Symptome einer trägen Leber und die Auswirkungen auf die Schilddrüse

träge Leber

Sind Sie geruchsempfindlich? Ist die Verdauung träge? Haben Sie trockene Haut? Das alles kann mit einer trägen Leber zusammen hängen. Die Folge sind Auswirkungen auf die effektive Tätigkeit der Schilddrüse.

Deshalb macht es Sinn, sich mit der Gesundheit der Leber zu beschäftigen. Heute geht es um die Symptome, die von einer trägen Leber ausgehen können.

Die Leber ist das größte Organ im Körper. Wissen Sie wo sie liegt? Legen Sie die rechte Hand auf den rechten Rippenbogen – genau dort liegt die Leber.

Um die 500 verschiedenen Funktionen erfüllt die Leber. Dazu gehört die Entgiftung des Bluts, die Bildung von Eiweiß, Hormonen und Cholesterin sowie die Herstellung von Gallenflüssigkeit.

Wie kann man wissen, ob die Leber träge ist?

Viele Leute erzählen mir, dass sie vom Arzt den Laborbefund bekommen, dass mit der Leber alles bestens ist. Tatsache ist jedoch, dass sich Leberschäden im Frühstadium nicht im Labor nachweisen lassen. Es können Jahre des Leidens wegen einer trägen Leber vergehen, bevor das im Blut nachzuweisen ist.

Hier sind einige frühe Signale, die zeigen können, dass Ihre Leber nicht im besten Zustand ist:

1. Die Leber und das Cholesterin für die Hormone

Eine der wichtigsten Funktionen der Leber ist es, ein gesundes Niveau von Fetten im Blutkreislauf aufrecht zu erhalten. Eine träge Leber äußert sich im verschobenen Verhältnis von Blutfettwerten. Wir schauen dabei stets auf zwei Werte:

  1. das LDL = „schlechtes Cholesterin“ und
  2. das HDL = “ gutes Cholesterin“

Das ist aber eine stark einschränkende Sicht. Denn für die Schilddrüse ist es egal ob „schlecht“ oder „gut“ – Cholesterin ist Cholesterin.

Wichtig zu wissen ist, dass Cholesterin die Vorstufe für die Hormonproduktion ist.

Hier zeigt sich der Zusammenhang mit der Schilddrüse, die für die Bereitstellung der Hormone zuständig ist.

Wenn schon in der Leber die Hormonproduktion stockt, hat das natürlich Auswirkungen auf die Schilddrüse.

Eine der Folgen dieser Trägheit ist die Gewichtszunahme. Deshalb nützen keine Hormontabletten, denn es geht ja um Leber und nicht um die Schilddrüse.

 2. Die Leber und Verdauungsprobleme

Das weiß wohl jeder: Die Leber produziert die Gallensäfte. Galle ist für die Fettverdauung so notwendig wie Spülmittel zum Abwaschen von Geschirr. Ohne Seife ist es total schwierig, Fett zu lösen. Genauso schwer hat es der Körper, wenn keine oder zu wenig Galle vorhanden ist. Das führt zu Verdauungsproblemen wie

  • Verstopfung (Hauptsymptom bei Schilddrüsenunterfunktion)
  • Blähungen
  • Unverträglichkeit von Fetten
  • Appetitverlust

Jetzt wird auch klar, wieso es wichtig ist, bei einer Schilddrüsenunterfunktion auf die Leber und die Ernährung zu schauen. Allein mit Tabletten für die Schilddrüse ist da gar nichts auszurichten.

3. Die Leber und Hautreaktionen

Die Leber ist zuständig für die permanente Beseitigung von Giftstoffen aus dem Körper. Wenn dieser Vorgang behindert ist, kann es zu Hautreizung oder allergischen Reaktionen kommen wie

  • Juckreiz
  • Hautausschlägen
  • Psoriasis
  • Ekzeme
  • Furunkel
  • Akne
  • Muttermale

4. Die Leber und der Blutzuckerspiegel

Eine der wichtigsten Funktionen der Leber besteht darin, den Blutzuckerspiegel aufrecht zu erhalten. Zucker im Blut (Glucose) wird  aus der Speicherform mobilisiert und neue Reserven werden angelegt. Eine träge Leber hat damit Schwierigkeiten, so dass es zu Schwankungen kommt.

