Raus aus dem L-Thyroxin!

L-ThyroxinNadja (49) ist Teilnehmerin vom Selbstlernkurs „Hashimoto managen“ und schrieb mir: „…keine Unterfunktion mehr !!!! Jipeeeeee!!!!!!!!!“

Wie hat sie das geschafft? „Ich esse Kombu-Algen zur Hauptmahlzeit“ antwortete sie mir.

Gleichzeitig ist sie aus dem L-Thyroxin ausgestiegen. Ich habe sie gefragt, wie sie das gemacht hat. Hier ist das Interview:

Frage: Nadja, welche Medikation hattest du zu Beginn des Kurses?

Ich habe mindestens 20 Jahre lang 75 mg L-Thyroxin wegen Unterfunktion der Schilddrüse genommen. Habe kein Hashimoto.

Frage: Wie bist du vorgegangen, um aus dem L-Thyroxin rauszukommen? Was hast du gemacht mit der Ernährung?

Zuerst habe ich viel auf deiner Webseite gelesen und dann dein Kochbuch gekauft.

 

Ich habe sofort herkömmliche Getreideprodukte, Milch, Käse, Kartoffeln, Nachtschattengewächse sowie Kaffee weggelassen.

 

Dann habe ich mithilfe des Selbstlernkurses und des Kochbuchs bei dir gelernt, anders zu kochen.

 

Ich habe sofort konsequent genügend Kokosfett und Fleisch/Fisch/Eier oder Hülsenfrüchte gegessen. Auch/gerade schon zum Frühstück!

 

Ich aß von Anfang an jeden Tag grünen Salat, täglich eine Misosuppe, Rundkornreis, regelmäßig Hülsenfrüchte und getrocknete Körner (vorher über Nacht eingeweicht und wieder getrocknet).

 

Aus Azukibohnen mache ich einen leckeren Brotaufstrich.

 

Wenn ich Brot esse, dann nur Sauerteigbrot aus 100 % Roggen gebacken. Kann man ja leicht googeln, welcher Bäcker in der Stadt das anbietet. Das geschnittene Brot friere ich ein, so dass ich es scheibenweise verbrauchen kann. (einzelne Scheiben tauen sehr schnell auf, es verdirbt nichts und man isst nicht zu viel.)

 

Meine Lieblingsgemüse sind Süßkartoffeln und Kürbis geworden, aber ich versuche viel abzuwechseln. Immer mal eine andere Einlage in die Suppe.

 

Morgens trinke ich eine ausgepresste Zitrone mit Wasser.

 

Ausnahmen mit Zucker habe ich so gut wie nie gemacht, weil ich kein Bedürfnis mehr danach hatte. Auch erst mal kein Obst. Als die Kompottschulung im Kurs dran war, habe ich mir zwar tiefgekühlte Heidelbeeren gekauft, aber bis jetzt noch nicht gekocht ;-).

 

Einzige Ausnahme, die ich gelegentlich mache, ist beim Alkohol. Aber es hat dem Erfolg nicht geschadet 😉

Frage: Und was hast du konkret gemacht, um aus dem Medikament rauszukommen?

Ich habe gleich Anfang Oktober 2017 damit angefangen, eine kleine Menge Wakame-Alge täglich zu essen.

 

Nach 3 Wochen habe ich die bisherige jahrelange Dosis von 75 mg L-Thyroxin halbiert  und nur noch 37,5 mg  genommen.

 

Dann, am 20. November habe ich die Schilddrüsenwerte zum ersten Mal nach der Umstellung und Dosis-Halbierung kontrollieren lassen: T4: 10,5 TSH 2,5. Das hat mir gezeigt, dass alles ok ist.

 

Gleich danach hab ich das L-Thyroxin ganz abgesetzt.

 

Auf dein Anraten hin habe ich ab dann täglich Kombu-Alge gegessen.

 

Am 05. Januar 2018 war die zweite Blutkontrolle: T4: 11,3 TSH 4,5. Mein Arzt hat das so kommentiert: Sie haben keine Unterfunktion, aber an der Grenze dahin.

 

Dieses Ergebnis nach so kurzer Zeit empfinde ich als sehr großen Erfolg und es ist für mich eine klare Bestätigung und auch Beweis dafür, wie gesund und heilsam unsere neue Ernährung ist!!

