Funktionelle Schilddrüsenunterfunktion – so hilft die Ernährung

Funktionelle SchilddrüsenunterfunktionWas ist eine funktionelle Schilddrüsen-Unterfunktion? Das ist ein Begriff aus der Naturheilkunde.

Funktionell bedeutet, dass ein Organ lediglich in der gesunden Funktion gestört ist. Es ist noch nicht krank. Alles kann wieder gut werden.

Herzlichen Glückwunsch, wenn du in der funktionellen Schilddrüsenunterfunktion bist!

Denn wenn jetzt richtig gegessen wird, kann eine zukünftige Erkrankung vermieden werden. In diesem frühen Stadium ist eine 100 %ige Heilung mit der Ernährung möglich.

Funktionelle Schilddrüsenunterfunktion – was ist das?

In der Zeit bevor es im Labor Blutwerte gibt, kann schon eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegen. In dieser frühen Zeit spricht man von einer Funktionsstörung. Diese ist relativ leicht zu beheben und die Schilddrüse kann sich wieder regulieren.

Wer den Verdacht hat, dass die Schilddrüse in Unterfunktion ist, kann sich Bestätigung holen durch einen einfachen Test: Die Aufwachtemperatur zeigt, wie die Schilddrüse arbeitet. Eine genaue Anleitung wie man die Aufwachtemperatur misst, gibt es hier.

Körperliche Beschwerden bei früher Unterfunktion

Die Beschwerden bei einer frühen Schilddrüsenunterfunktion sind vielfältig. Weil die Schilddrüse für die Regulation der Körpertemperatur zuständig ist, kommt es oft zu Hitze oder Kälte-Erscheinungen wie:

Auffällig ist, dass es oft genau gegensätzliche Symptome gibt. Hier ein paar Beispiele:

  • Gewichts-zunahme / Gewichts-abnahme
  • viel Appetit / kein Appetit
  • Blutdruck erhöht / Blutdruck niedrig
  • vermehrtes Bedürfnis nach Schlaf / vermindertes Bedürfnis nach Schlaf
  • Haare wachsen schnell / Haare wachsen gar nicht
  • gesteigertes sexuelles Bedürfnis / sexuelle Unlust

Die Stimmung und die gute Laune bleiben bereits bei einer frühen Schilddrüsenunterfunktion oft auf der Strecke. Es gibt

  • Stimmungsschwankungen
  • Traurigkeit
  • Depression
  • Antriebslosigkeit
  • Leistungsschwäche
  • ständig müde
  • ständig schlapp

Wer denkt bei alledem schon immer an die Schilddrüse? Vor allem:

Aus Sicht der Naturheilkunde geht es auch gar nicht direkt um das Organ Schilddrüse. Oder um die Funktion der Hormone. Betroffen ist der ganze Mensch mit allen seinen Funktionen.

Die Schilddrüse arbeitet nicht allein und isoliert

Beteiligt sind stets auch:

  • die Leber
  • die Nebennieren
  • das autonome Nervensystem
  • das ganze Drüsensystem

Bei diesem komplexen Geschehen verwundert es nicht, dass die Beschwerden so unterschiedlich sein können.

Ernährung: Kohlenhydrate, Fett und Eiweiß

Einen Hinweis auf die Grundbausteine der Ernährung gibt uns die Schilddrüse selbst. Denn die Schilddrüsenhormone haben Wirkungen auf den Stoffwechsel von Kohlenhydraten, Fett und Eiweiß. Außerdem geht es noch um die Mineralstoffe, die man am besten aus Meeresalgen bekommt.

Damit die Schilddrüse ohne Störung arbeiten kann, ist es sehr unterstützend, bei jeder Mahlzeit darauf zu achten, dass diese drei Komponenten enthalten sind:

  • Kohlenhydrate = Gemüse, Getreide wie Reis, Hirse etc. oder Brot
  • Fett = Butter auf’s Brot, kochen und braten mit gutem Kokosfett
  • Eiweiß = Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Erbsen) Fisch, Eier, Fleisch

Diese drei Komponenten sind Grundbausteine unserer Ernährung. Fehlt ein Bereich, kommt es irgendwann zum Ungleichgewicht im Körper.

Das ist aber noch nicht alles. Man sollte auch einiges ausschließen, was schadet.

Die Bösewichter

Bevor die „guten“ Sachen wirken, sollten die „schlechten“ verschwinden. Was ist gut und was ist schlecht? Man kann ahnen, jetzt geht es mal wieder um das Coffein, den Zucker und den Alkohol.

Ein Zuviel von diesen Luxusgütern ist ein enormer Störfaktor für die empfindsame Schilddrüse. Hier ein paar Tipps für die Vermeideliste:

GreenCheckMark4Frag dich doch mal, wie dringend nötig der Kaffee oder Cappuccino eigentlich ist. Vielleicht ist es nur eine Angewohnheit, die sich leicht abstellen lässt?

