Abnehmen mit Kokosfett bei Schilddrüsenunterfunktion

Abnehmen mit Kokosfett bei SchilddrueenunterfunktionWenn die Produktion der Schilddrüsenhormone gedrosselt und die Schilddrüse in Unterfunktion ist, gibt es viele Symptome.

Eines davon ist das Problem mit dem Gewicht: Abnehmen klappt einfach nicht mehr. Darunter leiden viele.

Rettung scheint in Sicht mit Kokosfett (Kokosöl). Wer abnehmen will, sollte also Kokosfett essen? So einfach ist das? 😉 

Abnehmen mit Kokosfett

Nach Forschungen von Dr. Bruce Fife soll Kokosöl vor allem bei Schilddrüsenunterfunktion den Stoffwechsel anregen und die Energie steigern. Dass diese Annahme stimmt, zeigen die Erfolge von Teilnehmenden aus meinem Selbstlernkurs:

„Bis jetzt habe ich 2,5 kg abgenommen. Für jemanden der ganz schlecht abnimmt, finde ich das gut.“

“ … was ich auch super finde: Ich habe, nachdem ich zuletzt innerhalb kurzer Zeit 9 kg zugenommen hatte, heute Morgen über 2 kg weniger.“

„Und ich habe noch eine gute Nachricht: ich habe mich wegen Arztbesuch gewogen: 9 Kilo sind weg !!!! Komischerweise merkt dies in meinem Umfeld niemand (ausser meiner Mutter und mein bester Freund), aber ich denke, da ich ein hohes Startgewicht hatte (113 kg), ist ja auch noch immer ein grosser Bauch da.“

„Hab 3 kg abgenommen.“

Stellt sich die Frage, was haben diese Teilnehmenden gemacht? Antwort: Sie haben Kokosfett gegessen und zwar in der richtigen Menge.

Also ran ans Kokosfett! Das ist eine erste Maßnahme zum Abnehmen, die schon eine Menge bewirken kann.

Doch halt, natürlich darf man nicht allein auf das Kokosfett setzen. Klar ist, auch der Rest der Ernährung muss stimmen. 😉

Fehler: Fettarme Ernährung

Wir haben alle jahrelang an Fett gespart wo es nur ging, nicht wahr? Das war ein Fehler, den man schleunigst korrigieren sollte. Wer heute immer noch zu fettarmer Ernährung rät, hält sich nicht an die neuere Forschung.

Wer zu wenig gutes Fett isst, nimm nicht ab und kann sogar krank werden. Die Fett-Spezialisitin Ulrike Gonder warnt davor, dass fettarme Ernährung katastrophal für die Gesundheit ist.

Schaut man auf Naturvölker, die keine Krankheiten kennen, staunt man über die Mengen Fett, die gegessen haben. Übergewicht kannten sie nicht.

Fehlen Fette und Öle oder gibt es davon nur wenig, kann es früher oder später zu Störungen im Körper kommen. Das kann auch die Schilddrüse betreffen. Mehr dazu hier: Warum gute Fette für Leber und Schilddrüse so wichtig sind

10 gute Gründe, weshalb Fett so wichtig ist

1. Fett macht nicht nur satt, sondern stabilisiert den Blutzucker.

2. Fast nichts im Körper läuft ohne Hormone und die werden aus Fett gebildet.

3. Profi-Köche wissen: Fettarmes Essen schmeckt nicht so super. Deshalb gibt es noch Butter obendrauf als Geschmacksträger.

4. Alle wissen, dass Vitamin A (Möhren!) nur in Verbindung mit Fett nützlich ist. Der Grund: Die Umwandlung von Betakarotin in Vitamin A gelingt nur zusammen mit Fett.

5. Vitamin D braucht Fett (und einen gesunden Darm), damit es überhaupt aufgenommen wird.

6. Verschiedene Vitamine sind die Basis für die Bildung von Hormonen. Fehlt Fett, fehlen Hormone.

7. Alle Körperzellen brauchen Fett: Nervenzellen, Gehirnzellen, Immunzellen.

8. Fett macht schnell und nachhaltig satt. Wer sich mit Brot und Nudeln satt isst, bekommt eher Gewichtsprobleme.

9. „Fette bilden die am stärksten konzentrierte Speicherungsform von Energie“ (Zitat aus: Zentrum der Gesundheit).

