Brotkrusten sind nicht immer gesund

Brotkrusten Von Risiken für die Gesundheit beim Grillen hat wohl jeder schon gehört. Auch ist bekannt, dass Röstaromen gefährlich sind.

Habst du dabei auch schon mal an die Röstaromen der Brotkruste gedacht?

Die so appetitlich braune Kruste wird von vielen beim Brot gewünscht. Die Kruste auf dem Steinofenbrot darf sogar ins Schwarze gehen und wird gerade dann als lecker eingestuft.

Genau diese Bräune kann tückisch sein. Denn dort gibt es Stoffe wie Acrylamid und Benzpyrene. Gefährlich daran ist die Möglichkeit, dass Krebs entstehen könnte oder sogar die DNA-Struktur im Körper verändert werden kann.

Gefährliche Stoffe entstehen

Alles was über 170 bis 190 Grad erhitzt wird, ist dem Prozess ausgesetzt, dass sich verstärkt Stoffe bilden, die als krebserregend eingestuft werden. Dazu gehört das Acrylamid, das vor längerer Zeit durch Kartoffelchips in die Schlagzeilen gekommen ist.

Weiterhin sollen Nervengifte entstehen, die negativ auf die Nervenzellen wirken können. Bewegungsstörungen könnten die Folge sein.

Ein als krebserregend bekannter Stoff ist das Benzpyren, das uns in erheblichen Mengen mit Zigarettenrauch zugepustet wird und das beim Grillen eine Rolle spielt, wenn das Fett in die Glut tropft. Weil es auch in Autoabgasen und anderen Industriestoffen enthalten ist, kann sich das ganz schön summieren.

Röststoffe können enthalten sein in:

  • Kaffee, auch Getreidekaffee
  • Tabak
  • Brotkrusten
  • alles was scharf gebraten oder gegrillt wird

Tägliche Röstaromen in der Brotkruste

Ausgerechnet die Brotkruste soll besonders viel Acrylamid enthalten. Sanftes Backen soll auch nicht helfen, denn bereits bei 120 Grad beginnt der Prozess des Bräunens. Das betrifft

  • Brotkrusten
  • Knäckebrot
  • in heißem Fett gebackene Kartoffeln wie Pommes Frites
  • Kaffee (weil geröstet)
  • Getreidekaffee (Körner werden geröstet)
  • Fleisch und anderes vom Grill

Kurz: Betroffen sind alle Lebensmittel, die bei hohen Temperaturen gekocht, gebacken, gebraten, gegrillt oder geröstet werden.

Gefährdet sind klein und groß

Für normal gesunde Menschen sind die krebserregenden Substanzen durch Röstaromen ganz sicher keine unmittelbare Gefahr.

Das Problem besteht eher darin, dass man nicht wissen kann, wie gesund man eigentlich ist. Denn die Schäden spielen sich auf Zellebene ab und können erst im Spätstadium im Labor diagnostiziert werden.

Anders ist es für Kinder und chronisch kranke Menschen. Hier wird gerne von einer „Risikogruppe“ gesprochen. Bei den Kleinen ist das Immunsystem noch in der Entwicklung, bei den Großen ist es oft durch einen kranken Darm geschwächt. Somit können die bösen Zellen ein leichtes Spiel haben.

Entscheidend finde ich, dass bei einer Autoimmunerkrankung wie Hashimoto oder Basedow das Immunsystem schwach ist und man besonders vorsichtig sein sollte.

Das gilt natürlich auch schon im Frühstadium der Schilddrüsenunterfunktion. Wenn die Schilddrüse in Unterfunktion ist, fährt auch das Immunsystem nicht die volle Leistung.

Also aufpassen!

Am wirkungsvollsten: Vermeiden von Röstaromen

Kerngesunde Menschen und solche die es bleiben wollen, lassen braune und schwarze Lebensmittel lieber liegen. Vermutlich tust du das als Leserin dieser Seite sowieso, aber gehören Brotkrusten auch dazu? Schneidest du die Brotkruste ab? 😉

Meist wird gerade die Brotkruste bevorzugt oder das Steinofenbrot genau wegen der schönen Kruste gekauft. Es tut mir leid, wenn ich dir das jetzt vermiest haben sollte, es war gut gemeint. 🙂

Mach es doch so wie ich:

  • beim Bäcker aufpassen und ein helles Brot kaufen
  • wenn die Kruste doch mal dunkler ist, rigoros abschneiden
  • beim Kochen nichts anbrennen lassen!
  • grillen, rösten, überbacken, scharfes Braten gehören nicht zur täglichen Kochweise

Ausnahmen gibt es natürlich bei Einladungen und auch auf der Grillparty im Sommer greife ich zu. Aber eben nur als Sommerspaß und nicht jeden Samstagabend.

