Schilddrüsenunterfunktion alternativ behandeln – Teil 2

SchilddrüsenunterfunktionIm ersten Teil dieses Beitrags ging es um die Hormonersatztherapie (HET).

Heute möchte ich Sie informieren, dass es auch zum L-Thyroxin Alternativen gibt.

Probleme mit L-Thyroxin

Eine Schilddrüsenunterfunktion wird standardmäßig mit L-Thyroxin behandelt. Zugrunde gelegt wird eine Messung des TSH. Warum das fraglich ist und nicht reicht, habe ich bereits hier geschrieben.

Eine Schilddrüsenunterfunktion wird behandelt wie eine Krankheit. Niemand stellt die Frage: Warum ist die Schilddrüse in Unterfunktion? Es ist so. Tabletten her und basta.

Die Schulmedizin sieht nur die Schilddrüse und testet in der Regel nur den TSH-Wert. Eine  Autoimmunerkrankung wie Hashimoto-Thyreoiditis wird deswegen oft erst spät oder gar nicht erkannt.

Wirkung von Medikamenten

Mir geht es darum, dass es nicht dabei bleiben sollte, Tabletten einzunehmen. Ja, dass man sogar versuchen sollte, rauszukommen aus den Tabletten. Das geht. Aber bitte auf keinen Fall im Alleingang, sondern selbstverständlich in ärztlicher Begleitung.

Ich möchte mal ganz kurz darstellen, warum ich das wichtig finde, Tabletten möglichst zu vermeiden, wenn das geht.

Man sollte wissen, dass Medikamente mehrere Wirkstufen haben:

  1. Sofortwirkung. Von einem Medikament wird erwartet, dass es sofort das Symptom verschwinden lässt.
  2. Nebenwirkung. Aus meiner Beobachtung haben Medikamente sehr häufig Nebenwirkungen. Ich habe auch beobachtet, dass dies von Ärzten manchmal geleugnet oder verdrängt wird.
  3. Spätwirkung. Jedes Medikament hat eine Wirkung viele Jahre nach der Einnahme. Natürlich kommt es darauf an, wie lange diese Einnahme erfolgt ist. Es ist klar, dass Medikamente gar nicht so lange getestet werden können, wie sie eingenommen werden.  Keiner weiß, welche Spätwirkungen nach 20, 30, 40 Jahren auftreten. Hierzu kann ich keine eigenen Beobachtungen beitragen (so alt bin ich nun auch wieder nicht! 😉 )

Spätfolgen von Ersatztherapien

Bei manchen Medikamenten weiß man sehr wohl um die Spätwirkungen.

  • Zum Beispiel soll Osteoporose eine Spätfolge der Einnahme von L-Thyroxin sein.
  • Neuere Erkenntnisse sehen einen Zusammenhang zum Brustkrebs.

Dass L-Thyroxin ausgerechnet mit Brustkrebs in Verbindung gebracht wird, liegt daran, dass bisher wohl nur zu Brustkrebs geforscht worden ist. Zu anderen Krebsarten liegt noch kein einziges Forschungsergebnis vor.

Wer bietet Alternativen?

Bei so heftigen möglichen Spätfolgen empfehle ich dringend, nach Alternativen für künstliche Hormone zu suchen.

  1. Informieren aus Büchern. Speziell zur Schilddrüsenunterfunktion und Hashimoto empfehle ich Dr. Kharrazian zu lesen (falls Sie diesen Namen nicht aussprechen können, nehmen Sie einfach den Vornamen: Datis. 🙂  )
  2. Heilpraktiker/innen finden. Dort wird der Körper ganzheitlich gesehen und nicht nur die Schilddrüse. Suchen Sie bei Heilpraktiker-Fachverbänden (es gibt mehrere) nach Adressen.
  3. Auch Naturheilärzte/innen können helfen. Auch hier gibt es Organisationen mit Adressen. Worauf es ankommt: Finden Sie jemand, die/der Naturheilkunde nicht nur als Zusatzangebot in der Praxis anbietet, weil die Patienten das fordern. Finden Sie engagierte Aussteiger aus der Schulmedizin. Ich kenne einen, den ich hier gerne empfehle: Dr. Albin Beck.

(Ganz nebenbei: Interessant ist die Kombination von Arzt & Heilpraktiker in einer Person. Offiziell ist oder war die Zusammenarbeit von Ärzten und Heilpraktikern nicht erlaubt.)

Soweit die naturheilkundlichen Alternativen.

Was bietet die Schulmedizin?

