Die müde Vegetarierin

vegetarisch Dies ist ein Interview mit Daniela Z. (44) Sportlehrerin, hier von ihren Erfahrungen berichtet. Sie war Teilnehmerin in meinem Online-Selbstlernkurs „Schilddrüse managen“:

Daniela, du hast dich früher vegetarisch ernährt? Wie lange denn?

Knapp 30 Jahre lang, mit ca. 17 habe ich angefangen.

Und dann? Wie ging es dir damit?

Mit Anfang 20 ging es los, dass ich immer so müde war abends. Ich konnte kaum ins Kino gehen. Ich hab mir weiter keine Gedanken darum gemacht, na gut, dachte ich, ich bin eben müde.

 

Anfang bis Mitte 30 war es dann extrem. Ich habe mich so durch die Woche gequält und am Wochenende konnte ich fast nur liegen, weil ich so erschöpft war. Irgendwie hab ich darüber nicht so viel nachgedacht, warum ich so müde war.

 

Ich hab damals auch schon etwas an der Ernährung geändert 1. auf Bio umgestiegen und 2. weniger Kohlenhydrate gegessen und versucht, mehr Gemüse zu essen.

 

Im letzten Herbst ging es mir dann so schlecht, dass ich dachte „oh, mein Gott, wenn das so weitergeht …“

 

Meine Beine waren ganz schwer und ich wollte mich kaum noch bewegen. Meine Vitalitätskurve war ganz unten. Ich habe mich dann so durchgequält und dachte, das ist doch kein Leben, ich muss was machen.

 

Dann habe ich deine Webseite gefunden und mich für den Onlinekurs angemeldet. Das war dann mein „Lebenswandel“ sozusagen. 🙂

Was hast du denn konkret anders gemacht seit dem Kurs?

Direkt davor hatte ich wieder eine rein vegetarische Phase und habe nur Gemüse gegessen. Ich war ja auch träge und etwas dick und dachte, Gemüse ist leichtes Essen.

 

Dann im Kurs habe ich gelernt, endlich Fett zu essen. Das war mein größtes Geschenk! Denn vorher habe ich gerade am Fett sehr viel gespart.

 

Für mich war das großartig, wenn auf meiner Suppe die Fettaugen schwammen! Darüber war ich am glücklichsten.

Mit wie viel Kokosfett so ungefähr hast du gekocht?

Das weiß ich noch sehr genau, denn ich habe ein 500-Gramm-Glas in der Woche aufgegessen. Es hat auch so gut geschmeckt und ich hab gemerkt, ich brauche das. Mich hat das angezogen und ich hab gedacht, ich brauche noch mehr, ich brauche noch mehr …

Gab es noch andere Defizite?

Anfangs war ich sehr stark in der Unterzuckerung. Ich hab gefroren. Ich habe Massen gegessen, ich hatte so aggressiven Hunger. Einmal hab ich drei Portionen Mittag hintereinander aufgegessen, weil ich einfach nur Hunger hatte.

Verstehe, der Körper war ausgehungert nach Eiweiß, das so lange gefehlt hatte. Wie sieht es denn jetzt aus damit, speziell mit dem tierischen Eiweiß? Gibt es Fisch?

Ich esse alles gerne, besonders Rindfleisch und Huhn. Jetzt habe ich gerade eine Phase, wo ich sehr gerne Fisch esse. Eier gibt es auch.

Und wie geht es dir damit? Ich meine mit der ganzen Ernährung, die du im Kurs gelernt hast. 

Also die Veränderung kam so nach 3-4 Monaten nach Kursstart. Da habe ich gemerkt, ich fühle mich so fit und wach wie schon lange nicht mehr.

 

Ich hatte in den Jahren vorher einen Tag im Monat, an dem ich mich gut gefühlt habe. Und jetzt waren es mal zwei Tage im Monat, an denen ich mich nicht so gut gefühlt habe.

 

Ich war einfach fit, ich war da, ich konnte mich konzentrieren. Das war ein Wandel für mich um 180 Grad.

Und ist das bis heute so geblieben?

Also ich bin nicht mehr so megafit. Ich fand es im Sommer schwierig, immer warm zu essen. Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass die Vitalität nachgelassen hat.

 

Jetzt wo der Sommer fast vorbei ist, geht es wieder besser mit dem warmen Essen. In der kälteren Jahreszeit werde ich auch wieder das Bedürfnis danach haben, warm zu essen.

 

Beeindruckend im Kurs war für mich, dass mir im November/Dezember einfach immer nur kalt war und dann im Januar/Februar als der große Wandel kam, dann habe ich gemerkt, wie warm mir war mitten im Winter.

Du hast mal dies hier bei Facebook geschrieben:

„Ich kann freudig berichten: Der letzte Test bezüglich Nahrungsmittelunverträglichkeiten fiel negativ aus = nix mehr, Darmflora = bestens. Von Seiten der Ärztin nichts zu beanstanden. So gute Werte hat sie bei ihren Hashimoto-Patienten schon lange nicht mehr gesehen. Ich kann es noch gar nicht glauben!“

Wie war das?

