Azukibohnen helfen den Nieren

Azukibohnen

Azukibohnen sind für mich ein absoluter Geheimtipp für die Gesundheit.

Wenn ich dafür Werbung machen würde, hießen sie "Power-Böhnchen" oder so ähnlich.

Diese kleinen kompakten Bohnen sind sehr beliebt in Fernost. Dort werden sie zu Feiertagen und besonderen Gelegenheiten zubereitet. Im Alltag gibt es sie als kleine Beilage oder als süßen Nachtisch.

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Ursprünglich stammen die Azukibohnen aus Hokkaido. Das ist die nördlichste Insel Japans, von dort stammt auch der berühmte Hokkaido-Kürbis, der inzwischen bei uns heimisch geworden ist.

Je nach Übersetzung heißen die Böhnchen Ad- oder Az- oder Adz-uki. Nicht wundern, das hat mit der japanischen Sprache zu tun, die man unterschiedlich übersetzen kann. Die Bohnen sind immer die gleichen. 🙂

Die teuersten Azukibohnen sind die gesundheitlich hochwertigsten.

Azukibohnen haben viele positive Wirkungen

 Die den Bohnen zugeschriebene Wirkung kann sein:

  • allgemein stärkend
  • geistig wach sein
  • die körperliche Mitte stärkend

In der chinesischen Medizin werden Azukibohnen gekocht, um die Nieren zu stärken. Zur Reinigung kann man den Kochsud trinken. Wer das ausnutzen möchte, kocht die Bohnen mit einer Tasse zusätzlichem Kochwasser und würzt den Su mit etwas Shoju oder Tamari.

Wichtiger Hinweis: Wer das Kochwasser trinkt, sollte das lieber nicht unmittelbar vor Verlassen des Hauses tun. Wenn die Nieren angeregt werden, kann es sehr leicht zu Harndrang kommen. 😉

Und so kocht man Azukibohnen:


Schritt 1: Einweichen

Azukibohnen müssen wie alle anderen Bohnen vor dem Kochen mindestens 5 bis 8 Stunden eingeweicht werden, am einfachsten lässt man sie über Nacht in kaltem Wasser stehen.

  • Wer lieber abends kocht, weicht sie morgens ein.
  • Wenn es mal schneller gehen soll, weicht man die Bohnen in heißem Wasser ein. Das verkürzt die Einweichzeit um 2 bis 3 Stunden. Außerdem sollen sie bei dieser Methode viel weicher werden und leichter verdaulich sein. Ich hab das noch nie gemacht, weil ich es einfacher finde, die Schüssel über Nacht stehen zu lassen.

Nach dem Einweichen werden die Bohnen im Sieb mit kaltem Wasser abgespült.

Schritt 2: Kochen

Für eine Tasse trockene Bohnen braucht man etwa 4 Tassen Wasser. Das ist eine Grundempfehlung, die je nach persönlichen Vorlieben abweichen kann. Man gibt beides in den Topf und dann geht es so weiter:

  • zum Kochen bringen
  • bei kleiner Hitze kochen, bis die Bohnen ca. 80 % gar sind
  • erst dann fügt man Salz zum Würzen dazu
  • dann weich kochen lassen, das kann 1 bis 3 Stunden dauern

Erst wenn die Bohnen fertig sind, werden sie mit Shoju/Tamari oder Salz gewürzt.

Die fertig gekochten Azukibohnen lassen sich vielfältig verwenden:

  • als Einlage in Suppen und Eintöpfen
  • als kleine Beilage
  • püriert als Suppe
  • für den Reissalat
  • kalt zubereitet als Brotbelag

und wo immer sie sonst noch passen.

Bekömmlichkeit von Hülsenfrüchten

Der wichtigste Tipp, den ich geben kann zur Bekömmlichkeit von Hülsenfrüchten ist: 


Nur eine kleine Menge davon essen.


Denn wenn jemand Hülsenfrüchte nicht verträgt, hat das ganz häufig damit zu tun, dass eine zu große Portion davon gegessen wurde.


Alle die Probleme mit Hülsenfrüchte haben, finden hier ein paar Tipps, wie sie leichter bekömmlich werden: Wenn Hülsenfrüchte nicht vertragen werden

Kochplan für Bohnen und Linsen

Vielleicht haben Sie ja eine andere Kochplanung, aber so kann es gut klappen:

  • Hülsenfrüchte am Sonntagabend einweichen und am Montag kochen,
  • dann reicht der Vorrat für die ganze Woche und man hat keine Arbeit mehr damit.

Die Azukibohnen sollte man mit anderen Hülsenfrüchten abwechselnd zubereiten. Ein Plan könnte so aussehen:

  • eine Woche gibt es Azukibohnen, so etwa 2-3 x
  • in der nächsten Woche gibt es Linsen
  • darauf folgen zum Beispiel Kichererbsen
  • in der weiteren Woche könnte es Erbsen geben

und dann wieder Azukibohnen. Dieser Plan gilt für Leute, die sehr gerne Hülsenfrüchte essen. Für andere kann es zu viel werden, jede Woche davon zu essen. Man muss es individuell gestalten.

