Blutzucker und Schilddrüsenprobleme

SchilddruesenproblemeWissen Sie, dass der Blutzucker eine zentrale Rolle spielt, wenn man Schilddrüsenprobleme in den Griff bekommen will?

Hat Ihnen das schon mal ein Kassenarzt gesagt? Wohl kaum, denn die Medizin hat das nicht im Blick.

Darum muss man sich selber kümmern.

Eine Leserin schreibt:

„Vieles im Ebook ‚Hashimoto-Starthilfe‘ war mir schon bekannt, aber nie zuvor hätte ich gedacht, dass ich auf meinen Blutzucker achten muss!“

Das liegt daran, dass der Blutzucker in der Medizin erst Beachtung findet, wenn der Diabetes da ist. Lange, lange Jahre vorher aber gibt es haufenweise andere Störungen die mit dem Blutzucker zusammen hängen.

Zentrales Thema bei Schilddrüsenproblemen: Blutzucker

Man sollte wissen, dass der Kern aller Probleme mit der Schilddrüse von einem dauerhaft niedrigen oder dauerhaft hohen Blutzucker (Insulinspiegel) ausgeht.

Der Blutzucker ist aus den Fugen geraten, wenn man

  • dauernd müde ist
  • zwanghaft Süßes naschen muss
  • schlecht schläft

oder 100 andere Unpäßlichkeiten hat, wie diese hier in diesem Beitrag: Leiden Sie an Unterzucker?

Werden diese Warnzeichen jahrelang mißachtet, kommt es irgendwann zum Zusammenbruch im Körper. Man nennt das „Insulinresistenz“. Das ist der Weg in den Diabetes.

Meist ist die Reihenfolge so, dass es zuerst Hashimoto gibt und dann Diabetes folgt. Dabei fürchtet man sich vor allem vor den Spätschäden an Organen.

Hier sind vertiefende Beiträge, die man nicht unbedingt auswendig können muss 😉 , aber mal kurz gelesen haben sollte:

Die Leserin schreibt weiter:

Allergien

„Ich habe seit dem Baby-Alter Allergien (Astma, Ekzem, Heuschnupfen…). Mit 20 erfuhr ich zum ersten Mal, dass ich auch Nahrungsmittelallergien habe.“

Es hört sich so an, als ob bereits in dieser frühen Zeit Ernährungsfehler gemacht wurden. Vielleicht sogar schon von der Mutter in der Schwangerschaft, denn da werden die Weichen für die Lebens-Gesundheit gestellt.

Natürlich ist es auch für Babies das A und O, dass ihr Blutzucker nicht absinkt. Die Muttermilch ist dafür perfekt geeignet, Kuhmilch gar nicht. Über die Nachteile von Milch und Milchprodukten habe ich hier mehr geschrieben.

Brustkrebs

„2001 wurde bei mir Hashimoto festgestellt und seitdem nehme ich Levothyrox. Habe gelitten unter Ängstlichkeit, unerträgliche Gereiztheit, Gewichtszunahme etc. 2013 bekam ich dann Brustkrebs.“

Auch  zur Vermeidung einer Krebserkrankung wird der Zusammenhang zum Blutzucker in der Schulmedizin leider nicht beachtet. Was mir völlig unverständlich ist, denn jeder weiß, dass das Immunsystem schwach ist, wenn der Blutzucker niedrig ist. Genau dann kann es Krebszellen nicht so gut abwehren.

Ganzheitliche Sicht

„Nach und nach sehe ich jetzt die Zusammenhänge, vorher habe ich alles getrennt gesehen, hier die Allergien, da die Schilddrüse und dann der Krebs. Jetzt habe ich es mir in den Kopf gesetzt, die Schilddrüse in den Griff zu bekommen. Mein Ziel ist es, Levothyrox drastisch zu senken, egal wie lange es dauert. Leider ist das unter Tamoxifen schwierig …“

Hm, das gefällt mir nicht, was sie schreibt: „… habe ich es mir in den Kopf gesetzt, die Schilddrüse in den Griff zu bekommen.“ Das ist schulmedizinisches Herangehen, sich nur um das Organ Schilddrüse zu kümmern.

So funktioniert das aber nicht, denn man sollte ganzheitlich denken. Im Körper hängt alles zusammen und die Organe beeinflussen sich gegenseitig.

Wer weniger Medikamente verschrieben bekommen will, wird nur dann Erfolg haben, wenn der Blutzucker stabil bleibt. Hört sich einfach an, ist aber eine täglich neue Aufgabe mit der Ernährung: Man muss selber kochen und wissen, welche Nahrungsmittel gut tun und welche nicht.

Chronische Entzündungen

„Außerdem sind die Antikörperwerte seit Monaten sehr hoch.“

Aha, das Wichtigste am Schluß. 😉 Hohe Entzündungswerte sind der dringendste Schrei des Körpers, etwas anders zu machen. Es geht dabei im Kern um den chronisch erhöhten oder chronisch erniedrigten Blutzucker (Insulinspiegel). Wer sich dazu genauer informieren möchte, kann das nachlesen im Buch von Dr. Kharrazian: „Hashimoto anders behandeln“.

Mein wichtigster Tipp ist: Mehr Kokosfett essen! Jede Mahlzeit sollte mit einer Überdosis Kokosfett zubereitet werden. Nichts hält den Blutzucker besser in Schach als richtig ordentlich Fett zu jeder Mahlzeit zu essen.

Guter Anfang

„Ich esse schon seit Jahren kuhmilchfrei und mehr oder weniger weizenfrei, seit 2014 vermeide ich auch weitestgehend Industriezucker.“

Ein guter Anfang. Das sind die Basics. Das sind Störer, die man nicht unterschätzen sollte.

„Die ersten zwei Tage mit dem Kochen nach der ‚Starthilfe‘ ging es mir eher schlechter, jetzt fühle ich mich ziemlich gut.“

Okay. Das ist der richtige Weg. Jetzt kann es aufwärts gehen.

„Ich möchte auf jeden Fall weiter machen mit dieser Ernährung!“

Bravo! Das ist eine wirklich gute Idee. Denn die Makrobiotische Heilküche (MBH) führt genau dahin, den Blutzucker zu stabilisieren. Und dann hat man eine wirkliche Chance, Erkrankungen der Schilddrüse dauerhaft in den Griff zu bekommen.

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite schreibe ich zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen.

4 Kommentare

  1. Tija

    Hallo Frau Bruhn,

    Meine Mutter hat neuerdings Probleme mit erhöhtem Zucker.
    Sie hat schon sehr lange eine Unterfunktion und hatte vor 5Jahren auch Brustkrebs.
    Sie macht sich immer Sorgen wegen ihrem sehr erhöhtem Cholesterin..
    Kann sie trotzdem für die Wirkung auf den Blutzucker soviel Kokosfett einnehmen?

    Danke schon mal?

  2. Ursula

    Guten Tag Frau Bruhn, ich wohne in Berlin und würde mich gern persönlich von Ihnen beraten lassen. Ist dies möglich?
    Viele Grüße, Ursula Hecht

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