Warum Sie Nüsse und Mandeln einweichen sollten

Jutta-BruhnNüsse und Mandeln sind was Feines zum Knabbern am Abend. Nur wenige wissen, dass man sie nicht einfach so aus der Schale essen sollte.

Nüsse und Mandeln sollten für etwa acht Stunden in kaltem Wasser eingeweicht werden. In das Wasser gibt man einen Teelöffel Salz dazu. Wozu der Aufwand?

Nüsse und Mandeln nicht einfach so knabbern

Man sollte Nüsse und Mandeln und auch Samen und Kerne möglichst immer vor dem Verzehr gründlich gewässert haben.

Das heißt, man gibt sie in eine Schüssel mit reichlich kaltem Wasser, so dass sie bedeckt sind. Dazu gibt man die Menge von etwa 1 TL Salz. Das muss nicht so ganz genau sein, es kommt auch drauf an, wie viel Nüsse eingeweicht werden.

Wichtig ist dieses Vorbereiten, weil bei dem Einweichvorgang sich Stoffe lösen, die sonst die Tätigkeit der Enzyme der Bauchspeicheldrüse behindern könnten.

Das Einweichen ist unterstützend, wenn man eine Schilddrüsenunterfunktion hat, denn dann ist die Bauchspeicheldrüse ebenso in Unterfunktion.

Das Rezept finden Sie ganz unten auf der Seite.

Um welche Stoffe geht es dabei?

Abgebaut werden Stoffe wie

  • Phytinsäure
  • Tannine
  • Enzyminhibitoren

aufgebaut werden Stoffe wie

  • nützliche Enzyme
  • Vitamine

neutralisiert werden

  • Giftstoffe

Was wird eingeweicht?

Einweichen sollte man:

  • Haselnüsse
  • Kürbiskerne
  • Mandeln
  • Sesamsamen
  • Sonnenblumenkerne
  • Walnüsse

Nicht eingeweicht werden

  • Erdnüsse
  • Macadamianüsse.

und natürlich nicht

  • Mandelmus
  • Nussmus
  • Sesampaste (Tahin)
 Makrobiotische Heilküche Rezepte

Nüsse, Mandeln, Kerne und Samen sind nicht nur was zum Knabbern im Winter. Sie passen schon morgens auf den Frühstücksbrei.

Ideen und Anregungen dazu gibt es in meinem Ebook: Makrobiotische Heilküche – Rezepte 

Nüsse und Mandeln trocknen

Nach dem Einweichen werden die Nüsse und Mandeln im Sieb unter fließendem Wasser gut abgespült. Man kann man sie dann einfach nass essen oder weiter verwenden zum Backen etc.

NüsseBesonders lecker werden die Nüsse, wenn sie bei ganz niedriger Temperatur im Backofen getrocknet werden. Dieser Vorgang heißt „darren“.

Genauso gut kann man sie in der Pfanne trocknen/darren. Dabei sollten sie nur vorsichtig und langsam bei niedrigster Temperatur geröstet werden, damit keine Röststoffe entstehen.

Die fertigen Nüsse, Mandeln oder Kerne bewahrt man offen oder in einem nicht fest schließenden Gefäß auf.

Sollen sie verschlossen aufbewahrt werden, müssen sie sehr gut getrocknet sein, damit kein Schimmel entsteht.

Grundrezept für Nüsse, Mandeln und Kerne

lässt sich vorbereiten

Tipp: Zeitsparend bereitet man gleich die Menge zu, die für die ganze Woche gebraucht wird.

  • 2 Tassen Nüsse, Mandeln oder Kerne
  • 1 Teelöffel Salz
  1. Nüsse, Mandeln oder Kerne für mindestens 8 Stunden oder über Nacht in Salzwasser einweichen.
  2. Einweichwasser wegschütten, gründlich unter fließendem Wasser im Sieb abspülen.

