Neben­schild­drü­sen-Über­funk­tion (Hyperparathyreoidismus)

Nebenschilddruesen-Ueberfunktion-HyperparathyreoidismusNicht nur die Schilddrüse, sondern auch die Nebenschilddrüsen können in Unter- oder Überfunktion kommen. Das hat Auswirkungen auf viele Systeme im Körper.

Denn weil die Nebenschilddrüsen für die Produktion von Parathormon zuständig sind, kontrollieren sie auch die Kalziumausscheidung über die Nieren und die Kalziumaufnahme im Darm. Bei Bedarf wird Kalzium aus den Knochen herausgeholt, was ein Osteoporose-Risiko bedeutet!

Ob eine Nebenschilddrüsen-Überfunktion (Hyperparathyreoidismus) vorliegt, kann man im Blutbild feststellen. Es werden Werte wie Kalzium, Phosphat, Kreatinin, Parathormon sowie Vitamin D gemessen.

Außerdem kann man die Konzentration des Phosphats im Urin überprüfen, ob zu viel Kalzium ausgeschieden wird.

Symptome bei Nebenschilddrüsen-Überfunktion

Körperliche Symptome sind:

  • Kalzium aus Knochen wird abgebaut und unerwünscht in anderen Gewebearten eingelagert. Dies kann zu Brüchen und Deformierung von Knochen sowie Kalkablagerungen in Muskeln und Gelenken führen. Meist sind Gliederschmerzen die Folge.

Viele weitere Symptome werden meist den „üblichen“ Schilddrüsenproblemen zugeordnet:

  • es kann zu Nieren- und Gallensteinbildung kommen
  • Magen-Darm-Beschwerden sind üblich
  • auch Bluthochdruck und Vitamin D-Mangel sind üblich
  • Verstopfung und Gewichtszunahme können Folge sein, ebenso Gewichtsverlust
  • gesteigertes Durstgefühl
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit

Drei Arten der Überfunktion

Experten unterscheiden drei Arten der Nebenschilddrüsenüberfunktion (Hyperparathyreoidismus):

  1. Beim primären Hyperparathyreoidismus hat sich ein Tumor gebildet, der selbst Parathormon bildet oder die Drüse hat sich vergrößert, was man Hyperplasie nennt.
  2. Beim sekundären Hyperparathyreoidismus ist der Darm krank oder es wird wegen einer Nierenerkrankung Vitamin-D, Kalzium oder Phosphat verloren. Dann erhöhen zum Ausgleich meist alle vier Nebenschilddrüsen ihre Hormonproduktion, um den Verlust auszugleichen.
  3. Der tertiäre Hyperparathyreoidismus ist gekoppelt mit dem sekundären, denn bei chronischem Verlauf der Überproduktion kann zu viel vom Parathormon freigesetzt werden. Dadurch ist der Kalziumspiegel im Blut zu stark erhöht, was man medizinisch Hyperkalziämie nennt.

Knoten als Ursache für Nebenschilddrüsen-Überfunktion

Der häufigste Grund für die Überfunktion ist die Vergrößerung einer einzelnen der vier Nebenschilddrüsen. Man spricht von einem Knoten (Tumor), wobei über 99% davon gutartig sind. Ein bösartiger Knoten wird bei weniger als 1% der Erkrankten beobachtet.

Ein Knoten, der eine Nebenschilddrüsen-Überfunktion auslöst, kann sich bei entsprechender Konsequenz mit der Ernährung nach der Makrobiotischen Heilküche (MBH) verkleinern oder womöglich sogar ganz auflösen.

Allerdings sollte niemand ganz schnelle Heilung erwarten, denn der Grund für die Knotenbildung liegt in den meisten Fällen darin, dass es im Laufe der Jahre ständig Stoffwechselstörungen gab, so dass sich Knoten bilden konnten. Hierbei spielt fehlendes Jod eine besondere Rolle.

Bei Schilddrüsenknoten geht es stets darum, den Stoffwechsel zu regulieren und zu normalisieren und zwar über die Ernährung. Teilnehmerinnen vom Selbstlernkurs „Schilddrüse managen“ haben gute Ergebnisse gemeldet:

…ich hatte zahlreiche unscharfe (also wachsende) Knoten in der Schilddrüse … Nach 3-4 Monaten haben wir eine Kontrolle gemacht und mein Arzt war begeistert: fantastische Werte, alle Knoten klein und scharf umrissen (er sagte „wie verkapselt“) und das sei ein Zeichen, dass die sich nicht ausweiten.

 

Der Kurs bei dir hat mir die Augen geöffnet für viele Zusammenhänge und seit ich dabei bin (1 Jahr) und mich seit einem Jahr noch intensiver als bisher um die Ernährung gekümmert habe, ist der Knoten nicht mehr gewachsen, ich habe sogar schon nach diesem einen Jahr das Gefühl, daß er kleiner, auf jeden Fall aber weicher geworden.

Wie gesagt, bis Knoten kleiner werden oder sogar verschwinden braucht es seine Zeit.