Ja, das ist prima. In 3 Monaten raus aus der jahrelangen Unterfunktion, das ist beachtlich. Aus meiner Erfahrung kann ich dazu sagen, dass das so bleiben wird, wenn du die Ernährung in dieser Weise fortsetzt (siehe mein Kommentar unten).

Frage: Ist denn alles glatt gelaufen oder gab es irgendwelche Komplikationen?

Nein, in keiner Weise. Ich merke nur positive Veränderungen. Mein Immunsystem ist sehr stabil geworden.

 

  • Keine Erkältung mehr seit der Nahrungsumstellung, was für mich ein deutliches Zeichen für eine gute Immunabwehr ist, zumal ich früher jeden Winter mehrmals krank wurde. Und jetzt: nicht mal einen Schnupfen. 😉
  • Weiterer Effekt, den du auch auf deiner Webseite beschreibst: Der Bauch wird flach, keine Blähungen mehr. Welcher Mensch freut sich nicht darüber…;-)?
  • Meine Speicheldrüse arbeitet wieder richtig, ich hatte früher oft einen trockenen Mund.
  • Durch deine Ratschläge, habe ich mir nicht mehr so viel Stress gemacht, Sport zu machen, wenn ich eigentlich müde war. Wenn ich jetzt Sport treibe, dann bin ich wesentlich leistungsfähiger und fühle mich fitter.

Frage: Waren noch irgendwelche Zusatzmaßnahmen nötig?

Bald nach der Ernährungsumstellung auf Makrobiotischen Heilküche habe ich für 3 Wochen deine „Zitronen-Knoblauch-Kur“ gemacht.

Frage: du bist Geschäftsführerin in einem kleinen Unternehmen. Wie funktioniert das mit dem Essen und Berufstätigkeit? Hast du einen Tipp für uns? 

Ich koche vor, wie du es auch empfiehlst. Gemüse, Fleisch, Reis, Hülsenfrüchte, Algen – halten sich ein paar Tage im Kühlschrank. So brauche ich es nur noch in einer Misosuppe zu erwärmen. So mache ich es für’s Frühstück und als Mittagessen bei der Arbeit. Die Einlagen für die Suppe nehme ich in einer Tupper-Schüssel mit, im Kühlschrank bei der Arbeit habe ich Misopaste deponiert, um das täglich frisch anzurühren.

 

In unserer Firma gibt es im Pausenraum einen Herd und ein Kühlschrank – das ist natürlich Voraussetzung.

Herzlichen Dank für das Interview! 

Bleibt mir nur ein ganz großes Dankeschön an dich liebe Jutta! Deine gute Webseite und alle weiterführenden Anleitungen haben mir zu viel mehr Lebensqualität und Gesundheit verholfen. Ich hoffe und wünsche dir, dass viele mit gesundheitlichen Problemen auf die Makrobiotische Heilküche aufmerksam werden und die Disziplin aufbringen können, sie auch auszuprobieren und umzusetzen. Für mich ist das kein Problem mehr, weil ich schon viel zu sehr davon profitiere … 😉 Viele Grüße sendet dir Nadja


juttabruhnMein Kommentar

Nadja war trotz jahrelanger Diagnose nur in einer frühen Unterfunktion, die man in der Naturheilkunde „funktionell“ nennt. Was heißt das?

Die Schilddrüse ist nur gestört in der gesunden Funktion, nicht krank.  Mehr dazu habe ich in diesem Beitrag geschrieben. So eine Störung kann mit der Ernährung unkompliziert geheilt werden.

Leider kennt die Schulmedizin die Einteilung in früh oder funktionell nicht. Eine Unterfunktion ist eine Unterfunktion und basta. Es werden stets Tabletten (L-Thyroxin) verschrieben.

Die Tabletten sind aber nur nötig, wenn es die Diagnose „Primäre Hypothyreose“ gibt. Das ist ein Spätstadium und die Schilddrüse ist so geschwächt, dass sie sich nicht mehr regulieren kann (oder nur bis zu einem gewissen Grad). In diesem Fall müssen Tabletten genommen werden. Trotzdem ist Hoffnung, denn mit der Ernährung kann man dafür sorgen, dass nur eine geringe Dosierung benötigt wird.