Die Nüsse, Mandeln oder Kerne können einfach nass gegessen werden.

Noch leckerer sind sie leicht geröstet:

  • Die nassen Nüsse, Mandeln oder Kerne in einer Pfanne ohne Fett auf niedrigster Stufe unter ständigem Rühren ganz sanft rösten bis sie leicht gebräunt sind.

o d e r

  • Die nassen Nüsse, Mandeln oder Kerne auf Backpapier auf einem Backblech verteilen und bei ganz niedriger Temperatur trocknen (darren) lassen.

 

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite gebe ich Tipps und Infos zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen. - Mein kostenloser Service: Ich beantworte unter den Beiträgen Fragen, allerdings nur für Abonnenten meines Newsletters.

41 Kommentare

  1. Elisa S.

    Liebe Frau bruhn! Ich hab extrem mit histamin zu tun im Moment. Wenn ich Getreide oder Mandeln im Kühlschrank quellen lasse über Nacht , bildet sich dann nicht histamin?? Vielen Dank für Info!! Elisa

    • Jutta Bruhn

      Hallo Elisa, die Unverträglichkeit auf Histamin hat mit dem kranken Darm zu tun. Ändern Sie das, danach werden Sie wieder alles essen können.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  2. Christian

    Hallo, verstehe ich das richtig, das beim Einweichen der Sonnbeblumenkerne bzw. der Keimprozess eingeleitet wird die Histamin Bausteine „restlos“ ausgeschwemmt werden? Somit also keinerlei MAO gebraucht werden um diese zu blocken und es zu keiner Histaminintolleranz kommen kann?

    Gruß,
    Christian

    • Jutta Bruhn

      Hallo Christian, nein, so einfach ist das leider nicht. 🙁

      Beim Histamin geht es nicht nur darum, ob es in einem Nahrungsmittel enthalten ist. Es gibt 3 verschiedene Formen von Histaminintoleranz. Man kann entweder zu viel Histamin zu sich nehmen oder auf die histaminproduzierenden Bakterien im Darm reagieren oder es findet ein zu geringer Abbau von Histamin im Körper statt.

      Deshalb nutzt es nicht viel, einfach nur Histamin auszuschließen. Weil die Ursache im Darm zu finden ist, sollte man ganzheitlich über die komplette Ernährung an das Thema rangehen.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  3. Manuela

    Hallo Frau Bruhn, ist nun Hafermilch genauso ungesund wie Kuhmilch?

    Besten Dank und liebe Grüße aus der Schweiz

  4. Gerrit

    Kann man alle Samen und Nüsse zusammen in einer einzigen Schüssel einweichen oder empfiehlt es sich, mehrere Schüsseln und getrenntes Wasser zu benutzen?

  5. Anita

    Liebe Jutta, hätte eine Frage: Ist es „nötig“ weißen Reis auch einzuweichen oder nur den Vollkornreis? Ist das Phytin nur in den Randschichten beim Vollkornreis enthalten oder auch beim weißen, geschälten Reis? Freue mich auf eine Antwort. Mit lieben Grüßen, Anita

    • Jutta Bruhn

      Hallo Anita, ich hab gar keine Erfahrungen mit weißem Reis. Probier es einfach aus, ob das klappt mit dem Einweichen. Zum Phytin weiß ich nichts dazu.

      Ich würde sagen, dass man weißen Reis sowieso nur als Ausnahme isst und deshalb ist es egal. Beim Einweichen geht es immer darum, dass das Getreide eingeweicht wird, was man ständig kocht.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  6. Heidrun

    Hallo Frau Bruhn,

    zuerst einmal vielen Dank für Ihre Seite.

    Also kann ich nach wie vor Paranüsse (3 Stück/Tag) und Cashews uneingeweicht zu mir nehmen?

