10 Tipps für das Kochen mit Meeresalgen

MeeresalgenDer Umgang mit Meeresalgen ist für uns ungewohnt. Deshalb meine 10 Tipps für das Kochen mit Meeresalgen, dann werden Gerichte mit Wakame, Kombu und Arame bald zur Gewohnheit.

Meeresalgen sind fast nur in getrockneter Form erhältlich. So sind sie über Jahre haltbar.

Vor dem Kochen werden sie abgespült und eingeweicht. Mit der Wasseraufnahme vervielfachen sie ihr Volumen ganz mächtig. Das sollte man stets berücksichtigen.

1. Tipp: Einkauf

Getrocknete Meeresalgen kauft man am besten im makrobiotischen Internethandel. Algen sollten

  • aus sauberen Gewässern stammen
  • nicht radioaktiv belastet sein

2. Tipp: Aufbewahrung

Getrocknete Meeresalgen bewahrt man sehr gut in großen Schraubgläsern auf. Sie sind dann praktisch unbegrenzt haltbar. Angebrochene Verpackungen sollten wieder verschlossen werden.

3. Tipp: Schutz vor Nässe

Machen Sie nicht den Fehler, die trockenen Algen lose in der Küche liegen zu lassen. Sie nehmen die Feuchtigkeit aus der Luft auf, werden nass und weich und sind dann natürlich schnell verdorben.

4. Tipp: Was tun, wenn die Algen nass geworden sind?

Falls die getrockneten Algen nass geworden sind, breitet man sie auf einem sauberen Küchentuch einzeln aus. An einem luftigen Ort trocknen sie wieder. Man kann sie bei ganz niedriger Temperatur im Backofen trocknen. Danach werden sie wie gewohnt verwendet und in Gläsern aufbewahrt.

5. Tipp: Sind die Algen sauber?

Meeresalgen sollten grundsätzlich eingeweicht werden. Das ist gleichzeitig die Reinigung von Staub, Sand und Schmutz.

6. Tipp: Einweichen

Auf jeden Fall werden Meeresalgen eingeweicht, wenn es eine Schilddrüsenüberfunktion gibt oder wenn Medikamente für die Schilddrüse genommen werden. Als Faustregel gilt:

  • getrocknete Meeresalgen vor dem Kochen mindestens eine halbe Stunde in kaltem Wasser einweichen
  • das Einweichwasser wegschütten
  • die Algen gründlich abspülen

7. Tipp: Wie viel Algen braucht man?

Je nach Sorte quellen die Algen nach Wasserzugabe ganz mächtig auf und verdoppeln und verdreifachen ihr Volumen. Achten Sie deshalb beim Einstieg in das Kochen mit Meeresalgen auf die Rezeptangaben. Nach dem ersten Kochen wissen Sie schnell Bescheid.

8. Tipp:  Zu viel Meeresalgen auf einmal eingeweicht?

Wenn Sie mal eine zu große Menge Meeresalgen eingeweicht haben, macht das nichts. Wie unter Tipp 4. beschrieben, kann man sie ausbreiten und wieder trocknen lassen.

9. Tipp: Wohin mit Resten von gekochten Algen?

Nach dem Kochen müssen die Algen im Kühlschrank aufbewahrt werden. Man sollte sie in den nächsten 2-3 Tagen verbrauchen und nicht länger aufheben. Sie verderben schnell.

Sind die Algen in den Gerichten enthalten, gilt das natürlich entsprechend.

10. Tipp: Kann man Meeresalgen einfrieren?

Ja, fertig gekochte Algen kann man gut in kleinen Portionen einfrieren.

 

 Makrobiotische Heilküche RezepteWie man mit Meeresalgen kocht und wer damit vorsichtig umgehen soll, darum geht es auch in meinem Ebook.

Makrobiotische Heilküche – Rezepte 

 

Die Autorin: Mein Name ist Jutta Bruhn. Ich bin Heilpraktikerin und wohne in Berlin. Hier auf der Webseite gebe ich Tipps und Infos zur Ernährung bei Schilddrüsenproblemen. - Mein kostenloser Service: Ich beantworte unter den Beiträgen Fragen, allerdings nur für Abonnenten meines Newsletters.

