Symptome einer trägen Leber und die Auswirkungen auf die Schilddrüse

Leber und Schilddrüse

Leber und Schilddrüse

Sind Sie geruchsempfindlich? Ist die Verdauung träge? Haben Sie trockene Haut? Das alles kann mit einer trägen Leber zusammen hängen. Die Folge sind Auswirkungen auf die effektive Tätigkeit der Schilddrüse.

Deshalb macht es Sinn, sich mit der Gesundheit der Leber zu beschäftigen. Heute geht es um die Symptome, die von einer trägen Leber ausgehen können.

Die Leber ist das größte Organ im Körper. Wissen Sie wo sie liegt? Legen Sie die rechte Hand auf den rechten Rippenbogen – genau dort liegt die Leber.

Um die 500 verschiedenen Funktionen erfüllt die Leber. Dazu gehört die Entgiftung des Bluts, die Synthese von Eiweiß, Hormonen und Cholesterin sowie die Herstellung von Gallenflüssigkeit.

Wie kann man wissen, ob die Leber träge ist?

Viele Leute erzählen mir, dass sie vom Arzt den Laborbefund bekommen, dass mit der Leber alles bestens ist. Tatsache ist jedoch, dass sich Leberschäden im Frühstadium nicht im Labor nachweisen lassen. Es können Jahre des Leidens wegen einer trägen Leber vergehen, bevor das im Blut nachzuweisen ist.

Hier sind einige frühe Signale, die zeigen können, dass Ihre Leber nicht im besten Zustand ist:

1. Die Leber und das Cholesterin für die Hormone

Eine der wichtigsten Funktionen der Leber ist es, ein gesundes Niveau von Fetten im Blutkreislauf aufrecht zu erhalten. Eine träge Leber äußert sich im verschobenen Verhältnis von Blutfettwerten. Wir schauen dabei stets auf zwei Werte: Das LDL = „schlechtes Cholesterin“ und das HDL = “ gutes Cholesterin“.

Es ist aber egal ob „schlecht“ oder „gut“ – Cholesterin ist Cholesterin. Wichtig zu wissen ist, dass Cholesterin die Vorstufe für die Hormonproduktion ist.

Hier zeigt sich der Zusammenhang mit der Schilddrüse, die für die Bereitstellung der Hormone zuständig ist.

Wenn schon in der Leber die Hormonproduktion stockt, hat das natürlich Auswirkungen auf die Schilddrüse.

Eine der Folgen dieser Trägheit ist die Gewichtszunahme. 

 2. Die Leber und Verdauungsprobleme

Das weiß wohl jeder: Die Leber produziert die Gallensäfte. Galle ist für die Fettverdauung so notwendig wie Spülmittel zum Abwaschen von Geschirr. Ohne Seife ist es total schwierig, Fett zu lösen. Genauso schwer hat es der Körper, wenn keine oder zu wenig Galle vorhanden ist. Das führt zu Verdauungsproblemen wie

  • Verstopfung (Hauptsymptom bei Schilddrüsenunterfunktion)
  • Blähungen
  • Unverträglichkeit von Fetten
  • Appetitverlust

Jetzt wird auch klar, wieso es wichtig ist, bei einer Schilddrüsenunterfunktion auf die Leber und die Ernährung zu schauen. Allein mit Tabletten für die Schilddrüse ist da absolut gar nichts auszurichten.

3. Die Leber und Hautreaktionen

Die Leber ist zuständig für die permanente Beseitigung von Giftstoffen aus dem Körper. Wenn dieser Vorgang behindert ist, kann es zu Hautreizung oder allergischen Reaktionen kommen wie

  • Juckreiz
  • Hautausschlägen
  • Psoriasis
  • Ekzeme
  • Furunkel
  • Akne
  • Muttermale

4. Die Leber und der Blutzuckerspiegel

Eine der wichtigsten Funktionen der Leber besteht darin, den Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. Zucker im Blut (Glucose) wird  aus der Speicherform mobilisiert und neue Reserven werden angelegt. Eine träge Leber hat damit Schwierigkeiten, so dass es zu Schwankungen kommt.

