Vermeide eine Nebennierenschwäche!

Vermeide eine Nebennierenschwäche

Vermeide eine Nebennierenschwäche

Frühstückst du jeden Morgen? Wenn nicht, kann das der direkte Weg in die Nebennierenschwäche sein.

Auf den Punkt gebracht: Ohne Frühstück werden überflüssige Stresshormone ausgeschüttet.

Geschieht das jahrelang, erschöpfen die Nebennieren. In der Folgen gerät die Schilddrüse in Unterfunktion.
Denn wenn die Nebennieren erschöpft und somit geschwächt sind, kann auch die Schilddrüse nicht ordentlich arbeiten.

„Eine Schilddrüsenunterfunktion ist fast immer die Folge einer anderen Störung, oft von einer Nebennierenschwäche“

sagt Dr. Kharrazian, Autor des Buches „Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto anders behandeln“.

Das passiert, wenn man nicht frühstückt

Kennst du die Regel, dass man innerhalb von ca. 1,5 Stunden nach dem Aufstehen frühstücken sollte? Das ist der Grund dafür:

  • Wenn es nach dem Aufstehen längere Zeit nichts zu essen gibt, meldet der Körper  über die Hormone: „Hungersnot bricht aus!“
  • Sofort wird Großalarm ausgelöst und und die Nebennieren schütten Stresshormone aus.
  • Irgendwann kommt aber doch das Frühstück.
  • Also wird der Alarm zurückgezogen.
  • Nun kreisen aber die Hormone nutzlos im Blut und müssen abgebaut werden.

Das ist auf Dauer erschöpfend für die Nebennieren!

Nebennierenschwäche

Natürlich passiert nichts, wenn man einmal nicht frühstückt.

Aber wenn man über einen längeren Zeitraum hinweg nicht frühstückt, wiederholt sich dieser Prozess ständig. Das führt letztendlich zur Erschöpfung der Nebennieren. Und nicht nur das, denn diese Erschöpfung setzt sich fort im ganzen Körper.

Von der Erschöpfung werden unterschiedliche Organe und Organsysteme beeinflusst. So auch die Schilddrüse, die ebenfalls nicht mehr genug Hormone produziert.

Das ist ein unerfreulicher Kreislauf/Teufelskreis, der zu einer Menge körperlicher Beschwerden führt. Zu den Hauptsymptomen zählen

  • Energieverlust
  • Antriebsschwäche
  • Müdigkeit

Häufige Symptome einer Nebennierenschwäche

Woran merkt man, ob die Nebennieren bereits geschwächt sind? Dr. Kharrazian führt diese Symptomenliste auf:

  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen bei körperlichem und geistigem Stress
  • geschwächtes Immunsystem
  • Allergien
  • Anlaufschwierigkeiten am Morgen
  • Magengeschwür
  • Kopfschmerzen am Nachmittag
  • Völlegefühl, das Gefühl aufgebläht zu sein
  • Verlangen nach Süßigkeiten, Koffein, Zigaretten
  • Verschwommene Sicht
  • Stimmungslabilität
  • Benommenheit durch ausgelassene oder verschobene Mahlzeiten
  • Reizbarkeit durch Hunger
  • Essen gegen die Müdigkeit
  • Durchschlafstörungen
  • Einschlafstörungen
  • Schwindelgefühl bei raschem Aufstehen
  • vorübergehende Schwindelattacken
  • Asthma
  • Hämorrhoiden
  • Krampfadern

Was der Schilddrüse schadet

Dr. Kharrazian schreibt:

„Manche Faktoren, die sich negativ auf die Gesundheit der Nebennieren auswirken, sind ganz offenkundig und unserer ‚modernen‘ Lebensweise geschuldet – zum Beispiel Stress.“

Stress veranlasst die Nebennieren zur Ausschüttung von Hormonen. Diese (insbesondere Cortisol) sorgen für die Freisetzung von zusätzlicher Glucose (Zucker) im Blut. Damit wird die Energieproduktion erhöht, um für den anstehenden Stress gewappnet zu sein.

Genauso wie Stress schaden der Schilddrüse Blutzuckerschwankungen und Darminfektionen. Deshalb ist es zu kurz gegriffen, nur auf den Stress von Lärm, Sport  oder beruflicher Belastung zu schauen.