    Sie bezeichnen Reis- und Haferdrink als unnatürliche Getränke, die der Bauchspeicheldrüse Probleme machen. Ist das auch bei Mandeldrink so? Diesen trinke ich nämlich ganz gerne und frage mich nun, ob ich das in Zukunft lassen soll.

    Herzlichen Dank für Ihre Antwort und viele Grüße

    von Heidrun

    • Jutta Bruhn

      Hallo Heidrun, das hört sich alles sehr nach Ernährungs-Theorien an. Ich würde weder Mandeldrink noch Paranüsse noch Cashews regelmäßig und schon gar nicht jeden Tag essen. Ab und zu als Leckerei nebenbei ist das okay.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  7. Selene

    Guten Tag Frau Bruhn,

    wofür kommt bitte das Salz ins Einweichwasser?
    Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus und freundliche Grüße,
    Selene

    • Jutta Bruhn

      Hallo Selene, das Salz ist dafür da, die hemmenden Stoffe aus den Nüssen, Mandeln etc. zu lösen. Man schüttet das Wasser am nächsten Tag weg und spült die Nüsse gut ab.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  8. Sybille

    Ich soll wegen Pilzbelastung und bakterieller und viraler Belastung die Darmflora aufbauen. Was empfehlen Sie mir zu essen ausser Gemüse und Obst. Getreide steht auf meiner Seite nichtessen.

    …hatte noch vergessen zu sagen,dass ich unter ständiger Unterfunktion der Schilddrüse leide nach fastkomplett Entfernung der Schilddrüse und ich nicht mehr weiss was ich essen darf um nicht immer dicker zu werden.
    Danke Sybille

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sybille, wenn die Schilddrüse nicht ordentlich arbeitet, sind alle Organe in Unterfunktion. Deshalb gehen Schilddrüsenunterfunktion und Candida stets einher. Dazu kommt die Belastung der anderen Organe, die zwar arbeiten, aber eben nur mit halber Kraft. Es ist eine Frage der Zeit, wann es zu weiteren Beschwerden kommt.

      Deshalb reicht es nicht aus, irgendwelche Nahrungsmittel wegzulassen. Ich kann nicht dazu raten, kein Getreide mehr zu essen. Viele haben das ausprobiert und sind unzufrieden. Man braucht ein ganzes Programm, um aus der Misere wieder rauszukommen.

      Wenn Sie nur Tipps suchen, dann finden Sie hier auf der Webseite viele davon. Wenn Sie das Problem aber richtig angehen wollen, rate ich zur Teilnahme am Videokurs „Hashimoto managen“ hier.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  9. Vera

    Hallo Jutta,

    sehr informativ und kurz und knapp, vielen Dank dafür!

    Ich habe ein paar Fragen, Warum sollten Macadamias nicht eingeweicht werden? Hab gegooglet und nichts dazu gefunden. Haben sie keine Phytinsäure? Von Erdnüssen weiß ich, dass sie immer geröstet sind, also macht einweichen keinen Sinn mehr. Aber wenn man rohe Erdnüsse bekommt, müsste doch einweichen dann auch nötig sein oder ?

    Dient das Salz nur zur Geschmacksgebung oder hat es einen Sinn für die Entgiftung? Ich weiß von Vitamin C Zugabe zur Schimmelentgiftung….

    Vielen Dank im Vorraus

    LG Vera

    • Jutta Bruhn

      Hallo Vera, bitte nur eine Frage pro Kommentar, danke.

      Macadamias werden matschig beim Einweichen – sagt jedenfalls mein Freund und Lehrer Steven Acuff, der in Australien lebt, wo die Nüsse herstammen. Ehrlich gesagt, ich hab es ihm einfach geglaubt und es noch nicht ausprobiert. Möchten Sie es für mich tun und uns berichten? Danke!

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  10. Daniela

    Hallo Frau Bruhn,

    kann man Nüsse zu lange einweichen? Und falls ja – was passiert dann?

