Frieren ist ein häufiges Symptom bei Schilddrüsenunterfunktion

Frieren bei SchilddruesenunterfunktionDas Symptom „leicht frieren oder frösteln“ steht ganz vorn, wenn es um  eine Schilddrüsenunterfunktion geht.

Dass viele Menschen davon betroffen sind, zeigt die Beliebtheit von Ingwertee, der so schön von innen wärmt. Auch ein heißes Fußbad, warme Socken, ein dickes Federbett oder sportliche Bewegung sind gute Tipps gegen das Frieren.

ABER: Wenn der Grund für das Frieren die Unterfunktion der Schilddrüse ist, dann kurieren diese Maßnahmen natürlich nur an der Oberfläche.

Mein TIPP: Probieren Sie es doch mal mit einer Kraftsuppe vom Suppenhuhn. Hühnerbrühe scheint eine ausgleichende Wirkung auf die Schilddrüsenhormone zu haben. Natürlich spielen noch andere Faktoren eine Rolle, aber das wäre ja schon mal ein Anfang.

Funktionelle Störung der Schilddrüse – ein frühes Stadium

Wenn jemand häufiger friert, muss ja nicht etwa eine ausgeprägte Schilddrüsenunterfunktion der Grund sein. Auch eine vorübergehende frühe Störung der Funktion der Schilddrüse kann eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen, die aber nicht gleich behandlungsbedürftig ist.

Gerade im frühen Stadium einer Störung ist es sinnvoll, mit der Ernährung gegenzusteuern. Hier greifen noch keine Medikamente. Ein Nachweis im Labor ist nicht möglich, weil ja noch keine Krankheit vorliegt. Umso besser. Damit das so bleibt, lesen Sie doch mal weiter.

Das hemmt die Funktion der Schilddrüse

Vielleicht hilft es schon, bestimmte Nahrungsmittel einzuschränken, die dafür bekannt sind, die gesunde Funktion der Schilddrüse zu hemmen.

Natürlich kommt es dabei auf die Häufigkeit und Menge an. Keinesfalls muss man die hier aufgezählten Lebensmittel ganz strikt meiden, sondern sollte auf ein vernünftiges Mittelmaß achten.

Sogenannte „Schilddrüsen-Hemmer“ können die Bildung von Schilddrüsenhormonen blockieren. Dazu gehören:

  •  Erdnüsse

Wer täglich Erdnußflips vor dem Fernseher knabbert, sollte lieber auf Nüsse oder Mandeln umsteigen.

  •  Hirse

Wer täglich einen Hirsebrei löffelt, sollte schon mal für Abwechslung sorgen, zum Beispiel mit einem Haferbrei zum Frühstück, der wärmt richtig gut.

  •  Kohl

Kohl sollte auf jeden Fall gekocht gegessen werden. Schade, denn so ein leckerer griechischer Kohlsalat oder der berühmte „Cole Slaw“-Salat sind damit passè. Warum? Nun, weil roher Kohl eben bestimmte Stoffe enthält, die im Verdacht stehen, die reibungslose Funktion der Schilddrüse zu hemmen. Das gleiche gilt übrigens auch für Broccoli, aber den ißt ja wohl hoffentlich sowieso niemand roh.

  • Sojabohnen

Egal ob Sie frieren und frösteln oder ob Ihnen eher warm ist, bitte kommen Sie gar nicht erst auf die Idee, Sojabohnen in den Speiseplan aufzunehmen.

Über die Sojabohnen sind eine Menge anpreisende Sachen geschrieben worden. Tatsache ist aber, dass ein Stoff in der Sojabohne – das Phytin – auch beim Kochen nicht abgebaut wird. Phytin kann dazu beitragen, dass es irgendwann zu einem Zinkmangel kommt und das will keiner haben.

Wenn Sie leicht frieren und kalte, rote Hände haben

Das häufige Symptom „leicht frieren oder frösteln“ zeigt sich viel früher, als es zu einer Schilddrüsenunterfunktion kommt, die im Labor nachweisbar ist. Das ist seit ewigen Zeiten in der fernöstlichen Medizin bekannt. Dort wird unter anderem davor gewarnt, zu häufig Nachtschattengewächse zu essen.

Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Tomaten oder Auberginen haben eine energetisch kühlende Wirkung auf den Körper. Bei uns ist heute ist bekannt, dass sich das häufige und tägliche Essen von Nachtschattengewächsen auch auf die Schilddrüsenfunktion auswirken kann.

Sie ahnen schon, dass es jetzt an die Genussmittel geht, denn Kaffee und Tabak sind Nachtschattengewächse. Man hat festgestellt, dass diese auch zu Verwertungsstörungen des Jods führen können.

Ich habe gute Rückmeldungen erhalten von Leuten, die an Kaffee zum Frühstück gewöhnt waren. Wenn sie auf eine warme Gemüsesuppe am Morgen umgestiegen sind, hat ihnen der Kaffee gar nicht mehr gefehlt.

Probieren Sie es doch mal aus, hier ist ein Rezept für eine Misosuppe, die Sie mit Gemüse der Jahreszeit vielfältig abändern können.

Wußten Sie das alles schon? Oder war etwas Neues dabei? Haben Sie andere Erfahrungen? Schreiben Sie uns allen doch einen Kommentar gleich hier unten. Ihre E-Mail-Adresse wird natürlich nicht veröffentlicht. Sie brauchen auch nicht Ihren richtigen Namen anzugeben (obwohl ich Sie gerne kennen lernen würde)

Nachtschattengewächse wie Kartoffeln, Tomaten, Paprika oder Auberginen können Mitverursacher von kalten Händen und Füßen sein. Der Grund dafür liegt in der energetisch kühlenden Wirkung. Was ist damit gemeint?

In der Chinesischen Medizin beachten die Menschen seit jeher die Wirkungen von energetischen Prozessen auf den Körper. Das „Chi“ als Ausdruck der Lebenskraft ist ständig den Einflüssen aus Nahrung und Umwelt ausgesetzt.

Es gehört zur fernöstlichen Lebensweisheit, diese Chi-Energie gut zu pflegen, denn sie soll unser Lebenspotential enthalten. Hat ein Mensch oft kalte Hände und Füße, spricht man von vermindertem Chi-Fluss. Wenn Sie mehr dazu  wissen wollen, schauen Sie doch mal in ein Online-Seminar rein. Dort gibt es Vorträge von Spezialistinnen.

Energetisches Ungleichgewicht

Aus der energetischen Ecke betrachtet, entwickeln Nachtschattengewächse wie Kartoffeln und andere im Körper eine übermäßige Yin-Kraft, die mit den gegenpoligen Nahrungsmitteln der Yang-Kraft wie z. B. Salz oder Fleisch nicht ausgeglichen werden können. Im Gegenteil rufen solche Yin-Extreme die Lust auf Yang-Extreme hervor.

Dieses Hin und Her von einem Extrem zum anderen verursacht ein Ungleichgewicht im Körper, das sich in vielfältiger Weise äußern kann: Nervosität, schlechte Laune (milde ausgedrückt), innere Unruhe/Unrast bis hin zu körperlichen Beschwerden und womöglich Krankheiten.

Eine der energetischen Auswirkungen können eben auch kalte Hände und kalte Füsse sein.

Andere Gründe für kalte Hände und kalte Füsse

Kalte Hände und kalte Füsse können natürlich auch noch ganz andere Ursachen haben. Zum Beispiel könnte die Schilddrüse beteiligt sein und zwar bei allen Stufen und Formen der Unterfunktion:

  • funktionell, also im Labor noch nicht nachweisbar
  • klinisch, also im Labor nachweisbare Hypothyreose
  • bei Hashimoto Thyreditis, der chronischen Unterfunktion

Ein anderer Grund wäre zum Beispiel eine Ernährung, die ein Hauptgewicht auf rohe Kost setzt wie Müsli, rohes Gemüse, viel rohes Obst, Yoghurt, Quark und andere thermisch kühlende Nahrungsmittel.

