Was tun gegen Schilddrüsenentzündung (Thyreoiditis)?

Schilddruesenentzuendung Eine Leserin fragte: „Hast du vielleicht noch eine Idee was ich gegen Schilddrüsenentzündung tun könnte, damit diese endlich mal abheilen?“

Ja klar, da hab ich eine Menge Ideen. 😉 In diesem Beitrag stelle ich erst mal drei davon vor, was man mit Ernährung nach der Makrobiotischen Heilküche (MBH) tun kann.

Mehr als Tipps gibt es in meinem Anti-Entzündungs-Programm, das speziell auf die Hashimoto-Thyreoiditis ausgerichtet ist und „Hashimoto Starthilfe“ heißt.

Vorab doch ein Tipp: Es ist immer klug, nicht nur auf das Symptom zu schauen, sondern nach dem „Warum“ zu fragen. Also nicht nur fragen: „Was kann man gegen Entzündungen tun?“ sondern fragen: „Warum habe ich Entzündungen? Woher könnten die kommen?“

Ich mach das jedenfalls so und bekomme viele Hinweise aus der Krankengeschichte, so wie bei dieser Leserin:

Schilddrüsen-Entzündungen nach Antibiotika

Nach jahrelangen Antibiotika-Kuren habe ich Hashimoto Thyreoiditis.“ (das ist eine Autoimmunerkrankung hervorgerufen durch eine Störung des Immunsystems, bei der Entzündungsschübe die Schilddrüse schädigen können)

  • Eine der möglichen Folgen von Antibiotika ist die Schädigung der Darmwand. Weil die gute Funktion der Schilddrüse mit dem Darm zusammen hängt, kann die Schilddrüse davon betroffen sein.
  • Wenn die Schädigung längere Zeit anhält, kann auch das Immunsystem außer Kontrolle geraten. Dann kann es unter anderem zu Schilddrüsenentzündungen kommen.

War das zu kurz ausgedrückt? Ich wollte nur auf die Schnelle informieren 😉 , mehr dazu findet man über Google zum Thema „Antibiotika schädigen die Darmwand“. Hier ist einer der vielen Artikel dazu.

Tipp Nr. 1

Wer früher Antibiotika nehmen musste, sollte bei Entzündungen zuerst an den Darm denken. Es gibt mit ziemlicher Sicherheit Löcher in der Darmwand (Fachwort: Leaky-Gut-Syndrom). Diese gilt es zu „reparieren“. Das geht und zwar mit ausgeglichener Ernährung nach der Makrobiotischen Heilküche (MBH). Dazu gehört, dass täglich mindestens zwei Mal warm gegessen wird.

Vor allem das Frühstück sollte eine warme Suppe enthalten. Hm, das ist leicht dahergesagt, aber die Umsetzung kann aufwändig sein, jedenfalls am Anfang. Denn bei den meisten ist das Warme beim Frühstück die Tasse Kaffee. 🙁

Besser wäre ein Frühstück mit warmer Miso-Gemüsesuppe. Wenn du jetzt denkst, die hat gut reden, wie soll ich das schaffen morgens, ich muss doch zur Arbeit – dann hast du natürlich Recht. Trotzdem ist mein Rat:

  • bereite die Zutaten für das warme Frühstück abends vor
  • steh ein wenig früher auf 😉

Wenn du die Makrobiotische Heilküche (MBH) näher kennen lernst wirst du merken, dass es gar nicht so aufwändig ist, morgens warm zu frühstücken. Die Belohnung ist enorm, denn das warme Frühstück ist ein großer Schritt auf dem Weg, Entzündungen loszuwerden. 🙂

Schilddrüsenentzündung und Blutzuckerschwankungen

Wir sind immer noch dabei, dem „Warum“ nachzugehen: Warum gibt Schilddrüsenentzündungen? Eine Leserin schreibt:

Zwar ist die Schilddrüsenunterfunktion weg, aber auf ayurvedische Medizin bin ich komplett angewiesen. Lasse ich sie mal längere Zeit weg, kommt ein extremes Schwächegefühl zurück.“

Aha, eine Unterfunktion kann man also ziemlich schnell „weg“ bekommen, während andere Beschwerden bleiben.

Wegen des Schwächegefühls habe ich den Verdacht, dass ich einen Prä-Diabetes haben könnte, auch habe ich nachts oft Durst, was ja damit zusammenhängen könnte.“

Und damit ist die Leserin auf der richtigen Spur.

Tipp Nr. 2

Wenn der Blutzucker jahrelang zu hoch gewesen ist, kommt es zur Insulinresistenz. Das heißt, dass es immer wieder Entzündungen geben wird, wenn der Blutzucker nicht reguliert wird. Was ist jetzt wichtig zu tun?