Sehr lange bevor Diabetes Typ 2 ausbricht, zeigen sich bereits Veränderungen an der Leber, sie wird zur Fettleber. Auswirkungen können sein

  • Alkohol und Kaffee wird nicht vertragen
  • Appetitlosigkeit
  • leichter Schwindel
  • niedriges Energieniveau
  • Jeeper auf Süßes

5. Die Leber und hormonelles Ungleichgewicht

Ist die Leber träge, besteht eine Neigung zu hormonellem Ungleichgewicht. Symptome können sein:

  • Schlafstörungen
  • psychische Störungen
  • Depressionen
  • Myome, Knoten in der Brust
  • Hitzewallungen
  • Zysten am Eierstock
  • Stimmungsschwankungen
  • Wechseljahrsbeschwerden

So helfen Sie der Leber und auch der Schilddrüse

Viele der aufgezählten unangenehmen Beschwerden werden in der Regel der Schilddrüse zugeordnet. Die Schulmedizin hat dafür entweder keine Lösung oder verschreibt Tabletten für die Schilddrüse. Das kann es nicht sein, wenn es doch eigentlich um die Leber geht.

Weil die Leistung der Schilddrüse unmittelbar mit der Leistung der Leber zusammen hängt, ist es deshalb sinnvoll, sich in erster Linie um die Leber zu kümmern.

Also eine Leber-Reinigungskur mit Knoblauch und Zitrone? Ja und nein. Natürlich kann so eine Kur Gutes bewirken. Jedoch: Wird nicht gleichzeitig die Ernährung insgesamt geändert, kommt es schnell wieder zum alten Zustand.

Am meisten zu schaffen machen der Leber

  • Coffein (Kaffee, schwarzer und grüner Tee)
  • Zucker (auch Fruchtzucker im Obst)
  • Alkohol
  • Chemie im Essen

Gärung vermeiden

Besonders sollte man darauf achten, dass es nicht zur Gärung im Verdauungstrakt kommt. Gärung macht zum Beispiel

  • nicht wirklich gut gekautes Getreide (Brot, Reis …)
  • Obst mit Getreide zusammen (Obstkuchen, Marmeladenbrötchen …)
  • unterschiedliche Milchprodukte

Zum Schluß die gute Nachricht: Die Leber ist ein enorm regenerationsfreudiges Organ. Mit der richtigen Ernährung kann sie sich bestens erholen. 



 

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Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite gebe ich Tipps und Infos zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen.

45 Kommentare

  1. Sabrina

    Liebe Frau Bruhn
    Ich habe jetzt alles aufmerksam gelesen und festgestellt es trifft alles auf mich zu.
    Ich habe bald eine Darmspiegelung weil es mir vom Magen Darm nicht gut geht.
    Ich bekomme L Thyroxin 75 und natürlich Schilddrüsenunterfunktion ohne Hashimoto und kam jetzt drauf das mit der Leber was nicht stimmt, ich bin begeistert von dem Artikel.
    Meine Frage wenn ich jetzt die Leber aufbaue und mich um mich selber ( Körperlich wie Geistig) kümmere, soll ich da die Tabletten weiterhin nehmen?
    Habe nach Ostern 2017 nochmal eine Blutuntersuchung wegen der Schilddrüse und den Tabletten.

    Ganz liebe Grüße
    Sabrina

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sabrina, meine Antworten:

      1. „Ich habe bald eine Darmspiegelung weil es mir vom Magen Darm nicht gut geht.“
      Das ist sehr bedauerlich, aber eine Magen-Darmspiegelung kann dagegen nicht helfen, sondern ist lediglich eine Diagnosemethode.

      Ich will nichts gegen Ärzte sagen, aber es ist so, dass diese Untersuchung in der Regel dann vorgeschlagen wird, wenn die Schulmedizin keine Hilfe anzubieten hat. Das Ergebnis ist in den allermeisten Fällen gleich null, jedenfalls bei Schilddrüsenproblemen.

      2. „Ich bekomme L Thyroxin 75“. Wenn Sie bei mir gelesen haben, dann wissen Sie bereits, dass sehr viele Menschen mit dieser Medikation krank gemacht werden. Mehr dazu hier.

      3. Die Frage, ob die Tabletten wegbleiben können, wenn die Leber wieder gut arbeitet, kann ich natürlich nicht beantworten. Das L-Thyroxin ist ärztlich verordnet und da darf niemand reinreden.

      4. „Blutuntersuchung wegen der Schilddrüse“. Auch dazu habe ich geschrieben.

