Bitterstoffe gegen Verstopfung bei Schilddrüsenunterfunktion

Bitterstoffe gegen Verstopfung Eines der Hauptsymptome bei Schilddrüsenunterfunktion ist Verstopfung.

Bitterstoffe sind ein uraltes Hilfsmittel aus der Naturheilkunde, das schon immer als Basismittel für die gesunde Verdauung genutzt wurde.

Im vorigen Beitrag ging es um das Abnehmen. Beim Abnehmen können Bitterstoffe helfen, weil sie die Verdauung und so den Stoffwechsel anregen.

In diesem Beitrag geht es um das Symptom der Verstopfung bei Schilddrüsenunterfunktion. Natürlich kann man das nicht allein mit Bitterstoffen auf die Reihe bekommen. Dazu gehört schon ein ganzes Programm.

Aber fangen wir erst mal mit den Bitterstoffen an.

Bitterstoffe im Gemüse

Heutzutage sind sie leider aus den meisten Pflanzen weggezüchtet worden.

Aus meiner Kindheit erinnere ich mich noch an Salatgurken, die ein dünnes Ende hatten, das total bitter war. Die Salatgurken heute haben zwei gleich dicke Enden und sind gar nicht mehr bitter.

Aktuell findet man Bitteres höchstens noch in Salaten wie

  • Radicchio
  • Endivien
  • Löwenzahn
  • Rucola
  • Chicoreé

Gemüse mit bitteren Anteilen sind besonders rar geworden, auch als Bio-Ware. Eigentlich sollten wir Bitteres finden in

  • Wurzelgemüsen
  • Blumenkohl
  • Broccoli
  • Rosenkohl
  • Artischocke

Also ich kann in diesen Gemüse nichts Bitteres schmecken.

Diese Bitterstoffe lieber nicht

Mindestens 3 nicht so gesunde Quellen für Bitterstoffe sind sehr beliebt:

  • Die Röststoffe im Kaffee. Jedoch hat Coffein so viele negative Wirkungen (vor allem auf die Nebennieren), dass man das ganz schnell wieder vergessen sollte.
  • Bier, denn Hopfen ist bitter. Offensichtlich vermissen die Menschen doch die guten alten Bitterstoffe, denn beim Bier werden herbe Sorten durchaus bevorzugt. Allerdings kann/sollte man wohl kaum jeden Tag Bier trinken, um die Verdauung anzuregen.
  • Eine dritte sehr beliebte Möglichkeit sind Schnäpse, die als Kräuter- oder Bitterliköre verkauft werden. Na dann prost Campari! 😉

Eine gute Wahl könnten dagegen Elixiere sein, die es überall zu kaufen gibt. Dazu muss man aber wissen, dass ein Kräuterbitter aus dem Supermarkt oft Zucker enthält (auch im Bioladen) und das kann nicht der Sinn der Sache sein.

Bleibt nur noch die Apotheke. Dort hat man lediglich die Qual der Wahl, denn es gibt eine Menge Angebote an Bittertropfen.

Bitterstoffe bei Verstopfung

So gut wie alle Leute mit Schilddrüsenunterfunktion klagen über träge Verdauung oder sogar manifeste Verstopfung.

Weil der Darm genauso in Unterfunktion ist wie die Schilddrüse, ist das kein Wunder. Aber lästig ist es und auch nicht wirklich gesund.

Bitterstoffe sind altbekannte Helfer aus der Naturheilkunde. Sie bringen die Verdauung in Schwung, aber nicht etwa wie ein Abführmittel. Sondern sie locken die Verdauungssäfte aus der Bauchspeicheldrüse und der Gallenblase.

So wird der natürliche Gang der Verdauung gleich am Anfang des Verdauungsweges angestoßen.

Welche Bitterstoffe soll man nehmen?

Weil bestens bekannt ist, dass Bitterstoffe beim Abnehmen helfen, gibt es sie auch in Kapseln. Darin soll oft der Inhaltsstoff „Immergrün“ enthalten sein. Bei einer Überdosierung  soll es zu Herzrhythmusstörungen, Blutdruckabfall, Störungen des Magen-Darmtrakts oder juckenden Hautausschlägen gekommen sein.

Es ist also günstig, lieber in die Apotheke zu gehen und sich dort beraten zu lassen.

Einen Favoriten unter den Mitteln kann ich leider nicht empfehlen, denn Bitterstoffe wirken bei jeder Person ein wenig anders. Auch hatte ich im ersten Teil dieses Beitrags auf die mannigfaltigen  Zusammensetzungen von Pflanzenstoffen hingewiesen. Es könnte also sein, dass man verschiedene Präparate ausprobieren muss, wenn es beim ersten nicht gleich so richtig klappt.

Wie nimmt man Bitterstoffe ein?

Bei Bitterstoffen gilt nicht das Motto „3 x täglich“. Vielmehr nimmt man sie nach persönlichem Bedarf ein. Das könnte sein:

  • vor der Mahlzeit
  • nach der Mahlzeit
  • abends vor dem Schlafengehen

Der allgemeine Tipp lautet: Mit wenigen Tropfen beginnen, die direkt auf die Zunge gegeben werden. Man steigert langsam täglich um einen Tropfen bis die persönlich passende Menge gefunden ist. Die richtige Dosierung merkt man daran, dass man sich gut fühlt und die Verdauung stimmt.