    Herzliche Grüße

    Daniela

  11. Alexandra

    Liebe Frau Bruhn,

    vielen Dank für Ihren Beitrag. Habe meine Mandeln nun mind. 12 Stunden in „Salzwasser“ eingelegt, gespült und nun in den Backofen gegeben. Mir stellte sich nun aber die Frage: soll ich Ober-/Unterhitze nehmen oder Umluft bei 50 Grad Celsius und brauche ich den Holzlöffel in der Ofentür. Reichen 8 Stunden im Backofen oder lieber 12?
    Für eine Antwrt wäre ich sehr dankbar!
    Viele Grüße,

    Alexandra

    • Jutta Bruhn

      Hallo Alexandra, die genaue Zeit kann ich leider nicht sagen, jeder Backofen ist etwas anders.

      Ich finde auch nicht, dass jetzt die richtige Zeit ist, den Backofen so lange laufen zu lassen. Die Küche wird ja total aufgeheizt. Das passt doch besser in den Winter.

      Bei dem schönen Wetter (jedenfalls in Berlin 🙂 ) reicht es, die Mandeln auf einem Backblech direkt in der Sonne darren zu lassen. Das ist viel natürlicher als im Herd.

      Viel Erfolg!
      Jutta Bruhn

  12. Nadja Baum

    Hallo Frau Bruhn,
    eher durch Zufall bin ich auf die Phytinsäure gestoßen und hiermit auf Ihrer Seite gelandet. Vielen Dank für Ihre außerordentlichen Informationen!
    Mein Mann hat kürzlich einen Artikel gelesen, und möchte zukünftig gerne 60 Gramm Mandeln am Tag essen. Da dass aber dann täglich über einen längeren Zeitraum sein wird, ist es also absolut notwendig, diese über Nacht ca. 12 Stunden einzuweichen. Mit klarem Wasser spülen und trocknen. Entweder eine größere Menge direkt im Backofen, oder über den Tag in einem offenen Gefäß haben und verteilt essen. Sehe ich das richtig?
    Habe ich das außerdem richtig verstanden, wenn man Reis als Beilage essen möchte, sollte dieser min. 8 Std. vorher eingeweicht werden? Man würde quasi ihn vormittags vor dem aus dem Haus gehen einweichen und abends kochen?
    Entschuldigen Sie die Unannehmlichkeit der konkreten Nachfrage, aber ich möchte nichts falsch machen. Wir stehen erst ganz am Anfang mit dem ganzen Überdenken der Ernährung und Co. Vielen herzlichen Dank!

    • Jutta Bruhn

      Hallo Frau Baum, Sie sagen, Sie möchten nichts falsch machen. Dann würde ich vor allem keine „60 Gramm“ Mandeln pro Tag essen. Weiter kann ich dazu nichts sagen und verweise auf Urheber dieser dubiosen Empfehlung.

      ja, Reis und anderes Getreide sollte eingeweicht werden, so wie es im Beitrag steht.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  13. Fjodor Fjodorow

    Moin, also ich weich meine Nüsse (Mandeln, Wal) und Hirse/Quinoa auch immer ein, aber wie steht’s mit Sonnenblumenkernen? Die sind doch alle bereits geröstet, d.h. die Phytase wurde zerstört, womit sich das Einweichen ja dann erledigt hat. Oder haben die an sich nicht viel Phytate?
    LG Agent-Triple-FFF

    • Jutta Bruhn

      Hallo Fjodor, ich persönlich kaufe keine gerösteten Sonnenblumenkerne. Denn das Phytin wird dadurch nicht entfernt.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  14. Gabriele Fricke

    Liebe Frau Bruhn,
    schade, dass Dinkel nicht zu Ihren Empfehlungen gehört. Vielleicht habe ich auch deswegen vergeblich nach einem Rezept für einen Dinkel-Getreidebrei gesucht. Leider habe ich mir gerade erst eine Tüte mit ganzen Dinkelkörnern gekauft und eine mit Dinkelflocken.
    Auf Ihren Seiten habe ich jedoch gelesen, dass

    Geeignete Getreide für den Brei sind:

    Naturreis
    Hirse
    Hafer
    Dinkel

    Eine weitere Frage von mir ist, ob Basmati-Reis (Demeter) auch zum Einweichen genommen werden kann.