28 Kommentare

  1. Jutta

    Hallo Frau Bruhn,

    Gibt es denn Gewässer wo die Meeresalgen am unbelasteten sind? Bzw sind die Algen aus Südostasien ungesunde weil es dort so viele Fischzuchtfarmen gibt?

    Danke Grüße Jutta

  2. Nather Sabine

    Hallo Frau Bruhn, ich nehme seit vielen Jahren L-Thyrox Jod Hexal 50/150 Tabletten da ich zwei Knoten an meiner Schilddrüse habe, und diese nicht wachsen sollen. Ich weiß nicht ob das Über- oder Unterfunktion darstellt. Könnte ich die Tabletten irgendwann weglassen, wenn ich täglich oder jeden 2. Tag Algen – Miso – Gemüse – Reis Suppe essen würde ?
    Ich danke Ihnen für Ihre Auskunft
    Mit freundl. Gruß Sabine

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sabine, tut mir leid, diese Frage kann und darf ich nicht beantworten. 🙂

      L-Thyrox ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und daran darf niemand etwas ändern außer der Arzt/die Ärztin.

      Ebenso darf niemand Versprechungen machen – auch wenn das in vielen Facebook-Gruppen üblich ist.

      Weil das so ist, habe ich in meinen Ebooks und auf der Webseite viele Beiträge geschrieben, die erklären, wie es zu Schilddrüsenproblemen kommen kann. Mit diesen Informationen kann sich jede/r selbst helfen und danach handeln.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  3. Marina Schmidt

    Hallo Frau Bruhn,

    ich habe mit großem Interesse Ihre Tipps gelesen. Ich kaufe oft das Meeressalat von Arche. Das sind verschiedene Algen drin wie Wakame, Nori, Kombu, Akamodoki. Alles getrocknet und ganz klein geschnitten. Ich habe das immer in meine Salate reingetan, höchstens aber 1/3 Teelöfel. Ich habe nie auf die Zubereitung geachtet, die auf der Verpackung stand, und nun lese ich, dass man das einweichen und kochen muss. Ich hatte früher Schilddrüsenunterfunktion. Aber in den letzten zwei Jahren sind meine Werte wieder in Ordnung auch ohne Hormone. Ich frage mich jetzt, ob es für den Körper von großer Bedeutung ist, ob ich dieses Algensalat nun einfach so als Kräuter verwende oder doch koche.

    Liebe Grüße,
    Marina Schmidt

    • Jutta Bruhn

      Hallo Frau Schmidt, das ist eine sehr gute Nachricht!

      Natürlich kann man das niemals nachweisen, dass die Algen die Schilddrüse regulieren. Aber es gibt so viele positive Erfahrungsberichte darüber, dass ich sagen kann: Ja, das wird wahrscheinlich an diesen Algen liegen.

      Der Grund, dass die kleine Menge diese Wirkung hat, kann darin liegen, dass die Algen nicht eingeweicht sind. So bekommt man das ganze Jod mit. Mit Kochen hat das nichts zu tun.

      Die Menge ist gar nicht so entscheidend. Ein klein wenig täglich reicht völlig – wie man sieht!

      Allerdings würde ich mir die vielen guten Mineralstoffe nicht entgehen lassen und mal anfangen mit dem Kochen, z.B. mit Wakame.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  4. Karina

    Halo Frau Bruhn ,
    ich habe reizdarm syndrom kann mir verzihen von Algen helfen ?
    falls ja welche sorte und wie soll ich das vorbereiten

    • Jutta Bruhn

      Nein, Karina, so kann das nicht funktionieren. 🙁 Bei dieser Erkrankung wäre es fahrlässig, einen einzigen Ratschlag zu geben. Das ist ein ganzes Programm.