Möglicherweise muss die Einnahme auf 10-15 Tropfen gesteigert werden oder sogar noch höher. Doch Achtung:

Bei Überdosierung kann es leicht zu Magenschmerzen kommen.

Diese werden von der zu viel produzierten Magensäure ausgelöst. Das äußert sich nicht in Sodbrennen, sondern als Schmerz im Bereich des Oberbauchs. Keine Angst, dieser Schmerz gibt sich bald wieder. Einfach die Tropfen für ein paar Tage weglassen, dann ist alles wieder in Ordnung. Dann erneut beginnen und vorsichtig die Anzahl der Tropfen steigern.

Natürliche Hilfe mit Bitterstoffen

Bitterstoffe sind ein Anstubser für die Verdauung. Sie locken die Verdauungssäfte, damit alles leichter läuft. Gleichzeitig sollte man sich um eine ausgeglichene Ernährung kümmern. Ich empfehle dazu die Makrobiotische Heilküche (MBH), um die es auf meiner Webseite geht.

Was und wo sind eigentlich Bitterstoffe? In erster Linie denkt man dabei an Heilpflanzen. Davon gibt es eine Menge, hier ist eine Auswahl:

  • Wermut
  • Löwenzahn
  • Engelwurz
  • Enzian
  • Hopfen
  • Schafgarbe

… etc.

All diese und die vielen anderen Bitterstoffe sind in Jahrhunderten zu Arzneien verarbeitet worden. Eher selten wurde dabei eine einzige Pflanze verwendet. Erst die Kombination verschiedener Pflanzen bringt die erwünschte Wirkung. Dazu gab und gibt es eine nicht zu zählende Anzahl von Rezepturen. Jeder Mönch, jeder Apotheker hatte da so seine Geheimmischung.

Welche Bitterstoffe?

Abraten würde ich von Verdauungsschnäpsen. Die enthalten Alkohol und meist eine Menge Zucker. Auch andere flüssige Mittel sind oft mit Zucker versetzt.

Bekannte und bewährte Bitterstoffe als Tropfen sind zum Beispiel:

Gibt’s in jeder Apotheke, die auf Naturheilkunde eingestellt ist. 🙂

Richtige Menge selber rausfinden

Wer wie viele Tropfen Bitterstoffe braucht, kann man nicht sagen, das muss man schlicht und einfach selber rausfinden.

Die Einnahme ist sehr individuell und auch abhängig vom letzten Essen.

Zum Beispiel braucht man mehr, wenn es zu viel Kohlenhydrate gegeben hat. Was gleichzeitig ein Hinweis sein sollte, dass man bei nächsten Mal weniger davon nehmen sollte. 🙂

Bewährt hat sich die Einnahme von ca. 5-10 Tropfen, das kann zu viel oder zu wenig sein. Manchmal reicht sogar nur 1 Tropfen, manchmal müssen es 15 sein:

  • direkt vor oder nach dem Essen
  • und nochmal abends vor dem Schlafengehen

Finde raus, welche Menge zu welcher Zeit persönlich am besten hilft!

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

4 Kommentare

  1. Helga

    Liebe Frau Bruhn,
    durch Zufall habe ich von Bitterstoffen gehört und mich schlau gemacht.

    Ich muß sagen, seit ich täglich meinen Liter Wermuttee trinke (ich habe Wermut im Garten), merke ich, dass es mir allgemein besser geht. Ich hatte öfter Verstopfung und konnte trotz Ernährungsoptimierung nicht abnehmen. Diese „Probleme“ hab sich in Wohlgefallen aufgelöst. Ich mache jetzt echt die Bitterstoffe dafür verantwortlich- im positiven Sinne. Ich habe wieder mein Wunschgewicht- seit ca. 10 Jahren!!!
    Ich mach weiter mit dem Tee. Hat mich zu Beginn etwas Überwindung gekostet, dieses bittere „Zeug“ zu trinken, jetzt hab ich mich dran gewöhnt. Ist gar nicht soooo schlimm. Die Wirkung ist so, wie Sie es beschreiben. Ich bin begeistert- so einfach kann die Natur helfen.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Helga, ich wäre vorsichtig mit einer Dauerkur von einem Medizinaltee. Die Wirkung wird sich irgendwann verändern oder umkehren.

      Denn Bitterstoffe sind nur ein Hilfsmittel bei falscher Ernährung. Auf Dauer kann man damit Ernährungsfehler nicht auffangen. Dies nur als sanfte Warnung. 😉

      LG Jutta

  2. Barbara

    Hallo Jutta,

    ich habe mir alle drei e-Books besorgt und mache nun schon seit 2 Wochen den Starthilfe-Kurs und gelegentlich einen Reisfasten-Tage. Weil meine Verdauung immer sehr träge war / ist, und mir Nahrung oft ewig im Magen liegt, habe ich mir nun auch die N-Zyme von Pinnow und Amara von Weleda besorgt. Aber der Magen kommt nicht in Fahrt … Haben Sie eine Idee, wie ich weitermachen könnte? Die Knobi-Kur würde ich später gern machen, aber traue mich nicht bei meinem zickigen Magen.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Barbara, hm, was noch ein wichtiger Punkt ist: GUT KAUEN. Damit meine ich, jeden Happen Reis 200x zu kauen. In Worten: Zweihundert mal 🙂 Als Kur, nicht für immer.

      Mit dieser Kau-Kur sind schon Wunder geschehen!

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

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