So ganz allmählich scheint sich hier und dort in der Schulmedizin die Erkenntnis auszubreiten, dass die Schilddrüse nicht ein isoliertes Organ im Körper ist. 😉 Auch stehen Ärztinnen vor den Forderungen der Patienten nach natürlicher Arznei statt Chemie. Wo kann man hingehen?

Am ehesten würde ich zur Hausärztin raten, denn oft verschreiben diese weniger Medikamente oder gar keine.

Am wenigsten raten würde ich zu Endokrinologen. Was haben Sie dort anderes zu erwarten, als reine Schulmedizin und symptomatische Behandlung? 🙁

Welche alternativen Behandlungen gibt es?

Was kann man denn nun tun statt Tabletten zu schlucken? Nochmal: Auf keinen Fall dürfen Sie die einfach weglassen.

Alternative Behandlungen könnten sein:

  • Homöopathie, die bekommen Sie in der Heilpraktik oder bei Naturheilärztinnen (hoffe ich jedenfalls 🙂 ). Leider gibt es nur sehr wenige Behandler, die sich auf das Thema Schilddrüse spezialisiert haben.
  • Es gibt Schweine-Schilddrüsenextrakt, das als natürliches T4 angesehen wird. Es kann es eine große Hilfe und Erleichterung sein, eine Zeit lang diese Präparate einzunehmen.

Das Wichtigste am Schluss

Bei den vorgestellten alternativen Behandlungsmethoden geht es darum, Ersatz für Medikamente zu finden.

Ziel sollte sein, diese Alternativen zu nutzen, um letztendlich ohne Tabletten leben zu können. Egal wofür Sie sich eventuell entscheiden, denken Sie dran:

Die Ernährung muss trotzdem stimmen!

Dann kann eine zusätzliche Behandlung sehr sinnvoll sein.


Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite gebe ich Tipps und Infos zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen.

45 Kommentare

  1. Vanessa

    Hallo!
    Meine 3 jährige tochter ist gänzlich ohne sd geboren und hat regelmäßig mit vielen nebenwirkungen wie unruhe/schlaflosigkeit und herzrasen zu kämpfen.ich bin absoluter schulmedizingegner und lasse uns alle seid jahren homöopatisch behandeln,doch damit kennt sich unsere heilpraktikerin nicht aus.gibt es für mein kind irgendeine hoffnung, irgendwann ohne dieses medikament zu leben,welches lt. studie frühen herztod verursacht?vielen dank für ihre mühe

    • Jutta Bruhn

      Hallo Vanessa, mit Homöopathie kommt man nicht weiter bei ernährungsbedingten Krankheiten.

      Trage dich am besten erste mal in meinen Newsletter ein, dann bekommst du weitere Nachrichten.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  2. Nicole

    Hallo Frau Bruhn,
    mit Interesse lese ich Ihre Informationen. Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion. Meine Schilddrüse hat eine normale Größe. Laut Diagnostik funktioniert alles gut. Trotzdem soll ich L-Thyroxin nehmen. Auf meine Frage, was meine Schilddrüse hat, bekomme ich keine Antwort. Ich habe zwei Meinungen eingeholt und bekomme nie eine Antwort. Ich habe mich dann mit der Schilddrüse beschäftigt, was sie braucht und was ich tun muss. Ich habe meine Ernährung umgestellt und beim Arzt ein paar Blutwerte machen lassen. Dabei habe ich festgestellt, dass ich Mängel habe. Ich habe erst mit NEM aufgefüllt und mich zugleich gesund ernährt. Ich fühle mich sehr gut. So gut habe ich mich seit Jahren nicht gefühlt. Sämtliche Symptome sind weg. Ab und zu nur noch ein wenig Müdigkeit. Ich würde gerne weiter die Tabletten reduzieren und dann absetzen wollen, weiß aber nicht, wie ich vorgehen soll. Vielleicht fehlt noch irgendetwas. Ich weiß aber noch nicht, was noch fehlt und wie ich es anstellen kann. Bei uns gibt es keine Ärzte, die begleiten und auch die Heilpraktiker sind nicht speziell auf Schilddrüse geschult. Können Sie mir zur Ernährung noch ein paar Tipps geben und zum Absetzen? Glauben Sie, meine Schilddrüse könnte es schaffen? Liebe Grüße

    • Jutta Bruhn

      Hallo Nicole, Sie haben den Blick zu sehr verengt auf die Schilddrüse. Dieses Organ ist „nur“ die sogenannte Schaltzentrale. Die Vorgänge zur Hormonbildung etc. laufen im ganzen Körper in Leber, Darm und anderen Organen ab. Es wäre fatal, weiterhin nur die Schilddrüse zu beachten.