      Ich empfehle, mehr auf meiner Webseite zu lesen und konkret anzufangen z.B. mit der „Starthilfe“. Dort habe ich die Zusammenhänge erklärt.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

      ——-
      Hinweis für meine Leserinnen und Leser

      Ich möchte alle, die das hier lesen bitten, sich auf meiner Webseite umzuschauen oder in den Ebooks zu lesen. Es ist sehr schwierig und zeitaufwändig für mich, jedes Mal alles wieder neu schreiben zu müssen.

      Alle Fragen, die diese Leserin gestellt hat, sind mit den Jahren mehrfach beantwortet worden. Bitte schaut erst mal dort nach und fragt dann, wenn noch etwas offen ist.

      ——-

  2. Marcel

    Hallo Fr Bruhn.
    Hab eine Schilddrüsen Unterfunktion und seitdem ich L Thyroxin nehme ist mein Lebertwert GPT kontinuierlich erhöht (so um die 70-10.)
    Ultraschall war unauffällig sowie Hepatitis Antikörper auch negativ.

    Bevor ich L Thyroxin genommen habe war dieser Wert zu niedrig.

    Außerdem habe ich sehr häufig Blähungen, Verstopfung und Probleme mit fettigen Lebensmitteln.(zuwenig Gallensaft?!)

    Könnte hier die Ursache eine mangelnde Leberfunktion sein? Könnte eine Unterstützung sinnvoll sein? Ihre Artikel dazu sind sehr interessant.

    Mfg
    Marcel

  3. Tanja

    Der Beitrag über die „gesunde Ernährung“ ist wirklich ein guter Anhaltspunkt und auch praktischer Leitfaden für jede Frau die sich in einer Schwangerschaft befindet bzw sich gerade intensiv darauf vorbereitet! Ich möchte hier positiv anmerken, dass ich aus eigener Erfahrung und auch Beobachtung weiß, dass gerade hier die Möglichkeit besteht, dass man durch eine Schwangerschaft seinen Lebensstil ändern kann! Kein Rauchen mehr und kein Alkohol und langfristig eine andere Ernährung die einen selbst auch gesünder ernähren lässt. Dadurch kann es auch sein dass man dem Teufelskreis einer „Blitzdiät“ wie oben auch kurz angeschnitten wurde, entkommen kann! wirklich guter Beitrag, LG Tanja

    • Jutta Bruhn

      Hallo Tanja, vielen Dank! Ja, die Zeit der Schwangerschaft ist ein guter Zeitpunkt, sich gesünder zu ernähren. Diese Babys sind dann nicht nur gesünder, sondern auch ruhiger.

      Alles Gute!

      Herzliche Grüße
      Jutta Bruhn

  4. Jutta Bruhn

    Hallo Sybille, man sollte die Dinge immer aus der ganzheitlichen Sicht sehen. Vielleicht stimmt ja der Rest der Ernährung, dann macht das nichts mit dem Tee. Im Ursprungsland trinken die Menschen den ja auch.

    Erst die Kombination mit anderen Produkten könnte negative Wirkungen verstärken.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  5. Yo

    Sehr geehrte Frau Bruhn,

    ich bin durch Zufall auf diese Webseite gelangt und ich habe nur Fragezeichen in meinem Kopf. Können vielleicht Sie mir helfen?
    Ich bin 42 Jahre, Mutter 2er Kinder und glücklich verheiratet. Gesundheitlich geht es mit mir immer mehr bergab und ich benötige Hilfe, die ich bisher vergeblich gesucht habe. Bin eine Person, die nicht von Arzt zu Arzt rennt…
    Ich habe Morbus Meulengracht (das gesamte 2. Gen ist defekt), litt unter PMS, nach den 2 Schwangerschaften wurde bei mir Hashimoto diagnostiziert (bin auf 75 mg L-Thyroxin angeblich richtig eingestellt), habe sehr viele Rückenschmerzen (Massagen und Sport halfen nicht bisher) und nun bekam ich noch die Diagnose Diabetes Typ 2. Da meine Leber laut Internisten besonders träge ist, hat der OGTT natürlich erhöhte BZ-Werte aufgezeigt. Mein Körpergewicht steigt immer mehr… ich bewege mich auf die 90 kg zu und das bei 1,60m Körpergröße. Damit bin ich sehr unglücklich, weil ich mich nicht wohl in meiner Haut fühle. Ich bewege mich in dem ich viel Laufe, mal Rad fahre, mal Schwimmen gehe… Gartenarbeit etc. verrichte. Mein Speiseplan ist abwechslungsreich und abends eiweißorientiert sprich fast kohlenhydratfrei. Ich soll nun Metformin einnehmen, was ich nicht möchte. Was kann ich tun, damit ich das Medikament nicht einnnehmen muss und mein Körpergewicht sich nicht weiter nach oben bewegt (stagniert bzw. sich reduziert). Liegt es an meinem Stress, den ich kaum minimieren kann? Ich bin echt am verzweifeln. Haben Sie einen Rat für mich?