Ja, das war echt ein Ding für mich, denn ich hatte eigentlich immer eine Unverträglichkeit gegen Milchprodukte und gegen Gluten und es gab einen Leaky-Gut und Pilze und noch anderes, ich weiß es gar nicht mehr was noch alles.

Daniela, was würdest du heute mit deinen Erfahrungen anderen raten, die sich vegetarisch/vegan ernähren?

Man sollte diese Sturheit rausnehmen. Diesen fanatischen Glauben, man müsse 100% vegetarisch essen und alle die Fleisch essen, sind böse.

Sag doch bitte noch etwas zum Kurs. Wie bist du damit umgegangen?

Ich habe jetzt ein paar Monate später nochmal reingeschaut und habe gemerkt, dass ich doch einiges vergessen hatte. Man muss sich die Videos und Texte zwei-dreimal anschauen, vor allem weil man in der Anfangsphase nicht fit ist.

 

Denn man ist ja so unkonzentriert und nicht richtig fit im Gehirn und bekommt die Hälfte einfach nicht mit.

 

Für mich war erstaunlich zu sehen, wie stark ich doch in diesem geistigen „Nebel“ war und nichts mitbekommen habe. Man denkt, man hat eine klare Sicht, hat man aber nicht.

Vielleicht kannst du mir mal einen Tipp zur Verbesserung des Kurses geben: Wäre es gut, einfach nur ein paar Rezepte und einen Wochenplan zu geben? Es ist ja so, dass der Kurs viele Infos zum Hintergrund liefert.

Also ich fand es wichtig, Informationen zu bekommen. Ich will immer verstehen, worum es geht.  Wenn man nur Rezepte bekommt, dann gibt man irgendwann auf, weil man nicht verstanden hat, warum dies und jenes wichtig ist.

 

Besonders gut fand ich, dass jede Woche eine Lektion freigeschaltet wurde. Dadurch ist man dran geblieben. Und was ich super fand, waren die Gruppentreffen online.

Danke für das Interview, Daniela!


Mein Kommentar:

juttabruhn

Dauer-Ernährung ohne tierisches Eiweiß macht krank

Keine Frage, Menschen mit einer Autoimmunerkrankung wie Hashimoto oder Basedow erfahren Erleichterung, wenn sie sich eine Zeit lang tierisch eiweißfrei ernähren – klein Fleisch, kein Fisch, keine Eier, keine Milch, sogar keine Butter. Denn bei autoimmunen Entzündungen reizt alles Tierische das Immunsystem und das will man vermeiden.

Tierisch eiweißfreie Diät ist eine Maßnahme, um das Immunsystem zur Ruhe kommen zu lassen.

Für gesunde Menschen bewirkt so eine Diät aber genau das Gegenteil, jedenfalls wenn es auf Dauer keine tierische Nahrung gibt. Fleisch muss man nicht essen, aber Fisch und Eier sollte es geben und zwar täglich, nicht nur 1-2 mal in der Woche.

Der Grund dafür: Das Immunsystem wird geschwächt ohne tierisches Eiweiß. Die Zellen des Körpers und die Enzyme brauchen dieses Eiweiß, um zu funktionieren. Pflanzliches Eiweiß aus Hülsenfrüchten wie Linsen, Bohnen oder Erbsen kann diese Leistung nicht übernehmen.

In meinem Rezepte-Ebook gibt es keine Gerichte mit Fleisch. Dafür viele Anregungen zum Kochen mit Fisch und Hülsenfrüchten.

Diese Kombination aus tierischem und pflanzlichem Eiweiß ist einer der Bausteine für ein starkes Immunsystem.

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  • Hashimoto und M. Basedow
  • Unter- und Überfunktion
  • Kinderwunsch
  • nach Operation der Schilddrüse
  • bei Schilddrüsen-Knoten

„Ich nehme seit heute in Absprache mit meinem Arzt, kein Euthyrox mehr ein und es ist für mich ein befreiendes Gefühl.“

 

„Ich schlafe wieder gut, meine Haut ist nicht so trocken, ich bin nicht mehr so ängstlich und ich kann mich wieder konzentrieren.“

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite schreibe ich zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen.

4 Kommentare

  1. Andreas

    ENDLICH wurde einmal das Dogma vom bösen tierischen Eiweiß erklärt! DANKE! Habe nach 20Jahren Vegetarier, Veganer & Rohköstler eine Stoffwechselanalyse gemacht. Ich brauche purinreiches, rotes Fleisch damit es mir besser geht! Ich versuche seit Jahren mein Hashimoto & Vitiligo zu heilen. Habe etliche Therapien versucht.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Andreas,

      danke für die Rückmeldung. Ja, Menschen brauchen etwas tierisches Eiweiß (nicht viel, möglichst Bio). So wie dir geht es vielen Menschen, die von vegetarischer Ernährung zurückfinden. Die allermeisten trauen sich nicht, den Fehler zuzugeben. Danke!

      Liebe Grüße
      Jutta

  2. Sabine

    Danke
    Ich freue mich jedes mal von dir zu hören.
    Aber dieses Mal hat es mir sehr geholfen.
    Mein nächster Schritt wäre nämlich Fleischlos
    Gewesen.

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