    • Jutta Bruhn

      Hallo liebe Frau Fricke, dass ich Dinkel als volles Korn nicht direkt empfehle, liegt daran, dass es recht umständlich zu verarbeiten ist und es so viele Produkte (Brot, Nudeln …) mit Dinkel gibt, die man viel einfacher kaufen kann.

      Trotzdem will ich natürlich niemanden davon abhalten, mit Dinkel zu kochen. Im Text steht ja auch nur „geeignet“. 😉

      Ja, Basmatireis würde ich auch einweichen.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  15. Gabriele Fricke

    Guten Tag Frau Bruhn,

    sollte man besser ganze (Dinkel-)körner einweichen oder die Körner noch zusätzlich vor dem Einweichen schroten? Ich frage, weil ich einen empfindlichen Magen habe und mir vorstellen könnte, dass am Vortag geschrotete und eingeweichte Körner anschliessend magenfreundlicher und kaufreundlicher sind.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Gabriele,das Problem mit geschrotetem Getreide ist, dass man es eben nicht einweichen kann.

      Dinkelkörner gehören nicht zu meinen Empfehlungen, weder gekocht noch geschrotet.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  16. Monika brodnicke

    Hallo Jutta, vielen Dank für die guten Infos. Wie gehe ich denn mit Leinsamen und chiasamen um? Auch einweichen? Habe bis jetzt eine Mischung von Kürbis- Sonnenblumen- und sesamkernen, Leinsamen und chiasamen trocken in der Kaffemühle gemahlen und daraus mein ‚müsli‘ mit Obst und reismilch gemacht. Das ist also gar nicht gut? Hafer- und Reismilch auch nicht, weil wahrscheinlich vor der Produktion nicht eingeweicht? Und was ist mit Roggen, soll er vor dem backen auch eingeweicht werden?
    Warte gespannt auf Antwort
    Viele Grüße
    Monika

    • Jutta Bruhn

      Hallo Monika, nein, da sind einige Sachen bei, die ich eher unter „Pseudo-Gesundheit“ einordnen würde. Das sind immer wieder hochkommende Theorien, die stark beworben werden.

      Bei mir geht es darum, sich an die einfache Ernährung zu erinnern, die eine Garantie für Kraft und Gesundheit ist. Modesachen wie Chiasamen und Müsli gehören nicht dazu.

      Ich kann nur warnen, solch ein Frühstück über längere Zeit zu essen.

      Auch warne ich davor, diese völlig unnatürlichen „Getränke“ wie Reis- oder Hafermilch öfter zu trinken. Das ist eine enorme Überforderung für die Bauchspeicheldürse, die Folgen zeigen sich erst später.

      Roggen wird tradionell in Form von Sauerteig verarbeitet. Bei der Gärung entweicht das Phytin und macht Roggen bekömmlicher.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  17. Irina

    Noch eine Frage zum Darren = Trocknen: Kann ich dafür auch ein Dörrgerät nehmen? Mit dem Dörrgerät trockne ich Pilze, Mangos, Äpfel usw. Das ist ideal, weil hier die Temperatur ziemlich niedrig ist, dauert natürlich eine Weile, aber 3 Std. im Backofen sind auch nicht ohne.
    Liebe Grüsse
    Irina

  18. Heidi Ruhbaum

    Liebe Jutta, sind zum „darren“ im Ofen 120 Grad zu viel? Oder sollten sie eher bei ca. 50/60 Grad im Ofen trocknen? Nach einer halben Stunde 120 Grad sind sie innen noch feucht. Es wäre einfach toll, ungefähr einen Anhaltspunkt zu haben! 🙂
    Lieben Dank und Gruß
    Heidi

    • Jutta Bruhn

      Hallo Heidi, ja besser sind geringe Temperaturen, perfekt wäre 40 Grad. Aber nicht jeder Backofen kann das. Deshalb kann man einen Löffel zwischen die Backofentür klemmen und die warme Luft rauslassen.