Stressfaktor Lebensmittel

Auch Lebensmittel können Stress erzeugen und sich unmittelbar auf die Nebennieren und die Schilddrüse auswirken:

  • Kartoffeln, weil sie den Blutzucker ansteigen lassen (mehr zu Kartoffeln hier)
  • Zucker auch als alternative Süßen wie Brauner Zucker oder Honig, weil es zum Blutzuckeranstieg kommt
  • Coffein in Kaffee, Schwarztee, Grünem Tee, weil das Coffein wahrscheinlich direkt negativ auf die Nebennieren wirkt (mehr zu Kaffee und Nebennieren hier)

Man ist also gut beraten, diese Lebensmittel nur als Ausnahme zu genießen.

Im Fall einer Autoimmunerkrankung oder im akuten Entzündungsstadium (oder um einen Entzündungsschub zu vermeiden) lässt man sie konsequent weg.

Richtig frühstücken

Ein ordentliches Frühstück ist die Grundlage für Gesundheit. Dabei muss man natürlich nicht immer nur an die Nebennieren denken. 😉 Alle Organe profitieren von einem guten Frühstück.

  • Empfehlenswert ist ein gehaltvolles Frühstück mit einer reichlichen Portion Fett (Kokosfett, Butter), so dass man für lange Zeit satt ist
  • Energie bekommt man von einer warmen Misosuppe
  • Sättigung bringt Getreide als Brei und/oder Brot
  • pflanzliches und/oder tierisches Eiweiß darf nicht fehlen

Mehr zum Frühstück habe ich in dem Beitrag „Was ist ein gesundes Frühstück“ geschrieben.

Ich hoffe, jetzt sind alle davon überzeugt, gut zu frühstücken und niemals wieder ohne Frühstück aus dem Haus zu gehen! 🙂

Kochen bei Hashimoto und Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

24 Kommentare

  1. Ella

    Liebe Jutta ,geht zum Frühstück auch eine Gemüsesuppe mit Wurzelgemüse ?ich habe eine Histaminabbaustörung und vertrage das Miso oder ähnliches leider nicht. Liebe Grüße Ella

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ella, ja klar, das ist super!

      1. Gemüsesuppe wird in der kalten Jahreszeit möglichst immer mit Wurzelgemüse zubereitet.

      2. Störungen wegen Histamin haben mit dem Darm zu tun und sind vorübergehend. Mehr dazu hier.

      LG Jutta

  2. Marie Ann

    Liebe Frau Bruhn

    Es ist so überzeugend,was Sie zum Frühstück sagen !
    Wie sieht es nun aus mit den Ergebnissen und Wirkungen des Intervallfasrens aus,also KEIN

    Frühstück.Oder verstehe ich da was falsch.?
    Ihre Einschätzung würde mich sehr freuen.

    Vielen Dank.
    Marie Ann

    • Jutta Bruhn

      Hallo Marie Ann, wenn man so etwas wie Intervallfasten macht, geschieht genau das, worum es im Beitrag geht: Die Nebennieren werden gestresst.

      Deshalb läßt man es lieber sein. Viel besser kann man dieselben Ergebnisse erzielen mit Reisfasten.

      Liebe Grüße
      Jutta

  3. Julia

    Guten Tag Frau Bruhn, ihr Beiträge sind immer sehr interessant vielen Dank dafür.
    Jedoch kann ich nicht Frühstücken wenn ich Frühschicht habe um 4 Uhr morgens bring ich nichts runter. Um 8Uhr ess ich dann etwas.
    Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion wo ich mitlerweile täglich 100l-tyroxin und 125Jod zu führen muss.
    Angefangen hat es 1 Jahr nach dem ich im Schichtdienst angefangen habe zu Arbeiten das thyroxin stieg stätig 25,50,75 so alle 2Jahre. Ich bin 29 wo soll das den Enden. Ok ich Kämpfe auch seit Jahren mit meinem Übergewicht fühl mich einfach nicht wohl damit aber es ist sehr hartnäckig.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Julia, das ist ein Problem, stimmt.