Sehr lange bevor Diabetes Typ 2 ausbricht, zeigen sich bereits Veränderungen an der Leber, sie wird zur Fettleber. Auswirkungen können sein

  • Alkohol und Kaffee wird nicht vertragen
  • Appetitlosigkeit
  • leichter Schwindel
  • niedriges Energieniveau
  • Jeeper auf Süßes

5. Die Leber und hormonelles Ungleichgewicht

Ist die Leber träge, besteht eine Neigung zu hormonellem Ungleichgewicht. Symptome können sein:

  • Schilddrüsenunter- oder überfunktion
  • Schlafstörungen
  • psychische Störungen
  • Depressionen
  • Myome, Knoten in der Brust
  • Hitzewallungen
  • Zysten am Eierstock
  • Stimmungsschwankungen
  • Wechseljahrsbeschwerden

So helfen Sie der Leber und auch der Schilddrüse

Viele der aufgezählten unangenehmen Beschwerden werden in der Regel der Schilddrüse zugeordnet. Die Schulmedizin hat dafür entweder keine Lösung oder verschreibt Tabletten für die Schilddrüse. Das kann es nicht sein, wenn es doch eigentlich um die Leber geht.

Weil die Leistung der Schilddrüse unmittelbar mit der Leistung der Leber zusammen hängt, ist es deshalb sinnvoll, sich in erster Linie um die Leber zu kümmern.

Mehr dazu in diesem Beitrag: Schilddrüse  und Leber arbeiten zusammen

Also eine Leber-Reinigungskur mit Knoblauch und Zitrone? Ja und nein. Natürlich kann so eine Kur Gutes bewirken. Jedoch: Wird nicht gleichzeitig die Ernährung insgesamt geändert, kommt es schnell wieder zum alten Zustand.

Am meisten zu schaffen machen der Leber

  • Coffein (Kaffee, schwarzer und grüner Tee)
  • Zucker (auch Fruchtzucker im Obst)
  • Alkohol
  • Chemie im Essen

Gärung vermeiden

Besonders sollte man darauf achten, dass es nicht zur Gärung im Verdauungstrakt kommt. Gärung macht zum Beispiel

  • nicht wirklich gut gekautes Getreide (Brot, Reis …)
  • Obst mit Getreide zusammen (Obstkuchen, Marmeladenbrötchen …)
  • unterschiedliche Milchprodukte

Zum Schluss die gute Nachricht: Die Leber ist ein enorm regenerationsfreudiges Organ. Mit der richtigen Ernährung kann sie sich bestens erholen. Und jetzt sind Sie dran: Wie wollen Sie Ihrer dabei Leber helfen?


Knoblauch-Zitronen-Kur

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  • Leberreinigung
  • besser schlafen
  • Immunsystem stärken

„Ich habe schon 3 Wochen hinter mir. Bin gerade in der 8-tägigen Pause und ich muss sagen, ich freue mich schon auf die nächsten 3 Wochen!!!!!“

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin seit 21 Jahren Heilpraktikerin und informiere zur Naturheilkunde und Ernährung bei Hashimoto und Schilddrüsenproblemen. Meine Praxis in Berlin habe ich geschlossen und gebe mein Wissen jetzt auf dieser Webseite, in Ebooks und Onlinekursen weiter. Ich freue mich, wenn du dich in meinen Newsletter einträgst - so bleiben wir in Verbindung!