      Sie könnten mit Wakame-Algen anfangen. Aber es sind viele andere Schritte gleichzeitig notwendig.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  5. Merks

    Hallo Frau Bruhn,

    ich habe Kombu Alge gekauft und im ersten versuch diese mit Getreide mitgekocht.
    Als Ergebnis war festzustellen, daß die Alge noch zu hart (sehr hart) zum Essen war.
    Hm… rausgefischt und weggeworfen
    Für das 2. Mal habe ich die Alge zerkleinert, (ofter abgebrochen) und sie vorher
    in kochendem Wasser 2,5 (!) Stunden gekocht.
    waren zwar etwas weicher aber immer noch nicht wirklich einladend um sie zu essen.

    Gibt es irhgendeinen Trick (salzen oä) wie die Kombu Alge schneller weich gekocht
    werden kann?

    viele Grüsse aus Nürnberg

        • Jutta Bruhn

          okay, das ist eine gute Firma. Also Kombu macht man so:

          1. kurz abspülen oder 30 Min einweichen und das Einweichwasser wegschütten (wenn man nicht das ganze Jod haben will)
          2. im Reis oder anderem Getreide mitkochen (40 Min)
          3. rausnehmen und klein geschnitten im nächsten Gemüsegericht mitkochen (15 Min), dann sind sie weich

          oder in Hülsenfrüchten mit kochen, dann sind sie weich am Ende der Kochzeit, außer bei Linsen, weil die schneller weich sind.

          Wieso die bei dir nicht weich geworden sind, kann ich nicht sagen. Mit Salz hat das nicht zu tun. Ich würd’s noch mal probieren!

          Viele Grüße aus Berlin
          Jutta Bruhn

  6. Merks

    Hallo Frau Bruhn,
    in Tipp 9 schreiben Sie, dass sich die Algen nur 2-3 Tage im Kühlschrank halten.
    wie kann man das merken, dass sie ungeniesbar sind.
    ich koche immer für ca. 5-6 Tage vor.
    Nach ihren tip kann ich da keine Algen mitkochen?
    oder: wie genau sind diese 3 tage zu sehen, bzw. gibt es doch so
    etwas wie eine „absolute obergrenze“ von sagen wir einmal 1 Woche?

    viele grüsse aus Nürnberg

    • Jutta Bruhn

      Hallo, ja Algen halten auch länger als 2-3 Tage. Es geht darum, dass mit jedem Tag die Qualität nachlässt, was man am Geschmack merken kann. Das ist nicht so schön, aber wer möchte, kann natürlich gerne für mehr Tage vorkochen.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  7. Sara

    Hallo Frau Bruhn,

    ich wollte mal nachfragen: Meine Schilddrüsenwerte sind leicht erhöht und meine Ärztin hat mir empfohlen,
    Meeresalgen einzunehmen. Kann ich die Meeresalgen auch so einnehmen oder muss man sie erst kochen und wie viel kann man pro Tag nehmen und kann man die Meeresalgen einfrieren?

    Danke und liebe Grüße

    • Jutta Bruhn

      Hallo Sara, wenn deine Schilddrüsenwerte erhöht sind, hat die Ärztin das bestimmt nicht so gemeint. Frag sie nochmal.

      Es gibt Algen zum Einnehmen, aber das sind Süßwasseralgen (Spirulina). Meeresalgen muss man kochen.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  8. nevio

    Hallo Frau Bruhn,
    könnten Sie bitte genauer darlegen, wieviel diese „kleine Menge“ ist, die Sie täglich essen? Ich koche eine Tasse Reis mit einer ganzen Stange Kombu. Den Kombu esse ich jedoch nicht, sondern verwende diesen weiter für Bohnen oder Brühe. Ist das ok? Oder ist das für eine Hashimoto schon zuviel? Das kommt in Ihren Blogs niergends so richtig durch.
    Lieben Dank.
    Es grüsst Sie
    Nevio

    • Jutta Bruhn

      Hallo Nevio, stimmt, da bin ich (noch) nicht näher drauf eingegangen.

      Wenn die Kombu so gut vertragen wird, dann stellt sich die Frage, ob hier wirklich eine Hashimoto-Erkrankung vorliegt. Dieses Diagnose wird nicht immer richtig gestellt. Denn Kombu hat das meiste Jod. Wenn Jod so gut vertragen wird, sollte tatsächlich keine Unterfunktion mehr vorliegen. Ich würde das mal testen, um Bescheid zu wissen.

