Hashimoto ist eine Störung des Immunsystems

Hashimoto-ImmunsystemHast du die Diagnose „Hashimoto-Thyreoiditis“? Dann liegt eine Störung des Immunsystems vor mit Auswirkungen auf die Schilddrüse.

Sehr oft liest man ganz anderes: „Hashimoto ist eine Krankheit der Schilddrüse“. Das stimmt aber so nicht.

Der Naturarzt Dr. Datis Kharrazian schreibt in seinem Buch „Hashimoto anders behandeln“:

„Hashimoto ist keine Erkrankung der Schilddrüse, sondern eine Störung des Immunsystems …“

Es geht um eine Autoimmunerkrankung, bei der durch Entzündungsschübe Attacken auf das Gewebe der Schilddrüse gefahren werden. Dadurch vernarbt das Gewebe der Schilddrüse und wird funktionsunfähig. Sie wird im Laufe der Zeit immer kleiner, was man „Ausbrennen“ nennt.

Das Immunsystem wird nicht beachtet

Man fragt sich, warum die Schulmedizin nicht beachtet, dass Hashimoto eine Erkrankung des Immunsystems ist. Dr. Kharrazian spricht von einem „weißen Fleck auf der medizinischen Landkarte“.

Der Hintergrund ist der, dass Schulmediziner stets auf das Symptom schauen, an dem sich eine Krankheit abspielt. So kommt es, dass bei Hashimoto die Schilddrüse im Fokus steht.

Um das endgültige  Ausbrennen der Schilddrüse so lang wie möglich hinauszuschieben, verordnet  man eine Hormonersatz-Therapie mit L-Thyroxin und wartet ab. Was sollten Ärzte auch sonst tun? Es gibt keine Medikamente, um Entzündungsschübe zu unterdrücken.

Hashimoto ist eine Störung des Immunsystems

Eigentlich ist das Immunsystem dazu da, krankmachende Eindringlinge anzugreifen und abzuwehren. Dabei geht es um

  • Bakterien, Viren
  • Parasiten, Schimmelpilze
  • unverdaute winzige Teile von Nahrungsmitteln

und was sonst noch in den Körper eindringen mag und dort nicht hingehört.

Ist das Immunsystem gesund und stark, wird es mit den Eindringlichen locker fertig.

Das ist bei Autoimmunerkrankungen anders: Wenn das Immunsystem gestört ist, attackiert es „wahllos“ die verschiedensten Körpersysteme:

  • die Bauchspeicheldrüse (Diabetes Typ 1)
  • die Gelenke und Muskeln (Rheuma, Arthritis …)
  • das Nevensystem (Multiple Sklerose …)
  • den Darm (Reizdarm, Zöliakie …)

und bei der Hashimoto Thyreoiditis ist es eben die Schilddrüse.

Diese Krankheiten nennt man Autoimmunerkrankungen und zwar deshalb, weil das Immunsystem eigene Körpersysteme angreift.

Warum ist das Immunsystem gestört?

Gestört wird das Immunsystem zum Beispiel durch die häufige Gabe von Antibiotika, was negative Auswirkungen auf die Darmflora  haben kann.

Denn dummerweise werden mit Antibiotika nicht nur Eindringlinge bekämpft. Gleichzeitig werden auch die normalen gesunden Darmbakterien weggeputzt. Geschieht das häufig genug, kann es sogar zu Schäden in der Darmwand kommen. Dann entstehen im wahrsten Sinne des Wortes „Löcher im Darm“ (Fachwort: Leaky-Gut-Syndrom)

Damit ist die Grundlage dafür geschaffen, dass unverdaute Nahrungsmittel in das umliegende Gewebe dringen, wo sie nicht hingehören. Sie lösen die heftigsten Attacken aus, die als „Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten“ bekannt sind wie

Die erfreuliche Nachricht dazu lautet: Alle diese Störungen müssen nicht von Dauer sein. Man kann sie mit der Ernährung ganz wunderbar in den Griff bekommen.

Gestört wird das Immunsystem auch durch falsches Fett. Damit sind Fette gemeint, die durch langes Erhitzen oder durch industrielle Bearbeitung entstehen wie Margarine oder künstliche Fette in Backwaren. Denn die Körperzellen bauen auch dieses schädigende Fett ein. Es lagert sich in der Leber ab und in der Folge sind normale Entgiftungsprozesse gestört. Mehr dazu habe ich hier geschrieben: Ernährung bei Hashimoto – Thema Fett

Ursache kranker Darm – was macht ihn kaputt?

Was genau den Darm (richtiger: die Darmwand) kaputt macht, kann man nicht so genau sagen. Es könnten Antibiotika sein, aber viel mehr und viel öfter dürfte es die falsche Ernährung über Jahre hinweg sein. Und da stehen mehrere Lebensmittel ganz oben auf der Liste:

  1. Weizen
  2. Zucker

und anderes. Dazu kommen dazu kommen mehrere krankmachende Faktoren:

Zuerst merkt man nichts. Aber bei den vielen jahrelangen Attacken erschöpft das Immunsystem irgendwann. Dann kann es zu Fehlreaktionen kommen und das bedeutet, dass eben auch die Schilddrüse angegriffen wird, die eigentlich völlig unschuldig ist.

