So kann Kaffee die Nebennieren schwächen

KaffeeKaffee ist unser Lieblingsgetränk. Die Formulierung „einen Kaffee trinken gehen“ hat sich so in unserem Sprachgebrauch etabliert, dass sie auch von Nicht-Kaffee-Trinkenden benutzt wird.

Was meist nicht bekannt ist: Kaffee kann starke negative Auswirkungen auf die Nebennieren haben. Mit der Zeit kann es zur Nebennierenschwäche kommen. Als Folge gerät die Schilddrüse in Unterfunktion.

Kaffee und Nebennieren

Der Inhaltsstoff Coffein soll sich besonders auf die Nebennieren schädigend auswirken.

Denn Coffein regt die Nebennieren zur Produktion von Adrenalin an. Eine Streßsituation also. Irgend jemand hat das mal ausgerechnet:

Das Coffein in einer einzigen Tasse Kaffee kann so viel Stress auslösen, wie das Anschauen eines Horrorfilms.

Nach jahrelangem Stress sind die Nebennieren irgendwann erschöpft. Das hat Auswirkungen auf das gesamte Drüsensystem.

Weil es meist zum Frühstück schon Kaffee gibt, ist es nicht etwa eine Alternative, das Frühstück auszulassen, im Gegenteil! Nicht zu frühstücken ist eine Katastrophe für die Nebennieren. Mehr dazu habe ich in diesem Beitrag beschrieben: So vermeiden Sie eine Nebennierenschwäche.

Viele negative Wirkungen von Coffein

Außer der Nebennierenschwäche kann es zu vielen anderen Störungen in Körpersystemen kommen.

Zum Beispiel wird vom Coffein die Ausscheidung von Calcium über die Nieren gefördert. Somit könnte ein regelmäßiger Kaffeekonsum zu einem erheblichen Teil zur Entstehung von Osteoporose beitragen. Weiter:

Coffein kann störend wirken auf

  • den Cholesterin-Haushalt (und somit auf die Hormonproduktion), hier steht mehr dazu
  • die Aufnahme von wichtigen Mineralstoffen wie Magnesium, Zink, Kalium und B-Vitamine

Weitere mögliche negative Wirkungen von Coffein in Stichworten:

  • regt die Insulinproduktion der Bauchspeicheldrüse an
  • Atemfrequenz, Puls, Blutdruck steigen an
  • das Herz schlägt schneller
  • Magensäure wird gesteigert mit dem Risiko des sauren Aufstoßens und später möglichen Magenproblemen
  • Blutgefäße der glatten Muskulatur weiten sich
  • die Darmperistaltik wird angeregt
  • Fettgewebe gibt Fettsäuren ab, so dass der Fettgehalt des Blutes steigt und der Kreislauf belastet wird
  • die Urinmenge steigt
  • Kaffee soll die mit den meisten Pestiziden behandelte Pflanze der ganzen Welt sein
  • Kaffee ist stark säurebildend
  • wird mit Temperaturen von über 200 Grad Celsius geröstet, wobei teerartige Produkte ähnlich dem Zigarettenteer gebildet werden, die als krebserregend eingestuft werden
  • Coffeinmoleküle sollen äußere Zellrezeptoren angreifen und den Austritt von Adenosin verhindern. Deshalb steigt der Adenosingehalt des Blutes und man wird müde. Adenosin ist am Energietransport beteiligt.
  • Kaffee ist ein amphetaminähnlicher Stoff. Der Körper benötigt 4-8 Stunden, um 66 mg Coffein zu verbrennen. Eine normal starke Tasse Kaffee enthält 100 mg Coffein.

Coffein enthält

  • Oxalsäure
  • Fenole, die an der Produktion von Nitrosaminen im Magen-Darm-Kanal beteiligt sind (Nitrosamine stehen im Verdacht, stark krebserregend zu sein)
  • Tannine, die aus einer Reihe von Giftstoffen bestehen wie z.B. Gerbsäure

Coffein steht im Verdacht, schädigenden Einfluss zu haben auf

  • Chromosomen, was zu genetischen Schäden führen könnte. Eine amerikanische Lebensmittelbehörde hat in den 1980er Jahren aus diesem Grund Schwangeren vom Kaffeetrinken abgeraten.

