das weiß ich noch sehr genau, denn ich habe ein 500-Gramm-Glas in der Woche aufgegessen. Es hat auch so gut geschmeckt und ich hab gemerkt, ich brauche das. Mich hat das angezogen und ich hab gedacht, ich brauche noch mehr, ich brauche noch mehr ...


Gab es noch andere Defizite?


Anfangs war ich sehr stark in der Unterzuckerung. Ich hab gefroren. Ich habe Massen gegessen, ich hatte so aggressiven Hunger. Einmal hab ich drei Portionen Mittag hintereinander aufgegessen, weil ich einfach nur Hunger hatte.


Verstehe, der Körper war ausgehungert nach Eiweiß, das so lange gefehlt hatte. Wie sieht es denn jetzt aus damit, speziell mit dem tierischen Eiweiß? Gibt es Fisch?


Ich esse alles gerne, besonders Rindfleisch und Huhn. Jetzt habe ich gerade eine Phase, wo ich sehr gerne Fisch esse. Eier gibt es auch.


Und wie geht es dir damit? Ich meine mit der ganzen Ernährung, die du im Kurs gelernt hast.


Also die Veränderung kam so nach 3-4 Monaten nach Kursstart. Da habe ich gemerkt, ich fühle mich so fit und wach wie schon lange nicht mehr.


Ich hatte in den Jahren vorher einen Tag im Monat, an dem ich mich gut gefühlt habe. Und jetzt waren es mal zwei Tage im Monat, an denen ich mich nicht so gut gefühlt habe.


Ich war einfach fit, ich war da, ich konnte mich konzentrieren. Das war ein Wandel für mich um 180 Grad.


Daniela, was würdest du heute mit deinen Erfahrungen anderen raten, die sich vegetarisch/vegan ernähren?


Man sollte diese Sturheit rausnehmen. Diesen fanatischen Glauben, man müsse 100% vegetarisch essen und alle die Fleisch essen, sind böse.


Danke für das Interview, Daniela!


Kochen bei Hashimoto und Schilddrüsenproblemen

 

Gesunde Schilddruese

Rezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin seit langen Jahren Heilpraktikerin und informiere zur Ernährung und Naturheilkunde bei Schilddrüsenproblemen und Hashimoto.

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