Leiden Sie an Unterzuckerung?

UnterzuckerungUnterzuckerung ist keine Krankheit, sondern eine Störung der Blutzucker-Regulierung.

In der Schulmedizin wird diese Störung nicht beachtet.

Unterzuckerung ist ganz oft der Hintergrund, warum es zu Schilddrüsenproblemen und Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto und Basedow kommt.

Die gute Nachricht gleich vorweg: Wer es schafft, den Blutzucker stabil zu halten, hat die besten Aussichten, ein gesundes Leben zu führen.

Wie stellt man Unterzuckerung fest?

Unterzuckerung kann man nicht mit einer einmaligen Messung des Nüchtern-Blutzuckerspiegels feststellen, weil sich dabei ganz normale Blutzucker-Werte ergeben können.

Eine Unterzuckerung kann man mit einem sechsstündigen Glukosetoleranztest (GTT) eindeutig feststellen. Soweit mir bekannt ist, wird dieser Test in Deutschland nicht  ausgeführt oder seit 2012 höchstens als oraler Test in der Schwangerschaft angeboten.

Mein Tipp: Unterzuckerung braucht man nicht unbedingt zu testen. Viel schneller und sehr klar sind die Symptome, die auf den Mißstand hinweisen:

  • Aggressivität
  • Allergien
  • Alpträume
  • Ängstlichkeit
  • chronische Darmstörungen
  • Darmkrämpfe
  • das Gefühl „verrückt“ zu werden
  • ständige unerklärliche Müdigkeit
  • Depressionen
  • Ekzeme
  • Entschlusslosigkeit
  • epileptische Anfälle
  • Erschöpfung
  • geistige Verwirrung
  • Heißhungergefühle mit Zittern und/oder Übelkeit
  • Herzklopfen
  • Juckreiz
  • kalte Hände und Füße
  • Konzentrationsstörungen
  • Kopfweh (Migräne)
  • Muskelschmerzen
  • Muskelzucken
  • Neuralgien
  • Panikanfälle
  • permanentes Gähnen
  • Rückenschmerzen
  • Ruhelosigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Schwächegefühl, Schwächeanfälle
  • Schweißausbrüche
  • Schwindel
  • Sehstörungen
  • sexuelle Unlust
  • ständig besorgt
  • trockener Mund
  • Überaktivität
  • Übergewicht
  • Unkonzentriertheit
  • Weinkrämpfe
  • Zittern

Ich habe mir diese lange Liste nicht ausgedacht. Sie stammt aus dem Buch des Kollegen Michael Martin: „Das Hypoglykämie-Syndrom: Ursachen, Symptome, Diagnostik und Therapie der ‚anderen Zuckerkrankheit'“

Auch Kohlenhydrate machen Unterzuckerung

Für Diabetiker ist die Unterzuckerung ein lebensbedrohlicher Zustand. Doch lange Jahre bevor es zum Diabetes kommt, gibt es bereits die Unterzuckerung, die erst mal nicht so gefährlich ist.

Zu einer Unterzuckerung kommt es, wenn die Bauchspeicheldrüse ständig zu viel Insulin ausschütten muss, weil es laufend zu Spitzenwerten beim Blutzucker kommt. Das passiert, wenn es zuviel Kohlenhydrate gibt von

  • Süßkram aller Art
  • zuviel Getreide
  • zuviel stärkehaltige Gemüse wie insbesondere Kartoffeln

Dabei ist es völlig egal, von welcher Qualität die Kohlenhydrate sind. Ob vom gutem Getreide wie Reis, Hirse oder Dinkel aus dem Bioladen oder vom billigen Scheibenbrot aus der Tüte. Kohlenhydrate sind Kohlenhydrate und immer passiert dasselbe:

Der Blutzucker steigt stark an, es wird viel Insulin ausgeschüttet und es kommt zum kräftigen  Abfall des Blutzuckers.

Und so ist der Weg:

Stufe 1: Niedriger Blutzucker

Sinkt der Blutzucker zu weit ab, führt das in den niedrigen Blutzucker. Dieser Zustand ist unangenehm, weil

  • die Energie absinkt
  • die Stimmung mies wird
  • die geistige Wahrnehmung behindert ist

Manche Menschen sind schon am Nachmittag so müde wie andere erst am Abend. Der Grund ist das Abfallen des Blutzuckers 2 bis 5 Stunden nach dem Essen.

Typisch für Menschen mit ständig niedrigem Blutzucker sind diese Symptome:

  • Süßes muss sein, ohne geht es nicht
  • ohne Kaffee läuft gar nichts
  • morgens nicht aus dem Bett kommen
  • nachts nicht durchschlafen

Die gute Nachricht dazu: All diese Probleme kann man mit der Ernährung aus der Welt schaffen.

Stufe 2: Chronisch niedriger Blutzucker

Mißachtet man die Regeln, kann es zum chronischen Unterzucker kommen und der kann verbunden sein mit der Unterfunktion der Schilddrüse. Denn durch die ständigen Blutzuckerschwankungen erschöpft die Schilddrüse und wird träge. Der Weg ist so:

  1. Blutzuckerschwankungen belasten die Nebennieren
  2. diese hemmen die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), die für die Steuerung der Hormone zuständig ist
  3. das hat folglich Auswirkungen auf die Schilddrüse, es werden zu wenig Hormone produziert

Weil am Anfang der Kette der Blutzucker steht, ist es so extrem wichtig für die Schilddrüsengesundheit, dass er so stabil wie möglich bleibt.

