Bitterstoffe gegen Verstopfung bei Schilddrüsenunterfunktion

Bitterstoffe gegen Verstopfung bei Schilddrüsenunterfunktion In diesem Beitrag geht es um die tolle Leistung von Bitterstoffen gegen Verstopfung bei Schilddrüsenunterfunktion.

Vielleicht kennst du Bitterstoffe als Hilfe zum Abnehmen? Denn das ist der Kern der Sache: Gute Verdauung ist Voraussetzung für das gesunde Abnehmen und die gesunde Schilddrüse.

Was sind Bitterstoffe?

Wir kennen Bitterstoffe als pflanzliche Arznei. Am stärksten ist der Enzian. Andere reine Bitterstoffe sind die Wegwartenwurzel und das Benediktinenkraut.

Üblich ist die Kombination mit anderen Pflanzen, die zusätzlich ätherische Öle enthalten. Am bekanntesten ist der Wermut.

Wer braucht Bitterstoffe?

In der Naturheilkunde werden Bitterstoffe üblicherweise bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt:

  • Magendruck
  • Magenverstimmung
  • Völlegefühl
  • Sodbrennen
  • Blähungen

und anderen Leiden bis hin zu Herzbeschwerden.

Die Verdauung wird angeregt

Bitterstoffe sind altbekannte Helfer aus der Naturheilkunde. Sie bringen die Verdauung in Schwung, aber nicht etwa wie ein Abführmittel. Sondern sie locken die Verdauungssäfte aus der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase.

So wird der natürliche Gang der Verdauung gleich am Anfang des Verdauungsweges angestoßen.

Früher war das Wissen noch viel mehr verbreitet. Damals wusste man, dass die Verdauungssäfte fließen müssen. Eine ganze Medizinrichtung war darauf ausgerichtet und man sprach von der „Säftelehre“.

Heute teilen wir die Säfte nach ihrem Entstehungsort ein in

  • Magensäfte
  • Enzyme aus der Bauchspeicheldrüse
  • Gallenflüssigkeit

In alter Zeit wusste man das nicht so genau und brauchte diese Kenntnisse auch nicht. Die Sicht auf den Menschen war ganzheitlicher und man sprach ganz allgemein von Säften. Damit waren alle Verdauungssäfte zusammen gemeint. Und man wusste, dass Bitterstoffe sie alle gemeinsam anregen.

Bitterstoffe gegen Verstopfung

So gut wie alle Leute mit Schilddrüsenunterfunktion klagen über träge Verdauung oder sogar manifeste Verstopfung.

Weil der Darm genauso in Unterfunktion ist wie die Schilddrüse, ist das kein Wunder. Aber lästig ist es und auch nicht wirklich gesund.

Bitterstoffe gegen Verstopfung bei Schilddrüsenunterfunktion

Die Tätigkeit der Schilddrüse hängt vom gesunden Darm ab. Mehr dazu kannst du hier lesen: Was hat die Schilddrüse mit dem Darm zu tun?

Natürlich kann man die Regulation nicht allein mit Bitterstoffen auf die Reihe bekommen. Dazu gehört schon ein ganzes Programm zur richtigen Ernährung.

Was bringen Bitterstoffe?

Das Ergebnis der Einnahme von Bitterstoffen ist beachtlich:

  • die Verdauung läuft schneller und leichter
  • Hungergefühle nehmen ab
  • der Jeeper auf Süsses bleibt aus

Das kommt daher, dass Bitterstoffe das Leber-Galle-System und den Darm anregen. In der Folge wird

  1.  die Hormonbildung in der Leber angeregt, so dass sich
  2. die Schilddrüsenfunktion und der Stoffwechsel regulieren können

Wenn die Verdauung angeregt wird, befreit sich der Körper schneller von unerwünschten Ablagerungen und der Stoffwechsel läuft reibungsloser ab. Im Ergebnis kann das beim Abnehmen richtig gut helfen.

Woher kommen die Verdauungsstörungen?

Magendruck, Aufstoßen oder Sodbrennen erscheinen oft dann, wenn das Essen zu viel Kohlenhydrate enthielt oder auch wenn zu fett gegessen wurde. Daraus kann man lernen:

Wenn es unmittelbar nach einer Mahlzeit zu unangenehmen Reaktionen kommt, weiß man genau, was man eigentlich nicht hätte essen sollen. 😉

Allerdings können auch organische Krankheiten die Beschwerden auslösen. Auch zu viel oder zu wenig Magensäure kann die Ursache sein. Ganz oft gibt es für Magenbeschwerden auch den simplen Grund, dass die Bissen zu wenig gekaut werden.

