Mit Brühe gegen das Leaky-Gut-Syndrom

Mit Bruehe gegen das Leaky-Gut-Syndrom

Wer eine Lebensmittelallergie hat, leidet unter einem „Leaky-Gut-Syndrom“. Dabei geht es darum, dass Nahrung durch Löcher in der Darmwand austritt und Chaos im Gewebe verursacht.

Ein uraltes Heilmittel gegen die Löcher im Darm sind Brühen, bekannt als Kraftbrühen aus der Chinesischen Medizin. Allerdings braucht man keine komplizierten Rezepte für Kraftbrühen. Ganz normale heiße Brühe aus Gemüse, Fisch oder Fleisch sind genauso kraftvoll.  

Was sind Lebensmittelallergien?

Wenn es Lebensmittelallergien und Unverträglichkeiten gibt, liegt eine Schädigung in Form von Löchern des Darms zugrunde. Das Fachwort dafür ist „Leaky-Gut-Syndrom“. Syndrom bezeichnet einen Komplex von auftretenden Symptomen.

Die Löcher im Darm sind stets der Grund, weshalb es nach einer Mahlzeit zu unangenehmen Symptomen kommt wie

  • Hautjucken oder Quaddeln, auch Röte im Gesicht
  • Magen- und Darmbeschwerden wie Übelkeit, Durchfall

aber auch viele individuell andere Reaktionen.

Es ist das Immunsystem, das reagiert. Denn es hat die Aufgabe, fremde Eindringlinge im Körper zu bekämpfen. Als fremd wird Eiweiß wahrgenommen, das nicht körpereigen ist.

Wer ein Ei isst, nimmt Hühnereiweiß zu sich. Wer Milch trinkt, bekommt Kuhmilcheiweiß.

Es kann auch pflanzliches Eiweiß aus Getreiden sein, wobei der Weizen mit seinem Gluten ganz vorne steht. Deshalb erleben viele Menschen schnelle Erleichterung von ihren Symptomen, wenn sie sich glutenfrei ernähren. Allerdings bietet glutenfreie Ernährung allein keine Lösung für das Problem mit dem Leaky-Gut-Syndrom, sondern trägt nur zur Beruhigung des Immunsystems bei, aber nicht zur Heilung.

Was sind Unverträglichkeiten?

Man kann Lebensmittelallergien von Unverträglichkeiten abgrenzen oder ganz allgemein von Allergien sprechen, weil die Reaktionen sowieso fast gleich sind und es für die Heilung keine Rolle spielt, wie man die Sache nun nennt. Für Betroffene ist es ziemlich egal, worum es sich dreht, denn die Symptome sind ähnlich, auf jeden Fall ähnlich heftig. Meist spricht man von Unverträglichkeiten wenn es Symptome gibt wie:

  • Blähungen, Bauchkrämpfe
  • Kopfschmerzen, Migräne (geht oft weg, wenn Milchprodukte ausgeschlossen werden)
  • alle üblichen Symptome wie Juckreiz, Schwindel, Hautrötungen

Wer mit einer Allergie zum Schulmediziner geht, wird erstmal getestet. Denn der Ansatz der Hilfe besteht darin, dass man den allergieauslösenden Störer aus der Ernährung auslassen will, was in der Regel nur am Anfang Hilfe bringt, siehe oben. Bisher werden diese Unverträglichkeiten getestet:

  • Histamin-Intoleranz
  • Milch und Milchprodukten (LactoseIntoleranz)
  • Fruchtzucker in Obst und Obstsäften (Fructose-Intoleranz)

Ganz langsam setzt sich auch die Erkenntnis durch, dass Gluten aus Weizen und anderen Getreiden allergieauslösend ist und es wird von einer Glutensensibilität gesprochen. Besonders Menschen mit Hashimoto-Symptomen erfahren meist schnelle Hilfe, wenn Gluten weggelassen wird.

Erste Hilfe bei Lebensmittelallergien

Was am Anfang hilft, ist das Weglassen der auslösenden Lebensmittel. Das ist aber keine Lösung und bringt keinerlei Heilung. Die allergische Reaktion kann jederzeit wieder auftreten.

Ganz allgemein kann man erst mal die häufigsten Allergieauslöser weglassen wie Eier, Weizen, Soja und Milch. Unangenehm ist es, wenn man nicht weiß, worauf die Reaktion erfolgt ist. Oder wenn man auf ganz normale Lebensmittel reagiert, die man eigentlich jeden Tag isst. Das können zum Beispiel rohe Möhren sein, die heftigste Bauchkrämpfe auslösen.