      Auch ist es ein Trugschluß, sich allein auf Nahrungsergänzung zu verlassen. Damit baut man keine stabile Gesundheit auf, sondern hilft sich wahrscheinlich nur über einen Engpass hinweg.

      Wenn Sie Unterstützung in der Naturheilkunde suchen, muss das nicht jemand sein, der auf die Schilddrüse spezialisiert ist. Weil die Naturheilkunde ganzheitlich ist, werden die anderen (sprich: ursächlichen!) Probleme behandelt.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  3. Jörg

    Hallo Frau Bruhn,
    mir wurde vor 18 Jahre die Schilddrüse wegen Knoten und Ihrer zu großen Größe entfernt. Ein Rest blieb stehen. Seit dem nehme ich täglich L-Thyroxin 25, der TSH Wert ist im erwarteten Bereich.
    Kann ich die Tabletten durch ein homöopathisches Mittel ersetzen.
    Mit freundlichen Grüßen

    • Jutta Bruhn

      Hallo Jörg, zunächst mal darf ich dir zu einem verschreibungspflichtigen Medikament keinen Tipp geben. Aber du kannst zu einer Naturheilärztin/arzt gehen und dir beim Ausschleichen helfen lassen.

      Denn 25 ist eine sehr niedrige Dosierung, da sollte es keine Probleme geben. Gleichzeitig kannst du dir ein natürliches Mittel verordnen lassen, besser wäre aber die Ernährung zu ändern, dann brauchst du wahrscheinlich gar kein Medikament.

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  4. Deniz

    Hallo Frau Bruhn,

    vor 2 Jahren sagte mir meine Frauenärztin ich hätte eine Schilddrüsenunterfunktion. Ich habe ihr nicht ganz geglaubt (inneres Gefühl). Habe die Blutwerte genommen und bin zu meiner Hausärztin gegangen. Sie hält auch sehr viel von chinesischer Medizin. Sie sagte mir, dass ich Hashimoto hätte und verschrieb mir dann Cefasal. Ich machte dann eine Kur mit Cefasal für 3 Monate und alle Werte waren wieder super.
    Ich bin nun in der 7. Woche schwanger. Meine neue Frauenärztin sagte, dass mein TSH-Wert bei (ca.) 3,9 liegt. Sie verschrieb mir L-Thyrox und sagte ich soll diese während der Schwangerschaft nehmen. Als ich sagte, dass ich lieber wieder die Kur machen würde, rat sie mir dringend davon ab. Ich solle nicht während der Schwangerschaft herumexperimentieren. Dies hätte schwere Folgen für das Baby. Was kann ich tun? Ich möchte ungern Tabeletten einnehmen, weil ich meinem Kind nicht schande möchte 🙁

    LG
    Deniz Yilmaz

    • Jutta Bruhn

      Hallo Deniz, Sie haben ein sehr gut entwickeltes Bauchgefühl! Dem würde ich weiterhin folgen und nur in Lebensgefahr den Ärzten glauben. 😉

      Allerdings ist folgendes zu beachten:

      – Man kann eine Unterfunktion nicht nach dem Bauchgefühl beurteilen. Besser ist ein Test mit der Aufwachtemperatur so wie hier beschrieben.

      – Hashimoto ist in einem frühen Stadium sehr leicht zu behandeln. Wenn allein schon die Gabe von Selen geholfen hat, dann zeigt das sehr deutlich einen Nährstoffmangel. Man sollte aber nicht glauben, dass allein mit einem einzigen Nährstoff alles gut wäre. Ich empfehle regelmäßig Meeresalgen zu essen.

      – Ich darf hier keine medizinischen Auskünfte geben. Deshalb nur allgemein:

      1. Der TSH-Wert führt in der Regel in die Irre, mehr dazu hier

      2. Allein mit Werten zum TSH würde ich persönlich keine Tabletten nehmen. Eine frühe Unterfunktion der Schilddrüse ist leicht mit der Ernährung zu korrigieren. Es gibt genügend Berichte, dass das auch für Hashimoto gilt. Die Leute sind vollkommen wieder gesund geworden. Mehr dazu können Sie lesen bei Dr. med. Berndt Rieger.