      Ja, so macht man das: Auf 1 Tasse Reis 1 Stange Kombu, es geht natürlich auch mit 2 Tassen Reis 1 Stange Kombu.

      In den Bohnen/Linsen kann es mehr sein, je nach Größe der Portion.

      Für eine Brühe (Dashi) reicht auf jeden Fall eine Stange Kombu, weil die Alge nicht mit gegessen wird.

      Prima!
      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

    • Jutta Bruhn

      Hallo Brit,

      die Algen sind getrocknet. Als Pulver? Kann man machen und mit Sesam mischen. Mir schmeckt das nicht. Ich würde eine kleine Menge mitkochen. Sieht man fast nicht, schmeckt man eigentlich nicht. 😉

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  9. Susanne

    Guten Tag Frau Bruhn,
    bei Stiftung Warentest las ich gestern einen Bericht über erhöhte Jodgehalte in bestimmten Algen, z.B. Kombu. Um Überreaktionen der Schilddrüse zu vermeiden bietet es sich deshalb an, die Algen entsprechend einzuweichen u. das Einweichwasser wegzuschütten.
    Meine Frage: Werden beim Einweichen nicht auch ganz viele andere Mineralstoffe und Vitamine (falls im Trockenzustand noch vorhanden) ausgespült, die ich dann mit dem Einweichwasser wegschütte? Ich konsumiere Algen nur aufgrund ihres hohen Mineralstoffgehaltes – wie kann ich ein maximales Ergebnis erzielen, ohne gesundheitliche Risiken einzugehen?
    Danke und Grüße

    • Jutta Bruhn

      Hallo Susanne,

      ich empfehle unbedingt, die Algen einzuweichen und das Einweichwasser wegzuschütten. So ist ein großer Teil des Jods weg.

      Ja, dabei gehen auch paar Vitaminchen verloren, aber was macht das schon? Vitamine bekommt man über Gemüse viel besser.

      Ich mache das so: Bei mir gibt es täglich Algen ganz normal im Essen. Das ist nur eine kleine Menge, aber das reicht. So brauche ich keine Nährstoffpräparate zu kaufen.

      Viele Grüße aus Berlin
      Jutta Bruhn

  10. Su

    Liebe Frau Bruhn,
    ist es nötig/sinnvoll, mit Meeresalgen zu kochen und zusätzlich noch AFA Algen oder Chlorella-, Spirulina-Algen zu sich zu nehmen?
    Lieben Dank schon jetzt für Ihre Antwort, beste Grüße, Su

    • Jutta Bruhn

      Hallo liebe Su,

      es kann durchaus Sinn machen, beide Sorten Algen zu nehmen. Grundsätzlich würde ich die zusätzliche Einnahme von Süßwasseralgen dann empfehlen, um eine bestimmte gesundheitliche Verbesserung zu erzielen. Sobald diese erreicht ist, sollte es ausreichen, allein die Meeresalgen zu essen.

      Meeresalgen sind aus energetischer Sicht mehr yang. Das kann konzentrierend und zusammenziehend wirken. Wird also von Menschen gebraucht, die sich in einem yin-Zustand befinden und vielleicht unkonzentriert und zerstreut sind oder viel reden. Meeresalgen enthalten eine erhebliche Menge an Nährstoffen, so dass man keine weiteren Algen in Tablettenform braucht.

      Gezüchtete Süßwasseralgen werden eher der yin-Seite zugeordnet und können bei entsprechender Gesundheitslage vielleicht sinnvoll sein. Besser finde ich die wildgewachsenen Süßwasseralgen wie die AFA-Algen. Diese gehen mehr in die yang-Richtung und können hilfreich sein, wenn sie über einen gewissen Zeitraum hinweg genommen werden. Chlorella-Algen sind oft Bestandteil einer Entgiftungskur.

      Fazit: Wer täglich kocht und Meeresalgen in kleiner Menge verwendet, sollte eigentlich bestens mit Nährstoffen versorgt sein.

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