Weglassen ist also nur eine Maßnahme, um weitere Attacken zu vermeiden.

Auch hilft nicht viel und kann sogar neue Probleme auslösen, wenn man anfängt, sich nach Lebensmitteltabellen zu ernähren. Das ist in der Regel eine Auslass-Diät, die wenig Nutzen bringt.

Hilfe mit Kraftbrühen

Man sollte wissen, dass nicht nur die Schilddrüse in Unterfunktion ist. Auch andere Organe wie die Bauchspeicheldrüse oder der Darm sind quasi in „Unterfunktion“. Schwache Organe sind nicht voll leistungsfähig und anfällig für Schädigungen wie zum Beispiel durch Darmpilze bei Candida.

Wer ernsthaft seine Allergien loswerden will, sollte auf eine Ernährung umsteigen wie die Makrobiotische Heilküche (MBH). Diese Methode zielt darauf ab, sowohl den Darm zu heilen, als auch die Funktion der Schilddrüse zu regulieren. Das geschieht durch

  1. Hilfe zur Reparatur des Leaky-Gut-Syndroms mit Heilwürzen wie Miso oder das Stärkemittel Kuzu
  2. Stärkung der Schilddrüse mit Meeresalgen

Deshalb gibt es gleich zum Frühstück eine Miso-Gemüsesuppe mit Meeresalgen. Was es sonst noch zum Frühstück gibt, dazu steht mehr in diesem Beitrag.

Die Miso-Gemüsesuppe kocht man auf der Basis einer Brühe. Leider kann ich keine Fertigbrühen empfehlen. Denn die enthalten oft Inhaltsstoffe, die man nur als gesundheitsschädlich bezeichnen kann, am bekanntesten ist das Glutamat. Hüte dich vor diesem Zeug, kann ich nur sagen!

Eine Brühe macht man lieber selber. Die meisten sind auch total einfach herzustellen, weil sie zwar länger, aber ganz alleine kochen. Am bekanntesten sind:

  1. Gemüsebrühe
  2. Fischbrühe
  3. Hühnerbrühe
  4. Rindfleischbrühe

Gemüsebrühe

Gemüsebrühe abgießenGemüsebrühe braucht man ständig als Basis für

  • Suppen
  • Eintöpfe
  • Saucen
  • als Getränk (mit etwas Shoju)

Die Brühe hält sich zwar im Kühlschrank ein paar Tage, der Geschmack ist aber besser, wenn sie stets frisch zubereitet wird.

Man nimmt einfach alle anfallenden Gemüseabschnitte und kocht die aus. Besonders die Schalen vom Wurzelgemüse geben kräftigen Geschmack. Also nicht wegwerfen, sondern auskochen.

  1. Alle Abschnitte 20 bis 30 Minuten in reichlich Wasser auskochen.
  2. Über einem Sieb abgießen.
  3. Salz würde ich nicht dazugeben.

Fischbrühe

Bruehe aus Fischgraeten

Weniger bekannt sind Brühen aus Fischgräten. Dazu nimmt man Gräten von gekochtem, gebackenem oder gebratenem Fisch, die in Wasser gekocht werden.

  1. Die Gräten mehrmals zerteilen.
  2. Gut mit Wasser bedeckt aufsetzen und ca. 30 Minuten lang auskochen.
  3. Die fertige Brühe durch ein Sieb gießen.

Tipp: Man kann ein paar schwarze oder grüne Teeblätter zum Kochen dazugeben. Die holen das Calcium aus den Gräten raus – so wie sie es sonst mit unseren Knochen tun. 🙁

Bio-Hühnerbrühe

Bekannt ist die Hühnerbrühe vom Suppenhuhn. Aber es geht noch schneller und günstiger, wenn Hühnerknochen übrig sind. Zum Beispiel vom Bio-Brathähnchen. Dann kocht man die einfach aus.

  1. Röhrenknochen mit Geflügelschere zerteilen
  2. alle Knochen und Reste in reichlich Wasser ca. 30 Minuten auskochen

HuehnerbrueheIn den Röhrenknochen steckt das Mark mit dem Calcium, das will man in der Brühe haben.

Tipp: Schwarze oder Grüne Teeblätter mitkochen lassen, sie holen den letzten Rest Calcium aus den Knochen raus.

Je glibbriger die Brühe nach dem Abkühlen ist, desto mehr Calcium ist drin. Gut so!