17 Kommentare

  1. Ina Mueller

    Hallo Frau Bruhn,

    mit absolutem Unglauben bin ich gerade dabei Ihren tollen Blog zu lesen. Seit ungefaehr 25 Jahren – genauer gesagt, nach der Geburt meiner Tochter, leide ich unter diversen Symptomen. Es fing mit einem Pfeifferischen Druesenfieber an – dies nicht erkannt wurde und ich lag 7 Wochen regungslos im Bett, bis ich mich einigermassen wieder fing. Seit dieser Zeit bekam ich nacheinander ein Symptom und eine Erkrankung nacheinander. Schilddruesenunterfunktion – heute Hashimoto T., Darmtraegheit, Multiple Chemikalien Sensitivitaet, Chronisches Fatique Syndrom, Fibromyalgie, Reizdarmsyndrom, Psiorasis und so fort. 2012 kam ich aufgrund einer Quecksilber Allergie und den Folgen von Amalgam Vergiftung in eine Spezialklinik nach Bayern und konnte mich etwas stabilisieren und trotz jahrelanger Entgiftungen und Infusionen mit Vitaminen und Co. schwoll mein Bauch immer mehr an und ich verlor 2014 meine Gallenblase. Seit dieser Zeit habe ich 20 kg zugenommen und plage mich einher mit geschwollener Leber und Bauch, Wasser in den Beinen. Ich habe schon alles ausprobiert, bin schon zu diversen Medizinern gerannt und wurde jedesmal abgefertigt mit Wechseljahrs-, Psychosomatischer Diagnosen und treiben Sie Sport Gerede. Ich bin mittlerweile komplett verzweifelt und sehe dabei zu wie mein Koerper rasend schnell abbaut und das trotz meiner Bemuehungen gesund zu leben.

    Recht herzlichen Dank und Gruesse aus England

    Ina Mueller

    Nun treffe ich auf Ihre Seite und bin sprachlos und wuetend zu gleich, weil so viele Mediziner nicht im Ansatz mir geholfen haben.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ina, ja, deswegen ist es so grundlegend, die Eigenverantwortung für die Gesundheit zu übernehmen und die Schulmedizin nur im Notfall zu kontaktieren. 😉

      LG Jutta

  2. Ulrike

    Hallo Frau Bruhn,
    ich habe seit April 2013 eine Autoimmunhepatitis (sehr wahrscheinlich schon viel früher). In diesem Zusammenhang ist bei mir auch das Hashimotosymdrom festgestellt worden.

    Für mich stellen sich die Fragen:
    Habe ich „nur“ eine schwache Leber, die zu stärken ist?
    Basiert die „Hepatitis“ auf psychosomatischem Hintergrund? (Mein Leben war bisher nicht leicht)

    Meine gesundheitlichen Probleme kurz zu fassen ist sehr sehr schwierig.

    Vielen Dank im vorraus für Ihre Hilfe oder Tips.

    Viele Grüße
    Ulrike

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ulrike, nein, das ist nicht „nur“ eine schwache Leber. Allein mit Leberstärkung wirst du nicht viel erreichen. 🙁

      Krankheiten als „psychosomatisch“ anzusehen, drückt oft Hilflosigkeit aus. Meist geht es bei den unangenehmen Symptomen um eine frühe Schilddrüsenunterfunktion, die häufigste jahrelang übersehene Krankheit.

      Aus meiner Erfahrung haben Autoimmunkrankheiten in erster Linie mit langjährig falscher Ernährung zu tun. Natürlich spielen auch andere schwächende Faktoren eine Rolle. Das Immunsystem wird zu lange herausgefordert und bricht schließlich zusammen.

      Weil die Ernährung in der Regel die Basis für das Entstehen von Krankheiten ist, kann man den Prozess damit auch wieder umkehren – jedenfalls soweit das möglich ist.

      Aus diesem Grund erfahren so viele Leute rasche Besserung, wenn sie auf die Makrobiotische Heilküche (MBH) umsteigen: „Bei mir hat die Ernährungsumstellung sehr viel geholfen, wie in diesem Fall:

      „Seit 5 Wochen hab ich die Ernährung umgestellt. Die Symptome waren schon nach ein paar Tagen viel weniger und jetzt geht es mir echt gut!! Ich schlafe auch wieder gerne und gut UND am Morgen bin ich fit!“

      Zu diesem Umstieg kann ich dir sehr raten. Anfangen kannst du damit, dass du die kostenlosen „Schilddrüsen-Tipps“ hier bestellst, damit du mehr erfährst, was dir gut tun wird.:-)

      Liebe Grüße
      Jutta

  3. Jutta Bruhn

    Hallo Ralf, leider kann und darf ich keine medizinischen Auskünfte geben. Die Kur können Sie nur in Eigenverantwortung durchführen. Wenn Sie unsicher sind, begeben Sie sich bitte in naturheilkundliche Behandlung.

    Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

  4. Helga

    Liebe Frau Bruhn,

    ich bin erst heute auf Ihre Seiten gestoßen und lese interessiert Ihre Ernährungsratschläge. Vielen Dank für diese aufschlußreichen Informationen!