Die fernöstliche Weisheit sieht es so, dass die nicht-erhitzte Nahrung die gesamte Verdauungskraft im Darm konzentriert. So kommt die Wärme in den äußeren Bereichen des Körpers nicht mehr an. Hände und Füsse als energetische Endpunkte sind dann davon betroffen.

Selbstlernkurs und Mitgliederbereich

schilddruese managengeeignet bei:

  • Hashimoto und M. Basedow
  • Unter- und Überfunktion
  • Kinderwunsch
  • nach Operation der Schilddrüse
  • bei Schilddrüsen-Knoten

„Ich nehme seit heute in Absprache mit meinem Arzt, kein Euthyrox mehr ein und es ist für mich ein befreiendes Gefühl.“

 

„Ich schlafe wieder gut, meine Haut ist nicht so trocken, ich bin nicht mehr so ängstlich und ich kann mich wieder konzentrieren.“

13 Kommentare

  1. Petra

    Meine Antikörper Hashimoto waren positiv ich feiere von innen, nichts, aber auch gar nichts, wärmt mich. Ich bin müde, nur begrenzt leistungsfähig. Es ist ein Zustand völliger Erschöpfung. Was kann ich tun?

  2. Manuela

    Hallo Jutta,

    vielen Dank für die wertvollen Tips!

    Bei mir wurde Hashi diagnostiziert, wird aber nicht behandelt. Meine Symptome zählen nicht. Das Frieren ist natürlich auch dabei und was mich sehr stört: die Gewichtszunahme.

    Lieben Gruß
    Manuela

  3. Viktor

    Hallo Jutta, ich bin ständig am frieren und bin beim googeln auf deinen Blog gestoßen. Interessant. Ich werde garantiert einiges an meinem Essverhalten ändern. Bin gespannt.

  4. Lisa

    Ich hab eine SDU und Hashi. Bislang habe ich aber nie gefroren. Eher das Gegenteil. Trotz niedriger Körpertemperatur war mir immer warm. Seit kurzem nehme ich Algen zu mir und seitdem friere ich plötzlich. Kennen Sie so ein Phänomen bei Hashi? Würde mich über eine Rückmeldung freuen.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Lisa, ja das ist mir bekannt. Das ist kein Phänomen, sondern eine Reaktion auf die Ernährung. Man spricht auch von Paradox-Reaktion, wenn genau das Gegenteil von dem eintrifft, was üblich ist. Hat mit der Leber zu tun. 🙂

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta Bruhn

  5. Gernot

    Guten Tag!
    Sie schreiben einerseits, dass man bei SD-Unterfunktion Sojabohnen vermeiden sollte, empfehlen aber andererseits Miso-Suppe (die ja auch aus Sojabohnen besteht)? Könnten Sie meine Verwirrung eventuell aufklären?
    Vielen Dank und LG
    Gernot

    • Jutta Bruhn

      Hallo Gernot, ja klar, das ist ganz einfach: Miso besteht aus fermentierten Sojabohnen mit hohem gesundheitlichen Wert, auch bei Hashimoto.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  6. Marlies

    Liebe Jutta, von Zeit zu Zeit muss ich mich einfach mal wieder für die liebevoll geschriebenen Tips, Anregungen und hilfreichen Artikel bedanken.

    Ich habe eine ziemlich starke Unterfunktion der Schilddrüse und bin für jeden Tip in dieser Richtung dankbar. Nun sehe ich, muss ich noch am Kaffee arbeiten.

    Nochmals vielen Dank und und liebe Grüße von Marlies

    • Jutta Bruhn

      Hallo liebe Marlies,

      das freut mich, wenn diese wenigen Tipps dir schon helfen. Die Idee, das Coffein zu streichen (das meintest du doch? :-)) ist ausgesprochen gut. Coffein stört kollossal, nicht nur die Schilddrüse.

      Wie wär’s mit einem Umstieg auf Getreidekaffee? In den ersten Tagen kann man auf grünen Tee ausweichen. Dann ist der „Ausstieg“ nicht so krass.

      Viele Grüße aus Berlin, Jutta

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