    Mit freundlichen Grüßen
    Yo

  6. rosga

    Liebe Frau Bruhn,

    ich habe seit längerer Zeit folgendes Problem:

    ich habe festgestellt, dass je nachdem was ich esse, mein Körper richtig heftig anfängt zu zittern und ich dabei teilweise einen sehr schnellen Pulsschlag habe. Besonders extrem ist es nach frischen Brötchen, Kaffee mit Milch, Wein (den ich seit Jahren meide) und fettigem Essen. Dazu gesellt sich fast immer der Drang auf die Toilette zu müssen. Wenn ich dann auf der Toilette war ist dann nach einigen Minuten alles wieder gut. Bislang hatte ich immer auf Panikattacken getippt, da ich diese früher auch schon mal hatte, aber mittlerweile tippe ich eher auf meine Leber. Zusetzlich gesellen sich noch hormonelle Probleme dazu..meine Periode kommt unregelmäßig, Hitzegefühl. Bin aber erst 37 und schließe deswegen die Wechseljahre aus. Sind das auch typische Symptome für eine Leberschwäche?

    • Jutta Bruhn

      Hallo Susanne, die erste Frage, die sich aufdrängt: Wieso essen solche Sachen wie Brötchen? Wieso trinken Sie Kaffee mit Milch? Oder andere Sachen, nach denen solche Reaktionen auftreten?

      Die erste Maßnahme besteht natürlich darin, diese wegzulassen. Gleichzeitig würde ich mich um ein warmes Frühstück bemühen. Das wäre ein guter Anfang.

      Man kann die Funktion der Leber nicht von der Arbeit der Schilddrüse trennen. Wenn ein Organ gestört ist, übernimmt ein anderes die Leistung. Deshalb sollte man den Körper im Ganzen sehen und das geht am besten mit der Ernährung.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  7. Julia

    Liebe Frau Bruhn,
    vielen Dank für die schöne Seite und die vielen guten Tipps. Ich möchte gern meinen Darm „sanieren“, da ich unter Hautproblemen (Ekzeme an den Händen), Verdauungsproblemen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Müdigkeit und Stimmungsschwankungen leide. Ich vermute, dass ich oft unter Hefepilzen leide und meine Darmflora durch weit zurückliegende Antibiotikabehandlungen gestört ist. Meine Ernährung ist sehr bewusst (keine Getreide- und Milchprodukte, viel Gemüse, wenig Obst, da ich es nicht vertrage, kein Alkohol, kaum Kaffee).
    Und nun meine Frage: Was halten Sie von Darmsanierungen wie der Colon-Hydro Methode oder der Anwendung von Symbioflor? Und was sollte eine gute Darmsanierung ausmachen?
    Vielen Dank und viele Grüße
    Julia

    • Jutta Bruhn

      Hallo Julia, der Gedanke ist zwar richtig, dass der Darm Hilfe braucht, aber ich würde das nicht so isoliert sehen. Man sollte immer den ganzen Menschen einbeziehen. Am besten geht das mit der Ernährung.

      Zusätzlich ist zu sagen, dass Pilzbelastung stets mit einer Unterfunktion der Schilddrüse einhergeht, auch wenn es keine Laborwerte gibt.

      Eine Teilnehmerin der Starthilfe schrieb: „Erfolgreich war auf jeden Fall, dass sich mein Hautbild sehr verbessert hat. Der Ausschlag (ekzemartig, schuppig, trocken, juckend), den ich seit Oktober letzten Jahres hatte ist so gut wie verschwunden.“

      Das sollte dir auch gelingen! Deshalb empfehle ich statt einer Darmsanierung lieber mit der Starthilfe „Schilddrüsenprobleme managen“ anzufangen.