10. Fette versorgen das Gehirn. Das Gehirn ist auf hochwertige Fette angewiesen.

Welche Fette man nicht essen sollte

Worauf es in Bezug auf die Gesundheit vor allem für Leber und Schilddrüse ankommt, ist das strikte Weglassen von schädigenden Fetten und Ölen. Ganz vorne stehen dabei die sogenannten Transfette. Das sind Fette, die entstehen wenn

  • aus flüssigen Ölen ein festes Fett gemacht wird
  • Fette und Öle zu stark erhitzt werden

Ein Beispiel: Aus Sonnenblumenöl wird streichfeste Margarine. (Natürlich gibt es auch bekömmliche Margarinesorten, am besten schaut man im Biohandel nach.)

Übrigens ganz nebenbei: Es ist mehrfach nachgewiesen worden, dass eine körperliche Schutzmaßnahme gegen die Transfette der Anstieg des Cholesterins ist.

Jetzt kommt etwas Entscheidendes: Bei keinem anderen Nahrungsmittel kommt es so auf die gute Qualität an wie bei Fetten und Ölen. Nur das Beste ist gut genug!

Denn so klug der menschliche Körper und seine Funktionen sonst auch sind, beim Fett ist es so:

Körperzellen können nicht unterscheiden zwischen gutem Fett und schlechtem Fett.

Das bedeutet: Stundenlang heiß gehaltenes Fett aus der Frittenbude wird vom Körper genauso verwertet wie das teuerste kaltgepresste Olivenöl. 🙁

In der Folge können Schlüsselfunktionen im Körper gestört werden. Zellwände können fest werden und vermutlich

  • zu chaotischen Zuständen im Körper führen
  • das Zentralnervensystem nachhaltig stören
  • zu degenerativen Erkrankungen beitragen

Auch das geistige Gleichgewicht könnte gestört werden. Eine Spätfolge dürfte unter anderem die Demenz sein.

Transfette und Autoimmunkrankheiten

Nein, ich habe nicht die Ursache Grund von Autoimmunkrankheiten entdeckt. Aber es ist sehr wahrscheinlich, dass Transfette eine Rolle bei der Entstehung von Hashimoto (Unterfunktion), Morbus Basedow (Überfunktion) und Gelenkschmerzen spielen können.

  • Bekannt ist, dass Transfette sich in der Leber absetzen. Irgendwann gelangen sie dann in den Blutkreislauf und können grundlegende Vorgänge im biochemischen Gleichgewicht stören.
  • Sie können in Zellen der Organe, Muskeln und Gelenke gelangen. Dort werden sie vom Immunsystem als fremd erkannt und es werden Antikörper produziert, die dann das eigene Gewebe angreifen.

So wird ein Beitrag dazu geleistet, dass eine Autoimmunerkrankung entstehen kann. Dabei bekämpft das Immunsystem das eigene Gewebe und es kommt zu schweren Entzündungen.

Wo sich diese Entzündungen abspielen, kann man nicht voraussagen.

  • bei der Schilddrüse geht es um die Hashimoto Thyreoiditis
  • sind die Gelenke betroffen, kann es eine Polyarthritis sein
  • ist das Bindegewebe betroffen, spricht man von Rheuma
  • beim Nervensystem ist es die Multiple Sklerose

Wo stecken die Transfette drin?

Bitte denke daran, dass Transfette nicht nur in minderwertiger Margarine enthalten sein können, sondern in vielen anderen Produkten wie

  • Pommes
  • Knabberzeug
  • Tiefkühlkost
  • Pizza und
  • Backwaren – besonders die fetten Backwaren wie Croissants sind davon betroffen

Was sind gute Fette und Öle?

Gesunde Fette sind aus meiner Sicht:

  • Kokosfett
  • Bio-Sauerrahm-Butter
  • Olivenöl und noch einige andere hochwertige Pflanzenöle

Bei dem großen Angebot von Fetten und Ölen fragt man sich, mit welchen Fetten Menschen sich früher ernährt haben. Die guten Fette waren

  1. das Kokosfett in den heißen Zonen der Erde und
  2. die Butter aus unseren Breitengraden

Daran können wir uns auch heute halten. Dazu nehmen wir noch ein wenig Olivenöl für den Salat und vielleicht zur Abwechslung mal dieses oder jenes gute Pflanzenöl wie Kürbiskernöl, Sonnenblumenöl, Walnußöl und andere. Das sind gute Öle, die man abwechselnd in kleinen Mengen essen kann, wenn das Bedürfnis besteht.