      Ohne in die Verordnung der Ärztin eingreifen zu wollen, würde ich für mich persönlich sagen: Auf keinen Fall L-Thyroxin in der Schwangerschaft einnehmen. Die negativen Spätfolgen für Mutter und Kind sind zwar nicht untersucht, aber aus der Erfahrung bekannt.

      Mein Tipp ist: Sofort anfangen mit der „Makrobiotischen Heilküche – Rezepte“ hier.

      Viel Erfolg und ein gesundes Baby!

      Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

      • Jessica

        Hallo, ich kann Ihre Ansätze im Groben verstehen, bin auch auf natürlich und so wenig Medikamente wie möglich. Allerdings lässt sich ohne die freien Werte keine Aussage treffen. Ich hatte zwei Fehlgeburten wegen Unterfunktion und der TSH ist in den ersten Schwangerschaftswochen dramatisch angestiegen. Erst als ich mit Hormonen beim dritten Versuch gut eingestellt war, hat es geklappt. Ich will keine Angst machen aber eine Kontrolle der freien Werte ist zwingend erforderlich aus meiner Sicht, da sonst noch schlimmere Folgen für das Baby drohen als Nebenwirkungen der Medikamente, wenn zu wenig Schilddrüsenhormone vorhanden wären. Der Bedarf steigt nämlich drastisch in der Schwangerschaft sowohl an Hormonen als auch Nährstoffen und es sollte sehr engmaschig kontrolliert werden.

        • Jutta Bruhn

          Hallo Jessica, niemand sagt, dass man sich nicht kontrollieren lassen sollte. 🙂

          Sie schildern Ihre Sicht aus der Schulmedizin, mit der Sie positive Erfahrungen gemacht haben, aber es gibt in der Naturheilkunde andere Wege, die ebenfalls zum Erfolg führen.

          Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  5. Ili

    Hallo Frau Bruhn! Ich habe mich hier bei Ihnen eingelesen und bin sehr begeistert von Ihren Tipps! Ich habe Hashimoto und nehme l-thyroxin 50. In letzter Zeit war ich oft schlapp und habe meine Blutwerte checken lassen. Mein TSH is von 4 auf 6 gestiegen und mir wurde gleich gesagt ich muss auf 75 hoch. Ich nehme nun seit 3 Tagen 75 aber fühle mich gar nicht wohl damit. Ich möchte sofort auf 50 wieder runter und dringend eine Alternative suchen. Ich habe schon von der Eigenurintherapie gehört. Was halten Sie davon? Die Meinungen sind gespalten. Können Sie mir einen Ihrer Kollegen im Stuttgarter Raum empfehlen? Ich finde es sehr schwer einen guten Heilpraktiker zu finden. Ich will am liebsten sofort von den Tabletten wegkommen, da meine Mutter schon Brustkrebs hatte und ich diesen Weg nicht auch gehen möchte.

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ili, so schwierig ist das nicht, von den Tabletten wegzukommen. Allerdings kann ich dazu weder Eigenurin noch andere Behandlung empfehlen. Hashimoto kann man nicht behandeln.

      Wenn Sie wirklich rauskommen wollen aus der Misere, dann empfehle ich die Ernährung zu ändern. Hier ist das Programm dazu.

  6. Ulla

    Mein Professor hat mir meine Schilddrüse vor vielen Jahren komplett entfernt und die Nebenschilddrüsen in den Kopfnickermuskel implantiert. Ich hatte keinen Krebs. Jahrelang habe ich herumgepastelt, um die richtige Medikamentendosis für meinen Fall zu finden. Jetzt nehme ich an einem Tag Euthyrox 150 und am nächsten Tag Euthyrox 137. Damit komme ich halbwegs zurecht. Der TSH-Wert ist völlig unter dem Normalwert. Ich suche eine natürliche Alternative!

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ulla, ja diese Alternative gibt es. Du musst dir naturheilkundliche Behandlung suchen, damit ein Rezept für natürliche Hormone ausgestellt werden kann.

      Du solltest wissen, dass mit der Medikation (egal ob synthetisch oder natürlich) die Ursachen für die Unterfunktion nicht beseitigt werden. Der TSH-Wert sagt nichts dazu aus.

      Solange die Ernährung nicht geändert wird, wird sich auch an der Grunderkrankung nichts ändern. Schau dich gerne auf meiner Webseite um, dort findest du viele Beiträge dazu.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  7. Bekka

    Hallo!
    Mir wurde, aufgrund eines großen Knotens, der lange geschmerzt hat und schnell größer wurde, vor gut einer Woche der rechte Lappen der SD entfernt. Muss ich nun zwingend L-Thyrox 50 nehmen oder habe ich Alternativen?