      Eine andere Möglichkeit wäre das Reisfasten. Nichts reinigt den Darm besser als gut gekauter Reis. Aber das reicht nicht, um einen geschädigten Darm wieder aufzubauen. Hier ist mein ganzes Angebot.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  8. Nunzio

    Hallo,

    ich bin 36 Jahre, 1.85 und wiege 70 kg. Ich habe eine Schildrüsenunterfuntion und nehme 88mg. Bei mir wurde eine fettige Leber festgestellt aber Blutwerte im normalen Bereich. Ich leide seit 2 Jahren an Sodbrennen und nehme alle 2 Tage Esomeprazol 20mg ein, die leider auch nicht richtig wirken. Meine Frage lautet: Könnte die fettige Leber die Ursache vom brennen sein? Wann wird die fettige Leber gefährlich?

  9. Ulrike Pippert

    Hallo Frau Bruhn,
    danke für Ihre tolle Seite, die mir schon viele aufschlussreiche Aha-Effekte beschert hat. Nun zu meiner Frage: Kann eine schwache Leber auch die Ursache für verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein? Bisher dachte ich immer, dass die Unverträglichkeiten „nur“ durch eine kranke Darmschleimhaut hervorgerufen werden. Und noch eine Frage: Kann die Schilddrüse nach Gesundung der Leber alleine wieder aus der Unterfunktion herauskommen – auch wenn man schon jahrelang künstliche Schilddrüsenhormone eingenommen hat?
    Herzlichen Dank im voraus für ihre Mühe und
    viele Grüße
    Ulrike

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ulrike, Darm und Leber getrennt zu sehen, das klappt nicht. Die sind voneinander abhängig.

      – Ohne kranken Darm hat man keine Leberbelastung.
      – Wenn die Leber schwach ist, gibt es Verdauungsprobleme.

      Die zweite Frage kann ich so nicht beantworten. Wie alle Drüsen kann sich auch die Schilddrüse erholen. Allerdings kann durch die Einnahme von Tabletten die Tätigkeit eingestellt komplett worden sein. Das muss man individuell schauen.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  10. Christa

    Hallo Frau Bruhn,

    2007 wurde mir die Schilddrüse entfernt (Hashimoto). Nehme seitdem L-Thyroxin 200. Die Einstellungs soll in Ordnung sein. Nun sind seit längerem meine Leberwerte (GOT, GPT,GAMMA-GT) erhöht.
    Ich trinke keinen Alkohol.
    Ich bin oft müde und antriebslos. Auf meine Fragen wie es zu den Blutwerten kommt, habe ich bisher keine Antworten erhalten. Was kann ich tun?

    Viele Grüße
    Christa

    • Jutta Bruhn

      Hallo Christa, eine Leberbelastung kann auch vom kranken Darm herkommen. Es können sich Fuselalkohole durch Darmgärung bilden, die die Leber genauso belasten wie getrunkener Alkohol.

      Die Lösung ist eine Ernährung, die keine Gärung macht. Das kann ich hier nicht alles erklären, das ist ein Programm. Mehr Infos im Workbook oder im Onlinekurs.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  11. Franziska

    Hallo Frau Bruhn,

    würden Sie bei einer Fettleber empfehlen, diese in einer 2wöchigen Leberfasten-Kur mit Hepafast (von Nikolai Worm entwickeltes Eiweißpulver in Milch eingerührt) zu entfetten und anschließend, auf Dauer mit Ihren Ernährungsempfehlungen weiter zu machen?

    • Jutta Bruhn

      Hallo Franziska, klare Frage, klare Antwort: Nein, diese Kur kann ich beim besten Willen nicht empfehlen.

      Wer zum Beispiel eine Hashimoto-Thyreoiditis hat, sollte tunlichst alle Milchprodukte weglassen. Mit so einer Kur kann ein Entzündungsschub ausgelöst werden und erst recht in die Autoimmunkrankheit führen.