Uff, was für eine lange Liste! Auch wer die ganzen biochemischen Begriffe nicht genau versteht, kann sich vorstellen, dass hier die Rede von wirklich schädigenden Stoffen ist.

Wie ist es mit entcoffeiniertem Kaffee?

Manche Leute trinken entkoffeinierten Kaffee in dem Glauben, der sei gesünder. Ist er aber nicht.

Denn um das Coffein zu eliminieren, setzt man Chemie ein. Zum Teil sollen Stoffe wie Trichlorethylen und Methylenchlorid verwendet werden. Das sind beides Stoffe, die als krebserregend eingestuft werden. Die Möglichkeit ist nicht ausgeschlossen, dass sich minimale Reste dieser Stoffe im Kaffee befinden.

Deshalb kann ich entcoffeinierten Kaffee nicht empfehlen.

Der Ausstieg

Kaffee bzw. das Coffein ist nur einer von vielen Stressoren des ganz normalen Lebens. Aber einer, den man relativ leicht  abschalten kann. 😉

Je nach Menge des jahrelang getrunkenen Kaffees können in den ersten coffeinfreien Tagen regelrechte „Entzugserscheinungen“ auftreten. Es kann kommen zu

  • Kopfschmerzen
  • Stimmungsschwankungen
  • Übelkeit
  • starker Müdigkeit

Diese unangenehmen Begleiterscheinungen kommen daher, dass durch das Weglassen von Coffein die Leber entlastet wird und die dann freigesetzten Giftstoffe den Körper regelrecht überfluten. Das Ganze gibt sich nach ein paar Tagen und die Beschwerden verschwinden.

Wenn die Kopfschmerzen zu heftig sind, kann man sie etwas abmildern. Trinken Sie ein paar Tassen Grünen Tee pro Tag. Grüner Tee enthält kleine Mengen Coffein und kann die Beschwerden der Übergangszeit lindern.


Quelle: Die gesammelten Infos zu Kaffee habe ich in einem Heft von „Nya Fröet“ gefunden. Das war eine  nordische Zeitschrift des makrobiotischen Gesundheitszentrums in Südschweden, das es heute leider nicht mehr gibt.

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„Ich nehme seit heute in Absprache mit meinem Arzt, kein Euthyrox mehr ein und es ist für mich ein befreiendes Gefühl.“

 

„Ich schlafe wieder gut, meine Haut ist nicht so trocken, ich bin nicht mehr so ängstlich und ich kann mich wieder konzentrieren.“

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite schreibe ich zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen.

8 Kommentare

  1. Georg

    Liebe Frau Bruhn!

    Danke für Ihre Beiträge!

    Konkret – Klar – Kurz und Prägnant und das alles noch um Gottes Lohn!

    Vielen lieben Dank!

    Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein gesegnetes, gesundes und friedvolles Jahr 2018!

    Georg Rosenberg

  2. Ursula

    Liebe Frau Bruhn, was ist Ihre Meinung zu organischem bzw biologischem Kaffee, der mit der sogenannten Schweizer Wasser Methode entkoffeiniert wurde? Danke und viele Grüße, Ursula

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ursula, es gibt Bio-Kaffee, der mit Quellwasser entcoffeiniert wird. Das ist ein Genußgetränk für Ausnahmesituationen. Im Beitrag geht es aber um den normalen Kaffee, der gedankenlos täglich konsumiert wird. HG Jutta

  3. Annett

    Wie wäre es mit Lupinenkaffee als Alternative? Der ist von Natur aus gluten-und koffeinfrei, im Bioladen aus deutschem Anbau erhältlich und wirkt leicht basisch.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Annett, Lupinenkaffee ist genauso wie Getreidekaffee: Die Röststoffe können problematisch sein, die Leber wird belastet und die Haut trocknet aus. 🙁

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