Abnehmen bei Schilddrüsenunterfunktion mit Kokosfett

Wer abnehmen möchte und eine Schilddrüsenunterfunktion hat, verwendet Kokosfett zum Kochen, Dünsten, Braten … einfach überall.

Der Trick besteht darin, nicht zu wenig, sondern reichlich Kokosfett zu nehmen. Wie viel das ist, muss jede/r für sich selbst rausfinden, weil das individuell ist.

Wenn Kokosfett nicht schmeckt

Ein Hinweis noch: Wenn das Kokosfett nicht schmeckt oder nicht bekömmlich ist, dann ist das ein Zeichen dafür, dass die Leber stark belastet ist.

Zur Überbrückung kann man auf das milde Kokosfett ausweichen, das auch als „desodoriert“ oder „wärmebehandelt“ bezeichnet wird. Die Behandlung wirkt sich nicht negativ auf die Qualität aus.

Nach einer gewissen Zeit der Ernährungsumstellung (zu der ich rate 😉 ) erholt sich die Leber und das normale Kokosfett schmeckt wieder gut.

Kochen bei Schilddrüsenproblemen

Makrobiotische HeilkuecheRezepte aus der Makrobiotischen Heilküche sind richtig, wenn man diese Ziele erreichen will:

  • nicht mehr frieren und müde sein
  • Allergien und Unverträglichkeiten loswerden
  • Depressionen und Angst verlieren
  • besser schlafen
  • Gewicht regulieren
  • ohne Verdauungsbeschwerden leben

"Motivationslevel: sehr hoch, denn schon die letzten Tage an denen ich nur teilweise nach dem Programm gegessen hatte, hatte ich kaum noch Darm-Probleme."

 

"Ich bin begeistert wie schnell die Gerichte zuzubereiten sind und wie lecker sie sind. Das ist super klasse, weil man es so auch zu stressigen, beruflichen Zeiten beibehalten kann. Das ist sonst oft ein KO-Kriterium für mich."

21 Kommentare

  1. Melanie

    Hallo Frau Bruhn, mein Partner mag kein Kokosnuss Öl und ich hab im Internet eine Seite gefunden, die Sheabutter in guter Qualität verkauft zum kochen backen etc. Was halten Sie davon und ist es für Schilddrüsen erkrankte mit Hashimoto verträglich? LG Melanie Lux

  2. Jutta Bruhn

    Hallo Heike, ich bin etwas traurig, wenn du mir unterstellst, dass ich Billigprodukte empfehle. 🙁 Es geht um Qualitäts-Kokosfett wie z.B. von Dr. Goerg oder Bioplante. Das hat nichts mit den von dir erwähnten Methoden zu tun.

    Aber danke für den Hinweis, ich werde das in Kürze in den Beitrag einarbeiten und darauf hinweisen, dass man die minderwertigen Qualitäten von Billigproduzenten nicht kaufen sollte.

    Zu deiner Frage: Nein, es gibt keine Alternative zu Kokosfett. Rapsöl macht krank!

    LG Jutta

  3. Jutta Bruhn

    Hallo Maritta, ja, Agar ist bestens geeignet für Marmelade. Man muss aber gut aufpassen und nicht zu viel davon nehmen.

    Herzliche Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

    • Chris

      Hallo Frau Bruhn…..
      E-Book ist gekauft, es kann los gehen.
      Muss mich noch einlesen und bißchen einkaufen ?
      Bin gespannt was mich erwartet und was mit meinem Körper passiert.

      Sonnige Grüße und Gute Zeit
      Chris

        • Chris

          Hallo Frau Bruhn,
          die Rezepte sind super leicht zu verstehen, soweit alles ok bei mir.
          Nur…..jetzt hab ich gestern mit Gemüsesuppe angefangen, etwas am Abend und heute Morgen eine normale Portion, ich gehe stündlich zur Toilette. Was passiert da gerade bei und mir?

          Liebe Grüße
          Chris 😉

          • Jutta Bruhn

            Hallo Chris, diese Reaktion ist normal und man nennt sie in der Naturheilkunde „Ausleitung“ oder „Entgiftung“. Das heißt, es sind Vorgänge im Körper angeregt worden und nun werden „Stoffe“, „Gifte“ oder wie man es nennen möchte, ausgeleitet. In diesem Fall scheint es über den Harn zu passieren.