  • Brühe als Suppenfond
  • gekochtes Hühnerfleisch für ein weiteres Rezept
  • heiße Brühe als wärmendes Getränk

und so wird es gemacht:

  • 1 Suppenhuhn
  • Wasser und 1 Teelöffel Salz
  1. Das Huhn waschen.
  2. Mit Wasser bedeckt langsam zum Kochen bringen und das Salz zugeben.
    Bei geringer Hitze köcheln lassen.
  3. Das Fleisch ist weich, wenn sich eine Keule leicht lösen lässt. Das dauert je nach Alter des Huhns zwischen 1 bis 2 Stunden.
  4. Das Huhn aus dem Topf nehmen, auf einen tiefen Teller legen und das Fleisch von den Knochen lösen. Das geht am leichtesten, solange es noch warm ist.
  5. Die fertige Brühe durch ein Sieb abgießen. Wenn man das nicht tut, muss man aufpassen, dass der Bodensatz nicht auf dem Teller landet.

Wer kein Suppenhuhn bekommt, kann auch eine Maispourlade nehmen. Dann können Sie aus dem Hühnerfleisch gleich eine weitere Mahlzeit zubereiten.

Bio-Rindfleischbrühe

BrüheDiese Brühe gibt es bei mir nur dann, wenn es Bio-Markknochen zu kaufen gibt.

Weil Rindfleisch auf den Körper eine wärmende Wirkung hat, ist diese Brühe eher an kälteren Tagen angesagt.

  • 1 Beinscheibe
  • ca. 500 Gramm Knochen
  • Wasser und 1 Teelöffel Salz
  1. Fleisch und Knochen waschen.
  2. Mit Wasser bedeckt langsam ohne Deckel zum Kochen bringen.
  3. Mit einer Schaumkelle wiederholt den dunkelgrauen Schaum abnehmen und wegtun.
  4. Wenn kein Schaum mehr hochkommt, Salz zugeben und bei geringer Hitze köcheln lassen.
  5. Die Kochzeit beträgt etwa 50 bis 60 Minuten. Man prüft mit einer Gabel, ob das Fleisch weich ist.
  6. Das Fleisch und die Knochen aus der Brühe nehmen. Fleisch in Stücke schneiden und als Einlage für den Eintopf nehmen.
  7. Die Brühe nach dem Abkühlen durch ein Sieb gießen.

Vielleicht kennst du die Fleischbrühen auch mit Gemüse, Zwiebeln und Gewürzen zusammen gekocht. Das kann man so machen, dafür gibt es genug Rezepte. Aber so einfach wie hier vorgeschlagen geht es auch. Dann ist der Geschmack klarer.

Wie immer wünsche ich mir, dich auf Ideen gebracht zu haben. Vor allem auf die Idee, selber zu kochen. 😉


Meine Quelle für die Info, dass Knochenbrühen bei Leaky-Gut helfen sollen ist dieser Beitrag von Dr. Axe: Vorteile von Knochenbrühen (englische Webseite).

 

 

 

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

10 Kommentare

  1. Julia

    Sehr interessant, mit Teeblättern das Calcium aus den Hühnerknochen zu holen! Wieviel Teeblätter pro Topf und welche Sorte nehme ich dafür am besten?

    • Jutta Bruhn

      Hallo Elfi, das kann man nicht so isoliert sehen. Die Gesamternährung muss stimmen, dann werden die Brühen auch vertragen. Du schreibst nicht, welche Brühe du nicht verträgst, es ist ein Unterschied zwischen einer Gemüse- und einer Fleischbrühe. 🙂 LG Jutta

      • Julia

        Bei mir ist es so, dass ich die frisch gekochte Brühe vertrage, aber nur, wenn ich sie direkt esse. Im Kühlschrank lagern und am nächsten Tag aufwärmen geht schon nicht mehr. Den Rest muss ich also wegschütten.

          • Julia

            Ich habe es noch mehrmals ausprobiert – leider bleibt es so, dass ich nur die frisch gekochte Brühe vertrage. Auch das kalte Hühnerfleisch kann ich am nächsten Tag nicht mehr essen, ich bekomme dann starke Histaminsymptome. Kann man diesen Sachverhalt sozusagen indirekt als „Beweis“ für leider noch nicht besiegte Candida nehmen?
            Milchprodukte habe ich seit 5 Wochen erfolgreich abgeschafft, das war sehr sehr schwer…. 😉

          • Jutta Bruhn

            Hallo Julia,

            mit den Einzelmaßnahmen wirst du keinen Erfolg haben. Das kann gar nicht gelingen.

            Die Ernährung ist ein Programm und muss in der Gesamtheit stimmen.

            LG Jutta

  2. Vera

    Hallo liebe Jutta,

    ich habe die Rinderbrühe aus einer Beinscheibe gekocht. Was mache ich mit dem Knochenmark ?

    Gruß vera

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