    Mit freundlichen Grüßen

    • Jutta Bruhn

      Hallo Bekka, ich kann hier leider keine medizinischen Auskünfte geben. Bitte fragen Sie die behandelnden Mediziner.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  8. Maria Groß

    Guten Tag Frau Bruhn,
    mit großem Interesse habe ich ihren Blog gelesen, da ich vor kurzem von meinem Frauenarzt auch das Medikament L-Thyroxin verschrieben bekommen habe. Er hat aufgrund eines relativ hohen TSH-Wertes eine „versteckte“ Schildrüsenunterfunktion diagnostiziert und darin einen möglichen Grund dafür ausgemacht, warum ich nicht schwanger werden kann (schon 2 Fehlgeburten). Demnach soll ich das Medikament jetzt erst mal nehmen und nach einer evtl. Schwangerschaft (hoffentlich) will er die Notwendigkeit erneut feststellen. Da ich auch sehr skeptisch ggü. Medikamenteneinnahme bin (i.B. während einer Schwangerschaft) frage ich mich, ob es auch kurzfristig Alternativen zu L-Thyroxin gibt. Ansonsten schlägt mein Kinderwunsch natürlich die Skepsis ggü. dem Medikament.

    Viele Grüße und Dankeschön schon im Voraus!

    Maria

    • Jutta Bruhn

      Hallo Maria, das einzige was richtig ist an der Aussage des Arztes ist die Tatsache, dass vermutlich die Schilddrüse in Unterfunktion ist und deswegen keine Schwangerschaft erfolgt. Das kann man sehr leicht selber feststellen mit der Aufwachtemperatur.

      Wenn die Ernährung geändert wird (Frühstückssuppe) kann sich das ändern.

      Es ist ein Fehler von schlecht ausgebildeten Ärzten, nur aufgrund des TSH-Wertes Menschen mit Tabletten krank zu machen. Das klingt hart, nicht wahr? Ich würde das nicht so schreiben, wenn ich nicht in guter Gesellschaft wäre von Dr. med. Bernd Rieger. Ich rate dir, seine Bücher zu lesen. Danach wirst du bestimmt keine Tabletten nehmen.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  9. Edith Franke

    Ich hatte mich spontan in der Gruppe auf Facebook angemeldet. Heute lese ich erstmals intensiv. Bin glücklich, dass es so gelaufen ist, sonst hätte ich nun diese Erfahrungen hier nie gelesen.

    Vielen herzlichen Dank an Sie Frau Jutt Bruhn. Danke für Ihren Mut, hier zu erklären und danke für Ihre unermüdliche Arbeit, Recherchen und Auswertungen.

    Ich nehme L Thyroxin 175 und Thybon. Ich möchte von L-Thyroin weg kommen. Da ich selber spüre, es ist nicht so, wie es der Körper braucht. Die Nebenwirkungen spüre ich, kann sie aber nicht weitergeben.

    Gemüsesuppe Morgens ist etwas, was mir sehr entgegen kommt. Dass mein Wohlbefinden direkt vom Essen und trinken abhängig ist, habe ich schon vor vielen Jahren gespürt. Auch die Schilddrüsenentzündung trage ich schon gute 45 Jahre mit mir. Wenn ich weniger als 175 nehme, sind alle Entzündungen im Körper wieder aktiv. Deshalb suche auch ich nach Alternativen.

    Und nun bin ich froh, dass ich hier gelandet bin.

    Liege Grüße von Edith

  10. Paula

    Hallo Frau Jutta Bruhn,
    bin jetzt auch zufällig auf Ihre Seite gestossen und habe auch Hashimoto mit Unterfunktion. Eutirox vertrage ich nicht und nehme schon seit einem Jahr keine Hormontabletten zu mir…habe Ernährungsumstellung gemacht, Darm checken gelassen und mein Immunsystem aufgebessert mit NEMS…es geht mir besser trotzdem möchte ich hier nochmal fragen: welche NEMs wären gezielt um mein Immunsystem aufzubessern…und welche homopatische Mittel für T4 oder T3 gäbe es nur so vorübergehend…?

    LG Pauli P.

      • Paula

        Hallo Frau Jutta Bruhn,
        habe Ihnen vor paar Tagen geschrieben und Sie empfehlen mir Ihren Onlinekurs. Da ich ja einen Hörsturz hatte werde ich diesen Kurs sicher nur das halbe verstehen…oder sind irgendwie Unterlagen oder was schriftliches dabei?

