Ume-Würzessig

Ume-Su oder Ume-Essig

In diesem Beitrag geht es um den tollen Ume-Essig, der eigentlich kein Essig ist, sondern der Saft von eingelegten unreifen Aprikosen.

Aus Umeboshi-Aprikosen wird eine Art Obstessig hergestellt, der einen sehr feinen sauer-salzigen Geschmack hat. Man verwendet ihn beim Kochen und in Salatsoßen als Würzmittel.

Das Besondere am Ume-Essig ist die Herstellung mit durch milchsaure Vergärung. Durch diesen Reifeprozess wird er gesundheitlich wertvoll und im Geschmack feiner.

Wo kommt der Ume-Essig her?

Die Früchte des ursprünglich in China heimischen Aprikosenbaums wurden dort bereits vor 2000 Jahren als Heilmittel geschätzt. Irgendwann gelangte der Baum nach Japan.

Für die Herstellung werden im frühen Sommer die noch unreifen Früchte gepflückt. Sie werden mit Meersalz bestreut und in hölzernen Fässern eingelegt. Der Saft der eingelegten Früchte ist der sauer-salzige Ume-Essig. Er entsteht sozusagen als Nebenprodukt beim Reifeprozeß.

Ume-Essig gibt es im Biohandel. Er wird dort als „Ume-Su“ bezeichnet.

Aprikosen oder Pflaumen?

Darüber streiten sich die Botaniker: Sind die Umeboshi nun Aprikosen oder Pflaumen? Keiner weiß das wohl so genau. Ist aber gar nicht schlimm, denn schließlich kommt es auf den Geschmack und den gesundheitlichen Wert an.

Fermentierte Umeboshi-Aprikosen werden in asiatischen Ländern gerne als Hilfe zur Verdauung eingesetzt . Man kann sie sowohl beim Kochen als auch pur in der Hausapotheke verwenden.

Umeboshi-Aprikosen sollen gute Dienste leisten bei Fernreisen. Sie sollen eine neutralisierende Wirkung auf schädliche Bakterien haben und vor Durchfall schützen.

Eine positive Wirkung des Ume-Essigs und der eingelegten Früchte sind auch deren basenbildende Eigenschaften. Sie liefern einen Beitrag zum Ausgleich der negativen Wirkungen von Säure bildenden Nahrungsmitteln wie zum Beispiel Zucker oder Fleisch.

Ume-Essig macht den Kohl bekömmlicher

In Kohlgerichten leistet der Ume-Essig wirklich gute Dienste. Wichtig ist, gleich am Anfang der Kochzeit ein paar Tropfen zum Kohl dazu zu geben. Der Kohl wird so viel bekömmlicher. Das gilt für alle Kohlsorten wie

  • Weißkohl
  • Rotkohl
  • Grünkohl
  • Wirsingkohl
  • Spitzkohl
  • Sauerkraut

und andere. 

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Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. - Komm doch in unsere Facebook-Gruppe: Ernährung bei Schilddrüsenproblemen

11 Kommentare

  1. Barbara

    Hallo Frau Bruhn,

    Durch Ihre Seite bin ich auf Ums Su gestossen. Wissen Sie ob man Ums Su auch bei Histaminunverträglichkeit problemlos essen kann? Oft sind fermentierte Lebensmittel stark Histaminhaltig. Wie ist das mit den Früchten und dem ‚Essig‘?
    Vielen Dank und viele Grüße
    Barbara

    • Jutta Bruhn

      Hallo Barbara, so kann ich diese Frage nicht beantworten.

      Ume-Würzessig gehört zu den Produkten, die ich als Würzen innerhalb der Makrobiotischen Heilküche empfehle. Wer sich danach ernährt, erfährt in der Regel, dass Interoleranzen nach einiger Zeit verschwinden. In meinen Ebooks und Onlinekursen habe ich erklärt, warum das so ist.

      Ume ist nur ein kleiner Teil des gesamten Programms.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  2. Eva Maria Rimpler

    ich habe eine heftige lebensmittelunverträglichkeit von ALLEN milchprodukten…darf auch nichts von der ziege oder schaf… im bioladen hat mir eine beraterin ume su empfohlen … hab dann gleich mal einige tropfen in einen aufstrich als würzmittel dazugegeben… danach ist es mir relativ schlecht gegangen… kann das daran liegen das hier eventuell milchsäurebakterien drin sind?? ich bin nicht sicher ob ich mich trauen soll das ume su nun nochmals zu probieren …

    • Jutta Bruhn

      Hallo Frau Rimpler, offensichtlich bekommt Ihnen Ume-Su nicht, dann würde ich es lassen.

      Ganz allgemein kann ich sagen, dass bei einer so heftigen Reaktion auf eine winzige Portion von einem gesunden Nahrungsmittel ein gesundheitliches Problem im Darm besteht. Darauf deuten auch die Allergien hin.

      Ich würde nicht weiter rumprobieren, was bekommt, sondern mich gezielt darum kümmern, dass der Darm sich regenerieren kann. Das geht auf mannigfache Art, die Basis ist eine ausgeglichene Ernährung.

      Vielleicht kommen Sie als erste Hilfe mit Kuzu weiter?

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

      • Eva Maria Rimpler

        vielen dank für die schnelle antwort… kuzu werde ich mir gleich mal anschauen…lg nach berlin zurück

  3. Yvonne Lenz

    Hallo Frau Bruhn,

    Sie verwenden den Ume-Essig. Es gibt auch Ume-Paste und die ganze Frucht.
    Ich möchte gerne mehr Ume verwenden, bin mir über den Unterschied und die Wirkung nicht ganz klar.

    Liebe Grüsse,
    Y. Lenz

    • Jutta Bruhn

      Hallo Yvonne,

      sehr gute Idee! Die genaue Verwendung erläutere ich in meinen Videokursen. Hier ganz kurz: Der Unterschied zwischen ganzen Pflaumen und Paste besteht hauptsächlich in Qualität und Preis. Paste ist natürlich billiger als die Früchte.

      Die Wirkung ist grob gesagt die selbe. Ein Tipp noch: Die Ume-Früchte enthalten viel Salz. Manchmal wird empfohlen, täglich eine zu essen. Das hat sich als zu viel vom Salz erwiesen. Ich würde sparsam damit umgehen.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  4. Jutta Bruhn

    Der Unterschied liegt darin, dass Ume-Su fermentierte Würze ist. Weil der Säuregehalt unter 5 % liegt, ist Ume kein Essig. Man verwendet Ume nur ähnlich wie Essig.

    Selbstgemachter Apfelessig ist bestimmt ein gutes Würzmittel, aber er hat nicht die Heilwirkung wie das lang fermentierte Ume.

    Die Milchsäurebakterien vom Apfelessig spielen eine sehr untergeordnete Rolle. Die bekommt man z.B. von Sauerkraut oder Miso besser und in ausreichender Menge.

    Bei längerem Gebrauch oder bei Krankheit wichtig zu wissen ist, dass Apfelessig mehr „yin“ ist als Ume, der „yang“ ist (kleinere Frucht, längere Fermentierung). Siehe diesen Artikel zu den energetischen Wirkungen der Nahrung.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

    • Jutta Bruhn

      Ich würde eine Thematik wie Arthrose nicht mit einem einzigen Kurmittel angehen. Meine Sicht ist nun mal ganzheitlich.

      Genmai-Su ist auf Reisbasis hergestellt und eher eine leckere Abwechslung als ein Heilmittel. Mehr Infos würde ich googlen.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

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