Azukibohnen mit Kombu gegen Schilddrüsenunterfunktion

Aduki-mit-Kombu

Jetzt folgt etwas für Fortgeschrittene und für Neugierige: Dort wo die Azukibohnen herkommen, kocht man sie zusammen mit Meeresalgen und zwar mit der Kombu-Alge.

Kombu ist das kleine Wundermittel für alle, die aus der Schilddrüsenunterfunktion rauskommen wollen.

Wer eine funktionelle Unterfunktion hat und keine Schilddrüsentabletten nimmt, kann sich auf leichte Weise gesund essen mit der Kombualge, weil sie von den Algen am meisten Jod enthält. Wer regelmäßig mit Kombu kocht, wird nie wieder in eine Unterfunktion rutschen, das weiß ich aus der Erfahrung und von mir selber. Ich koche seit über 20 Jahren mit Kombu und habe nie wieder Unterfunktion gehabt.

Nicht richtig ist die Kombu-Alge in der Anfangszeit bei

  • Schilddrüsenüberfunktion
  • M. Basedow
  • Hashimoto-Thyreoiditis im akuten Schub
  • wenn Schilddrüsentabletten genommen werden

Nach gewisser Zeit der Ernährung nach der MBH werden Meeresalgen vertragen, aber mit Kombu muss vorsichtig umgegangen werden.

Kaufen kann man Kombu-Algen übrigens im makrobiotischen Versandhandel im Internet oder im Bioladen.

Mineralstoffe für die Leber

Meeresalgen sind gebündelte Mineralstoffe. Wenn man genug davon isst, braucht man keine Nährstoffe zu kaufen. Nichts gegen Nahrungsergänzungsmittel, aber Kochen mit Meeresalgen ist viel natürlicher. Aus diesem Grund empfehle ich sehr, sich diesem ungewohnten Nahrungsmittel näher anzunehmen und es mal zu probieren. In diesem Beitrag habe ich mehr geschrieben zum Einstieg in die Welt der Meeresalgen.

Mineralstoffe brauchen wir für alle Abläufe im Körper. Ganz vorne steht das Organ Leber und schreit nach Mineralstoffen. Denn die Entgiftungsfunktion der Leber hängt davon ab, ob es ausreichend Mineralstoffe gibt.

Kochen bei Hashimoto und Schilddrüsenproblemen

 

Gesunde Schilddruese

Rezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin seit langen Jahren Heilpraktikerin und informiere zur Ernährung und Naturheilkunde bei Schilddrüsenproblemen und Hashimoto.

6 Kommentare

  1. Heidrun

    Hallo Jutta, ich habe neulich gelesen, dass Azukibohnen zu den Sojabohnen gehören. Wie passt das zusammen.

    Dann möchte ich gerne wissen, ob es eine Pflanze, ein Gemüse… gibt, durch die Tomaten ersetzt werden können? Ich bin ein grosser Fan der indischen Küche, da lässt sich vieles adaptieren, nur für Tomaten habe ich noch nichts gefunden.

    Beste Grüße, Heidrun

  2. Alfred

    Hallo liebe Frau Bruhn, ich vermisse Ihre Newsletter! Was ist passiert,dass ich keine Newsletter mehr bekomme???

    Eine Frage noch…“Was ist die schonenste Art, gekeimte Bohnen gesund und genussreich herzurichten so dass wenig Vitamine verloren gehen???

    Vielen vielen herzlichen Dank im vorraus Alfred Steinigen

    • Jutta Bruhn

      Hallo Alfred,

      wenn der Newsletter nicht mehr kommt, trag dich doch einfach hier neu ein. Das kannst du immer wieder tun, der Newsletter kommt nicht doppelt.

      Zur aktuellen Frage: Auf keinen Fall empfehle ich gekeimte Bohnen roh zu essen. Die Abwehrstoffe der Pflanze sind nicht gesund. Alle Hülsenfrüchte müssen eingeweicht und gekocht werden.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  3. Heidi

    Hallo Jutta,

    habe bei dir schon mal gelesen, dass Linsen (auch andere Hülsenfrüchte?) für manche gekeimt besser verträglich sind. Hier steht, Bohnen niemals keimen. Ist ein Unterschied zwischen Linsen, Kichererbsen oder Bohnen, was die Empfehlung zum Keimen anbelangt?

    Lieben Dank und Gruß
    Heidi

    • Jutta Bruhn

      Hallo Heidi, das stimmt, Linsen und Bohnen sind für manche Menschen leichter bekömmlich, wenn sie ganz wenig gekeimt werden vor dem Kochen. Aber nicht die rohen gekeimten Linsen essen!

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

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