Bei Nadja war es so, dass eine Regulation durch die Ernährung geklappt hat. Sie wird für immer frei von Tabletten sein, wenn sie genauso weitermacht mit der Ernährung.

Nie wieder Unterfunktion

Der Bericht von Nadja soll vielen Mut machen, mit der Ernährung aus der Unterfunktion rauszukommen und zwar für immer.

Denn es ist relativ leicht, eine Unterfunktion mit der Ernährung zu korrigieren. Entscheidend ist, dass es auch auf Dauer dabei bleibt. Das sollte immer das Ziel sein.

Wesentlich helfen dabei die Meeresalgen. Wenn man lernt, damit zu kochen, ist man auf der sicheren Seite. Ich freue mich für alle, die mitmachen im Selbstlernkurs und das lernen wollen!


 

Online-Selbstlernkurs

schilddruese managengeeignet bei:

  • Hashimoto und M. Basedow
  • Unter- und Überfunktion
  • Kinderwunsch
  • nach Operation der Schilddrüse
  • bei Schilddrüsen-Knoten

„Ich nehme seit heute in Absprache mit meinem Arzt, kein Euthyrox mehr ein und es ist für mich ein befreiendes Gefühl.“

 

„Ich schlafe wieder gut, meine Haut ist nicht so trocken, ich bin nicht mehr so ängstlich und ich kann mich wieder konzentrieren.“

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite schreibe ich zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen.

10 Kommentare

  1. Babette

    Hallo Frau Bruhn,
    Ich habe Hashimoto und dachte immer, dass ich mit Novothyral (1/2 100er) gut eingestellt bin. Ich habe jedoch in letzter Zeit einen hohen Ruhepuls, einen sehr trockener Mund und leide unter Schlaflosigkeit. Sind das Symptome einer Überfunktion?
    Vorab herzlichen Dank
    Beste Grüße
    Babette

    • Jutta Bruhn

      Hallo Babette, könnte sein, leider kann und darf ich keine persönlichen medizinischen Auskünfte geben. Aus Sicht der Naturheilkunde ist es für die Gesundheit gar nicht gut, sich „einstellen“ zu lassen. So wird dem Körper jede Möglichkeit genommen, sich an die Ernährung etc. anzupassen und zu regulieren. Das ist schlecht. 🙁 Wie man da rauskommt, darum geht es im Selbstlernkurs.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

  2. Randolf

    Hallo Jutta,
    seit Anfang März dieses Jahr habe ich die Diagnose Schilddrüsenunterfunktion und Leberschaden diagnostiziert bekommen. Daraufhin verschrieb mir der behandelnde Arzt sofort L-Thyroxin 50ug u. hat mir geraten zum Gastroentereologen zu gehen, um die Leber zu checken. Ich habe das sofort genommen, da mir der Arzt als so notwendig beschrieben hat, dass ich gleich ein bisschen Angst bekam. Ich habe mich dann aber daran erinnert, dass meine Schwester auch die Diagnose Unterfunktion bekam und einen alternativen Weg gefunden hat mit Ihrer Seite und mit Schüsslersalzen. Ich bin gerade dabei meine Ernährung komplett umzustellen, mein Essenschrank zu ‚misten‘ und anders zu kochen…auch wegen meinem Sohn, der gesund bleiben soll. Ich schleiche das L-Thyroxin gerade wieder aus, so wie es mir meine Schwester mitteilte. Meine kurze Frage dabei ist eigentlich nur, ob man bei so kurzer Einnahme von L-Thyroxin ( 1 Woche 50ug ) das Medikament ausschleichen muß? LG Randolf

    • Jutta Bruhn

      Hallo Randolf, leider kann und darf ich keine persönlichen medizinischen Auskünfte geben. In den Regeln zum KOmmentieren habe ich das erklärt.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