      Meine Antwort wird dir nicht wirklich nutzen und wahrscheinlich nicht gefallen:

      Mit Schicht- und Nachtarbeit kommt der körpereigene circadiane Rhythmus durcheinander. Deshalb würde ich so etwas niemals machen. Es gibt viele andere Tätigkeiten zu normalen Tageszeiten. Kannst du nicht umsteigen?

      Liebe Grüße
      Jutta

  4. Karin

    Liebe Frau Bruhn, ich habe zwar nicht nur mit der Schilddrüse Probleme, sondern nur 1 Niere mit einem Tumor und Cysten. Ich blicke mit meiner Ernährung nicht durch. Ich soll Eiweiß reduzieren . Aber andererseits benötige ich wegen Knochenschmerzen hochwertiges Eiweiß. Haben Sie darüber Erfahrung, welches Eiweiß für mich gut ist? Dazu kommt eine Niereninsuffizienz, kurz vor der Dialyse. Und eine Herzinsuffizienz. Soll ich schon meine Beerdigung vorbereiten? Ich bin 72 Jahre und möchte noch leben. Jetzt soll ich zu einem HerzCT, was ich nicht möchte und zum Herzkatheter, den ich komplett ablehne. Können Sie mir helfen? Schönen 1. Oktober. LG von Karin

    • Jutta Bruhn

      Hallo Karin, es gibt keinen Grund, weshalb du nicht sofort deine Ernährung ändern und dich selbst um deine Gesundheit kümmern solltest. Zeit wird es!!! 🙂 😉

      Fang einfach gleich an mit dem Kochen nach den Ebook „Essen als Medizin“.

      Liebe Grüße
      Jutta

  5. Annette

    Liebe Jutta, vielen Dank für die tolle Internetseite! Ich frühstücke jetzt wirklich den warmen Haferbrei und schätze es sehr! Ist die Misosuppe eigentlich alternativ oder zusätzlich gemeint ? Ich löse das Miso in warmem Wasser auf und trinke es vor dem Frühstück als warme Brühe.
    Vielen Dank für Ihre Antwort!
    Herzliche Grüße, Annette

    • Jutta Bruhn

      Hallo Annette, hört sich gut an! 🙂

      Nicht zu oft den Haferbrei, das könnte in den Zinkmangel führen.

      Misosuppe ist Teil 2 des Frühstücks.

      Liebe Grüße
      Jutta

  6. Inge

    Hallo Frau Bruhn,

    muss ich zwangsläufig Thyroxin 100 einnehmen, wenn die Schilddrüse fehlt, wie das bei mir der Fall ist, oder gelingt es durch Ernährung und Zufuhr von Nährstoffen, synthetische Hormone wegzulassen?

    Ich freue mich über Ihre Antwort, vielen Dank und freundliche Grüße,
    Inge

    • Jutta Bruhn

      Hallo Inge,

      die Schilddrüse „fehlt“ nicht. Es verbleibt in der Regel Rest-Gewebe, das im Laufe der Jahre nachwachsen kann. Entsprechend kann es auch möglich sein, aus dem LT auszusteigen. Diese Fragen werden im Selbstlernkurs „Schilddrüse managen“ behandelt. Dort gibt es eine Extra-Abteilung „Nach Schilddrüsen-OP“.

      Liebe Grüße
      Jutta

  7. Lieschen

    Liebe Frau Bruhn, ich liebe Ihre Beiträge sehr und setze vieles seit einigen Jahren um. Mit diesem Beitrag allerdings gehe ich nicht konform. Ich habe mein Lebtag gefrühstückt und mich gesund ernährt und bin in diese ganzen Autoimmunsachen hineingerutscht. Seitdem ich es weglasse, geht es mir bedeutend besser. Kann ich dabei bleiben?