Richtige Ernährung bringt Ruhe ins Immunsystem

Bei Autoimmunerkrankungen wie Hashimoto ist es oberste Pflicht, Entzündungen zu stoppen und ausheilen zu lassen. Ein Schritt in diese Richtung ist die richtige Ernährung. Ich empfehle die Makrobiotische Heilküche (MBH), hier eine Stimme von einer Teilnehmerin:

„Ich fühle mich richtig gut. Durch das warme Frühstück bin ich gleich für die Arbeit, die viel Konzentration abverlangt, gewappnet. Gedächtnis wird besser. Bin ruhiger in mir. Verdauung stimmt. Schlafe wie ein Baby und möchte, dass es so bleibt.“

Die Ernährung hilft dabei,

  • den Darm zu beruhigen und ihm eine Chance zu geben, die „Löcher“ auszuheilen.
  • Dann kann das Immunsystem zur Ruhe kommen und braucht keine Attacken mehr zu fahren.

Klar, dass somit auch die Schilddrüse nicht wieder angegriffen wird, wie schön! 🙂

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„Ich nehme seit heute in Absprache mit meinem Arzt, kein Euthyrox mehr ein und es ist für mich ein befreiendes Gefühl.“

 

„Ich schlafe wieder gut, meine Haut ist nicht so trocken, ich bin nicht mehr so ängstlich und ich kann mich wieder konzentrieren.“

10 Kommentare

  1. Jutta Bruhn

    Hallo Edith, Krämpfe habe unterschiedliche Ursachen. Oft ist es Calcium-Mangel, der durch Medikamenteneinnahme entstehen kann. Schüssler Salze sind dabei nur eine Notmaßnahme, aber keine schlechte. 🙂

    Das Thema ist viel umfassender. Mit Einzelmaßnahmen kommt man dabei nicht weiter, auch nicht mit Entgiftungsmaßnahmen. Das ist alles okay, aber nur zusätzliche Hilfen. Man kann (und muss) noch viel mehr tun.

    Die Basis bildet die Ernährung. Dann kann sich auch eine bessere Lebensqualität entwickeln, auf der man aufbauen kann. Weitere Maßnahmen greifen oft erst richtig, wenn die Ernährung stimmt.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  2. Edith

    Ich habe irrtümlich Ihren Newsletter abbestellt, möchte ihn aber weiter beziehen.

  3. Katrin

    Hallo Jutta,

    seit drei Jahren habe ich die Diagnose Hashimoto. 2009 bekam ich einen Tinnitus, der mich bis heute begleitet. Kann der Tinnitus ebenfalls ein Symptom des Hashimotos sein?

    Seit fast einem Jahr lese ich interessiert Ihren Newsletter. Nun will ich auch endlich meine Ernährung umstellen und bestelle jetzt ihr E-book.
    Lange hat es gedauert. 😉

    Liebe Grüße von Katrin.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Katrin, ja das ist oft so, dass man lange braucht für die richtige Entscheidung. 😉

      Zur Frage nach Tinnitus: Der hat mit der belasteten Leber zu tun.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  4. Miriam

    Hallo Frau Bruhn,
    ich finde Ihre Tipps sehr wertvoll und möchte in Zukunft gerne einiges davon umsetzen und meine Ernährung umstellen. Ich leide schon seit langem an einer Hashimoto und bin trotz guten Werten nicht glücklich mit meinem Wohlbefinden.
    Ich habe u.a. immer wieder mit einem roten „überhitzten“ Gesicht Probleme, obwohl ich nicht schwitze oder mich besonders warm fühle und reagiere extrem auf Umwelteinflüsse z.B. Rötungen nach warmen Speisen, kaltem Wetter, warmer Umgebung, geringer Menge an Alkohol usw.

    Kann man das ebenfalls mit der Ernährung positiv beeinflussen?
    Besten Dank!
    Viele Grüße
    Miriam

  5. Hans

    Liebe Frau Bruhn, ich schätze ganz besonders Ihre Newsletter. Heute möchte ich allerdings eine wichtig Ergänzung machen. Das Immunsystem reagiert nicht nur auf die stoffliche Nahrung, auch auf die geistige oder emotionale. Wer jeden Abend Tatort und Terror-Nachrichten schaut schadet dadurch intensiv seinem Immunsystem, denn letzteres ist unmittelbar mit der Lebensfreude gekoppelt. Hier kann jeder durch eine gewisse Disziplin in der Auswahl seines Fokus viel bewirken und wenn er es noch schafft, täglich 1x frei nach seiner Lieblingsmusik (alleine) zu tanzen, dann freut sich sein Immunsystem gewaltig.

  6. Jutta Bruhn

    Hallo Gordon, bitte sei nicht ungeduldig. Der Umstieg auf gesunde Ernährung ist ein Weg und dauert seine Zeit. Erfolge sind in der Regel Anfangserfolge und müssen sich erst einspielen.

    Ich habe Jahre gebraucht, um meine Ernährung zu finden. Wenn du nur Monate brauchst, bist du gut dran. 🙂

    Außerdem ist das nur die Starthilfe für die ersten 4 Wochen. Es geht noch weiter. Man muss dran bleiben.

    Noch etwas: Wer synthetische Hormone einnimmt, hat es immer etwas schwerer. Es ist schwierig, gegen die Tabletten zu arbeiten. Ein natürlicher Ausgleich kann eigentlich gar nicht erfolgen. Die Dosierung muss ständig und kurzfristig angepaßt werden.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

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