Meeresalgen für gute Nährstoffe

Meeresalgen NaehrstoffeBei Schilddrüsenunterfunktion gibt es garantiert einen Mangel an Nährstoffen, ebenso bei Hashimoto-Erkrankung.

Eine Möglichkeit, sich mit guten Nährstoffen zu versorgen, ist das Kochen mit Meeresalgen.

Mit ihren geballten Nährstoffen liefern uns Meeresalgen konzentrierte Mineralstoffe und Vitamine. Besser als ein Multipräparat aus der Apotheke.

Die Meeresalgen sind wirklich reich an Mineralstoffen.

  • Calcium soll darin in größeren Mengen vorkommen als in Gemüsepflanzen vom Land. Das gilt speziell für die Wakame-Alge, die auch eine Rolle bei der Fettverbrennung spielt.
  • Die meisten Algensorten enthalten dazu noch eine gute Portion Eiweiß, vergleichbar mit der in Hülsenfrüchten und Eiern.
  • Die Vitamine A, C, E und B12 kommen in vielen Sorten in beträchtlichen Mengen vor.

Die meisten Algensorten enthalten eine gute Portion Eiweiß, vergleichbar mit Hülsenfrüchten und Eiern.

Und natürlich ist eine enorme Portion Jod in den Algen enthalten. Das kann leicht zuviel werden, deshalb weicht man sie ein (wie man das macht, steht weiter unten im Beitrag).

Dieses Jod ist natürlich im Gegensatz zum verordneten Jod aus der Apotheke. Die Wirkung auf den Körper ist ganz anders, eben natürlich. Besonders wer eine frühe Schilddrüsenunterfunktion hat, profitiert von den Meeresalgen. In einem frühen Stadium kann man allein mit den Meeresalgen aus der Unterfunktion rauskommen.

Auch bei fortgeschrittener Unterfunktion und ebenso bei Hashimoto sind Meeresalgen geeignet. Die kursierenden Gerüchte, dass Jod die Hashimoto-Erkrankung vorantreiben würde, haben sich aus meiner Erfahrung nicht bestätigt, jedenfalls bei richtigem Gebrauch der Algen. Entscheidend ist vielmehr die Gesundheit des Darms. Sobald sich der Darm erholt hat, können Meeresalgen gegessen werden.

Allerdings ist folgendes zu beachten:

Jod kann zur Überfunktion führen

Aufpassen müssen alle, die L-Thyroxin einnehmen, denn bei Einnahme von Schilddrüsenmedikamenten kann sehr schnell eine Überfunktion ausgelöst werden. Direkt nach der ersten Mahlzeit mit Meeresalgen kann es losgehen: Schlechter Schlaf ist meist das erste Zeichen.

Wer das erlebt, sollte ein bis zwei Tage Pause von den Meeresalgen einlegen und dann vorsichtig wieder starten.

Bei Schilddrüsen-Überfunktion und M. Basedow sollten erst mal keine Algen gegessen werden.

Das hört sich alles etwas kompliziert an und viele trauen sich deswegen nicht ran an die Algen. Darum ist es gut, dabei Begleitung zu haben und Fragen stellen zu können. In meinem Selbstlernkurs gehe ich gerne darauf ein.

In diesem Beitrag geht es noch mal genauer um das Jod.

Sushi können Überfunktion auslösen

Die beliebten und leckeren Sushi-Rollen werden aus Sushi-Blättern hergestellt. Das ist eine Meeresalge, die man nicht kochen braucht. Die Blätter werden kurz geröstet und dann wickelt man Reis und Zutaten darin ein. Das ist toll, kann aber Probleme machen, wenn Schilddrüsen-Tabletten genommen werden. Eine Leserin schrieb:

„Ich habe im Sushiladen vegane Sushi gegessen. Danach ging es mir mies. Ich nehme 75 mg L-Tyroxin täglich.“

Ja, Beschwerden nach Sushi können damit zusammen hängen. Denn das Jod der Algen wirkt sich natürlich sofort nach dem Essen auf die Schilddrüse aus.

Das heißt aber nicht, dass man keine Sushi essen sollte. Nur hat man eben ein Problem, weil das Medikament der natürlichen Regulation der Schilddrüse entgegenarbeitet.

Mein Rat lautet, sich darum zu kümmern, unter ärztlicher Anleitung aus den Tabletten auszusteigen oder die Dosierung anpassen zu lassen. Aussteigen geht natürlich nicht, wenn man eine Primäre Hypothyreose hat, dann müssen die Tabletten genommen werden.