GreenCheckMark4Schwarzer Tee statt Kaffee ist keine wirkliche Alternative, weil darin auch eine Menge Coffein enthalten ist.

GreenCheckMark4Wenn Kaffeetrinker „aussteigen“, gibt es manchmal Kopfschmerzen in den ersten Tagen. Mit ein paar Tassen grünem Tee können die diese „Entzugserscheinungen“ überbrückt werden. Grüner Tee enthält ebenfalls Coffein, die Wirkung ist aber milder.

GreenCheckMark4Zucker in Reinform lässt sich eigentlich immer vermeiden. Süßen kann man mit Reissirup, der ist wesentlich bekömmlicher.

GreenCheckMark4Es geht nicht darum, sich jedes Gläschen Rotwein zu verkneifen. Wenn sich allerdings die Beschwerden nicht ändern, könnte es auf den Versuch ankommen und man sollte doch mal eine Weile abstinent leben.

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

14 Kommentare

  1. Janine

    Hallo Frau Bruhn,
    Ich habe am Freitag die Diagnose latente Schilddrüsenunterfunktion bekommen. Ich möchte nicht mein lebenlang Tabletten nehmen und versuchen es durch eine Ernährungsumstellung wieder in den Griff zu bekommen.
    Die Ärztin sagte, die kann mir Tabletten verschreiben, weil ich so ziemlich alles Symptome habe, die könnten aber auch auf meinen niedrigen Blutdruck zurückzuführen sein. (90/60, 100/70 diese Werte habe ich aber schon immer).
    Halten Sie es für möglich, diese Unterfunktion komplett wieder weg zu bekommen? Ohne Tabletten, nur mit einer Ernährungsumstellung?

    Liebe Grüße
    Janine

    • Jutta Bruhn

      Hallo Janine, ja das halte ich für sehr gut möglich, denn es gelingt ja vielen Leuten. 🙂

      Tabletten sind der einfache Weg, aber ich helfe gerne allen, die sich diesen Leidensweg ersparen wollen. Anfangen kann man noch heute:

      1. Ebook lesen
      2. einkaufen
      3. kochen

      Ich wünsche viel Erfolg!

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  2. Bianca

    Hallo Frau Bruhn,
    Ich hab zwar schon HASHIMOTO, aber bei mir wurden Antikörper gegen sämtliches Getreide, Paprika, Schweinefleisch, Vollei, Leinsamen festgestellt über Bluttest. Da wird es mit der Ernährung schon schwierig oder was sagen Sie dazu?

    Lg
    Frau Rager

    • Jutta Bruhn

      Hallo Bianca, das sind aber die ganz üblichen Allergien, die haben viele Leute, jedenfalls als Überempfindlichkeitsreaktion.

      Außerdem: Paprika, Schweinefleisch und Leinsamen zum Beispiel sind Sachen, die kein Mensch jemals essen sollte. Man braucht so etwas nicht.

      Mit Testen kommt man nicht weiter, denn es geht um den kranken Darm (und anderes). Viel besser ist es, sofort damit anzufangen, sich richtig zu ernähren. Die Anleitung findest du in dem Ebook „Makrobiotische Heilküche – Rezepte“.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  3. Alexandra

    Danke für die tollen Tips!!!

    Ich bin von.einer Dosis 150mg Lthyrox inzw. bei 75mg. Alles durch Sport und Ernährung.

    Falsch gemacht hatte ich, dass ich ausser am Sa/So Kohlehydrate ganz weggelassen habe.

    Darauf bin.ich durch Ihre Tips gekommen. Meine Blutwerte sind gut. Mein Arzt sagt, er geht davon aus, ich brauch die Tabletten irgendwann nicht mehr.

    Er meinte sogar ich soll sie von jetzt auf gleich weglassen. Ist mir aber zu krass.

    Ich mach das langsam.

    Ich hab 2012 noch 160kg gewogen! Mit Sport und guter Ernährung (Gerson Therapie unter anderem) konnte ich abnehmen. Ich hatte metabolisches Syndrom damals

    Ales ich so.um die 120kg war verschrieb mein.Arzt die Schilddrüsentabletten.

    Klar…mein Stiffewechsel war durch die rasche Abnahme sehr durcheinander und auch voller Gifte aus den abgebauten Fettzellen….ein Neu-Sortieren….Ordnen. :))

    Seit letzem Jahr bin.ich auf der Suche, was ich an.meiner Ernährung ändern.kann, damit ich wieder energievoller bin. (Ständig müde…)

    Da ich mal so DICK war, hatte ich regelrecht Panik vor Kohlehydraten….

    …ich lerne durch Ihren Blog gerade wirklich ausgewogen zu essen. Auch Brot, Reis, Nudeln DÜRFEN sein. In Maassen.