Ein sehr guter Anfang ist es, weißen und anderen Zucker in jeder Form wegzulassen. Dabei sollte man nicht halbherzig vorgehen, sondern konsequent sein. Also nicht so:

Auf weißen Zucker in den Tee verzichte ich schon seit Jahren, aber ich nehme gerne Honig in den Tee.“

Leider wirkt Honig nicht viel anders als Zucker. 🙁 Mit Honig wird der Blutzucker kräftig gepuscht und somit werden Entzündungen sozusagen auf kleiner Flamme in Gang gehalten.

Besser ist das Süßen mit Reissirup. Dass man wunderbar süße Sachen essen zubereiten kann allein mit Reissirup, dafür gibt es Rezepte in meinem Ebook „Süßes ohne Zucker„.

Schilddrüsenentzündung und zuviel Getreide

Niemand bekommt Entzündungen durch Getreide. Aber wenn es schon Entzündungen gibt, dann ist es keine gute Idee, viel Getreide zu essen.

Jetzt kam ich auf die Idee, einen Frühstücksbrei morgens zu essen. In der Folge war ich viel fitter, belastbarer und satt bis zum Mittagessen.“

Ich stelle langsam auch auf Dinkelbrot um, (früher habe ich immer nur Weißbrot gegessen).“

Hört sich gut an, ist aber beides nicht wirklich zielführend. 🙁

Tipp Nr. 3

Obwohl es der Leserin besser geht mit einem Getreidebrei morgens, macht sie einen Fehler damit.

Entscheidend ist, gleichzeitig Fett (Kokosfett, Butter) und Eiweiß (Fisch, Eier, Linsen, Bohnen, Fleisch) zu essen. Denn Fett und Eiweiß stabilisieren den Blutzucker.

Das solltest du dir merken, wenn du Schilddrüsenentzündungen hast.

Dass Menschen mit einem gereizten Darm den Weizen (Gluten) konsequent streichen sollten, hat sich rumgesprochen. Aber ist Dinkelbrot wirklich eine Alternative? Zum einen enthält Dinkel auch Gluten, vor allem aber ist Brot – egal ob Dinkel oder anderes Getreide – grundsätzlich schwer verdaulich und belastet den Darm.

Mein Vorschlag ist, lieber gekochten Reis zu essen .

Wer seinen Darm schonen möchte, sollte auf das ganze Korn umsteigen und lieber Reis essen (und jeden Happen sehr gut kauen!!!). Reis ist wesentlich leichter bekömmlich als Brot und reinigt gleichzeitig den Darm.

Das waren ein paar Tipps was du tun kannst gegen Entzündungen. Um wirklich dauerhaft aus Entzündungen rauszukommen, reichen diese paar Tipps allerdings leider nicht.

Ich rate dir, im Anti-Entzündungs-Programm „Hashimoto Starthilfe“ mitzumachen. Dann ist die Chance viel größer, dass du deine Schilddrüsenentzündungen los wirst. 🙂


Hashimoto Starthilfe
Anti-Entzündungs-Programm

Hashimoto Starthilfe Jutta Bruhn

Soforthilfe-Maßnahmen um schrittweise aus dem Schub rauskommen

"Habe die Starthilfe schon durch. Koche nach den Rezepten. Fühle mich viel besser. Bin fitter."

 

4 Kommentare

  1. Wolfghang

    Ich schwitze in letzter Zeit sehr stark
    . Kann das auch mit einer Entzündung der Schilddrüse zusammenhängen (TSH-Wert: 0,27) FT3 und FT4 im Normalbereich.
    Blutzuckerwert morgens etwas erhöht (insulinressistent)

    Danke und freundliche Grüße aus dem Erzgebirge
    Wolfgang Meier

  2. Ursula

    ich habe seit 20 jahren eine erkrankung an der schilddrüse und weiß seit 9 jahren dass ich an der hashimoto erkrankt bin.
    ich bin laut dem hausarzt mit l thyroxin 75 mg gut eingestellt und meine schilddrüse ist laut der untersuchung fast völlig zerstört nur noch ein schwammgewebe. was ist mit der entzündung ? kann diese jetzt noch andauern ? oder ist diese „ ausgebrannt „

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ursula, es soll sehr selten sein, dass eine Schilddrüse wirklich „ausbrennt“. Allerdings muss man dafür etwas tun. Und zwar jetzt!

      Fang an damit, die MBH kennen zu lernen. Am besten mit den Rezepten hier. LG Jutta

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