Nicht schlafen können

Viele Leute können nicht gut schlafen. Meine Beobachtung ist, dass das mit Meeresalgen und der Einnahme von Schilddrüsentabletten (L-Thyroxin) zusammenhängen kann.

Wenn Produkte mit Meeresalgen gegessen werden, kann es dann schnell zur Überfunktion kommen und dann kann man nachts nicht schlafen oder schlecht einschlafen.

Deshalb gilt es darauf zu achten, ob Salz, Chips, Kekse, Nudeln oder andere Produkte Algen enthalten. Wie zum Beispiel von der Fa. Algamar. Zwar sind diese Produkte von bester Qualität, aber sie können Überfunktionssysmptome auslösen, weil sie nicht eingeweicht wurden vor der Verarbeitung. Das ganze Jod ist noch enthalten.

Wichtig: Meeresalgen einweichen!

Wichtig ist, die Meeresalgen sehr gut einzuweichen und danach abzuspülen.

Durch das Einweichen wird der größte Teil des wasserlöslichen Jods ausgewaschen. So vermeidet man eine zu große Menge Jod auf einmal aufzunehmen.

  • Meeresalge für mindestens 30 Minuten bis zu einer Stunde in kaltem Wasser wässern
  • dieses Wasser wird weggeschüttet
  • die Alge wird anschließend unter fließendem Wasser abgespült

Wer sich an diese Regeln hält, kann nicht mehr viel falsch machen. Doch, eines ist noch wichtig:

Es kommt nicht darauf an, eine große Menge von den Algen zu essen. Eine kleine Menge jeden Tag reicht!

Und nun stelle ich drei Algensorten vor, die sich für den Anfang eignen: Agar, Wakame und Arame

Meeresalgen10 Tipps zum Umgang mit Meeresalgen

Der Umgang mit Meeresalgen ist für uns ungewohnt. Deshalb gebe ich 10 Tipps für das Kochen mit Meeresalgen. Hier klicken, um die pdf zu erhalten. 

Meeresalge Agar – die Einstiegsalge

Meeresalge AgarWer noch nie Meeresalgen gegessen hat, kann mit Agar-Alge einen Einstieg in die Welt der Meeresalgen wagen.

Agar ist geschmacksneutral, enthält kein Jod und lässt sich vielseitig verwenden.

Bekannt ist Agar als Geliermittel und gibt Speisen eine schöne Festigkeit:

  • Obstkompott
  • süße Cremes

Etwas aus der Mode gekommen sind salzige Speisen in Gelee, bekannt auch als Sülze. Schade eigentlich.

Warum ist Agar so gesund?

Für mich besteht der gesundheitliche Wert von Agar darin, dass es reines Natriumalginat ist.

Dieses Alginat soll die Eigenschaft haben, im Körper die aus der Umwelt aufgenommenen Schwermetalle zu binden.

Besonders aber gefällt mir der konzentrierte Nährstoffgehalt der Meeresalgen.

Agar ist pflanzlich

Das Andickungsmittel Agar ist eine pflanzliche Alternative zur Gelatine aus tierischem Eiweiß. Beim Umstieg auf die pflanzliche Variante ist zu beachten, dass Agar um einiges stärker geliert, man braucht also weniger davon.

Schon ein halber Teelöffel Agar-Pulver hat die Gelierstärke von ungefähr vier Blättern Gelatine.

Also bitte das Agar nicht zu großzügig bemessen, damit der Pudding nicht steinhart wird. 🙂

Profi-Trick zum garantierten Gelingen

Solange man nicht sicher im Umgang mit Agar sind, kann ein Trick helfen, den auch Profis machen, damit nichts schiefgeht:

Als Test, wie fest das Gelee nach dem Erkalten wird, nimmt man einen Teelöffel voll von der heißen Flüssigkeit ab und legt diesen ins Gefrierfach. Nach kurzer Zeit ist das Agar abgekühlt und man weiß, ob die Konsistenz stimmt.

Flocken oder Pulver?

Agar wird als Flocken oder Pulver verkauft. Jede Art bindet etwas anders, am besten hält man sich an die Angaben auf der Packung, bis ein gewisses Fingerspitzengefühl für die richtige Menge entstanden ist.

Man sollte sich von der angegebenen E-Nummer – es ist die E 406 – nicht abschrecken lassen. Agar wird in vielen Speisen als Zusatzstoff verwendet, was aber eher als Qualitätszeichen interpretiert werden kann. Denn Agar ist ein Naturprodukt aus Meeresalgen.