Man kann nicht pauschal sagen, woher die Verdauungsstörungen kommen.

Bitterstoffe im Gemüse

Den Schatz an gesunden Bitterstoffen hatten wir früher einfach so in der Ernährung drin: Im Wurzelgemüse, in Salaten und Wildpflanzen.

Heutzutage ist der bittere Geschmack verpönt. Aus Gemüse und Salat ist er weitgehend weggezüchtet worden. Der Grund: Niemand mag mehr etwas Bitteres essen.

Bitter ist unbeliebt geworden. Stattdessen herrscht der süße Geschmack vor. Auch salzig und herzhaft darf es sein und auch mal so richtig scharf. Bloß eben nicht bitter.

Aus meiner Kindheit erinnere ich mich noch an Salatgurken, die ein dünnes Ende hatten, das total bitter war. Die Salatgurken heute haben zwei gleich dicke Enden und sind gar nicht mehr bitter.

Aktuell findet man Bitteres höchstens noch in Salaten wie

  • Radicchio
  • Endivien
  • Löwenzahn
  • Rucola
  • Chicoreé

Gemüse mit bitteren Anteilen sind besonders rar geworden, auch als Bio-Ware. Eigentlich sollten wir Bitteres finden in

  •  Wurzelgemüsen
  • Blumenkohl
  • Broccoli
  • Rosenkohl
  • Artischocke

Also ich kann in diesen Gemüse nichts Bitteres schmecken. 🙁

Wie auch immer, niemand sollte denken, dass die wenigen Bitterstoffe aus den Gemüsen ausreichende Wirkung erzielen. Nein, dazu es muss schon ein Präparat aus der Apotheke sein.

Die Verdauung anstubsen

Bitterstoffe sind ein Anstubser für die Verdauung. Sie locken die Verdauungssäfte, damit alles leichter läuft. Gleichzeitig sollte man sich um eine ausgeglichene Ernährung kümmern. Ich empfehle dazu die Makrobiotische Heilküche (MBH), um die es auf meiner Webseite geht.

Was sind eigentlich Bitterstoffe? In erster Linie denkt man dabei an Heilpflanzen. Davon gibt es eine Menge, hier ist eine Auswahl:

  • Wermut
  • Löwenzahn
  • Engelwurz
  • Enzian
  • Hopfen
  • Schafgarbe

All diese und die vielen anderen Pflanzen sind in Jahrhunderten zu Arzneien verarbeitet worden. Eher selten wurde dabei eine einzige Pflanze verwendet. Erst die Kombination verschiedener Pflanzen bringt die erwünschte Wirkung. Dazu gab und gibt es eine nicht zu zählende Anzahl von Rezepturen. Jeder Mönch, jeder Apotheker hatte da so seine Geheimmischung.

Welche Bitterstoffe soll man nehmen?

Weil bestens bekannt ist, dass Bitterstoffe beim Abnehmen helfen, gibt es sie auch in Kapseln im Supermarkt. Darin soll oft der Inhaltsstoff „Immergrün“ enthalten sein. Bei einer Überdosierung soll es zu Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Störungen des Magen-Darmtrakts oder juckenden Hautausschlägen gekommen sein.

Es ist also günstig, lieber in die Apotheke zu gehen und sich dort beraten zu lassen.

Empfehlungen aus der Naturheilpraxis

Bekannte und bewährte Bitterstoffe als Tropfen sind zum Beispiel:

Gibt’s in jeder Apotheke, die auf Naturheilkunde eingestellt ist. 🙂

Einen Favoriten unter den Mitteln kann ich leider nicht empfehlen, denn Bitterstoffe wirken bei jeder Person ein wenig anders. Es könnte also sein, dass man verschiedene Präparate ausprobieren muss, wenn es beim ersten nicht gleich so richtig klappt.

Wie nimmt man Bitterstoffe ein?