            Es kann noch andere Reaktionen geben, angenehme und unangenehme: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Hautausdünstungen, Träume etc.etc.

            Herzliche Grüße aus Berlin, Jutta

  4. Jutta Bruhn

    Hallo Claudia, selbstverständlich hilft die Ernährung auch nach Entfernung der Schilddrüse. Denn mit der OP werden ja keine Ursachen für die Erkrankung beseitigt. Der Krankheitsprozeß geht im Hintergrund weiter.

    Gerade wenn es Neubildungen gegeben hat, empfehle ich dringend die Makrobiotische Heilküche. Denn diese Ernährung hat schon so vielen Menschen bei Krebserkrankung geholfen. Auch ich selbst habe mich damit geheilt. Hier mein eigener Erfahrungsbericht.

    Ich hoffe, Sie in unserem Selbstlernkurs begrüßen zu können!

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

    • Claudia

      Herzlichen Dank für Ihre Antwort! Habe jetzt das Kochbuch erworben und freue mich aufs Ausprobieren.
      Viele liebe Grüße

  5. Jutta Bruhn

    Hallo Olaf, Kokosöl ist in den Tropen immer flüssig, weil es dort warm/heiß ist. In unseren Breitengraden ist es außer im Sommer immer fest, deshalb ist es korrekter, bei uns von einem Fett zu sprechen.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  6. Jutta Bruhn

    Hallo Carina,

    eine Unterfunktion bahnt sich über viele Jahre an, die hat man nicht einfach so. Weil die Schilddrüse auf die Ernährung reagiert, bedeutet es, dass deine Ernährung seit Jahren irgendwelche Mängel im Körper erzeugt. Da solltest du (und dein Mann) rauskommen.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  7. Ines

    Liebe Jutta
    vielen Dank fuer deine promte Antwort.
    Dann liege ich mit meinem Bauchgefuehl richtig, dass ich die Tabletten nicht brauche, obwohl mein Arzt die Dosis sogar auf 50 erhoehen will, wegen der Gewichtszunahme.
    Welches deiner Buecher empfielst du mit, zum Einstieg in die Ernährungs umstellung? Wie bereits erwähnt, ich esse wahnsinnig gerne Obst :-/ und Kekse mag ich auch.
    Dankbare Grüße
    Ines

  8. Jutta Bruhn

    Richtig, eine Schilddrüsenunterfunktion kommt nicht einfach so, sondern wird oft durch andere Faktoren ausgelöst.
    Einer meiner besten Tipps ist genau das, was in diesem Beitrag steht: Kochen mit Kokosfett.

    Viele weitere Tipps finden sich in vielen Beiträgen auf diesem Blog.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  9. Jutta Bruhn

    Hallo Julia,

    die Intoleranzen geben sich, wenn das Leaky-Gut-Syndrom behoben wird. Das schaffen Sie mit ausgeglichener Ernährung, wie sie hier auf der Seite vorgestellt wird.

    Die Diagnose mit den Intoleranzen ist die Sicht der Schulmedizin. Tatsächlich geht es um den Darm. Sobald der wieder in Ordnung ist, verschwinden auch die Intoleranzen.

    Viele Grüße aus Berlin
    Jutta Bruhn

  10. Jutta Bruhn

    Hallo Falk,

    Ihr Hausarzt hat nichts falsch gemacht. Zu unserer Schulmedizin gehört nicht, eine Schilddrüsenunterfunktion mit der Ernährung in Zusammenhang zu bringen. Die einzige Behandlung besteht darin, Medikamente zu geben.

    Viele Menschen kommen aber irgendwann zu der Erkenntnis, dass einer Störung im Körper allein mit Medikamenten nicht beizukommen ist. Ich stimme sehr mit Ihnen überein, dass man selbst etwas für die Gesundheit unternehmen sollte. Genau deswegen schreibe ich die Beiträge hier. Ich bin der festen Überzeugung, dass man sich mit der Ernährung weitgehend selbst heilen kann.

    Ich freue mich, wenn Sie Nutzen aus meinen Empfehlungen ziehen!

    Viele Grüße
    Jutta Bruhn

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