    • Jutta Bruhn

      Hallo Lieschen, ich weiß zwar nicht, wie deine Ernährung aussieht, aber so viel kann ich sagen: Wenn es ohne Frühstück „Erfolge“ gibt, stimmt etwas Grundsätzliches in der Ernährung nicht. 🙁 Bitte nicht erschrecken, das soll nur ein allgemeiner Hinweis sein. 🙂

      Die Aussage „ich ernähre mich gesund“ ist mir wohlbekannt. Tatsache ist aber, dass irgend etwas schief läuft in der Ernährung, wenn man eine Autoimmunkrankheit entwickelt. Das ist Chaos im Immunsystem. Das kommt nicht von allein. 🙁

      Liebe Grüße
      Jutta

      • Lieschen

        Danke, liebe Frau Bruhn, für Ihre Antwort. Sie haben Recht, „gesund“ heißt für jeden etwas anders. Ich ernähre mich angelehnt an Rohkost, Paleo und keto und faste unregelmäßig intermittierend, d.h., zwischen 24-72 h auf Wasserbasis. Morgens zwischen 9 und 11 Uhr Obst, mittags rohes Gemüse, nachmittags eventuell Nüsse o.ä. und abends Salat oder
        Gemüse, evtl. Fleisch, Fisch, Eier, usw. Also keine bis wenig Getreide, Michprodukte, Zucker. Ich habe Pollenallergie, Hashi, eine Kollagenose, V.a. Sjögren/SLE, Gallenblasensyndrom nach Entfernung, und und und. Ich trinke abends Brottrunk und beginne den Tag mit Zitronenwasser, so habe ich den chronischen Durchfall unter Kontrolle. Wo gibt es Ihr E-Book?
        Sie haben tolle Tipps! Über Grüße, Lieschen

  8. Lisa

    Guten Tag Frau Bruhn, wenn Sie schreiben Getreide zum Frühstück. Was meinen Sie damit? Getreide, vor allem Weizen, wird ja zb bei Hashimoto gar nicht empfohlen oder auch nicht bei Leaky gut. Welches Getreide darf bei Ihnen auf den Teller und welches nicht? Oder haben Sie hierzu auf Ihrer Seite Informationen. Vielen vielen Dank. MfG

    • Jutta Bruhn

      Hallo Lisa, auch ich empfehle, Weizen ein Leben lang zu meiden. Bei mir geht es in erster Linie um glutenfreie Gräser wie Reis etc.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

  9. Susanne

    Hallo Frau Bruhn, vielen Dank für den Artikel. Sie raten hier von Kartoffeln ab, Süßkartoffeln und Pastinaken zum Beispiel haben aber einen höheren glykämischen Index. Sind diese trotzdem eher empfehlenswert?

  10. Falk

    Hallo Jutta,
    seit drei Tagen trinke ich keinen Kaffee mehr. Dadurch werde ich frühs nicht so schnell wach. Früher habe ich gegen die Müdigkeit Kaffee getrunken. Wie lange dauert dieser Zustand? Ich hoffe, das bessert sich. Wie kann ich das feststellen?
    Gruß Falk

    • Jutta Bruhn

      Hallo Falk, erst mal herzlichen Glückwunsch! 3 Tage ohne Kaffee sind ein guter Anfang.

      Wie lange dieser Zustand dauert? Nun, das ist natürlich individuell. Kein Außenstehender kann sagen, wann eine Erschöpfung vorbei ist.

      Ich kenne Leute, die etwa ein Jahr lang jeden Tag 2-3 Stunden extra geschlafen haben, bis es ihnen besser ging.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  11. sabine

    Liebe Frau Bruhn, danke für den wiedermal sehr interessanten Beitrag!
    Das heißt, ich tue etwas für meine Nebenniere wenn ich Kaffee weglasse und genügend Schlaf erwische. Reicht das schon aus? Ich trinke eigentlich wenig bis keinen Kaffee und ich schlafe gerne:-) Trotzdem ist ein Gefühl von aufgebläht sein und auch die Hormone sind nicht so im Lot!

    Vielen lieben Dank im Voraus u schönes sonniges Wochenende!

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sabine, keinen Kaffee und viel Schlaf – super! 🙂 Sie merken aber selbst, dass das allein natürlich nicht reicht. Man sollte die gesamte Ernährungs- und Lebensweise betrachten. Da gibt es ganz sicher noch Schräubchen, an denen Sie drehen können. 😉

      Wie schon im Beitrag geschrieben, ist das Frühstück das A und O, um die Nebennieren nicht zusätzlich zu stressen. Frühstücken heißt „Nebennieren umsorgen“ 🙂 .

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

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