    Vielen DANK für die tollen Tipps. Genau, was ich gebraucht hab.

    Ich bin.gerade total glücklich und dankbar, dass ich auf Sie aufmerksam geworden bin.

    Viele glückliche Grüße!

    Alexandra

    • Jutta Bruhn

      Hallo Alexandra, ich fasse es nicht! Da sagt ein Arzt, dass die Tabletten sofort weggelassen werden können und Sie tun das nicht.

      Sie brauchen nicht mal etwas zu tun, sondern nur etwas nicht zu tun. Einfacher geht es nicht mehr.

      Worauf warten Sie denn? Dieses Medikament ist der Hammer. Das will man nicht einen einzigen Tag länger nehmen als man muss.
      Viele Menschen wünschen sich sehnlichst den Ausstieg.

      Da kann ich nicht helfen, wenn jemand sich freiwillig versklavt.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  4. Anne

    Hallo Frau Bruhn,
    bei mir wurde ein erhöhter Parathormonspiegel festgestellt, kann ich diesen über meine Ernährung beeinflussen?
    Ich habe seit ca 1 Monat Gluten undMilch aus meiner Ernährung gestrichen, Gleichzeitig esse ich keine Eier mehr, die ich leider auch nicht vertrage…

    Vielen Dank!
    Liebe Grüße
    Anne

    • Jutta Bruhn

      Hallo Anne, ja selbstverständlich kann man jede Erkrankung der Schilddrüse und der Nebenschilddrüse mit der Ernährung positiv beeinflussen.

      Allerdings reichen dazu nicht Einzelmaßnahmen wie das Weglassen von Gluten und Milch aus. Das bringt nur Erleichterung am Anfang.

      Wer keine Eier verträgt, hat mit Sicherheit ein Problem mit dem Darm. Diese Unverträglichkeit legt sich, sobald der Darm wieder gut arbeitet.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  5. Britta

    Hallo Frau Bruhn,
    seit ca. 25 Jahren nehme ich L-Tyroxin. Am Anfang 100mg und vor einigen Jahren
    hat mein damaliger Hausarzt mir Jodtyrox 150 verschrieben (durch schwitzen sollte ich abnehmen), jetzt seit ca 3 Jahren L-Tyroxin 125.
    Ich leide sehr stark an den Nebenwirkungen und schwitze sehr viel. Seit Jahren dachte ich das schwitzen hätte ich geerbt oder es kommt durch mein Übergewicht. Nachdem ich Jodtyrox 150 nahm habe ich übermäßig geschwitzt, Jetzt kommen bei mir noch die Wechseljahre dazu. Jeden Morgen bis Mittag bin ich
    patschnass. Ich möchte das L-Tyroxin nicht mehr nehmen, ernähre mich meistens sehr gesund und möchte gerne wissen ob es eine sonst. Alternative zu L-Tyroxin gibt. Was halten Sie von Hedera helix?

    Viele liebe Grüße aus Lüneburg

    Britta

    • Jutta Bruhn

      Hallo Britta, ich kann zu verschreibungspflichtigen Medikamenten keine Auskunft geben. Allgemein kann ich sagen, dass es der bessere Weg wäre, die Ernährung zu korrigieren, um von der hohen Dosierung wegzukommen.

      Was gesunde Ernährung ist, darüber gibt es sehr viele verschiedene Meinungen.

      Nein, Schwitzen hat nichts mit Vererbung zu tun, sondern sehr oft (aber nicht immer) mit Überfunktion der Schilddrüse. Bei dieser Hoch-Dosierung ist das nicht verwunderlich. Vielleicht den Arzt wechseln? 🙂

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  6. Nadja

    Nachdem ich mich ja schon ein wenig durch Ihre Seite gearbeitet habe, gab es gestern das erste Mal den Reisbrei. Allerdings mit Butter. Kokosfett/Kokosöl vertrage ich nicht.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Nadja, da würde ich dran arbeiten. Kokosfett wird stets „vertragen“sobald sich die Leber erholt hat. Es gibt kein leichter bekömmliches Fett. Wer Kokosfett nicht mag/verträgt hat ein Problem mit der Leber. 🙁 LG Jutta

  7. Elke

    Das klingt alles voll kompliziert. Mir wäre am liebsten ein Ernährungsplan für ein paar Wochen wo ich einfach nur folgen muss.
    Freundliche Grüße
    Elke

    • Jutta Bruhn

      Hallo Elke, genau so simpel ist die Schulmedizin. Einfach nur Tabletten schlucken. 🙁

      Ich sag aber: Wer gesünder sein will, muss die Eigenverantwortung übernehmen. Das heißt 1. informieren 2. kochen.

      Wenn du mit einem warmen Frühstück anfangen würdest, könntest du schnell merken, wie die Energie zurückkehrt und dann macht man auch weiter. 🙂

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

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