        LG Paula

        • Jutta Bruhn

          Hallo Paula, ich gehe davon aus, dass sich auch das Gehör etwas verbessern könnte, wenn die Ernährung stimmt. 🙂 Man kann sich die Videos sehr laut stellen, anhalten und wiederholen.

          Es gibt zusätzlich viele schriftliche Infos. Aber die Texte der Videos gibt es nur zum Sehen und Hören.

          (beim Kurs Reisfasten ist es anders: Den Text der Videos gibt es als Ebook)

          Viele Grüße aus Berlin
          Jutta Bruhn

  11. Petra

    Hallo Frau Jutta Bruhn,
    ich bin sehr froh, Sie im Internet entdeckt zu haben.:)
    Ich selbst hatte 40 Jahre eine Unterfunktion seit der frühen Pubertät, wohl genetisch bedingt. Denn Tante und Cousinen haben das auch. (?)
    Da ich kein L-Thyroxin eingenommen habe über viele Jahre, weil es mir einfach gut ging, bildeten sich dann doch heiße und kalte Knoten und sie wuchs und wuchs. Dann also vor neun Jahren mit 48 Jahren die Total-SD-OP und seitdem L-Thyroxin 75. Schon länger suche ich nach einer natürlichen Alternative. Selbstversuch mit dem einfachen Weglassen endete im Bluthochdruck, Herzrythmusstörung und Panik. Das zeigt wahrscheinlich, dass die SD nicht nachgewachsen ist. Trotzdem will ich vom künstlichen Hormon weg.
    Mit dem SD-Hormon habe ich niedrigen Blutdruck, sonst aber kaum Beschwerden.
    Erfüllt SD-Hormon in D4 Potenz die gleiche Wirkung?
    Wie kann ich ausschleichen und dann mit dem homöopatischen beginnen? Was raten Sie?
    Viele Grüsse Petra

    • Jutta Bruhn

      Hallo Petra, hast du es schon mit natürlichen Hormonen versucht? Es gibt Präparate in der Naturheilkunde, die künstliche Hormone komplett ersetzen können. Mehr hier.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  12. Eliabeth Skibsted

    Hallo Liebe Jutta Bruhn!
    Ich habe ja schon SEHR VIELES, GUTES von dir gelernt und möchte natürlich gerne VIEL MEHR lernen, deshalb wollte ich gerne bei eine Onlinekurs mitmachen (Onlinekurs für Schildrüsenunterfunktion) – wie verhalte ich mich da.
    Hofftentlich klapt es.

    Liebe Grüsse
    Elisabeth Skibsted

  13. Ines P.

    Hallo Frau Bruhn,
    welch eine tolle Seite. Ich bin noch gar nicht ganz durch mit allen Beiträgen und Kommentaren und bin schon sehr begeistert.

    Ich weiß Sie können hier keine Diagnosen stellen, aber ggf. einn Tipp geben. Leider komme ich aus NRW, so dass Berlin auch so weit weg ist :-/.

    Bei mir wurde im Januar 2015 eine Schilddrüsenüberfunktion festgestellt…daraufhin Diagnose Morbus Basedow und eine OP im Mai 2015. EInstellung mit Mediakmenten schlägt bis heute fehl.
    Im März diesen Jahres habe ich mir einen neuen Arzt gesucht, der festgestellt hat, dass die childdrüse wieder da ist. Das war echt ein Schock. Ich bin nun von L Thyrox auf Prothyrid umgestelt worden, weil ich mich nach wie vor schlecht fühle.

    Ich habe zig Werte und auch Antikörper machen lassen.

    Vielleicht haben Sie da nun einen Tipp:

    Ich hatte normale FT 3und TSH Werte jedoch FT4 zu hoch unter 125 L Thyrox. Dann bin ich auf Prothyrid und habe normale FT 3 Ft 4 und einen leicht erhöhten ( bei 4 von 4) TSH. ABer mein Befinden eine Katastrophe. Dann habe ich einfach das Prothyrid vor drei Wochen begonnen weg zu lassen, verzichte seit vier Wochen gänzlich auf Gluten, nehme Vit B6 und Vit D…+ Smoothies und Gestengras. ALso Ernährung umgestellt. Jedoch sehe ich hier es geht noch besser:-). Jetzt heute der Schreck…ohne Prothyrid- mein TSH liegt bei 68 und meine FT3 und FT 4 werte unter 0. Aber es geht mir dennoch besser als unter manchen Tagen mit Phrotyrid. Ich kann mir das nicht erklären und habe nun einen Zwiespalt…Nehme ich wieder Prothyrid bevor der TSH und die Ft´s weiter sich verändern ???!!!!
    EBenso habe ich mir einen Cortisol DHEA Speicheltest bestellt, um die Nebenieren zu überprüfen. Alle anderen Blutwerte und das sind einige sind bis auf Kreatinin, dasss ist leicht erhöht, normal. Meine Antikörper sind gesunken seit ich Glutenfrei esse.