  3. Monika

    Hallo Jutta,
    ich habe mit Deiner Starthilfe begonnen meine Ernährung umzustellen und esse seit zwei Wochen kein Brot mehr, keine Kartoffeln, keine Nachtschattengewächse und stelle meinen Kühlschrank auf makrobiotische Küche um mit Erfolg. Ich habe innerhalb kürzester Zeit 2,5 kg Gewicht abgebaut und fühle mich besser. Ich lebe seit 2010 mit der Diagnose Hashimoto und nehme mittlerweile 100mg L-Thyroxin, seit 2 Jahren auch noch das den Blutdruck senkende Candecor. Außerdem bin ich in den Wechseljahren und habe in letzter Zeit vermehrt Hitzewallungen. Jetzt frage ich mich, ob ich nicht vielleicht in eine Überfunktion geraten bin durch die Umstellung, weil ich nachts immer aufwache und schwitze, das hatte ich vorher so stark nicht. Es könnte aber auch durch die Wechseljahre stimuliert sein. Ich möchte ja nicht noch mehr Medikamente nehmen, sondern eher welche reduzieren. Was kannst du mir raten?

    • Jutta Bruhn

      Hallo Monika, das ist eine wichtige Frage. Ja, natürlich bist du in der Überfunktion. Die Ernährung wirkt sofort!

      Deshalb solltest du so schnell wie möglich die Dosierung des L-Thyroxin anpassen lassen.

      Weil das so gut wie immer passiert, habe ich darauf habe ich ausdrücklich auf Seite 26 im Ebook hingewiesen. Bitte nochmal genau lesen! 🙂

      Das Ausschleichen aus den Medikamenten wird ausführlicher behandelt im Selbstlernkurs. Dort gebe ich Anleitungen, wie es klappt.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

  4. Sabrina

    Hallo liebe Jutta,
    ich habe den Bericht von der Nadja gelesen und frage mich nun, ob es von den angegebenen Werten her zu beurteilen ist, das sie aus der Unterfunktion raus ist? Da fehlt doch noch der t3-Wert. Und Einheiten sind auch nicht ersichtlich? Mir kommen die angegebenen Werte alle etwas zu hoch vor, oder hängt das mit den Algen (Jod) zusammen? Oder geht es in ihrem Fall überwiegend um ihr Befinden (oder auch)?
    Liebe Grüße Sabrina

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sabrina, du hältst dich leider nicht an die Regeln zum Kommentieren auf diesem Blog. Trotzdem will ich ausnahmsweise antworten:

      Du siehst die Sache mit den Augen der Schulmedizin. Laborwerte sind lediglich dazu da, ärztliches Handeln zu begleiten. Für die Menschen haben sie keine Aussagekraft.

      Ich warne davor, sich von einzelnen Werten leiten zu lassen. Denn man kann eine Beurteilung nur abgeben, wenn man Verlaufs- und Vergleichswerte hat. Dazu kommt noch eine Beurteilung des Gesamtzustands. Die Schilddrüse ist nicht zu beurteilen, ohne den ganzen Menschen zu sehen. Es ist unseriös, von einzelnen Werten auszugehen.

      Ja, natürlich geht es um das Befinden, also Auflösen von körperlichen Beschwerden. Und in allererster Linie geht es darum, aus dem Hammer-Medikament LT rauszukommen. Nadja bleiben damit sehr wahrscheinlich üble Spätfolgen erspart.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

  5. Constanze

    Hallo Jutta,
    Ich habe seit Mitte Januar meine Ernährung umgestellt. Ich habe Hashimoto und habe täglich 50mg L-Thyroxin eingenommen. Obwohl ich wegen eines Rom- Aufenthalts von 6 Tagen aussetzen musste, wurde direkt danach bei meiner Ärztin eine latente Überfunktion festgestellt. Jetzt soll ich für die nächsten 6 Wochen nur 37,5 mg nehmen. Dann wird der Wert wieder geprüft. Ich bin natürlich total begeistert weil es mir viel viel besser geht nd hoffe bald nichts mehr zu nehmen. Meine Frage ist, ist Hashimoto dann eigentlich geheilt oder geht das gar nicht. LG Constanze

    • Jutta Bruhn

      Hallo Constanze, danke für den Bericht! Genauso läuft es, wenn man die richtige Ernährung hat, dann wird es immer weniger L-Thyroxin bis man es los ist. Bravo!

      Hashimoto dagegen ist etwas anderes als die Unterfunktion. Das sehen Ärzte so nicht. Ich empfehle dir, im Online-Selbstlernkurs mitzumachen, damit du das richtig lernst. 🙂

      HG Jutta

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