      Wer die von mir empfohlene Ernährung mitmacht, merkt in der Regel sehr schnell, dass sie auf den richtigen Weg führt und zwar auf ganzheitliche Weise. Die Leber wird quasi „nebenbei“ entgiftet. Dazu sind keine Kuren notwendig.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  12. maier alina

    Liebe Frau Bruhn, mein Sohn ist elf und vor ca. 7 Jahren wurde bei ihm morbus meulengracht, eine nicht heilbare leberkrankheit, diagnostiziert. Seine Augäpfel und seine Gesichtsfarbe werden gelber je nachden was er gegessen hat. Er hat konzentrationSchwierigkeiten in der Schule, ist recht mager obwohl er einen guten Hunger hat, hatte ne lange Zeit oft Durchfälle und Bauchschmerzen. Können Sie mir vielleicht nen Tipp geben, wie ich ihm helfen könnte?

    Gruß alina

    • Jutta Bruhn

      Hallo Alina,

      das ist äußerst schwierig, für eine Krankheit „einen Tipp“ zu geben. Da hilft nicht ein Tipp, sondern die ganze Ernährung. Man muss die Sache aus der ganzheitlichen Sicht sehen.

      Im Workbook finden Sie Anleitung zu einer Ernährung, die die Leber entlastet. Kann ich sehr empfehlen. 🙂

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  13. Gerlinde

    Ich bin 52 Jahre alt und stehe enorm unter Stress (eher so der Typ der alles in sich reinfrisst). Nun habe ich seit längerem einen Reizdarm und nun denke ich ist der Magen auch noch betroffen. Nun lasse ich meinen morgendlichen Kaffee weg, kann mich dann aber im Büro vor dem PC kaum wachhalten. Natürlich bin ich auch ohne den Kaffeeverzicht schon länger ausgelaugt, antriebslos, einfach körperlich am Ende. Nun brachte mich eine Freundin auf das Thema Leber und testete den Leberpunkt am Ohr. Stark Positiv. Habe ich Sie richtig verstanden, daß man die Leber allein durch Nahrungsumstellung stärken kann? Darf ich dann nie mehr Kaffee trinken oder ein Glas Rotwein? Gibt es zusätzliche leberstärkende Mittel? Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Gerlinde

    • Jutta Bruhn

      Hallo Gerlinde, die starke Müdigkeit ist ein deutliches Zeichen für a) Leberbelastung b) Unterfunktion der Schilddrüse.

      Das Coffein ist die „Peitsche für den lahmen Gaul“. Ich hab das irgendwo mal geschrieben: „So grausam würden Sie kein Tier behandeln“. 🙁

      Am besten klappt der Ausstieg mit Hilfe einer Gruppe. Teilnehmende schreiben:

      – „Den Kaffee + schwarzen Tee habe ich tatsächlich geschafft komplett wegzulassen – ab und zu gönne ich mir eine oder andere Tasse am Wochenende.“
      – „Inzwischen schmeckt mir der Kaffee nicht mehr.“
      – „Kaffee habe ich seit ich bei dir im Kurs war, gestrichen.“
      – „Ich kämpfe gegen den Kaffee – hab die letzten Tage komplett ohne geschafft!“

      Wie gesagt, in der Gruppe klappt es. Hier geht es zur Anmeldung: https://goo.gl/4pVyxz

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  14. Stefan

    Hallo Frau Bruhn,

    ich habe leider mit einer schwereren Depression (alle möglichen Symptome) und Ängsten zu kämpfen, seit ca. 2 Jahren (nach 9 Jahren Pause). Ich bin jetzt 43 und hatte Depressionen mit 22, 26 und 34 Jahren. Ich habe viel probiert um Erleichterung zu bekommen; leider hat nichts wirklich gegriffen.
    Psychopharmaka lehne ich mittlerweile ab. Ich ernähre mich recht gesund (ausser 3-4 Espressi täglich), mache Sport und schlafe ok und schaffe es sogar, im Job aktiv zu sein wenn ach mit viel Mühe.

    Mit meiner Leber habe ich mich aber nie beschäftigt. Und ich suche Antworten !!! Könnte das ein
    Türöffner sein? Und können Die Auswirkungen einer schwachen Leber so krass sein? Was müsste ich da tun? Ich weiss nicht, ob meine Leber ok ist oder nicht. Ich hatte vor ein paar Jahren erhöhte Leberwerte ?! Was auch immer das damals bedeutete…

    Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen. Viele Grüße, Stefan

    • Jutta Bruhn

      Hallo Stefan, eine Diagnose kann ich hier natürlich nicht stellen.