    Obst in Form von ungezuckertem Kompott – ist das verträglich bei einer Hashimoto Erkrankung?

    Liebe Grüße, Helga

    • Jutta Bruhn

      Hallo Helga, das Obst wird mit Reissirup, Stevia etc. gesüßt. Mit Hashimoto hat das nichts zu tun.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  5. Mönika

    Hallo Frau Bruhn,
    ich möchte einfach danke sagen für Ihre wunderbaren Beiträge und Ihren Newsletter!
    Liebe Grüße
    Monika

  6. Marcel

    Hallo Fr Bruhn.
    Hab eine Schilddrüsen Unterfunktion und seitdem ich L Thyroxin nehme ist mein Lebertwert GPT kontinuierlich erhöht (so um die 70-10.)
    Ultraschall war unauffällig sowie Hepatitis Antikörper auch negativ.

    Bevor ich L Thyroxin genommen habe war dieser Wert zu niedrig.

    Außerdem habe ich sehr häufig Blähungen, Verstopfung und Probleme mit fettigen Lebensmitteln.(zuwenig Gallensaft?!)

    Könnte hier die Ursache eine mangelnde Leberfunktion sein? Könnte eine Unterstützung sinnvoll sein? Ihre Artikel dazu sind sehr interessant.

    Mfg
    Marcel

  7. Tanja

    Der Beitrag über die „gesunde Ernährung“ ist wirklich ein guter Anhaltspunkt und auch praktischer Leitfaden für jede Frau die sich in einer Schwangerschaft befindet bzw sich gerade intensiv darauf vorbereitet! Ich möchte hier positiv anmerken, dass ich aus eigener Erfahrung und auch Beobachtung weiß, dass gerade hier die Möglichkeit besteht, dass man durch eine Schwangerschaft seinen Lebensstil ändern kann! Kein Rauchen mehr und kein Alkohol und langfristig eine andere Ernährung die einen selbst auch gesünder ernähren lässt. Dadurch kann es auch sein dass man dem Teufelskreis einer „Blitzdiät“ wie oben auch kurz angeschnitten wurde, entkommen kann! wirklich guter Beitrag, LG Tanja

    • Jutta Bruhn

      Hallo Tanja, vielen Dank! Ja, die Zeit der Schwangerschaft ist ein guter Zeitpunkt, sich gesünder zu ernähren. Diese Babys sind dann nicht nur gesünder, sondern auch ruhiger.

      Alles Gute!

      Herzliche Grüße
      Jutta Bruhn

  8. Renate

    man weiß gar nicht ob man aus den Kommentaren oder dem Artikel mehr lernen kann. Beides sehr gut und danke an beide Seiten.

  9. Jutta Bruhn

    Hallo Susanne, die erste Frage, die sich aufdrängt: Wieso essen solche Sachen wie Brötchen? Wieso trinken Sie Kaffee mit Milch? Oder andere Sachen, nach denen solche Reaktionen auftreten?

    Die erste Maßnahme besteht natürlich darin, diese wegzulassen. Gleichzeitig würde ich mit der MBH beginnen.

    Man kann die Funktion der Leber nicht von der Arbeit der Schilddrüse trennen. Wenn ein Organ gestört ist, übernimmt ein anderes die Leistung. Deshalb sollte man den Körper im Ganzen sehen und das geht am besten mit der Ernährung.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  10. Ulrike

    Hallo Frau Bruhn,
    danke für Ihre tolle Seite, die mir schon viele aufschlussreiche Aha-Effekte beschert hat. Nun zu meiner Frage: Kann eine schwache Leber auch die Ursache für verschiedene Nahrungsmittelunverträglichkeiten sein? Bisher dachte ich immer, dass die Unverträglichkeiten „nur“ durch eine kranke Darmschleimhaut hervorgerufen werden.
    Herzlichen Dank im voraus für ihre Mühe und
    viele Grüße
    Ulrike

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ulrike, Darm und Leber getrennt zu sehen, das klappt nicht. Die sind voneinander abhängig.

      – Ohne kranken Darm hat man keine Leberbelastung.
      – Wenn die Leber schwach ist, gibt es Verdauungsprobleme.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

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