      Bei 40 Grad brauchen sie 3-4 Stunden, wie du ja schon gemerkt hast. Ich finde diese Methode ehrlich gesagt nicht sehr praktikabel, es sei denn man möchte gleichzeitig die Küche heizen. 🙂

      Was ich mache: Die Nüsse werden in der Pfanne auf der aller kleinsten Gasflamme mit einem Gasflammverteiler in etwa einer Stunde gedarrt. Du merkst, jetzt wird es sehr speziell. Denn:

      1. man sollte einen Gasherd haben, weil das die natürlichste Feuerquelle zum Kochen ist
      2. einen Flammverteiler bekommt man z.B. bei http://www.makrobiotik-perlen.de unter Haushaltswaren

      Wer das alles nicht hat oder wem das zu aufwändig ist: Die Nüsse schmecken richtig gut auch nass. Dann muss man sie allerdings in kurzer Zeit aufessen, weil sie sonst schimmeln.

      • Heidi Ruhbaum

        Danke für die ausführliche Antwort. Ich muss das leider mit dem Elektroherd versuchen. Gas hatte ich mal und damals war ich auf der Suche nach so einem Flammenverteiler (das Wort kannte ich damals nicht) …nun guck‘ ich mal, ob ich das auf der Herplatte auf Stufe 2 (von 9) zum Darren kriege 🙂 Jetzt habe ich zumindest eine „Hausnummer“, für derartige Darraktionen. Eingeweichte Mandeln und Kerne habe ich schon ein paar Mal gegessen. Wollte es mal anders 🙂
        Liebe Grüße
        Heidi

        • Jutta Bruhn

          Hallo Heidi, bei Elektro legt man 3 Münzen auf die Platte, damit kein direkter Kontakt zum Topfboden besteht. 🙂
          Wie es bei anderen Herden ist, kann ich nicht sagen. VG Jutta

  19. Kathrin Schaarschuh

    Hallo,

    vielen Dank für diesen Blog. Ich habe eine Frage zu dieser Seite: warum sollten Erdnüsse und Macadamia Nüsse nicht eingeweicht werden? Habe gelesen, dass Erdnüsse (die eigentlich keine Nüsse sind, sondern eine Art Bohne?) ganz besonders viel Phytin enthalten.
    Noch eine Frage: Ich liebe Nussmuse, Erdnussmus, Mandelmus, Tahin … einweichen kann man sie natürlich nicht, aber sind sie denn gesund? Es ist wohl davon auszugehen, dass die verarbeiteten Nüsse/Samen nicht vorher eingeweicht wurden und dass das darin enthaltene Phytin deshalb nicht abgebaut wurde.

    Vielen lieben Dank!

    Kathrin

    • Jutta Bruhn

      Hallo Kathrin, wie viel Phytin enthalten ist, kommt immer auch auf das Anbaugebiet und die Ernte an. Das ist nicht immer gleich.

      Macadamia und Erdnüsse können durch einweichen sehr weich werden. Eben weil man die Muse nicht einweichen kann, nimmt man davon nur wenig.

      Wenn großes Bedürfnis nach Nussmus etc. besteht, ist das wahrscheinlich deswegen, weil nicht genug Fett im Essen ist. (Kokosfett).

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  20. Jutta Bruhn

    Da kann man unterschiedliche Erfahrungen machen. Manche Nüsse sind so weich, dass sie zu Brei werden nach dem Einweichen. Manche Sorten sind aber so fest, dass man sie einweichen kann.

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