      Aber eines kann ich deutlich sagen: „… außer 3-4 Espressi täglich“ – also das ist meilenweit von gesund entfernt. 🙁 Warum tun Sie sich und Ihren Organen so etwas an?

      Da Depressionen bekanntlich unmittelbar mit der Schilddrüse zusammen hängen, gibt es eine Art Kettenreaktion der Drüsen:

      – Nebennieren erschöpft – Schilddrüse erschöpft – drüsiger Anteil der Leber erschöpft – Mensch erschöpft – Mensch braucht Coffein, um sich aufzuputschen …

      Und dann noch Sport! Diese Aktivität verbraucht oft die letzte Energie. Anstatt zu ruhen und zu regenerieren, wird der Körper zur Leistung gezwungen. Nichts gegen regelmäßige aktive Spaziergänge oder so, aber richtig Sport treiben, nein, das würde ich nicht tun.

      War das jetzt hart? Kann sein, war aber gut gemeint. 😉

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  15. Traudel

    Hallo Frau Bruhn,
    mich würde interessieren wie es zu einer Fettleber kommt und was man bei bestehender Fettleber tun kann.
    Freundliche Grüße aus der Kurpfalz

    • Jutta Bruhn

      Hallo, das kann ich hier nur ganz kurz und bündig beantworten: Zu einer Fettleber kommt es mit falscher Ernährung und zu korrigieren ist das mit der richtigen Ernährung. 🙂 Jetzt sind Sie so schlau wie vorher, ich weiß. Infos gibt es hier:

      Netdoktor
      – sehr gutes Buch dazu: Menschenstopfleber

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  16. Christine Thiery

    Hallo Frau Bruhn, habe nach radiojodtherapie hashimoto und nun eingestellte tsh aber trotzdem 10 Kilo mehr. Das belastet mich sehr. Und ich bin öfter und stärker erkältet als früher. Gruß c. Thiery

  17. Anke

    Liebe Frau Bruhn, ich wende mich ein zweites mal an Sie, weil ich mir große Sorgen um meinen Sohn mache.

    Er ist bereits 31 Jahre alt und hat seit 5 Jahren sehr schlechte Leberwerte, seine Leber soll schon angegriffen sein. Man unterstellt ihm nach einer Biopsie, immer noch des erhöhten Alkoholkonsums. Dabei trinkt er keinen Tropfen Alkohol, hat er noch nie gemacht.

    Er raucht nicht, trinkt keinen Kaffee und ist sportlich, hat Hobbys. Er kocht sich weitestgehend das Essen selber, läßt jetzt wieder mal Weizen und Süßigkeiten weg, weil eine Heilpraktikerin ihm das vor paar Jahren gesagt, weil er vielleicht Pilze im Körper hat.

    Alle Kuren haben nichts geholfen außer eine anfängliche kleine Verbesserung. Er hat oft mit Mundgeruch zu kämpfen und er ist depressiv geworden, kann sich kaum freuen am Leben. Er war immer der lustigste meiner 4 Kinder.

    Die Ärzte sagen nur, dass er nicht so viel Alkohol trinken soll. Was soll er tun, von wem soll er sich noch untersuchen lassen?

    Über eine hoffnungsvolle Antwort würde ich mich sehr freuen.
    LG Anke

    • Jutta Bruhn

      Hallo Anke,

      zunächst mal, es ist wunderschön, dass Sie sich um Ihren Sohn kümmern. Aber mit 31 sollte er sein Leben lieber selber in die Hand nehmen.

      Untersuchungen und Ärzte werden ihm nicht viel Hilfe bringen. Auch Kuren nicht. Er sollte sich um seine Ernährung kümmern. Geben Sie ihm meine Webadresse, dann kann er selber entscheiden. 🙂

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  18. Anke Hoffmann

    Hallo Frau Bruhn,

    ich möchte gerne wissen warum Coffein ungesund ist. Auch in Maßen getrunken? Kann es sein, dass Kaffee verstopft oder bläht?

    Danke für die Auskunft.
    LG Anke

    • Jutta Bruhn

      Hallo Anke,

      danke für die Fragen, die sind so wichtig, dazu werde ich unbedingt einen Beitrag schreiben mit mehr Informationen.