Noch ein Hinweis: Wer sich näher informieren möchte, findet hier einen guten Beitrag mit vielen Quellen: Urgeschmack.


 

Kochen bei Hashimoto und Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

10 Kommentare

  1. Martina

    Ich liebte die Krusten auch immer, zwar nicht schwarz dass es verbrannt schmeckte aber schon röstig…
    Ich probierte aus die Krusten komplett dünn abzuschneiden und stellte fest, dass das Brot viel bekömmlicher ist und viel harmonischer schmeckt.
    Ich liebe das nun noch mehr!!!
    Der Belage schmeckt viel intensiver und weicher, ein ganz anderes aber tolles Geschmackserlebnis… und man braucht nicht so viel Belag um den Brotgeschmack zu übertreffen.
    Wenn man die Röstaromen weglässt, auch beim Spiegelei z.Bsp. das ich mit Kokosöl langsam brate ohne Röstaromen, merkt man erst wie belastend sie eigentlich sind.
    Danke für den Beitrag!

  2. nevi

    Hallo! Danke für den Beitrag. Doch wie steht es denn mit dem Rösten von Samen, Kernen, Nüssen und Getreide? In der Makrobiotik soll doch das Erhitzen der Nahrungsmittel dem Yangisierungs-Prozess dienen.
    Alles Gute.

    • Jutta Bruhn

      Hallo, ja das stimmt. Aber Nüsse sollten niemals geröstet werden. Makrobioten tun das, aber es ist falsch verstandenes yangisieren.

      Mein Tipp lautet, Nüsse bei ca. 40 Grad zu „darren“. Mehr dazu in diesem Beitrag: Nüsse

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  3. Deborah

    Hallo!Ich bin sehr ängstlich,weil ich zwei Scheiben Brot mit dunkler Kruste gegessen habe.Ich werde es in Zukunft nicht mehr machen, Liebe Grüße.
    D.Bus

    • Jutta Bruhn

      Bitte übertreiben Sie es nicht! Natürlich passiert da gar nichts, wenn man mal zwei Scheiben Brot mit Kruste ißt. 🙂

      Es geht immer darum, was man auf Dauer und täglich macht. Ausnahmen sind in Ordnung. 😉

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  4. S

    Hallo Frau Bruhn,
    Sie raten zu Natursauerteig statt zu Kunstsauer; gibt es spezielle Bezeichnung für Kunstsauer, da Hersteller diesen Begriff wahrscheinlich nicht auf der Verpackung angeben, und auch beim Bäcker nicht grundsätzlich von der Verwendung eines Natursauerteiges ausgegangen werden kann.

    Viele Grüße

    • Jutta Bruhn

      Stimmt genau! Nein, eine Umschreibung für Kunstsauer kenne ich nicht.

      Ich bin sicher, wer Natursauerteig verwendet schreibt das auch drauf. Dieses Brot gibt es eher im Bioladen und es ist etwas teurer.

      In kleineren Bäckereien kann man einfach fragen. Das ist dann Vertrauenssache.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

      • Martina

        Liebe Frau Bruhn,
        machen Sie sich ihren Natursauerteig selber? Wenn ja, würden sie uns mitteilen wie und mit welchem Mehl?
        Vielen Dank und liebe Grüße
        Martina

        • Jutta Bruhn

          Hallo Martina, nein ich backe kein Brot. Ich genieße es, bei den allerbesten Bio-Bäckern hier in Berlin zu kaufen. 🙂 Ganz, ganz sicher gibt es die überall woanders auch. 😉

          Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

Hast du eine Frage passend zum Beitrag dieser Seite?

Klicke hier und beachte bitte die Regeln.
Meine Antwort kommt per E-Mail.


*

© Jutta Bruhn 2012 - 2020 · Start · Newsletter · Impressum · Datenschutz Top