    Können Sie sich vorstellen warum FT 3 FT 4 und TSH nun ohne Hormone so reagieren. Ich denke ich schaffe es nicht ohne oder ????

    Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre Antwort.

    Liebe Grüße Ines

    • Jutta Bruhn

      Hallo Ines, dass Gewebe der Schilddrüse nach einer OP nachwächst, ist eine bekannte Tatsache.

      Hier ist zu sehen, wie schwierig die Behandlung falscher Ernährung mit Medikamenten ist. Das ist kein Scherz, sondern so gemeint: Die Drüsen im Körper reagieren unmittelbar auf das Essen. Nicht nur die Schilddrüse.

      Ich kann und will nicht auf einzelne Punkte eingehen. Damit kann man sich lange beschäftigen und viel Geld bei den Medizinern lassen (denn die Krankenkasse bezahlt das nicht 🙁 ).

      Deshalb meine Empfehlung, ganzheitlich an das Thema ranzugehen. Das heißt:

      – Mit so wenig Medikamenten wie nötig,
      – den richtigen Nahrungsergänzungsmitteln und
      – einer Ernährung, die den Organismus wieder ins Gleichgewicht bringt.

      Ich möchte davor warnen, nur auf Laborwerte zu starren und von Medikamenten Besserung zu erwarten. Das Hormonsystem ist ein komplexes Geschehen und Chemie ist der berühmte Holzhammer, mit dem therapiert wird. Das geht selten gut. 🙁

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

      • Ines

        Hallo,
        das kann ich verstehen. Die Leidensgeschichten können lang und groß sein. Aber ich danke Ihnen schon mal für Ihre Antwort und die schnelle dazu.

        Ich habe mir nun ihr Ebook mit ersten Infos runtergeladen und habe hier schon einiges selbst vorher umgesetzt und werde auch die weiteren Infos berücksichtigen.

        Ich habe, wie schon gesagt, katastrophake Werte aber mir geht es dennoch gut, so dass ich sehe , dass die erste Ernährungsumstellung, die ich seit fünf Wochen mache schon erste erfolge zeigt. Und darüber bin ich so glücklich „!!!!

        Ich lege den Lesern dieses Blogs die Tipps von Frau Bruhn ans Herz- sie erklärt kompetent was im Körper so passiert und warum die Ernährung so wichtig ist.
        Ich wünsche allen Schilddrüsenpatienten einen guten Start beim Umstellen und es lohnt sich wirklich.

        Danke Frau Bruhn, dass Sie diese Informationen alle hier für Betroffene so darlegen- das ist nicht immer selbstverständlich…

        Liebe Grüße
        Ines

  14. Loki

    Hallo Frau Bruhn,
    vielen Dank für die vielen nützlichen Informationen auf Ihrer Seite. Das Thema Schilddrüsenunterfunktion ist neu für mich. Bei mir wurde ein TSH-Wert von 3,51 festgestellt. Jetzt soll ich L-Thyroxin einnehmen. Ich habe keinerlei eindeutige Beschwerden. Getestet wurde im Rahmen einer Schwangerschaftsvoruntersuchung. L-Thyroxin möchte ich nicht nehmen (obwohl ich dazu gedrängt werde) Sollte ich weitere Tests machen lassen? Wie würden Sie in dieser Situation vorgehen?
    LG
    Loki

    • Jutta Bruhn

      Hallo Loki, das finde ich eine sehr gesunde und kluge Reaktion, nicht einfach Tabletten zu nehmen, die aufgedrängt werden. Damit ersparen Sie sich und ihrem Kind viel Leid, so jedenfalls meine Erfahrung.

      Vor allem sollte man Bescheid wissen, dass die Messung des TSH-Werts nicht viel bedeutet. Mehr dazu hier.

      Statt dessen würde ich sofort auf die Ernährung achten. Am wichtigsten ist das reichliche Frühstück, das eine warme Gemüsesuppe beinhalten sollte. Morgens nicht kalt oder süß zu essen, ist ein Schlüssel für allgemeine Gesundheit und für die Schilddrüse im Speziellen. Mehr dazu hier.