Meeresalge Wakame – die Suppenalge

Meeresalge WakameDie Wakame-Alge ist besonders einfach zu verwenden. Sie lässt sich am besten in Suppen, Eintöpfen und Gemüsegerichten mitkochen.

Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Menge von Wakame so begrenzt wird, dass die Algen nicht durchschmecken.

Für das Kochen gibt es eine Faustregel:

Nur so viel Wakame dazugeben, dass sie beim Kochen nicht zu riechen und im Gericht nicht zu schmecken ist.

Eine kleine Menge täglich reicht völlig. Die Menge kann individuell unterschiedlich sein.

Anfangen kann man mit einem kleinen Stück  von ca. 2 x 2 cm (gemessen nach dem Einweichen) pro Person in einem Teller Suppe.

  • man gibt die Wakame gleich am Anfang bei und dünstet sie im Kokosfett an
  • besonders gut ist sie geeignet in Gemüsesuppen
  • sie kann mit vielen Gemüsegerichten kombiniert werden
  • passt super zu Zwiebeln, Lauch und Kohlgerichten

Meeresalge Arame – die Leckere

Meeresalge ArameDie Arame-Alge wird manchmal als Meereseiche bezeichnet, weil die Pflanze im Wasser an Eichenblätter erinnert.

Gekocht ergeben die Algen ungefähr die doppelte Menge wie im Rohzustand.

Schritt 1: Einweichen

  1. Arame-Algen müssen unbedingt mindestens 30 Minuten eingeweicht werden. Dabei kann man feststellen, dass sich das Volumen der trockenen Algen um ein Vielfaches erhöht.
  2. Nach dem Einweichen spüle ich die Algen in einem Sieb gründlich ab.
  3. Jetzt sind sie sauber und weich und können klein gehackt werden. Das muss aber nicht sein, wenn man das nicht möchte. Ich finde sie nur leichter zu handhaben, wenn sie kleiner sind.

Natürlich kann man die Alge auch erst nach dem Kochen zerkleinern.

 Schritt 2: In Kokosfett andünsten

Damit die Nährstoffe und Vitamine auch gut vom Körper aufgenommen werden, brate ich die Algen vor dem Kochen kurz an.

Ich gebe dafür etwas Kokosfett in den Topf, dann die Algen dazu und lasse sie 1-2 Minuten dünsten.

Schritt 3: Kochen

Nach dem Andünsten gebe ich etwas Wasser drauf und lasse die Arame so lange kochen, bis die Flüssigkeit völlig weg ist.

Erst dann füge ich etwas Shoju (Sojasoße) oder Tamari dazu und lasse alles noch mal einkochen.

Jetzt sollte die Alge ihr charakteristisches Aroma entfalten. Das duftet fantastisch!

TIPP: Nach dem Kochen müssen Algen in den Kühlschrank und in den nächsten Tagen verbraucht werden.

Meeresalge ArameRezept: Arame mit geröstetem Sesam und Petersilie

Diese Meeresalgen werden als kleine Beilage zubereitet und sind wirklich lecker.

  • 1 Handvoll Arame-Algen (getrocknet)
  • 1 Teelöffel Kokosfett (oder gutes Olivenöl)
  • 1 EL Shoju (Sojasoße) oder Tamari
  • 2 EL Sesamsaat
  • Petersilie
  1. Arame mind. 30 Minuten einweichen, dann im Sieb abspülen.
  2. In wenig Kokosfett andünsten.
  3. Soviel heißes Wasser dazugeben, dass die Algen bedeckt sind.
  4. Nach ca. 30 Minuten mit Shoju ablöschen.
  5. Sesam in einer Pfanne leicht rösten, dann über die Algen geben und mit gehackter Petersilie garnieren.

Ich hoffe, ich konnte Sie ein wenig in die Welt der Meeresalgen einweisen und wünsche mir, dass Sie es schaffen, damit aus der Unterfunktion rauszukommen.

Ein Hinweis noch: Natürlich reichen nicht die Meeresalgen allein, um gesünder zu sein. Der Rest der Ernährung sollte auch stimmen, das ist klar. 😉 Wie man das genau macht, darum geht es im Selbstlernkurs „Schilddrüse managen“, für den man sich hier anmelden kann.


Rezepte bei Schilddrüsenproblemen

RezepteDie Rezepte sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

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