      Hier nur kurz: Ja, Verstopfung und Blähungen können auf das Konto von Kaffee gehen. Der Weg der Erklärung dazu ist etwas verschlungen. Coffein läßt den Blutzucker ansteigen mit den Folgen:

      – hoher Blutzucker streßt die Nebennieren, weil sie ständig Cortisol ausschütten („Fluchthormone“)
      – Nebennieren erschöpfen
      – Schilddrüse ist in Unterfunktion
      – alle Prozesse im Körper laufen verlangsamt ab
      – deswegen ist die Verdauung träge
      – Ergebnis ist Verstopfung
      etc. etc.

      Ob man Kaffee mal als Ausnahme trinken kann? Finde ich schon, z.B. als Sonntagsspaß oder auf Einladungen. Nur wer gerade mit einer Krankheit oder mit Schilddrüsenunterfunktion zu tun hat, der sollte wirklich gut aufpassen, sprich Alternativen zum Kaffee finden.

      Von Kaffee haben wir nur den klitzekleinen Genuß, die Folgen sind fatal. Das muss man abwägen.

      So, jetzt habe ich in Kürze den Beitrag schon geschrieben! Danke noch mal für die Frage.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

      • Anke Hoffmann

        Hallo Frau Bruhn,

        das ist ja krass. Ich habe ganz schlechte Werte der Nebenniere und die bereits angegebenen Probleme, nur eine Unterfunktion wurde bei mir nicht festgestellt.
        Aber ich werde sofort den Kaffeegenuß einstellen. Mal sehen wie es mir dann geht.

        Vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort.
        Gruß Anke

        • Jutta Bruhn

          Hallo Anke,

          das heißt gar nichts, wenn die Schulmedizin keine Werte für die Schilddrüse findet. Das wäre ja ein Spätstadium. Viel sicherer kann man ein frühes Stadium mit der Aufwachtemperatur feststellen.

          Viele Grüße aus Berlin
          Jutta Bruhn

  19. Jutta Bruhn

    Hallo Annette,

    ich kann und darf hier keine persönlichen Auskünfte geben, tut mir leid. Die Kur dient der Erhaltung der Gesundheit.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  20. Sabine Hornbostel

    Liebe Frau Bruhn,

    ich bin ganz erstaunt zu lesen, dass GRÜNER TEE die Leber belasten soll? Bisher war ich der Meinung, grüner Tee sei sehr gesund, verhindere Metastasierungen, Darmkrebs, habe viele Polyphenole etc. etc. – und nun das? Können Sie noch 2 Sätze dazu sagen?

    Herzliche Grüße – ich lese immer wieder sehr sehr gern Ihren Newsletter!

    Sabine Hornbostel

    • Jutta Bruhn

      Hallo Frau Hornbostel,

      schön, wenn Sie Nutzen aus meinem Newsletter ziehen. Ja, das können auch mal Nachrichten sein, die man an anderen Orten anders gelesen hat wie hier beim Grünen Tee.

      Denn wer Grünen Tee verkauft, hebt natürlich die positiven Wirkungen hervor. Dass Grüntee positiv auf Krebs wirken soll, ist sicher wie so oft bei solchen Meldungen kolossal übertrieben. So wie Krebs stets ein multifaktorielles Geschehen ist, so ist auch die Heilung nicht mit einem Mittel zu bewirken, sondern breit gestreut.

      Beim Grünen Tee ist das Problem das darin enthaltene Coffein. (Habe ich schon erwähnt, dass Coffein ein Insektenvernichtungsmittel ist?) Dabei kommt es auch auf die Sorte und die Menge an. Starke Sorten wie Matcha oder Sencha enthalten mehr, milde Sorten wie Bancha oder Kukicha enthalten weniger Coffein.

      Es geht darum, diesen Tee nicht als wirklich gesundes Getränk zu nehmen, sondern zu wissen, dass er ein Genussmittel ist. In seinem Ursprungsland wird er in einer Zeremonie gereicht.

      Bis jetzt habe ich mit Erfolg den Grünen Tee für die Übergangszeit nach Kaffee-Entzug empfohlen. Das sanfte Coffein hilft, aus dem starken Coffein auszusteigen.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

      • Silke

        Liebe Frau Bruhn,

        mich interessiert, wie es sich mit coffeinfreiem Tee, Kaffee oder Espresso verhält. Wäre dieser besser, wenn man sich hier und da mal eine Tasse gönnen will oder ist auch hiervon abzuraten?

        Viele Grüße
        Silke

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