Makrobiotische Heilküche (MBH) – yin und yang

Makrobiotische HeilkuecheIn der Makrobiotischen Heilküche (MBH) werden im Unterschied zu vielen anderen Ernährungslehren die Energien in den Lebensmitteln beachtet.

Damit beschreibt man den Einfluss des Essens auf unsere Stimmung und auf die dauerhafte Gesundheit von Organen.

Yin und Yang

Zentral in der MBH sind die universalen Energien, die man als yin und yang bezeichnet. Wer sich damit auskennt, hat ein mächtiges Instrument in der Hand, wenn es um die Auswahl der persönlich passenden Nahrungsmittel geht.

In den 1980er Jahren haben Extremisten diese natürliche und vernünftige Ernährungsweise (Makrobiotik) leider in Verruf gebracht. Es hieß, man darf nur noch Reis essen und soll wenig trinken. Das ist natürlich Blödsinn.

Ziel der MBH die ich vertrete ist, das Essen so zusammenzustellen, dass zwischen den beiden Ordnungsprinzipien yin und yang ein harmonisches Verhältnis besteht.

  • dabei steht Yin für die sich ausdehnende Kraft
  • Yang für die sich zusammenziehende Kraft

Für die Kochpraxis heißt das, sich erst einmal mit der Bedeutung von yin und yang zu beschäftigen. Das hört sich kompliziert an, ist es aber nicht.

Nur am Anfang braucht man eine Hilfestellung, schon bald entwickelt sich ein ganz natürliches Gefühl für die Balance.

Ganz einfach zu merken sind diese Beispiele:

  • extrem yin ist Zucker in Gebäck und Schokolade. Nach zu viel Süssem (yin) entsteht das Bedürfnis nach etwas Deftigem (yang)
  • extrem yang ist zu viel Salz im Essen, danach bekommt man Durst und Verlangen nach etwas Süssem (yin)

Krankheiten nach yin und yang einordnen

Nicht nur die Lebensmittel folgen den Prinzipien, sondern alles und jedes auf dieser Welt. Deshalb kann man auch Krankheiten danach einordnen, ob sie mehr yin oder mehr yang sind.

Autoimmunkrankheiten wie Hashimoto, Basedow, Arthritis, MS und andere sind auf der yin-Seite. Das bedeutet, man isst mehr gute yang-betonte Speisen, um sich der Mitte mehr anzunähern. Dazu gehört zum Beispiel die Misosuppe. Deshalb geht es Leuten so schnell erst mal besser, wenn sie mit Misosuppe anfangen.

„Habe heute morgen Misosuppe und Reisbrei gegessen und anschließend bin ich mit dem Fahrrad über den Strand gefahren und habe den Sonnenaufgang genossen.“

Diese Besserung kann man auch als „yangisieren“ bezeichnen. Man ist aus dem extremen Yin-Zustand raus, wenn alles besser wird. Jetzt gilt es, dran zu bleiben und weiter in Richtung zur energetischen Mitte zu streben. Das ist dann die Gesundheit. 🙂

Erst mal ohne yin und yang anfangen

Weil das alles am Anfang überfordernd sein kann, gibt es diese Theorie in meinem Onlinekurs erst viel später im Kursverlauf. Erst mal kann man ganz einfach mit dem Kochen anfangen, ohne sich Gedanken über yin und yang zu machen. 🙂 Nur wenn man die Hintergründe wirklich verstehen will, dann schaut man da rein und dann kommen die Aha-Effekte. Dann versteht man, wieso

  • Obst nicht nur wegen des Fruchtzuckers ein Problem sein kann, sondern weil es sehr yin ist, vor allem die Südfrüchte
  • Kartoffeln nicht nur wegen des Anstiegs des Blutzuckers gemieden werden sollten, sondern weil sie so yin sind
  • Fischgerichte (yang) mit ein paar Spritzern Zitrone (yin) ausgeglichen werden wie in diesem Rezept „Weiße Bohnen-Salat mit Ölsardinen“

So kann man sich mit der Zeit in das System von yin und yang einarbeiten und die Nahrungsmittel genau passend zur eigenen Gesundheit aussuchen und zubereiten. Das Kochen selbst kann jeder, der kochen kann. Man richtet sich nach diesen Grundsätzen:

  • einfache, schlichte Küche für den Alltag
  • Gerichte mit wenigen Zutaten
  • Eigengeschmack von Gemüse hervorheben
  • Einsatz von fernöstlichen Heilwürzen wie Shoju, Miso und Ume
  • energetisch ausgewogen nach yin und yang

Nach diesen Prinzipien sind alle meine Rezepte ausgerichtet. Viel Arbeit hat man damit nicht. Und teuer ist die MBH auch nicht. 😉

Mehr erfahren zum Hintergrund der MBH:


 

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin seit langen Jahren Heilpraktikerin und informiere zur Ernährung und Naturheilkunde bei Schilddrüsenproblemen. Hol dir meine Schilddrüsen-Tipps hier, dann bleiben wir in Verbindung!

2 Kommentare

  1. Annette

    Guten Abend Frau Bruhn,

    ich soll aufgrund einer Zahn-OP keine Milchprodukte essen. Können Sie mir sagen, wie es sich da mit Misosuppe verhält? Ich habe gelesen, dass sie aufgrund der Fermentation Milchsäurebakterien enthält. Bedeutet das, dass Misosuppe ein Milchprodukt ist?
    Für einen Rat wäre ich Ihnen sehr dankbar!
    Beste Grüße, Annette D.

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