Erst mal den Kalziumspiegel therapieren

Bei Neben­schild­drü­sen-Über­funk­tion wird der Kalziumspiegel im Blut therapiert. Woher die Störung als der Nebenschilddrüsen kommt, fragt allerdings niemand.

Selbst wenn bei der primären Form (Hyperparathyreoidismus) gutartige Tumore an der Nebenschilddrüse operativ entfernt werden, ist das nur die Beseitigung eines Symptoms, das sich aufgrund einer jahrelang bestehenden körperlichen Unausgewogenheit gebildet hat. Die Ursache dafür ist mit der Operation nicht beseitigt und es wird weiterhin gesundheitliche Probleme geben.

Auch das Einnehmen von Medikamenten ist nicht zielführend, weil so lediglich ein „Loch gestopft“ wird, die auslösende Grunderkrankung bleibt bestehen. Richtig ist natürlich, bis zur Regulation Medikamente zur Unterstützung einzunehmen.

Man muss wissen, dass eher selten alle vier Nebenschilddrüsen auf einmal von der Überproduktion betroffen sind. Meist ist es nur eine einzelne Drüse, die verrückt spielt. Gerade dann ist es möglich, mit der regulierenden Wirkung der Ernährung nach der MBH das körperliche und organische Gleichgewicht wieder herzustellen.

Ernährung bei Überfunktion der Nebenschilddrüsen

Der übliche Tipp lautet: „Ernähren Sie sich bei der sekundären Form der Überfunktion möglichst kalzium- und Vitamin-D-reich.“ Hm, das würde bedeuten, viel Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen) zu essen, aber wer verträgt das schon? Gerade bei krankem Darm ist das kaum möglich.

Ansonsten wird zu Spinat und Milchprodukten geraten, was eine böse Falle ist. Genau diese Lebensmittel können zu erheblichen anderen körperlichen Problemen führen. Denn um mehr Kalzium aufzunehmen müßte man davon regelmäßig so eine Menge zu sich nehmen, die nicht mehr verträglich ist.

Warum Spinat und Milch keine guten Kalziumquellen, habe ich in diesen Beiträgen ausgeführt:

Kommt hinzu, dass es nicht zielführend ist, bestimmte Lebensmittel stark zu betonen. Im Gegenteil, Ernährung sollte ausgeglichen sein, um nicht ein neues Ungleichgewicht herzustellen. Deshalb empfehle ich die ganz normale Ernährung nach der MBH:

  1. warmes Frühstück
  2. viel Gemüse
  3. das richtige zur Blutgruppe passende Eiweiß in der richtigen Menge
  4. Heilwürzen verwenden zur Heilung des Darms
  5. kochen mit mineralstoffhaltigen Meeresalgen für die Lebergesundheit 

Sind Meeresalgen geeignet bei Neben­schild­drü­sen-Über­funk­tion?

Ein Leser fragte nach: „Wie ist es mit Meeresalgen bei Nebenschilddrüsen Überfunktion? Ich bin unsicher, ob die Algen für mich geeignet wären, weil der Körper Probleme hat mit der Verwertung von Calzium, Phosphor und Vitamin D.“ 

Ich würde das Thema nicht so einschränken. Meeresalgen enthalten eine Vielzahl von Mineralstoffen, nicht nur die wenigen, die in unserer Medizin bekannt sind. Außerdem geht es darum, die Grunderkrankung zu heilen, siehe oben.

Vor allem die Leber braucht die Mineralstoffe aus Meeresalgen für ihre Entgiftungsarbeit. So wie dadurch gleichzeitig die Funktion der Schilddrüsen erleichtert wird, so wirkt sich das auch positiv auf die Nebenschilddrüsen aus. Dieser Vorgang ist nicht wissenschaftlich erforscht. Es geht dabei darum, dass die Regulation in Gang kommt, die man in der Naturheilkunde auch „Selbstheilungskräfte“ oder „Homöostase“ nennt.

Ein Zeichen für erfolgreiche  Regulation sind oft unangenehme Heilkrisen wie Kopfschmerzen, Hauterscheinungen oder Magen-Darm-Störungen. Wer zu früh mit den Meeresalgen beginnt, kann wegen der plötzlichen relativ hohen Jodzufuhr in die Schilddrüsen-Überfunktion kommen. Dies ist stets der Fall bei gleichzeitiger Einnahme von Tabletten wie L-Thyroxin oder andere.

Nase voll von Medikamenten?

Oje, gar nicht so einfach mit der Ernährung nach der MBH? Doch, das ist schon einfach, aber wer Medikamente nimmt, hat tatsächlich meist ein Problem, weil diese den Heilungsvorgängen entgegen wirken.

Die Ernährungsumstellung sollte sinnvoller Weise vom gleichzeitigen Ausstieg (oder Reduktion) aus Medikamenten begleitet sein. Nach einer individuell langen oder kurzen Zeit sind diese Medikamente nicht mehr nötig oder nur in Geringdosierung.