      Außerdem würde ich auf Kokosfett umsteigen. Wenn bekannt wäre, wie positiv das auf die Muttermilch (und natürlich auf die Gesundheit) wirkt, dann würden Kinderärzte das empfehlen. Also los! 🙂

      Auch die Bio-Sauerrahmbutter ist sehr gutes Fett. Für den Salat im Sommer auch gerne bestes Olivenöl.

      Wenn ich bedenke, wie viel man auf das Wohlergehen des Kindes eingehen kann mit dem richtigen Fett, dann könnte ich regelrecht ins Schwärmen kommen! Keine Angst, tue ich nicht.

      Ich wünsche Ihnen alles Gute und kommen Sie gerne mal wieder hier vorbei!

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

      • Loki

        Vielen Dank für diese ermutigende Nachricht. Die erste Frühstücksgemüsesuppe habe ich mir schon zubereitet!

      • Loki

        Hallo Frau Bruhn,

        noch einmal möchte ich mich herzlich bei Ihnen bedanken 🙂
        Seit meiner Schwangerschaft halte ich mich an Ihre Ratschläge und koche nach den Rezepten aus Ihrem wunderbaren ebook.
        Mein Junge kam kerngesund und prächtig entwickelt zur Welt.
        Meiner Schilddrüse und mir geht es super (ohne Medikamente).
        Was will man mehr?

        LG
        Loki

  15. Veronika Hamberger

    Hallo,
    wie weiß ich denn überhaupt ob es bei mir nur eine Unterfunktion ist oder ob ich Hashimoto habe. Nehme aktuell L-thyrox jod hexal 75 ug/ 150 ug, das mir mein Hausarzt verschrieben hat. Bei dem ultraschall den er machte hieß es dass alles gut aussieht.

    Mfg Veronika Hamberger

    • Jutta Bruhn

      Hallo Veronika,

      1. es gibt verschiedene Arten von Unterfunktion (siehe hier). In der Schulmedizin werden dieses Unterschiede nicht gemacht. Man muss sich selbst informieren, um sich richtig einordnen zu können. Sonst nimmt man Medikamente, die gar nicht gebraucht werden.

      2. Hashimoto ist eine Erkrankung des Immunsystems. Die Ursache liegt in der Regel im kranken Darm. Die Unterfunktion hier ist ein Spätzustand und kommt zustande durch die Entzündungsschübe.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  16. Martina Kaufmann

    Liebe Jutta,

    Deinen Bericht hier finde ich sehr interessant. Ich habe über Deinen Link der Hormonselbsthilfe eine Heilpraktikerin in meiner Nähe gefunden und ihr in einer Mail erklärt dass es mein Ziel ist naturidentischen Ersatz für L_Thyroxin zu finden. Sie antwortet mir nun dass dies schon ein naturidentisches Hormon sei und sie keine Alternativen kennt. Wenn ich aber Deinen Text lese, dann lese ich genau das Gegenteil.
    Ich bin jetzt etwas verunsichert. Was stimmt denn nun?

    Liebe Grüße Tina

    • Jutta Bruhn

      Hallo Martina, vielen dank für diese Rückmeldung. Das verstehe ich sehr gut, dass du verunsichert bist.

      Die Antwort zeigt, dass das Thema von dieser Heilpraktikerin überhaupt nicht verstanden worden ist.

      Ich hatte schon etwas Bedenken, die Webseite zu verlinken, weil es dort speziell um Hormone geht. Das ist aber die schulmedizinische Sicht der Dinge. Ich hatte auf dem letzten Heilpraktikerkongress Kontakt zur Schützenapotheke in München. Über diese hab ich die „Hormonselbsthilfe“ kennen gelernt. Die Kolleginnen dort kenne ich aber nicht persönlich.

      Nun bin ich ganz zerknirscht, weil ich dich auf eine falsche Spur gelenkt habe. 🙁 Auf jeden Fall habe ich den Link entfernt.

      Zum Thema selbst hab ich ja in dem Beitrag schon geschrieben. Ich kann dir nur raten, weiter nach alternativen Behandlern zu suchen, was nicht so einfach ist, ich weiß.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  17. Marion

    Vielen Dank Frau Bruhn für die Erläuterungen. Ich melde mich gleich zum Online-Kurs an.

    Viele Grüsse aus Frankreich,
    Marion

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