Bei Bitterstoffen gilt nicht das Motto „3 x täglich“. Vielmehr nimmt man sie nach persönlichem Bedarf ein. Das könnte sein:

  • vor der Mahlzeit oder
  • nach der Mahlzeit oder
  • abends vor dem Schlafengehen

Der allgemeine Tipp lautet: Mit wenigen Tropfen beginnen, die direkt auf die Zunge gegeben werden. Man steigert langsam täglich um einen Tropfen bis die persönlich passende Menge gefunden ist. Die richtige Dosierung merkt man daran, dass man sich gut fühlt und die Verdauung stimmt.

Möglicherweise muss die Einnahme auf 10-15 Tropfen gesteigert werden oder sogar noch höher. Doch Achtung:

Bei Überdosierung kann es leicht zu Magenschmerzen kommen.

Diese werden von der zu viel produzierten Magensäure ausgelöst. Das äußert sich nicht in Sodbrennen, sondern als Schmerz im Bereich des Oberbauchs. Keine Angst, dieser Schmerz gibt sich bald wieder. Einfach die Tropfen für ein paar Tage weglassen, dann ist alles wieder in Ordnung. Dann erneut beginnen und diesmal vorsichtiger die Anzahl der Tropfen steigern.

Diese Bitterstoffe lieber nicht

Mindestens 3 nicht so gesunde Quellen für Bitteres sind sehr beliebt, aber problematisch:

  • Die Röststoffe im Kaffee. Jedoch hat Coffein so viele negative Wirkungen (vor allem auf die Nebennieren), dass man das ganz schnell wieder vergessen sollte.
  • Bier, denn Hopfen ist bitter. Offensichtlich vermissen die Menschen doch die guten alten Bitterstoffe, denn beim Bier werden herbe Sorten durchaus bevorzugt. Allerdings kann/sollte man wohl kaum jeden Tag Bier trinken, um die Verdauung anzuregen. 🙁
  • Eine dritte sehr beliebte Möglichkeit sind Schnäpse, die als Kräuter- oder Bitterliköre verkauft werden. Na dann prost Campari! 😉
    Eine bessere Wahl könnten dagegen Elixiere sein, die es überall zu kaufen gibt. Dazu muss man aber wissen, dass ein Kräuterbitter aus dem Supermarkt in der Regel Zucker enthält (auch im Bioladen) und das kann nicht der Sinn der Sache sein.
    Bleibt nur noch die Apotheke. Dort hat man lediglich die Qual der Wahl, denn es gibt eine Menge Angebote an Präparaten.

Abraten würde ich von Verdauungsschnäpsen. Die enthalten Alkohol und meist eine Menge Zucker. Auch andere flüssige Mittel sind oft mit Zucker versetzt.

Ich wünsche mir, dass dir mein Tipp mit den Bitterstoffen gegen Verstopfung bei Schilddrüsenunterfunktion Hilfe bringt. Damit du weiterhin guten Rat bekommst, bestelle hier kostenlos meine „Schilddrüsen-Tipps“ und erhalte gleich noch meine „5 Tipps zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen“. Tschüss für heute!

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

2 Kommentare

  1. Helga

    Liebe Frau Bruhn,
    durch Zufall habe ich von Bitterstoffen gehört und mich schlau gemacht.

    Ich muß sagen, seit ich täglich meinen Liter Wermuttee trinke (ich habe Wermut im Garten), merke ich, dass es mir allgemein besser geht. Ich hatte öfter Verstopfung und konnte trotz Ernährungsoptimierung nicht abnehmen. Diese „Probleme“ hab sich in Wohlgefallen aufgelöst. Ich mache jetzt echt die Bitterstoffe dafür verantwortlich- im positiven Sinne. Ich habe wieder mein Wunschgewicht- seit ca. 10 Jahren!!!
    Ich mach weiter mit dem Tee. Hat mich zu Beginn etwas Überwindung gekostet, dieses bittere „Zeug“ zu trinken, jetzt hab ich mich dran gewöhnt. Ist gar nicht soooo schlimm. Die Wirkung ist so, wie Sie es beschreiben. Ich bin begeistert- so einfach kann die Natur helfen.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Helga, ich wäre vorsichtig mit einer Dauerkur von einem Medizinaltee. Die Wirkung wird sich irgendwann verändern oder umkehren.

      Denn Bitterstoffe sind nur ein Hilfsmittel bei falscher Ernährung. Auf Dauer kann man damit Ernährungsfehler nicht auffangen. Dies nur als sanfte Warnung. 😉

      LG Jutta

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