Ein Leser schreibt: „Ich habe die Nase voll von Medikamenten und unzähligen Symptomen und möchte endlich Verbesserung und raus aus dem Teufelkreis.“ Ja, dann mal los, das geht, wie mir Kursteilnehmende immer wieder berichten:

Das ist ja das Problem, ich nehme Medikamente und habe einen Rattenschwanz von Symptomen. Aber dank der hilfreichen Tipps in Bezug auf Nahrung geht es mir besser.

 

Auch ich habe mich von den Hormoneinnahmen verabschieden können, und das doch relativ schnell. War Anfang August hier angekommen (die Teilnehmerin meint im Kurs „Schilddrüse managen“) und seit 9. Oktober bin ich hormonfrei. 😃 Es zeigt einem, das WIRKLICH Nahrung mehr kann, als Schulmedizin immer behauptet.

 

Ich habe es geschafft mein L-Thyroxin von 75 mg auf null zu reduzieren und nehme noch ein natürliches Ergänzungsmittel. Im großen Ganzen fühle ich mich damit sehr wohl.

Wasser trinken

Der übliche Rat, viel Wasser zu trinken, um die Nieren zur Ausscheidung von überschüssigem Kalzium anzuregen, ist im Grunde banal, denn jeder Mensch sollte täglich reines Trinkwasser trinken.

Wasser zu trinken ist eine Selbstverständlichkeit, die allerdings häufig vernachlässigt wird, denn wem schmeckt schon Leitungswasser? Statt dessen werden Säfte oder Tees getrunken, die aber nicht wirklich als Flüssigkeit gelten, weil sie vom verstoffwechselt werden müssen. Alle Getränke sind für den Körper im Grunde wie Essen.

Einzig klares Wasser ist ein Getränk, das den Körper in seinen Ausscheidungsfunktionen unterstützt. Weil Leitungswasser nicht schmeckt, empfehle ich die Reinigung und Energetisierung mit einem Trinkwasserfilter und zwar mit dem Multipure, zu dem es hier mehr Informationen gibt.

Gutes Essen und gutes Wasser – damit sollte die Nebenschilddrüsen-Überfunktion in den Griff zu bekommen sein!

Kochen bei Hashimoto und Schilddrüsenproblemen

 

Gesunde Schilddruese

Rezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin seit langen Jahren Heilpraktikerin und informiere zur Ernährung und Naturheilkunde bei Schilddrüsenproblemen und Hashimoto.

4 Kommentare

  1. Martina

    Hallo Frau Bruhn,
    ich schätze Sie und Ihre Arbeit sehr und würde mich über Ihre Meinung zu folgendem freuen:
    1. kennen Sie das Coimbra-Protokoll mit hochdosiertem Vitamin D arbeiten wenn der Vitamin D Rezeptor blockiert ist und was halten Sie davon? Sollte das nicht auch beim Schilddrüsen-Rezeptor hilfreich sein?
    2. Ich merke dass mir die zusätzliche Gabe von Mikroorganismen EMIKO San täglich sehr gut tut. Was halten Sie von Effektiven Mikroorganismen als Hilfe in der Ernährung?
    Vielen Dank und liebe Grüße
    Martina

    • Jutta Bruhn

      Hallo Martina,

      ja, Nährstoffe sind ein wichtiger Faktor zur Gesundung. Entscheidend ist dabei der Zustand der Leber und des Darms.

      Ich empfehle, das Thema ganzheitlich zu betrachten. Deshalb kann ich keine isolierten Aussagen dazu machen.

      Liebe Grüße

  2. Astrid

    Guten Morgen liebe Frau Bruhn,

    1. gibt es eine Liste zu „das passende Eiweiß zur Blutgruppe“ ?
    2. Wie weiß ich, wann es gut ist mit Meeresalgen zu beginnen? damit es nicht zu früh ist – wie Sie schreiben.
    3. Gibt es eine Alternative zu Meeresalgen? denn diese kommen meist aus Japan … Nähe Fukushima und auch bzgl. anderen Belastungen des Meeres.

    Medikamente nehme ich keine ein. Ich will einfach meiner Schilddrüse was Gutes tun.
    Die Schilddrüsen-AK sind im Blut erhöht.

    Alles Liebe und Frohe Ostern

    • Jutta Bruhn

      Hallo Astrid,

      vielen Dank, ich wünsche auch Frohe Ostern!

      Ausführliche Infos und meine persönliche Begleitung biete ich im Selbstlernkurs „Schilddrüse managen“ an. Die grundlegenden Infos finden sich im Ebook „Gesunde Schilddrüse“.

      1. das Thema richtiges Eiweiß passend zur Blutgruppe ist eine eigene Lektion im Selbstlernkurs. dort gibt es auch Listen.

      2. das Thema Meeresalgen ist eine umfassende Lektion im Selbstlernkurs, weil es einiges zu beachten gilt. Man profitiert von den Erfahrungen anderer, die man im Kurs erhält.

      3. nein, die Meeresalgen bezieht man im Bio-Laden und eine radioaktive Belastung liegt nicht vor, auch andere nicht. (Thema im Kurs)

      Übrigens: Ganz hinten im Ebook befindet sich ein Gutschein für einen Monat kostenlos im Kurs. Schon entdeckt?

      Liebe Grüße

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