Wenn der Blutzucker nicht ausgeglichen ist, kann es keine funktionierende Schilddrüse geben. Ich empfehle Ihnen, diesen Beitrag hier zu lesen. Dort habe ich erklärt, warum der Blutzucker für die Schilddrüse so wichtig ist.

Beschwerden bei Unterzuckerung

Sie haben sich nicht auf der Liste oben wiedergefunden? Dann schauen Sie mal, ob Sie diese Beschwerden/ Symptome kennen:

  • Jeeper auf Süßes
  • gereizt sein, wenn es lange nichts zu essen gibt
  • ohne Kaffee / Schwarzen Tee läuft gar nichts
  • ständig müde, Essen hilft gegen Müdigkeit
  • reizbar, verärgert, mürrisch sein
  • Vergeßlichkeit

Dies sind die Zeichen für beginnende Unterzuckerung. Man kommt aus diesem Zustand mit der Ernährung 100%ig wieder raus. Weiter unten gibt es ein paar Tipps zum Wichtigsten.

So kann man Unterzuckerung vermeiden

Wer Schilddrüsenprobleme hat oder Entzündungen bei Autoimmunkrankheiten stoppen will, sollte in der täglichen Ernährung darauf achten, dass es nur zu mäßigem Blutzuckeranstieg kommt. Das ist gar nicht so schwierig. Man muss nur wissen:

Der Blutzuckerspiegel wird schnell in die Höhe getrieben durch Nahrungsmittel wie

  • Zucker, Schokolade, Kuchen, Kekse
  • Süßgetränke
  • Weißbrot, Brötchen, Nudeln
  • einseitige Getreidemahlzeiten, auch Vollkornbrot
  • Kartoffeln
  • Obst (Fruchtzucker)

Nur mäßige Schwankungen erzeugen dagegen Kohlenhydrate wie

  • fast alle Gemüse
  • Reis, Hirse und anderes Getreide als volles Korn
  • Reissirup zum Süßen (gibt es im Bioladen)

Stabil bleibt Blutzucker durch

  • Fett
  • Eiweiß

Unterstützend für einen stabilen Blutzucker sind also Mahlzeiten, die Fett und Eiweiß enthalten. Daraus kann man schließen: Wer das Gegenteil macht, ist gefährdet, in den Unterzucker oder in die Insulinresistenz zu gleiten. Das geschieht aus meiner Erfahrung bei

Ein besonders wichtiger Schritt zu einem stabilen Blutzucker besteht darin, keine Mahlzeiten auszulassen. Das gilt vor allem für das Frühstück. Nicht zu frühstücken ist nach meiner Erfahrung ein ziemlich sicherer Weg in die Schilddrüsenunterfunktion.

Weil das Frühstück so wichtig ist, habe ich dazu diesen Beitrag geschrieben: Was ist ein gesundes Frühstück?

Natürlich gelten die Regeln  vom Frühstück auch für alle anderen Mahlzeiten des Tages.

Erste Hilfe mit Reisfasten

Ein möglicher Einstieg zum Ausstieg aus dem Unterzucker ist das kurze Reisfasten an einem Tag in der Woche. Immer wieder berichten mir Teilnehmende aus meinem Video-Onlinekurs, dass sie schnell aus den Entzündungsschüben rauskommen mit einem Reis-Fastentag.

Wollen Sie nicht mitmachen? Hier geht es zur Anmeldung zum Kurs und Ebook Reisfasten.

Auch hier gilt: Allein das Reisfasten bringt nicht die komplette Heilung.  Wie immer muss die Grund-Ernährung stimmen, damit es zu keinen starken Blutzuckerschwankungen kommt.

Ich wünsche viel Erfolg und alles Gute!

Rezepte

Hier klicken für kostenlose Rezepte bei Schilddrüsenproblemen für das Kochen für stabilen Blutzucker.

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

6 Kommentare

  1. Christina

    Hallo ich habe sehr oft Unterzucker.. Die Ärzte beachten mich gar nicht und sagen nur es ist nicht lebensbedrohlich… Ich habe von Kind auf eine Schilddrüsenunterfunktion… Was würden sie mir raten..? Lg

  2. Sieglinde

    Hallo Jutta,
    wieviel Reis soll als Beilage morgens, mittags und abends Bestandteil der Mahlzeit sein? Meine Reisportion pro Mahlzeit beträgt momentan 75 bis 100 Gramm. Ist das zuviel?

  3. Tima

    Viel ihrer gegeben Tipps sind kontrer zu dem was mir wegen der Stoffwechselstörung HPU empfohlen wird. Da ich Hashimoto und HPU habe bin ich ratlos wie ich mich ernähren soll.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Tima, genau das ist das Problem! Jeder sagt etwas anderes zur Ernährung. 🙁 Deshalb halte ich mich an das, was seit vielen Jahrhunderten klappt: die MBH.

      HG Jutta Bruhn

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